Beiträge von Oldie-but-goldie

    Da bin ich anderer Meinung. Man hat in Duisburg häufig Gebäude verrotten lassen , gerade um das Argument der Wirtschaftlichkeit vorzubringen und so den Denkmalschutz zu umgehen. Im Falle des Grüngürtels Nord wurde sogar eine Veränderungssperre verhängt .Ich kenne die Bestimmungen des Denkmalschutzes ,im Fall der Gebäude an der Düsseldorfer Str./Börsenstr. wäre es wohl schwierig ,aber keinesfalls unmöglich gewesen. Seinerzeit habe ich lange mit Frau Euskirchen darüber diskutiert.

    Gemäß Esembleschutz können Gebäude auch dann erhalten werden, wenn die einzelnen Gebäude kein Denkmal sind (geschützte Musikhochschule und ehemalige Reichsbank in der Nachbarschaft ).

    Die historischen Hintergründe der Bunker haben meiner Meinung nach keine historische Relevanz. Insbesondere sollte man hier keine "Lobeshymnen" darüber singen, sondern diese als Mahnmale an eine Zeit sehen, die sich keinesfalls wiederholen darf. Nur unter diesem Aspekt kann ein Denkmalschutz von Bunkern im Einzelfall sinnvoll sein.


    Ich meinte natürlich Ensemble .

    Ich habe eben gelesen ,dass die Bunker auf dem Gelände von "Sechs-Seen-Wedau" unter Denkmalschutz gestellt wurden. In Laar wollte man den Bunker ebenfalls stehenlassen.

    Tja ,da muss man sich wirklich ernsthaft fragen ,was in Duisburg falschläuft. Unfassbar!

    Gründerzeitgebäude ,die man wieder zu wahren Schmuckstücken herrichten könnte , verrotten lassen und bedenkenlos abreißen und hässliche ,nutzlose Bunker unter Denkmalschutz stellen.

    Dass es funktionieren kann ,zeigen die renovierten Villen in Bliersheim (ehemaliges Kruppgelände),die schon stark verfallen waren und heute gar nicht mehr wiederzuerkennen sind.

    Wie schon der Schauspieler Götz George über Duisburg sagte: "Duisburg ist austauschbar geworden ,nur die Arroganz der Mächtigen ist geblieben."

    5 Leute ? So eine Vorgehensweise ist kein Einzelfall !!!

    Sicherlich kann man darüber unterschiedlicher Meinung sein ,ob solche Projekte sinnvoll oder schön sind. Es gibt aber unzählige Beispiele wie vorgegangen wurde und wird (z.B. beim Grüngürtel Nord) und dass es hinterher schlimmer aussieht als vorher! Bei einem Projekt in Buchholz z.B. wurde ebenfalls ein alter Baumbestand ohne ersichtlichen Grund komplett abgeholzt.

    Die Häuser aus der Gründerzeit sind unwiederbringlich vernichtet ,werden so nicht mehr gebaut und bis nachgepflanzte Bäume entsprechend groß sind vergehen einige Jahrzehnte. Man schätzt oft Dinge ,wenn man sie nicht mehr hat, doch dann ist es zu spät! Die bunten Klötze findet man doch in großer Anzahl in jeder größeren Stadt.

    Warum hat Frankfurt z.B. Teile der Altstadt nachgebaut und warum soll das Mercatorhaus in Duisburg nachgebaut werden? Es gibt noch einige ,die diese Kästen aus Glas und Beton nicht mögen und das sind weit mehr als 5 !!!

    Die Baumschutzordnung gilt hier nicht ?

    Ich erinnere daran ,dass diese in Duisburg komplett abgeschafft wurde.

    Den betreffenden Planern und Entscheidungsträgern in Duisburg sollte es zu denken geben ,wenn die ARD in den Tagesthemen am 21.8.2020 darüber berichtet wie Bauprojekte (es ging um die Bebauung des alten Rangierbahnhofes in Wedau ,siehe die betreffende Rubrik) in Duisburg komplett gegen den Willen der Bürger und Mieter geplant und umgesetzt werden und einige vertrieben und quasi enteignet werden.

    Kritisiert wurde auch die sinnlose Abholzung eines alten Baumbestandes am Ufer des Masurensees.

    Profitgier und Zerstörungswut scheinen keine Grenzen zu kennen.

    Es sollte den betreffenden Planern und Entscheidungsträgern in Duisburg schwer zu denken geben ,wenn die ARD in den Tagesthemen am 21.8.2020 über das Bauprojekt "Sechs-Seen-Wedau " berichtet und wie komplett gegen den Willen von Bürgern und Mietern geplant und umgesetzt wird und einige quasi enteignet werden. In diesem Bericht heißt es u.a. : "Es ist schwer vorzustellen ,dass die Uferpromenade einmal hinterher schöner aussehen soll als vorher ,wenn man sich diese Idylle einmal ansieht."

    Wieder einmal soll ein alter Baumbestand sinnlos geopfert werden.

    Profitgier und Zerstörungswut scheinen keine Grenzen zu kennen!

    Was die Bäume betrifft ,so hat man in Duisburg nach der Abschaffung der Baumschutzverordnung doch auch freie Hand. Also wenn schon ,warum dann nicht gleich alles komplett platt machen ?

    Die Bäume stören da doch nur ,schließlich will man den neuen Klotz doch so groß wie möglich bauen.

    Und die Duisburger scheint es ohnehin nicht zu interessieren!

    Man hat die Gebäude und das Umfeld in der Börsenstr. verkommen lassen und schon lange leergezogen um den Abriss zu fokussieren. Die Stadt Duisburg hätte den Abriss der drei Gebäude verhindern können.

    Alte Stadtbibliothek und Bankgebäude hätte man ohne Bedenken abreißen können.

    Leider gibt es in Duisburg nicht mehr viele solcher Gebäude ,denn oft wurde ohne Sinn und Verstand einfach abgerissen und das spätere Ergebnis war nicht selten viel schlimmer als vorher !

    Man sollte wirklich mal das Konsumverhalten hinterfragen und ob es wirklich noch ein primitiver Klamottenladen sein muss oder sonst irgendein überflüssiges Geschäft ,das bei der geringen Kaufkraft in Duisburg nur andere verdrängt (siehe Münzstr. über viele Jahre).

    Man kann nicht glauben ,dass diese Gründerzeitgebäude mit ihren wunderschönen Fassaden abgerissen werden.

    Ein absoluter Super-Gau. Wenigstens die Fassaden hätte man unter Denkmalschutz stellen und erhalten müssen.

    Die Stadt Duisburg vernichtet jede Besonderheit und jeden Charm und ersetzt sie durch Betonklötze ,wodurch die Stadt immer noch hässlicher wird als sie eh schon ist.

    Meistens Schlusslicht bei Städte-Rankings. Wen wundert das ?