Beiträge von glasstower

    Dekoratives Anführungszeichen

    Projektbild-- so soll der Komplex Perigon einmal aussehen.

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    Bildrechte: http://www.perigon-hamburg.de

    vier Wochen später

    Was soll das werden? City-Nord 2.0?
    Also dass die Erschließung in der +1-Ebene liegt und über eine Brücke erfolgt emfinde ich allein schon als eine ziemliche Zumutung. Dass darunter aber auch noch eine dicke TG-Erschließungsstraße hindurchläft, die ganz nebenbei auch noch den Eingang des Einzelhandels von der Hebebrandstraße abschneidet empfinde ich als stätebaulichen Skandal.
    Der B-Plan scheint maßgenschneidet für den Entwurf aufgestellt worden zu sein, der sieht das nämlich genau so vor. Dennoch hat die Stadt hier die Planungshoheit und ich frage mich wirklich, wie man auf die Idee kommt, dass das eine im Sinne einer zukunftsorientierten Stadteintwicklung sinnvolle Lösung ist. Das passt auch zu dem, was mein Vorredner bereits geäußert hat.

    Ich bin auch froh, dass wieder eine neue Köhlbrandbrücke entstehen soll, die sich an dem Design der Heutigen orientiert, sie ist immerhin ein nich zu unterstützendes Stück Hamburger Identität.

    Was sich mir nicht ganz erschließt ist, warum es diese Querung denn überhaupt braucht. Mit dem Bau der A26-Ost entsteht doch eine weitere Süderelbbrücke. Hätte man diese nicht ggf. größer dimmensionieren können, bevor sich der Bund als Eigentümer zwei Brücken leistet?

    Mich überzeugt der Entwurf nun auch nicht wirklich. Städtebaulich ist das pure Langeweile und schon zig mal genau so realisiert. Nichts desto trotz ist es eine erhebliche Verbesserung für die Umgebung, allein schon ob der zusätzlichen Dichte an dem Ort und somit ein durchaus positives Beispiel für Innenentwicklung.

    Architektonisch leider auch sehr einfach gehalten, insbesondere die WDVS-Fassade. Bei den Balkonbrüstungen gehen die Meinungen sicher sehr auseinander, ich persönlich bin überhaupt kein Fan davon, auch wenn es das wahrscheinlich einzig Besondere an dem Entwurf ist. Für mich wirkt das ganze durch das Gold ein wenig pseudo-edel, etwas was man in unseren Breitengraden ehr nicht erwarten würde.
    Mich erinnert der Entwurf direkt an folgendes Projekt: https://www.dbz.de/artikel/dbz_In…um-2421245.html

    Ich kann mich daran erinnern, mal auf einem Lageplan eine Brücke zwischen der Uferpromenade am Überseequartier und jener vor der HafenCity Universität gesehen zu haben. Sinn würde eine Solche Verbindung allemal ergeben angesichts der hohen zu erwartenden Publikumszahlen. Die jetzigen Arbeiten könnten den Bau eines Wilderlagers bedeuten, auf dem später einmal eine Brücke auflagert.

    [mod]bitte Bilderzitate vermeiden[/mod]

    Die Diskussionen, die beim Postscheckamt oder bei Kaufhof aufgekommen sind, gab es bei diesem Abriss übrigens nicht.

    Mir blutet persönlich das Herz, das mitansehen zu müssen, schließlich ist es neben dem nicht halb so spektakulären Allianz-Hochhaus das letzte verbleibende Hochhaus aus der Epoche im innerstädtischen Bereich, welches sich noch weitestgehend im Originalzustand befand. Bis jetzt. Lediglich der Sockelbereich zur Lister Meile wurde in den vergangenen Jahrzenten kaputtsaniert aber eigentlich gehört dieses Gebäude aufgrund seiner einmaligen Formsprache und seiner Repräsentativität für die Stadtplanungskultur seiner Zeit in dieser Stadt unter Schutz gestellt. Jetzt stattdessen also ein Teilabriss und früher oder später dann eine weiter verfremdende Fassadensanierung. Für mich stellt das definitiv den Verlust eines Teiles eines einzigartigen wie ikonischen Bauwerkes dar, den man womöglich in einigen Jahren bitter bereuen wird.

