Beiträge von Achilles1993

    Der eigentliche Plan sieht ja auch oben am Lustgarten eine weitere Treppe mit Flusszugang vor. Generell würd ich die Berliner da mal nicht unterschätzen. Der Ort ist super zentral und frei zugänglich ohne Eintritt. Jeder der schonmal im Hochsommer in der Schlange zum Haubentaucher oder zum Badeschiff stand, weiß, dass es für sowas wirklich enormen Bedarf gibt. Und es wäre auch eine weitere Möglichkeit wie Berlin sich als unkonventionelle Stadt präsentieren kann und das ist ja auch schließlich das, was die Touristen überhaupt anzieht.

    @luki71 also vielleicht sehe ich es nicht richtig, aber im ursprünglichen Entwurf erscheint die Terasse ebenenderig. Auf den Bildern der Schlossseite, sieht man aber, dass sie erhöht und mit einer Treppe zum Platz geplant wird. Also wirklich eine „terasse“ ist.


    Um ja Architektator, es handelt sich um eine moderne Neuinterpretation.

    Es gab wohl Umplanungen bezüglich der Freiflächengestaltung um das Berliner Schloss. Insbesondere werden die historischen Terassen doch gebaut. Im Vorfeld gab es ja Pläne von bbz, welche lediglich so eine angelehnte Bebauung vorsahen. Besonders gefällt mir die Pflanzung, welche auf den Bildern sehr schön aussieht.


    Ferner noch mal für alle "Verschwörungsfans": auf der Südseite wird explizit eine Fläche für den Neptunbrunnen freigehalten


    https://humboldtforum.com/de/s…von-drinnen-nach-draussen

    Also im Hinblick auf eventuelle Spendenfinanzierungen gebe ich Dir recht, das würde keine öffentlichen Kosten verursachen. Aber ich glaube „dem Bürger“ den man dieses Kosten erklären muss ist es egal, ob diese vom Land Berlin oder vom
    Bund finanziert werden. Und mithin darf das auch nicht dem Land Berlin egal sein.


    Außerdem meine ich, dass der Schlossplatz-Entwurf von BBZ ausdrücklich eine Stelle für den Brunnen und Platz für die Rossebändiger freigelassen hat und explizit auch auf die historischen Terassen Bezug nimmt.


    Im großen Ganzen ist es doch einfach ein Kompromissprojekt


    PS: und touché bezüglich des Geschenk-Brunnens ;) ich persönlich finde ja auch, dass er irgendwann zurück an den Schlossplatz könnte, aber auch nur dann wenn dieses unsägliche Rathausforum neu konzipiert wird. Aber ein riesiges Loch auf dem schlimmsten Platz Berlin unmittelbar vor dem Roten Rathaus zu schaffen finde ich schlimmer als den momentan Zustand. Außerdem wäre der Brunnen ja auf der Ost-Seite des Schlosses die zu einer unbedeutenden Nebenstraße degradieret worden ist. Wirklich sehen würden viele Berliner den schönen Brunnen somit nicht!

    Vielleicht ist ja auch die Antwort darauf, dass gewisse Innenräume nicht rekonstruiert (und andere Brunnen und Statuen nicht umverlegt) werde, schlicht dass die Kosten außer Verhältnis zum Nutzen stehen, das ganze Bauprojekt eh schon sehr teuer ist und man die Beträge lieber in andere Projekte steckt. Kurz „Haushalten“. Sicher das, was die meisten Monarchen zu ihrer Zeit nicht konnten.


    (Oder es ist natürlich die antiimperialistische Verschwörung von RRG!)

    Scheinbar haben sich BVG und Hines darüber geeinigt, dass der Turm bautechnisch ohne Gefährdung der U-Bahn realisiert werden kann. Jetzt muss nur noch der Aufsichtsrat zustimmen und dann kann endlich der veränderte Bebauungsplan zugestimmt werden.


