Beiträge von Radlaus

    Der Kulturpalast ist sehr wohl ein Beispiel für eine gelungene Mischnutzung (Philharmonie, Kabarett, Bibliothek, Gastronomie).

    Das er in seiner Wirkung nicht mit dem "New Urbanism", den aktuell wohl viele begrüßen, zusammenpasst, kann aber auch an dem in der Nachkriegsbebauung viel zu groß geratenen Altmarkt liegen, wo leider derzeit wieder eine ganze Menge Geld "vergraben" wird, ohne diesen städtebaulichen Fehler wirklich zu beheben.

    Für meine Begriffe wirkt der Kulturpalast als Solitär ganz gut an dieser Stelle. Und wer das kann, der findet gute architektonische Details auch an diesem Bauwerk.

    Übrigens: Abends beleuchtet und mit Publikum sieht das vom Altmarkt her ziemlich gut aus. Foto habe ich leider nicht.

    gacki, der Verkehr von heute wird mit dem Verkehr in 20 Jahren in keiner Innenstadt von Deutschland vergleichbar sein (vielleicht dauert es auch 40 Jahre). Verdichtete Innenstadträume werden definitiv kommen.

    An der Ostraallee/Devrientsstr. wird bedingt u.a. durch den Landtag eine überproportionale Nutzung für Büroflächen stattfinden. Gegen eine wohnwirtschaftliche Nutzung der oberen Etagen spricht eigentlich nichts (außer Sicherheitsaspekte). Es ist sogar optimal da zu wohnen (kurze Wege!). Könnte mir vorstellen, das die Nachfrage so schlecht nicht sein wird.

    gacki, kann man so nicht stehen lassen.

    Der Postplatz, was auch immer man zur Architektur für Ansichten hat, hat durch die Bebauung enorm mehr Traffic bekommen! Einfach Mal selber hingehen!

    Die Gebiete hinter den Plattenbauflügeln so zu diskretitieren ist klassische 80iger Jahre Anschauung. Im Prinzip wurde in den 80iger Jahren ein " Potemkisches Dorf" errichtet. Wer will das heute schon noch!?

    Stimme ich zu! Der Straßenrückbau wäre angesichts der schon vorhandenen Weite nicht vermittelbar, da wird ja die nichtbespielbare Fläche rieẞig.

    Die GHND würde keinen Bürgerentscheid anschieben, wenn es nicht so brisant wäre.

    Einfach schade, wenn Ämter und Verwaltungen das so einfach hinbekommen.

    Die Flügel der Neubauten am Neustädter Markt werden auch nach Sanierung gewerblich nicht funktionieren, da die rückwärtige Bebauung in ihrem Status Quo einfach ausgeblendet wird. Wenn es funktionieren würde, wären schon lange Restaurants etc. dort angesiedelt. Da wo sich gewerblich Geld verdienen lässt würde auch die Vonovia (der derzeitige Besitzer) nicht zögern.

    Es kann aber auch sein, das die Vonovia diese Gebäude für einen guten Preis wieder an die Stadt abstoßen wird (da gibt es ja so Phantasien bei bestimmten Parteien), dann würde sich der Kreis wieder schließen.

    Ob Dresden angesichts des bevorstehenden Wohnungsüberangebotes, was sich gerade deutschlandweit entwickelt, 5000 Wohnungen kaufen soll ist mehr als fraglich.

    Sehr komplex,das Ganze.

    Ich denke, das der Verkehr definitiv abnehmen wird und der Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel mit dem "Nichtangebot" Große Meißner Straße für die meisten Bewohner von Neustadt und Altstadt auch in Ordnung ist. Wer auf die andere Stadtseite möchte, muss mit dem Auto nicht mitten durchs Zentrum fahren, sondern kann das in den entsprechend ertüchtigten Ringen tun, beginnend mit dem 26er Ring.

    Treffend analysiert von Elli Kny,

    Den Stadtraum Neustädter Markt gibt es nur zurück mit dem Rückbau der Großen Meißner Straße.