    Hier einmal eine Architektenzeichnung aus eienr Broschüre der "Bredero Gruppe" von 1971:

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    Quelle mit weiteren interessanten Darstellungen zur Innenstadt:

    https://www.moderne-regional.de/fachbeitrag-hannover-innenstadt/

    Hier gibt es weitere spannende Bilder zum Objekt und zur damaligen Stadtentwicklung sowie einen kurzen Filmtrailer mit Aufnahmen vom Bau:

    https://filmundgeschichte.com/bredero-city-r…z-hannover-1973

    Der Vollständigkeit halber hier einmal das von Orakel erwähnte Projekt auf der gegnüberliegenden Seite:

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    Bild: Rehwald Landschaftsarchitekten, mehr Darstellungen gibt es hier: Competitionline

    Die Begrünung des obersten Parkgeschosses soll als Pilotprojekt dienen und bei einem eintredenen Erfolg langfristig zu einem innenstadtweiten Netz verknüpft werde. Die in diesem Bild dargestellte Brücke führt übrigens zum ehemaligen Kaufhof-Gebäude, welches sich links im Bild am roten Dach erahnen lässt.

    Ich persönlich bin bei den City Roofwalks zwiegespalten: Einerseits haben sie das Potenzial, der Innenstadt deutlich mehr Aufenthaltsqualität zu verleihen, indem sie einen Ruhepol gegenüber dem geschäftigen Treiben auf dem Straßenniveau schaffen. Andererseits gibt es in der Innenstadt, insbesondere im Bereich des City-Rings, eine Vielzahl überdimmensionierter und lebloser Straßenräume, die sich ebenfalls bestens für eine grüne Konversion anböten. Gleichzeitig sind die Zugangshürden zu den Dachgärten relativ hoch, da Besuchende ersteinmal in die entsprechende Höhe gelangen müssen und es andererseits vermutlich auch Öffnungs- und Schließzeiten geben wird. Gleichzeitig besteht das Hausrecht der Eigentümer, wodurch Personengruppen eben auch von der Nutzung ausgeschlossen werden können, weswegen die Dachgärten eben keinen neuen öffentlichen Raum darstellen werden.

    Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt auf die weitere Entwicklung dieser Projekte.

    Gemäß § 33 BauGB können unter bestimmten Voraussetzungen Vorhaben auch während der Aufstellung eines Bauleitplanes zulässig sein. Es müssen wesentliche Verfahrensschritte bereits durchgeführt worden sein (z.B. Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung) und es muss fest davon ausgegangen werden, dass das Vorhaben dem aufzustellenden Bauleitplan nicht entgegensteht.
    Dieser Status nennt sich Vorweggenehmigungsreife. Mehr Infos gibt es hier: Bauprüfdienst (BPD) 2017- 4 Vorweggenehmigung nach § 33 BauGB

    Heute möchte ich auch einmal ein Projekt in Hannover aus der jüngeren Vergangenheit zeigen, das bis jetzt hier m.E. noch nicht gezeigt wurde.
    Dabei handelt es sich um die Erweiterung der Sprengelmuseums, einem Kunstmuseum, in Zentraler Lage, direkt am Rudolf von Bennigsen-Ufer des Maschsees.

    Lage: Google Maps

    Der Entwurf stammt vom schweizer Achtitekturbüro Meili + Peter und konnte sich in einem Wettbewerbsverfahren mit 64 teilnehmenden Büros u.A. gegen einen Entwurf von Zaha Hadid Architekten durchsetzen. Der ursprüngliche Entwurf sah dabei eine vollverspiegelte Fassade vor, welche allerdings später durch eine dunkelgraue, teilweise pollierte, Sichtbetonfassade ersetzt wurde. Diese Änderung wurde spätestens seit der Bauausführung durch die Öffentlichkeit stark kritisert und der Erweiterungsbau wurde auch durch Kostensteigerungen, Verzögerungen und unsachgemäß ausgeführte Arbeiten an der Fassade ein Dauerbrenner in der Lokalpresse. Nach der Eröffnung wurde offenbar vielen die Qualität des Entwurfes bewusst und die Kritik verstummte nahezu.

    Der Bau kann meines Erachtens durch seine Materialität und skulpturale Erscheinung dem Neo-Brutalismus zugeordnet werden.

    Die folgenden Bilder stammen von mir vom diesjährigen Osterwochenende:

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    Der Neubau im Bildhintergrund hebt sich eindeutlig vom Bestad ab. Auffällig sind die weißen Dachaufbauten, die über eine indirekte Beleuchtung Tageslicht in die Ausstellungsräume lassen

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    Die Erweiterung wird durch ein großes, zweigeschossiges Foyer mit dem Bestand verbunden (links hinter der Verglasung)

    Hier zeigt sich die Entwurfsidee, den Hauptbaukörper durch seinen eingezogenen Sockel "schweben" zu lassen.

