Beiträge von PhilippPro

    Das sehe ich nicht. Der logistische Aufwand ist überschaubar und der Duisburger Beitrag, wenngleich geringer, ermöglicht es der DOaR das größte Opernensemble Deutschlands zu finanzieren. Der notwendige Um-/Neubau des Düsseldorfer Hauses hat für die Opernehe ja erstmal keine Relevanz.


    Mod: Bitte keine sinnlosen Vollzitate des jeweils vorstehenden Beitrags. Der Bezug versteht sich von selbst.

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    und versemmelt wurde hier auch nicht mehr als in anderen Regionen oder Städten Deutschlands. Die großen Städte des Ruhrgebiets haben sich im vergangenen Jahrzehnt zumeist gut entwickelt und ich sehe keinen Grund warum dies nicht auch schon bald wieder der Fall sein wird.

    Dortmund hat sich gut entwickelt, Bochum kann im Bereich IT-Sicherheit wuchern und Essen hat relativ viel von der alten Substanz in die Jetztzeit überführen können.

    Die Emscherregion hat sich nicht gut entwickelt. Oberhausen, Gelsenkirchen, Herne, Essen-Altenessen, der Duisburger Norden usw. sind weiter im Abstieg begriffen: die industrielle Substanz schmilzt ungebremst weiter, die Arbeitslosenzahlen sind die höchsten in Deutschland und die Migration aus Südosteuropa führt zu neuen (Integrations-)Problemen. In Gelsenkirchen leben 40%! der Kinder in Haushalten die Hartz IV beziehen.

    Und auch bei der bundesweiten Außenwahrnehmung belegen die Ruhrgebietsstädte weiterhin die hinteren Plätze. https://www.ruhrbarone.de/ruhrgebietsima…und-doof/193020

    Was die politische Einheit betrifft: Es wäre schon viel gewonnen, wenn sie als Vehikel dienen könnte um ein einziges Nahverkehrsunternehmen (oder Genossenschaft ymmv) aus dem endlosen Geflecht der städtischen Gesellschaften wachsen zu lassen.

    Eine Möglichkeit ist auch, dass die Firma derlei an die Presse lanciert, um die Verhandlungsbasis ggü. der Stadt zu stärken. Ich kenne aber keine Interna.

    Ansonsten gebe ich Kreuzviertel recht, das ist ein ganz normaler Vorgang im Ruhrgebiet. Knauf Interfer ist gerade von Essen nach Duisburg gewechselt, Standardkessel wird Ende des Jahres von Duisburg nach Mülheim ziehen, Pitstop wird von Essen nach Mülheim wechseln usw.

    Die andere viel größere Frage ist die nach der politischen Einheit im Ruhrgebiet und die Entwicklung hin zu einer Ruhrstadt mit gemeinsamen Flächenpool, Gewerbesteuerausgleich und der bereits eigenhändig durchgeführten Regionalplanung, ausgeübt durch den Regionalverband Ruhr. DIese verzögert sich aber seit Jahren, zuletzt musste der Planungsdezernent im Oktober 2020 zugeben “eine zeitliche Prognose kann man seriöser Weise nicht abgeben” wann denn der Regionalplan komme. Und das obwohl die Regionalpläne aus den Regierungsbezirken Münster, Arnsberg und Düsseldorf schon vorliegen.

    Ich persönlich glaube nicht mehr daran, dass in absehbarer Zeit engere Kooperation zwischen den Ruhrgebietsstädten kommen wird und man das Kirchturmdenken überwindet. Die einzelnen Teile (Städte) haben sich nach dem Ende der Kohle und dem massiven Schrumpfen der Stahlindustrie ökonomisch auseinander entwickelt, die letzte große wirtschaftliche Klammer ThyssenKrupp zerfällt gerade in ihre EInzelteile und man hat die Begeisterung um das Kulturhauptstadtjahr 2010 nicht genutzt, um ein gemeinsames neues Ruhrgebiet zu schmieden.

    Ein empfehlenswertes Buch zu dem Thema: "Versemmelt - Das Ruhrgebiet ist am Ende" von Journalisten Stefan Laurin, der sich seit Jahrzehnten publizistisch mit der Region auseinandersetzt und einer der wenigen ist, die überregional (z.B. für die Welt am Sonntag) über das Ruhrgebiet schreiben.

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    Und was Deutschland betrifft, wäre die Bahn gar nicht in der Lage die Nachfrage zu befriedigen. Ebenso ist - auch wenn viele das nicht wahrhaben wollten -

    die Bahn nur sehr bedingt eine Alternative zum Flugzeug selbst innerhalb von Deutschland.

    Ebenso ist es auch nicht gerade so, als ob die Bahn billiger wäre, das ist sie vielfach nicht.