    Variante 1:

    Tunnel für Durchgangsverkehr (aber teuer und Bautechnisch unsicher)

    Variante 2:

    Starker Rückbau der Fahrspuren

    (damit nur noch für Fahrzeuge mit Sondernutzung o.ä.) verbunden mit zwei für den Zielverkehr aufnehmenden Parkplatzbauten (auch unterirdisch, also auch teuer und bautechnisch nicht einfach) zum einen auf dem Palaisplatz (würde auch gleich das unschöne Parken auf der Königstraße lösen, die mehr verdient hat als ihre jetzige Funktion als Parkplatz für die Hauptstraße) und zum anderen auf dem jetzigen Parkplatz am Carolaplatz.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Für den jetzigen Stand der Dinge durchaus.

    Doch sollte man bedenken, dass krampfhaft an einer Verkehrswende gewerkelt wird. Obwohl MIV Unterstützer, sehe ich umwelttechnisch wie auch stadtplanerisch, die Reduzierung des Verkehrsgrabens Sankt Petersburger Straße als zwingend notwendig.

    Der Status Quo muss verändert werden und wird m.E. sogar schon mittelfristig zu einem besseren Verkehrsfluss führen und die Aufenthaltsqualität befördern..

    Und das Geld ist definitiv vorhanden. BER, Stuttgart 21, ... Am Geld liegt's nicht ;);)

    Zukünftig wird es darum gehen die Innenstadt vom "Durchgangsverkehr" zum "Zielverkehr" umzubauen, was Aufenthaltsqualität schafft. Der 26er Ring bekommt dann logischerweise eher mehr Verkehr. Den Verkehrsfluss und die Fahrbahnbreiten dabei zu optimieren bzw. auch zu reduzieren wird spannend sein, und an der ein oder anderen Stelle auch gelingen. Eine Trennung bleibt trotzdem.

    Die Friedrichstadt ist von der Altstadt letztendlich auch durch Könneritzstraße und Hochbahn getrennt. Keiner würde da die Weiẞeritz wieder ins Stadtbild zurückholen wollen, nur weil es schön wäre.

    Die Lingnerstadt, durch welche Planung auch immer, an die Altstadt anbinden zu wollen, ist eigentlich ziemlich unrealistisch.

    Der Stadtring ist für die Mobilität unabdingbar (ÖPNV, Autos, Fahrräder, Fussgänger) und das Geld für gewaltige Umverlegungen von Straßen und Medien ist heute und auch morgen nicht vorhanden.

    Also bleibt eigentlich nur die Lösung übrig, beide Stadtteile in ihre jeweilige Richtung zu entwickeln. Da ist es praktisch egal wie die Lingneralle verläuft, solange städtisch nutzvolle Räume entstehen. Bei der geringen Anzahl der Grundstücksbesitzer ist jedoch zu erwarten, das am Ende nur ein architektonisch durchschnittliches Ergebnis herauskommen wird.:(

    Die Altstädter Seite habe ich noch nicht aufgegeben, da müsste das Stadtplanungsamt mal reagieren:

    Vorschläge wären:

    1.

    Bebauung Ecke vom Landhaus

    2.

    Bebauung Parkplatz Schießgasse

    3.

    Bebauung Parkplatz Pirnarischer Platz

    4.

    Umgestaltung Haltestellensituation

    Wilsdruffer Str.

    5.

    Moritzstraße wieder öffnen (? Vonovia) um die Gewandhausstr. wieder an den Neumarkt anzubinden

    So würde die Ecke ihrem alten Namen

    " Pirnarisches Tor" wieder gerecht gerecht werden. Die bestehende Planung für die Kreuzstraße ist da schon mal ein guter Anfang.

    Vielleicht sollten sich beide Seiten mit Stadtraumplanern zusammensetzen und mit einem Kompromiss aus Rechenzentrumteilen (die derzeitige Baumasse ist in ihrer Gänze zu wuchtig) und modernen Kirchenschiffanbauten etwas wirklich gemeinsam Neues schaffen.

    Das ganze öffnend hin zu einem hoffentlich wieder errichteten Stadtkanal (steht beim Bürgermeister von Potsdam ganz oben auf der Agenda;)).

    Könnte ich mir gut vorstellen.

    Viele Grüße aus Dresden :)