Alles anzeigenSo. Entwicklungsgeschichte habt Ihr beiden schön erklärt. Sehe ich auch so.
Komme trotzdem in der Gesamtbewertung zu einem völlig anderen Ergebnis.USD hat von Phillip Morris das Gebäude mit 4 Vollgeschossen und Flachdach gekauft.
Es besteht kein Denkmalschutz.
USD hätte also einfach die 4 Vollgeschosse zu Wohnungen ausbauen können. Aus die Maus.
Vielleicht auch noch oben in das 4. OG so schöne breite Glasfronten oder irgendwas, denn es ist ja sowieso unhistorisch, das 4. OG...Nun entscheidet man sich dafür, in Anlehnung an die ursprüngliche Dachlandschaft wieder ein "richtiges" historisierendes Dach auszubauen.
Und trotzdem wird gemeckert...
Der Spaß muss sich aber eben auch irgendwie rechnen.
In der Gegend sind die Bodenpreise exorbitant gestiegen und der Qm Wohnung wird in der Tabakfabrik für um die 4.500,- Euronen verkauft. Wenn man sich dort den Sanierungsaufwand ansieht, dann wird schnell klar, dass Neubau billiger als Umbau gewesen wäre...
(ich sehe den Baufortschritt wöchentlich bei Ausflügen in die Gegend)
Neben der Tabakfabrik konnte man vor 4 Jahren noch für unter 2.800,- in einem Neubau etwas erwerben.
Und schon dort muss ich 11,- Euro kalt nehmen, damit sich das irgendwie rechnet.Es ist mehr als verständlich, dass das historische Dach nur kommt, wenn man es oben drauf setzt.
Das 4. Vollgeschoss war schon vom Verkäufer (Phillip Morris) eingepreist und USD folgt den Wünschen des Stadtplanungsamtes nach besserer Dachlandschaft.
Im Übrigen sind entlang der Schandauer zwischen Fetscherplatz und Altenberger Straße viele Gebäude vergleichbar hoch. Stadtplanerisch ist eine Aufwertung dieses Straßenzuges auf diese Gebäudehöhe gewünscht. " Citybildung" im am dichtesten besiedelten Stadtteil Dresdens!
https://www.google.com/maps/@51.04331…!7i13312!8i6656
Das es wirtschaftlich so mehr Sinn macht und dass man sich über die Wiederherstellung der historischen Dachform freuen kann, steht vollkommen außer Frage. Es ging nur darum, wie sich das Gebäude mit seiner neuen Höhe durch das zusätzliche Geschoss einfügt. Und hier bezog ich mich zumindest auf die Gesetzgebung, die im § 34 BauGB festschreibt, dass sich ein Gebäude "(...) nach Maß der baulichen Nutzung, (...), in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt (...)". Deine genannten Stellen sind meiner Meinung nach aber nicht mehr der näheren Umgebung zuzurechnen, sondern vielmehr die nächsten 3-4 Gebäude in alle Richtungen. Sicherlich kann man sich streiten, ob ein neuer Hochpunkt an dieser Stelle wünschenswert ist oder nicht. Dann hätte man es aber vielleicht bei dem Bestandsbau belassen sollen. Denn Fakt ist auch, und ich denke das kann man durchaus kritisch bewerten, dass die USD gleich mal die neue Höhe des Bestandsbaus als Maßstab für die beiden Neubauten genommen hat und diese ebenfalls so hoch ausbildet. Dadurch wird die höhenmäßige Betonung des historischen Gebäudes gleich wieder entwertet.














