Beiträge von Architektenkind

    ^ Äußerlich quasi unverändert, aber wahrscheinlich im Kern für die nächsten Jahrzehnte gerettet. Schön. Nur: Für das Innenfoto hätte Frau Nielsen schon die Klapptische und die Stapelstühle wegräumen können. Das sieht leider verrumpelt aus...

    ^ Wir haben es begriffen: Du magst Beleuchtung, und Du verachtest Nachhaltigkeit so sehr, dass Du das Wort nur in Gänsefüßchen zu schreiben vermagst.

    Was mich betrifft, so freue ich mich, wenn ich in einer fremden Stadt ein schön beleuchtetes Gebäude sehe. Aber ich plane meine Reisen bestimmt nicht anhand der Frage, ob es am Ziel schicke Illuminationen gibt. Warum der Tourismus in Berlin derzeit schwächelt, hat viele Gründe. Krieg, Krise, etc. Licht mag auch einer sein, aber m.E. ein nachrangiger. Außerdem würde ich mich hüten, aus den aktuellen Zahlen eine dauerhafte Tendenz abzuleiten. Vielleicht ist ja schon die Wiedereröffnung des Pergamonsmuseums ein Anlass für viele, mal wieder nach Berlin zu reisen – zumindest im In- und nahen Ausland.

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    Meiner Ansicht nach ist eben eine verdunkelte Stadt die bei der nächtlichen Illumination kaum mehr mit polnischen Mittelstädten mithalten kann nicht das was man sich vom einstigen Elektropolis erwartet

    Mal abgesehen von der despektierlichen (und völlig unnötigen) Äußerung über Polen: Berlin ist weder "verdunkelt" (eine Kriegspraxis mit abgedichteten Fenstern, von der wir wirklich weit entfernt sind), noch ist der Tourismus in Berlin mit irgendwelchen Mittelstädten vergleichbar. Die Zahl der Übernachtungen lag 2025 bei 29,4 Millionen. Das ist weniger als 2019 oder aich 2024, aber es sind fast 9 Millionen mehr als 2010 – und damals war noch alles herrlich ausgeleuchtet.

    Teil 2 der Serie über den Friedrichswerder – diesmal aus der Niederlagstraße. Abgesehen von der Bierflasche und der umgefallenen Absperrung ist es da übrigens ziemlich sauber. Kaum Müll, keine Graffiti, gepflegtes Grün.

    Zuerst ein Blick vom Kronprinzenpalais Richtung Kirche:

    Eine Rose auf der Grünfläche neben dem Schinkel-Pavillon:



    Und schließlich die Kirche selbst, genauer die neu entstandene Gasse an der Westfassade. Hinten die Französische Straße.

    Kleinbild/ 50 mm/RPX 400

    © Die Bildrechte liegen bei mir.

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    Wirklich schaden tut so ein bisschen Marketing ja auch nicht, wie Architektenkind schon schrieb.

    Ja. Das trifft zumindest auf die intendierte "Wir haben den Längsten!"-Botschaft zu. Davon ab machen sie sich hier völlig unnötig angreifbar: Die 1,20 Meter Unterschied zwischen Zoofenster und Steglitzer Kreisel sind genauso groß dargestellt wie die 17 Meter zwischen Edge und Park Inn, der Steglitzer Kreisel existiert in dieser Form gar nicht, der Kollhoff-Turm am Alex fehlt – und ausgerechnet das eigene Projekt scheint aus dem Bild zu kippen wie der Schiefe Turm von Pisa. Fußböden mit 30 Grad Schräglage?

    Was hat der Grafiker geraucht? Will ich das auch?

    Scherz beiseite: Ich arbeite in der Öffentlichkeitsarbeit eines Verbands und weiß aus leidvoller Erfahrung, dass die Leute auf solche Ungereimtheiten allergisch reagieren. Jeder falsch dimensionierte Balken wird einem in den Sozialen Medien genüsslich unter die Nase gerieben, verbunden mit Lügen- und Betrugs-Vorwürfen. Insofern wäre "Trommeln gehört zum Handwerk" zu ergänzen durch: "Aber trommeln will gelernt sein." Wenn man bedenkt, dass hier vermutlich eine fürstlich bezahlte Werbeagentur beteiligt war, ist das schon ziemlich dilettantisch getrommelt...

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    Sieht überraschend gut aus.

    Ja, hat fast etwas Reliefartiges. Definitiv Sonderanfertigungen, im Baustoffhandel dürfte das schwer zu bekommen sein. Bin gespannt, wie es auf großer Fläche wirken wird.

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    Vielmehr nützt die beste Planung nichts, wenn bei der Ausführung geschlampt wird, siehe auch Covivio am Alex.