    Bis Baurecht herrscht kann es somit wohl noch dauern, aber es ist zumindest beruhigend, dass das Projekt zumindest nicht begraben ist.


    https://www.berliner-zeitung.d…atz-wohl-machbar-32240430

    Also ich möchte mal in der Debatte um das Haus der Statistik eine etwas andere Betrachtungsweise einbringen. Bisher betrachten alle dieses Areal immer vom Alexanderplatz ausgesehen. Aber man sollte es sich mal im Zusammenhang mit der Karl-Marx-Allee anschauen. Dort bildet es zusammen mitnehmen Haus des Lehrers den Auftakt in den einst sozialistischen Boulevard und steht auch auf der Fluchtlinie mit den anderen Pattenbauten.


    Gerade deswegen finde ich zumindest den vorderen Gebäudeteil durchaus erhaltenswert und ich bin dementsprechend auch froh, dass dies passiert. Der Blick der Karl-Marx-Alle runter stadteinwärts sähe nämlich sehr gestört aus, wenn ganz am Ende ein Gebäude bis an die Straße gebaut wäre, zumal selbst das Haus des Reisens dahinter diesen ursprünglichen Abstand einhält und auch wegen des Denkmalschutzes einhalten wird. Auch das gegenüberliegende Haus des Lehrers trägt diesem Gedanken Rechnung.


    Als Mittweg hätte ich daher vorgeschlagen, den vorderen Gebäudeteil zu erhalten und seine interessante Fassde wiederherzustellen. Den hinteren Gebäudekomplex hätte ich dagegen zu Gunsten eines Blockrandquartieres abgerissen.

    Also ich glaube es will wirlich absolut niemand in Berlin den Fernsehturm abreißen und dafür eine Disneyland-Altstadt aufbauen. Und woher kommt bitte dieses Dogma man „müsse“ die Altstadt wiederherstellen? Mit der Logik kann man auch die Bundestagskuppel durch die des alten Reichstages ersetzen

    Also ich würde mal behaupten, dass One Canada Square nicht mit dem Fernsehturm vergleichbar ist. Tatsächlich ist das Gebäude in London nämlich sehr zugebaut und man erkennt nur die Pyramide. Und das auch nicht mehr lange, da auf der Ost-Seite noch höhere Gebäude geplant sind.


    Der Fernsehturm ist aber schlicht das Wahrzeichen der Stadt Berlin (die übrigen Wahrzeichen haben ja eher eine überstädtische Bedeutung). Daher finde ich es schon richtig, dass sich die anderen Gebäude dort unterordenen müssen. Auch muss gewährleistet werden, dass man von der Kuppel noch einen schönen Ausblick hat. Und das geht ja nur, sofern man über die anderen Gebäude hinweg schaut.


    Ob die optimale Höhe jetzt 150 oder 130 Meter sind, vermag ich nicht zu beurteilen. Sicherlich wären aber Gebäude über 150 Meter an dieser Stelle der Stadt sehr kritisch.

    Die Berliner Zeitung berichtet nun offiziell von dem geplanten Bauvorhaben. Leider sind keine Visualisierungen enthalten, aber man kann davon ausgehen, dass ein gänzlich neuer Entwurf wird. Der Zeitung nach soll nämlich eine öffentlich zugängliche Dachterasse in voller Länge des Gebäudes entstehen, wovon bisher nichts zu sehen war. Außerdem soll das Gebäude „zeitlos und zurückhaltend“ sein. Insgesamt scheint dem Artikel nach ein architektonischer Anspruch nicht vorhanden zu sein.


    https://mobil.berliner-zeitung…olocaust-mahnmal-31950516

    In einem Artikel der Berliner Morgenpost sind auch schon erste Entwürfe veröffentlicht.