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    Die Fensteröffnungen in den Obergeschossen sind aus den Ausstellungsräumen betretbar, mit Sitzmöbeln ausgestattet und geben den Blick auf den Maschsee frei.

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    Das Kunstwerk, welches jetzt etwas ungeniert den Parkplatz dekoriert stand zuvor am Haupteingang des Museums und...

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    wurde im Zuge der Erweiterung durch dieses Werk ersetzt.

    Weitere Infos, Entwurfszeichnungen und Fotos des Innenraumes, insbesondere der tanzenden Räume (zueinander verdrehte Ausstellungsräume) finden sich auf der Website des Architekturbüros: Marcel Meili, Markus Peter Architekten Zürich

    In der Wirkungsanalyse für das Überseequartier wird davon ausgegangen, dass ca. 1/3. des Umsatzes durch Menschen außerhalb des Einzugsbereichs (Streuumsatz), also Touristen, generiert wird (vgl. S.83). Verdeutlicht wird das durch die erwartete Umsatzumverteilung. Beispielsweise wird mit ca. 80 Mio aus der City für Bekleidung gerechnet, während in der gleichen Kategorie ein Umsatz von 90 Mio aus zusätzlichem Tourismuspotenzial erwartet wird (vgl. S. 90). (Quelle: Überseequartier Hafencity, Hamburg - Wirkungsanalyse)

    1/4 des zusätzlichen touristischen Kaufkraftpotenzials ganz Hamburgs bis 2025 stammt aus Zuwächsen in der Kreuzfahrtbranche (vgl. S. 42, Tourismusstudie Überseequartier HafenCity).

    Wenn man sich nun die Integration des Einkaufscenters mit dem Kreuzfahrtterminal anschaut, kann stark davon ausgegangen werden, dass der Anteil der Kreuzfahrer am Umsatz aus zusätzlichem Tourismuspotenzial hier weitaus höher liegt als 1/4.

    Das ganze Projekt ist das reinste fossile Paradies!
    Das Shopping-Center wird nur mit den Kreuzfahrttouristen rentabel, gleiches gilt für die zahlreichen Shopping-Kunden aus der Region, insbesondere aus dem nördlichen Niedersachsen, die größtenteils mit dem Auto anreisen werden (daher die vielen Parkplätze). Shell wird sich da mit seiner neuen Deutschlandzentrale pudelwohlfühlen.

    Verstehe ich das richtig, dass die Zentralbibliothek aus der alten Hauptpost vom Hühnerposten dorthin umziehen soll? Wenn ich mir die geplanten Nutzungen so anschaue (Zentralbibliothek, VHS, Beteiligung der Uni und Arbeitsräume) dann macht das für mich den Anschein, als bräuchte man dort eine erhebliche Geschossfläche.

    Im Bestand fällt mir da in der Innenstadt nur das Ex-Kaufhof Gebäude ein (ggf. mit Parkhaus-Grundstück), in dem man genügend Fläche hätte.

    Den Domplatz zu bebauuen ist ja eine Idee, die immer wieder mal auftaucht, ich aber wirklich unverständlich finde. Abgesehen von seiner historischen Bedeutung, ist dieser Platz der Einzige mit soetwas wie einer Aufenthaltsqualität und Grünfläche in der inneren Innenstadt und m.E. absolut erhaltenswert.

    Welches Grundstück mir sofort in den Sinn gekommen ist, als ich den Artikel gelesen hab, ist das Baakenhöft in der HafenCity. Dieses Grundstück wurde bisher noch nicht vergeben, da an diesem besonderen Ort eine besondere Nutzung gewünscht ist, die ein solches Haus für mich allemal darstellen würde. Es würde mit Sicherheit zu der gewünschten Belebung dieser Gegend führen und auch positive Effekte auf die Nachbarschaft haben, sowie ein gutes Pendant zum künftigen Hafenmuseum auf der gegenüberligegenden Elbseite darstellen (wo so Gott will dann hoffentlich eine Brücke rüberfphrt). Das einzige Manko was mir in den Sinn kommt ist, dass in direkter Nachbarschaft mit der HafenCity Universität und dem künftigen Schulcampus am Lohsepark bereits zwei große Bildungseinrichtungen vorhanden sind, weshalb eine solcher Neubau nicht unbedingt zu Diversifizierung der Nachbarschaft beitragen würde.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Und, leider nicht zu ändern, stört wie immer - nicht nur optisch, weil dadurch das Erdgeschoss gedrungen wirkt - das fehlende Hochparterre. Ja ich weiß, die Barrierefreiheit. Leider wird dabei nicht gegen die verminderte Wohnqualität der Bewohner im Erdgeschoss abgewogen. M.E. ein Beispiel für Überregulierung.

