Beiträge von Lambert

    Sollte nicht die Breite des Hochhauses halbiert werden? Ich meine mich an sowas erinnern zu können, als es auch um die Höhe ging. Davon ist im B-Plan nichts zu sehen, das Ding ist immer noch so breit wie das Blaue Haus.

    Egal, das ganze Gebiet südlich der Bürgerwiese/Parkstraße steht exemplarisch für die Dresdner Stadtplanung. <X

    Dekoratives Anführungszeichen

    Für die Johannstadt wurde explizit ein RÜCKBAU auf alte Traufhöhen und das Verbot weiterer hohen oder Hoch-Häuser als verbindliches Entwicklungsziel festgeschieben!!!!

    Wenn man schon einmal dabei ist, sollte man auch noch Blockrand vorschreiben. Das wäre dann eine gute Ausgangslage, um in der Johannstadt von dem furchtbaren DDR-Städtebau wegzukommen. Lässt man SPA und Investoren freie Hand, wird das nie etwas.

    Die Höhe ist in der Umgebung angemessen. Viele Gebäude auf und um den Campus, insbesondere reine Lehr- und Verwaltungsgebäude der TU könnten aber höher sein. Ich denke da zum Beispiel an die Ecke Müncher / Fritz-Löffler - da hätte man mal richtig hoch bauen können und die weite Fritz-Löffler-Str. hätte stadtauswärts einen tollen Fixpunkt bekommen. Die Neue Mensa ist auch die reinste Flächenverschwendung, aber ich will nicht schon wieder damit anfangen.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Das wären dann die Wohnungen der Genossenschaften, von denen ja auch ein paar gebaut werden. Ich wette, Investorenwohnungen bekommt man in ein paar Jahren auch wieder zu dem Preis. Leerstand über Jahre werden die sich auch nicht leisten wollen. Ich fahre täglich über den Postplatz. Die Vermietung dort geht schon sehr schleppend. Da ist die Schmerzgrenze offenbar überschritten. An der Cottaer hat die CG Gruppe die Mieten auch wieder gesenkt, als dort für 14 € pro m² keiner rein wollte. Jetzt sind es je nach Größe zwischen 8 und 12 €. Und nach 2 Jahren ist immer noch nicht alles vermietet, 10 Wohnungen gibt es bei Immoscout.

    So nehme ich es auch wahr. Aber die mittelfristige Folge wird sein, dass viel weniger gebaut wird. Denn Bauen ist trotz Niedrigzinsen und Steuervorteilen in Deutschland immer noch unglaublich teuer und irgendjemand muss es bezahlen. Und sobald sich herumspricht, dass trotz Wachstum der letzten Jahre eigentlich kaum einer bereit ist, 15€ zu zahlen, auch aufgrund der vergleichsweise mickrigen Netto-Lohnentwicklung hierzulande, dann hat das ungemütliche Folgen für Investoren bzw. Anleger. Für Dresden im Speziellen spielen auch falsche Bewertungsmaßstäbe eine Rolle. Wir haben kein Banken-/Büroviertel. Die touristisch geprägte Altstadt wird nie die Löhne abwerfen, die man für das Wohnen am Neumarkt oder Postplatz bräuchte. Im Gegenzug werden die wenigsten Ingenieure bei GF oder Bosch Lust darauf haben, jeden Morgen aus der Altstadt heraus zum Flughafen zu gondeln. Die Lingnerstadt wird genau das gleiche Problem bekommen. Und irgendwie habe ich nicht das Gefühl, dass sich die Stadt über potente Arbeitgeber in der Innenstadt Gedanken macht, eher kümmert man sich darum, dass die Riegel in der Wilsdruffer Vorstadt noch hundert Jahre halten, um bloß niemanden zu "vertreiben".

    Insofern ist es gut für Dresden, in den letzten Boomjahren so viele Brachen geschlossen zuhaben, wenngleich mit ziemlich unterirdischer Architektur.

    Der Verlust von Altbauten wie oben an der Leipziger wäre nicht ansatzweise so schlimm, wenn Neubauten weniger banal, wenn nicht sogar abstoßend wären. Geschweige denn nachhaltig, wie Altbauten, die selbst als Ruine noch mehr hermachen als der durchschnittliche grau-weiße WDVS-Palast. Aber damit scheint man sich in der Branche längst abgefunden zu haben (Schuld haben ja eh immer andere, sagen alle Beteiligten)...

    ^ Und inwiefern schließt das eine das andere aus? Immer wieder interessant zu sehen, wie schnell Leute in irgendeinen eingeredeten Klassenkampf verfallen.

    Da wird ein EFH (in einer dann EFH-Siedlung) schonmal zum "Anwesen im Grünen mit perfekter Infrastruktur" hochgeschrieben, wahrscheinlich inklusive Porschesammlung und wöchentlicher Fuchsjagd auf den privaten Gefilden.

    Eine Verdichtung der Innenstadt so wie sie im Moment in den meisten Fällen abläuft, also planlos, hochpreisig und potthässlich, bringt die Stadt jedenfalls kein Stück weiter.

    Die tatsächlichen Kosten der Sanierung der Mensa würde ich erstmal abwarten. Wäre das vergleichbar mit einem Neubau, hätte sich in den letzten drei Jahren sicher schonmal etwas getan an der Kiste. Dass Rasterklötzchen á la CUA nicht viel besser sind, bestreite ich gar nicht. Aber das kann kein Grund dafür sein, dass jeder Stapel Waschbeton in den neuen Bundesländern unter Schutz gestellt wird. Solche Kisten gab es nämlich nicht nur in der DDR, die kenne ich ganz ähnlich aus Frankreich. Nur dort werden sie halt abgerissen, sobald Geld da ist.

    Städtebaulich der nächste und wohl abschließende Reinfall am Platz.

    Man hätte die Neue Mensa abreißen und den Carbonbau dort hinstellen sollen. Dort würde kein Blockrand verhindert und es wäre als repräsentatives Gebäude gut wahrnehmbar und im Campus eingebunden. Tja, hätte, hätte - nun hat diese potthässliche Ruine aufgrund einiger weniger Krakeeler Denkmalstatus und hinterm Bauzaun steht mannshoch das Unkraut, während die Zeltmensa ins sechste Jahr geht.

    Was soll man dazu noch sagen? Wir brauchen detaillierte Bebauungspläne mit Gestaltungssatzung, die öffentlich diskutiert werden müssen, oder diese Stadt wird von Jahr zu Jahr hässlicher werden. Die Gestaltungskommission reicht nicht. Wenn dann öffentlicher Unmut aufkommt, schieben sich SPA, Bauherr und Architekten stets gegenseitig die Schuld zu.

    Man sieht in Natura und eigentlich auch auf Ellis ersten zwei Bildern, dass sich da kaum etwas abhebt. Oder bin ich übernacht kurzsichtig geworden? Gerade das nun positiv als plastische Fassadengliederung hervorzuheben, kann ich nicht nachvollziehen. Klar ist es besser als eine spiegelglatte weiß-graue Putzfassade, aber das hätte man trotzdem wesentlich besser machen können.