    Sehr markant ist jedenfalls das schwebende Heliport und scheinbar wird auch eine zweite Spree-Brücke gebaut. Auf dem ersten Blick ist der Entwurf durchaus stimmig zum Bundeskanzleramt. Zusammen mit dem Luisenblock Ost wäre dann das Band des Bundes räumlich ausgebaut.


    https://www.morgenpost.de/bezi…u-jenseits-der-Spree.html


    P.s.: gut zu erkennen ist übrigens auch der geplante Erweiterungsbau des Bundesministerium des Inneren; einen Turm an der Stadtbahn.

    @Commondo. Ich finde auch, dass man mit dem Wort Ghetto wirklich nicht so um sich werfen darf. Und gerade in so Foren sollte man sich bewusst gegen die Erosion der Sprache stellen. Für mich jedenfalls sind Hauptbahnhof und Werderscher Markt definitiv nicht mit den „bekannteren“ ehemaligen deutschen Ghettos vergleichbar

    Das ist rechtlich aber nicht richtig. Es geht dabei um die Bekanntgabe der Baugenehmigung gegenüber den Drittwidersprechenden. Und das kann quasi jeder mit einem nachbarschaftsrechtlchen Belang sein. Beispielsweise wenn deine Nachbarn eine Baugenehmigung für einen Anbau bekommen, dann würdest du ja auch keinen Brief der Baugenehmigung bekommen, obwohl er für dich als Dritter einen belastenden Verwaltungsakt darstellt. Und mangels Bekanntgabe beträgt die Widerspruchsfrist ein Jahr ab Kenntnisnahme. Dies wäre dann der Zeitpunkt ab dem du Bautätigkeiten wahrnehmen würdest.


    Außerdem hat ein Widerspruch verwaltungsrechtlich stets aufschiebende Wirkung, außer die Behörde ordnet die sofortige Vollziehung an oder der Begünstigte beantragt Eilrechtschutz gegen die aufschiebende Wirkung. Aber ein soleches begründetes Interesse dürfte bei einem privaten Bauvorhaben wohl nicht gegeben sein. Wenn jemand also gegen die Baugenehmigung Widerspruch einlegt, dann müssten die Bauträger erst vor dem Verwaltungsgericht einen Antrag auf Entfall der aufschiebenden Wirkung beantragen. Und das dauert natürlich auch. Ob die Baugenehmigung dem qualifizierten Bebauungsplan entspricht hat keine Auswirkung auf die aufschiebende Wirkung des Widerspruchs, sondern nur darauf ob der Widerspruch begründet ist.

    Es ist allgemein bei großen Bauprojekten in Deutschland üblich, dass im ersten Jahr nach der Baugenehmigung nur ein Schild aufgestellt wird und keine großen Bauarbeiten passieren. Das hat was mit der Drittanfechtung von Baugenehmigungen zu tun, wo mangels Bekanntgabe eine Widerspruchsfrist von einem Jahr nach Kenntnisnahme (etwa durch ein Bauschild) gilt. Erst danach kann der Bauherr sicher sein, dass er tatsächlichen bauen darf, da sonst im Falle eines Widerspruchs erstmal das Weiterbauen zu stoppen ist und ggf. alles auch Rückgängig zu machen wäre.


    Der ABC-Tower ist im übrigen auch das erste Vorhaben am Alexanderplatz mit einer Baugenehmigung. Ich nehme mal an, dass dort mit großen Bauaktivitäten erst nach dem Winter zu rechnen ist.

    Gerne würde ich etwa Entwürfe für einen grünen Garten zwischen der Westfassade mit dem Hauptportal und der Spree sehen.


    Irgendwie ist diese ganze Debatte ja auch schon seit 2013 entschieden. Der Schlossplatz wird von BBZ Landschaftsarchitekten umgestaltet und es werden in Anlehnung an die historischen moderne Terassen auf der Lustgartenseite gebaut. Natürlich könnte man sich eine grünere Version wünschen, aber nachdem in Deutschland auch sonst eher alles gerne zugepflastert wird, ist das in so weit schonmal keine Katastrophe.


    http://bbz.la/projekt/freiraum…ng-umfeld-humboldt-forum/