    Wobei am Alex das U-Bahn-Problem hinzukommt (btw. bei fast jedem der Hochhausprojekte dort). Das haben sie hier nicht.

    Auf dem Youtube-Kanal von Entwicklungsstadt gibt es einen kleinen Baustellenbesuch des "B'Ella" mit einem Projektentwickler von Hines (mit Tippfehler im Thumpnail). Bisschen unkritisch, aber der Mann nennt einige interessante Zahlen und Fakten. So kommen z.B. Geschäfte in die Erdgeschosse, es wird eine mehrere hundert Meter lange Dachterrasse geben – und das Ganze wird mit Geothermie und Photovoltaik eine sehr fortschrittliche Energieversorgung bekommen.

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    ^ Er meint das geplante Hochhaus an der Kreuzung zum Ostbahnhof. Das finde ich auch zentral, um dem Areal einen Abschluss zu geben. habe aber noch nie Entwürfe oder so gesehen. Scheint sich noch kein Investor gemeldet zu haben.

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    Ein wenig mehr Gastro für Aufenthaltsqualität. Hier würden sich besonders die Rundbögen des Viadukts anbieten

    Schön wär's schon, aber ich bin skeptisch, ob das funktioniert. Ist keine belebte Gegend, und von den Büros allein wird die Gastro nicht überleben können. Vielleicht ändert sich das noch, aber derzeit wird wohl niemand Unsummen investieren, um unter der S-Bahn ein Restaurant einzurichten.

    ^^ Ach, aber ein Haufen Parkplätze (wie vor einem Supermarkt) würde diese Fläche zu einem urbanen Highlight machen? :/

    Im Ernst: So riesig, wie sie auf den Bildern wirkt, ist die Fläche gar nicht. Ich schätze, das ist starker Weitwinkel. Tatsächlich sind es laut Google Earth ca. 30 x 50 Meter, also nicht mal ein halber Fußballplatz. Und auf dem Grundstück Mühlenstraße/Ecke Pariser Kommune ist ja noch ein Hochhaus geplant. Wenn das irgendwann gebaut wird, wird diese Fläche wie ein Hof wirken, der von drei Seiten umschlossen ist und sich zum Bahnhof hin öffnet.

    Ich finde die Mischung aus angeschliffenem Kopfsteinpflaster, wassergebundener Decke und Bauminseln ganz schick – bringt den Kopfbau des Postbahnhofs gut zur Geltung. Sofern dort, bitte, keine Parkplätze geplant sind!

    EDIT: Hat sich mit Novaearion überschnitten, dem ich zustimme.

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    Mein Wunsch: Das TXL Gebäude abreißen.

    Das wäre das dümmste, was man tun könnte. Es würde die Ecke ihres einzigen Identitätsankers berauben. Die Forderung ergibt nicht einmal in Deiner Logik einen Sinn, denn sie würde keinerlei Anreiz bieten, sich dort anzusiedeln. Statt eines leeren Gebiets mit einer Architektur-Ikone im Zentrum hätte man einfach nur ein leeres Gebiet.

    ^ Stimme Dir zu. Bei diesen, ich sag mal, Neo-Gründerzeitlern, kommt es auf die Umsetzung an. Beauftragt man das Büro Nöfer, bekommt man hohe Qualität, teures Material und stimmige Proportionen. Beauftragt man z.B. das Büro Patzschke, hat man es am Ende oft mit einer Styroporästhetik zu tun, die billig zusammengeschustert wirkt und deren Proportionen klassische Vorbilder geradezu verspotten. Das hier ist zwar kein Patzschke, könnte aber einer sein.

    ^ Es handelt sich nicht um einen Architekturentwurf, sondern um einen städtebaulichen. Konkretere Visus wären also Augenwischerei. Der Bezirk tritt hier mal nicht auf die Bremse, sondern ist beteiligt. Was Du wüsstest, wenn Du kurz auf die Links geklickt hättest. Aber vielleichst willst Du Dir die Gelegenheit, Verachtung zu zeigen, nicht durch zu viele Infos verderben lassen?

    Ich finde den Plan übrigens ganz ausgezeichnet: Mehrere Blöcke im Gründerzeitformat (anscheinend mit wechselnden Fassaden), 1000 Wohnungen mit hohem Sozialanteil, Gewerbe, ein kleiner Hochpunkt, ein erhaltenes Industriedenkmal und ein Park direkt am Wasser. Und die Kubatur zur Brücke hin spiegelt den Rücksprung der Verdi-Zentrale, wodurch sich bei der Einfahrt nach Kreuzberg eine symmetrische Torsituation ergibt.

    Es gibt viele Projekte in Berlin, die wesentlich teurer sind, aber städtebaulich viel schwächer.