    Barrierefreiheit und Hochparterre wiedersprechen sich ersteinmal nicht grundlegend, ich würde z.B. davon ausgehen, dass auch der Bau von Forster mit Aufzügen ausgestattet ist - trotz Hochparterre. Ich sehe es im Übrigen auch nicht als Überregulierung, wir leben schlichtweg in einer alternden Gesellschaft, die barrierefreie Erschließung neuer Wohneinheiten ist daher m.E. nahezu alternativlos.
    Was aber natürlich stimmt ist, dass die Erschließungsgestaltung im Grundriss kreativere Lösungen verlangt, insbesondere wenn man bei Blocksituationen durchgesteckte Treppenhäuser realisieren möchte. Das schlägt sich dann im Erdgeschoss in der benötigten Erschließungsfläche nieder (und einem Aufzug der auf beiden Seiten Türen benötigt). Aber bei Neubauten, die nicht gerade Sozialwohnungen sind, sind großzügige Eingangssituationen inzwischen Gang und Gebe, weshalb der Platzbedarf hier m.E. auch nur ein untergeordnetes Argument sein kann.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Am nördlichen Ende der Podbielskistraße plant STRABAG Real Estate 3 neue Bürogebäude.

    Leider wird nicht das gesamte Gelände zwischen diesen 4 Straßen bebaut, sondern nur das, welches bereits heute das bestehen Bürogebäude samt Nebenalagen beinhaltet. Der östlich angrenzende P+R-Platz bleibt leider in seiner gegenwertigen Form erhalten (an welcher man noch die Lage der ehemaligen Wendeschleife "Lahe" erkennen kann, welche sich bis 2006 an dieser Stelle befand).

    Im Anschluss zeige ich noch einemal einen Nolliplan des Ensembles. Hier erkennt man gut, dass das Gebäude des mittleren Baufeldes um 180 Grad gegenüber seinen Nachbarn gedreht ist. Eine m.E. durchaus fragwürdige Entscheidung, da sich somit jenes Gebäude zur rückwärtigen Erschließungsstraße statt zur Ausfallstraße orientiert.

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    Bild: Grundriss und Gesamtansicht: Westphal Architekten

    Weitere Bilder der Wettbewerbsgewinner finden sich hier

    Ich finde die Idee gut, hier eine kleine Hannover-Präsenz aufzubauen um einmal ein bisschen von den derzeitigen, vielversprechenden Projekten zu berichten.
    Ich beteilige mich an sich gerne, ich habe auch schon ein paar Ideen. Allerdings wird es teilweise sehr sporadisch bleiben, da ich nicht mehr in Hannover wohne und daher nur selten dazu komme, eigene Bilder zu machen und zum anderen teilweise zeitlich sehr stark gebunden bin und weniger dazu komme, hier im Forum aktiv zu werden.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Im Stadtteil Vahrenwald-List planen Stefan Forster Architekten an der Wedelstraße nördlich der Rosenbergstraße das Projekt Rosenberger Höfe. Auch dieses Projekt verspricht interessant zu werden.

    Das Projekt ist bei mir schon wieder ziemlich in Vergessenheit geraten.
    Ich finde es allerdings wirklich spannend und zeigt starke Referenzen zu anderen Bauten in den expressionistisch geprägten Stadtteilen Hannovers. Dieser Bau könnte ziemlich genau so auch in Ricklingen oder Kleefeld stehen. Auch wenn ich mich wirklich auf das Gebäude freue, stört mich etwas daran. Vielleicht ist es ein fehlendes Vollgeschoss, wodurch das Dach mit seinen Erkern ein wenig klobig daherkommt.
    Zusammen mit den Neubauprojekten in der Adolfstraße oder in Kleefeld kann man hier fast von einem sich herausbildenden "Hannoverschen Stiel" sprechen.

    Danke für's einstellen!
    Ich finde es im Hinblick auf den Ressourcen- und Energieaufwand im Bauen wirklich erfreulich, dass ein erheblicher Teil der bestehenden Baumasse erhalten wird und in einen neuen sinnvollen Gesamtkontext gerückt wird. Ich finde das darf durchaus mal lobend erwähnt werden, da es insbesondere in der City Nord in den vergangenen Jahren ja zahlreiche negative Gegenbeispiele gab.