    Viele der aktuellen Infrastrukturmaßnahmen der Bahn zielen darauf ab Kapazitätserweiterungen zu erzielen, in dem man z.B Güterstrecken von Personennah- und Fernverkehrstrecken trennt.

    Langfristig wird es kaum noch innerdeutsche Flüge geben - es gibt keine einzige Bahnstrecke iinerhalb der BRD, die man nicht auf unter 4 Stunden ausbauen kann, auch hier sind viele der Maßnahmen geplant oder bereits in der Umsetzung.

    CO2 Steuern auf Kurzstrecken wird das Bahnfahren auf allen vergleichbaren Strecken billiger machen als das Fliegen, wer dann noch Berlin-München fliegen will, zahlt mehr als der Bahnfahrer. Ich würde das nicht wollen.

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    Die Universität wird im nördlichen Teil des Areals in Wedau neu gebaut bzw. erweitert.

    Langfristig sollen mglw wohl alle Ingenieurwissenschaften der UDE nach Wedau ziehen.

    Das ist also keine Option für diese Fläche.

    ...Was ja vor allem den B-Bereich auf der Bismarckstraße und die ehemalige Lehrwerkstatt in Laar betrifft. Die Fakultäten für Mathematik, Physik, Betriebswirtschaft und Sozialwissenschaften, die sich am Auslauf des Stadtwaldes befinden könnte man sehr wohl auf der Güterbahnhofsfläche ansiedeln. Und wenn man mal den "Dünen-Entwurf" von CKSA betrachtet: Die Landschaftsarchitektur hat starke Bezüge zu Campus Architektur mit dementsprechendem Park.

    So hat man den üblichen "Mix aus Arbeiten, Wohnen, Freizeit", ohne die konkret zündende Idee, die ich mir für diesen exponierten Standort wünschen würde.

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    ^ Nun hat aber Berlin sein Louvre schon, nur halt dezentral verteilt auf die Museumsinsel und das Kulturforum. Man kann die dortige Nutzung nicht abziehen, um dem Humboldtforum Gewicht zu verleihen – und das ist das Problem der ganzen Reko-Arbeit: Die Form (bzw. der Formwille) war zuerst da, der Inhalt wurde dazugebastelt.

    Mir unvergessen ein Besuch in der Alten Nationalgalerie und der enttäuschte Blick einer Französin, die zu ihrem Partner sagte "C'est tout?" und ich ihr zurufen wollte "Paris n'est pas Berlin", Paris ist nicht Berlin. Und das bezieht sich ja nicht nur auf Museumsinsel/Kulturforum, sondern auch darauf, dass viele wichtige Exponate auf Grund unserer föderalen Geschichte eben nicht in der Hauptstadt, sondern z.B. in München sind.

    Zustimmung zu archjac. DIe Präsentation von CKSA ist auch die hochwertigste, ein paar der anderen sind doch recht dünn.

    Was die Nutzung betrifft: Ich würde am liebsten den Neubau der Duisburger Universität an dieser Stelle sehen. Der bisherige Campus in Neudorf besteht aus vielen unzusammenhängenden, teils baufälligen Gebäuden. Man hätte auf dem Güterbahnhofsgelände die Chance einen echten Benchmark zu setzen.

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    Die Strecke nach Wien läßt sich vielleicht auch noch verbessern. Wenn die Ertüchtigung der Strecke nach Mühldorf fertig ist, dann bietet sich vielleicht für die Zukunft die Option nach Wien direkt über Mühldorf und Linz zu fahren ohne den Umweg über Salzburg.

    Auch das ist bis 2030 geplant. Die schnellste Verbindung München-Wien (über Mühldorf und Linz) braucht dann 3,5 Stunden.

    Re: Urbanität.

    Offenheit, bauliche Kommunikation mit dem Umfeld, Gewerbe- und Ladenstrukturen im Erdgeschoss, vlt. eine Eckkneipe. Der "Parc Dunant" bietet nichts davon, dafür Separierung mit Pollern und "halböffentliche Erschließungswege" und "halböffentliche Grünflächen".

    Dass das an dieser Stelle nicht einfach umzusetzen ist, hat nikolas ja schön beschrieben, aber für das Szeneviertel Rüttenscheid (eines der wenigen im Ruhrgebiet) kann man mehr erwarten.

    Ganz schlimm bei dem Projekt finde ich auch, wie man den Namensgeber für die Kaufbewerbung missbraucht:

    "Henri Dunant. Der Humanist. Der Namensgeber des Parc Dunant.

    Wegbereiter einer christlich motivierten institutionalisierten Nächstenliebe, Mitbegründer des Internationalen Roten Kreuzes und erster Friedensnobelpreisträger gemeinsam mit Frédéric Passy."

    Wie viel Prozent der Einnahmen aus diesen Rendite-Klötzchen wird die natürlich christlich motivierte gentes-Gruppe an IRK und Caritas spenden?