Wo sieht man den neuen Entwurf denn? Im Artikel konnte ich nichts finden?
Zur Sanierung der Villa:
Soweit ich das mitbekommen habe, hat das Büro sehr lange und sehr intensiv geforscht und recherchiert für die Wiederherstellung. Dennoch hört sich das aus meiner Sicht erstmal spektakulär an wenn man von Fialen und Kreuzblumen spricht - so viele fehlen ja nun nicht. Auf den historischen Fialen (die wir samt Attika damals komplett neu aufgesetzt haben) waren jedenfalls keine Kreuzblumen drauf und ich vermute, dass Kreuzblumen höchstens als Abschluss auf den Wimpergen saßen.
Die beiden Wimperge an der Carolastraße und der Bahnhofstraße wurden von uns neu hergestellt - die Zeichnungen habe ich damals 1:1 in 3 Tagen und 3 Nächten in meiner Küche aufgerissen. Leider hatte ich nur historische Fotos für die Rekonstruktion, aus denen ging aber aufgrund der Körnigkeit nicht gar so viel hervor. Wir konnten sehen aus wie vielen Schichten die Wimperge bestanden und konnten vor Ort die Schichtenhöhe messen / vergleichen. Das gab mir die gröbsten Anhaltpunkte.
Wer sich noch dran erinnert: Der Giebel an der Carolastraße wurde bei der vorletzten Sanierung abgebaut, da stand jahrelang nur eine Bretterwand. Die Giebelteile selbst waren dilletantisch auf einer Wiese gelagert und hatten ziemlich gelitten. Der Sturzbereich fehlte allerdings komplett und wurde seinerzeit mit Beton neu hergestellt. Da der damalige Auftraggeber nicht viel ausgeben wollte, wurden die Zierelemente stark vernüchtert. Ohnehin waren nur die allernötigsten Arbeiten an der Fassade ausgeschrieben, daher weiß ich was da bei einer RICHTIGEN Sanierung auf einen zukommt. 
Kurz noch zu den Wimpergen:
Vorher hat der AG dort Stahlteile aufgesetzt (die stehen jetzt im Hof) und die Denkmalpflege hat sich dagegen gewehrt. Eigentlich ist es nur denen zu verdanken, dass die Wimperge heute wieder stehen. Aus Geldgründen und weil keine Kreuzblume erhalten war (am Objekt) wurden einfache Knospen aufgesetzt.
Es geht noch weiter: zwischen den eingelagerten Teilen auf der Wiese lagen auch noch die alten Schornsteinköpfe - denn auch die waren aus Sandstein gefertigt und aufwendig mit Blendmaßwerk und Profilierungen versehen.
Meine Meinung dazu:
Es ist verdammt cool, dass sich ein Investor gefunden hat, der das Gebäude wieder in den Ursprungszustand versetzen will - allerdings wird das sicherlich nur zu einem Teil geschehen. Es fehlt ja nicht nur die komplette Terrasse, sondern auch die Brüstungen der beiden Balkone, auf der Rückseite ein weiterer Giebel, die angesprochenen Schornsteinköpfe und auch die komplette Zaunanlage - die der Bau eigentlich auch wieder braucht. Da spreche ich jetzt nur von den Außenarbeiten die mir spontan einfallen...
Innen geht es ja noch weiter. Da sind sämtliche Originaltüren wiederherzustellen / zu reataurieren, die gesamten Wandvertäfelungen, zahlreiche Stücksäulen, Gitter, Deckenstuck usw usf. - das ist wirklich ein gigantisch großes Vorhaben.
Ist schön, wenn jemand so denkt, aber ich glaube nicht, dass man das (in guter Qualität!) in 2 Jahren umgesetzt bekommt und ich glaube auch nicht, dass die veranschlagte Summe für Sanierung und Neubau ausreichen wird, zumal ja einige Bauschäden hinzukommen die wieder saniert werden müssen.
Bei dem Bau würde ich den Anspruch aber auch gar nicht allzu hoch ansetzen, denn die Villa ist auch im jetzigen Zustand schon ein Highlight. Viel wichtiger ist eigentlich, dass eine Nutzung absehbar ist und das freut mich ungemein.
Wegen der Fenster und den anderen Dingen die wir damals aus dem Bauschutt gerettet haben ist die Denkmalpflege übrigens im Bilde. Die wissen das, da brauch ich mich nicht an das Büro wenden. Der Bau ist auch meines Wissens nach sehr gut dokumentiert.
Ich bin gespannt, aber vor allem freue ich mich über die zukünftige Nutzung, denn das ist das beste was dem Bau passieren kann. 