Beiträge von PhilippLE

    Dekoratives Anführungszeichen

    Damit ist zu rechnen. Wer nicht das tollste Einkommen hat und aus einer großzügigen Altbauwohnung wegen Zweitsanierung fliegt, wird sich vermutlich nur in seltenen Fällen in den Plattenbaugebieten umsehen, sondern eher in den Vororten nach einer ähnlichen Wohnung schauen - und sich dann in die Pendlerströme mit einreihen.

    Die Bild berichtet dazu passend über das Wanderungssaldo Leipzig/Umgebung (auf Grundlage von Zahlen des Amtes für Statistik und Wahlen für 2018, keine Ahnung, ob die hier schon Thema waren):
    https://www.bild.de/regional/leipz…93020.bild.html

    EDIT: Zitate entfernt - dann muss halt Bild direkt aufgerufen werden. ;)

    Dieser eingemauerte Kiesgarten ist an Lieb- und Leblosigkeit ja kaum mehr zu überbieten. Soll das tatsächlich jetzt der Endzustand sein?

    In anderen Kommunen wurde das Problem Kies-/Schottergärten mit seinen Auswirkungen auf Artenvielfalt und das Mikroklima schon stärker erfasst. In Bremen wird an einem Verbot gearbeitet, in Heilbronn gilt ein Stein- und Schottergartenverbot für Neubaugebiete. Es muss ja nicht gleich der Verbotsweg sein, aber zumindest sollte über Nachteile deutlicher aufgeklärt werden.
    https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-…id,1820404.html

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    ...wohin sich das Ganze in absehbarer Zeit entwickeln wird, zeigte sich u.a. bereits beim Wohnheim Dahlienstraße 30 in Grünau.

    Muss nicht zwangsweise so extrem passieren - auch je nachdem, was für Holz verbaut wurde und wie sonstige Rahmenbedingungen ausfallen. Am Elternhaus haben wir z.B. eine Fassade aus unbehandeltem Lärchenholz. Das hat nach weit über 20 Jahren zwar eine silbergraue Patina angesetzt, die erfüllt aber zum einen eine Schutzfunktion und sieht zum anderen gar nicht schlecht aus.

    ^ Die Restaurierung der alten Masten war ursprünglich geplant, allerdings wären sie aus protokollarischen Gründen (es werden mindestens vier gleichgroße Masten benötigt) nicht mehr für eine Beflaggung geeignet.
    https://www.l-iz.de/politik/brennp…ckkehren-202717
    Und dann reichte auch das Geld nicht aus:

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    Erneuert wurde auch das Podest für zwei historische Fahnenmasten aus dem Erbauungsjahr des Rathauses 1905, die aber noch fehlen. Dafür reichte das Geld im Stadtetat nicht.


    http://www.lvz.de/Leipzig/Lokale…erkehrsberuhigt

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    Auf der anderen Seite ist es auch nicht gerade schlecht, wenn nun wieder mehr Gastronomie in die Innenstadt kommt. Diese ganzen "Allerweltsläden" bringen der Innenstadt auch keine Identität. Im Gegenteil, die Innenstadt sollte nicht zu einer "Mall mit Charakter" verwandelt werden.

    Solange sich überwiegend Systemgastronomie/Gastro-Ketten ansiedeln, ist diese Entwicklung aber auch nicht gerade identitätsstiftend. Wünschenswert wären Gewerbemieten in der City, die sowohl die Ansiedlung von individuellen Läden als auch von Individualgastronomie erlauben/begünstigen.

    Die L-IZ berichtet heute über eine Petition, die die BUND Regionalgruppe Leipzig e.V., der NABU-Regionalverband Leipzig e.V., der Ökolöwe – Umweltbund Leipzig e.V. und der Ornithologischen Verein zu Leipzig e.V. auf openpetition gestartet haben. Die drei Kernforderungen:

    • Bauen und Natur erhalten!
    • Artensterben stoppen!
    • Wertvolle Grünflächen für LeipzigerInnen schützen!

    Petition:
    https://www.openpetition.de/petition/onlin…innen-schuetzen
    L-IZ-Artikel:
    https://www.l-iz.de/politik/engage…-Leipzig-263367

    Ökolöwe und SPD-Stadtratsfraktion fordern ein 365-Euro-Ticket - also eine Jahreskarte für 1 Euro am Tag in Orientierung am Wiener Modell. Das wäre deutlich günstiger als 12 Monatskarten (für je 78,90 € bzw. 66,90 € im Abo). Eine Unterschriftenaktion läuft.
    http://www.lvz.de/Leipzig/Lokale…365-Euro-Ticket

    Kritiker bezweifeln die Finanzierbarkeit und befürchten den Kollaps des Systems. Das wird von den Befürwortern wiederum angezweifelt, denn geschenkt sind die Fahrten damit ja nun auch nicht. Oder sagen wir mal so: Das Geld für die 365-Euro-Jahreskarte könnte man auch einmal in ein Fahrrad investieren und im Anschluss jahrelang sparen - solange der Drahtesel durchhält und nicht seinen Besitzer wechselt.

    Wenn man wirklich ÖPNV fördern will, wird man ihn über kurz oder lang auch preislich attraktiv machen müssen. Das 365-Euro-Ticket scheint da schon ein bedenkenswerter Schritt - zumal es so schön griffig ist. Was mir fehlt, ist ein begleitendes Angebot für Familien. Mir ist aber auch in der bestehenden Tarifstruktur völlig unverständlich, warum es keine attraktiven Familienangebote gibt (zumindest konnte ich keine finden). Gerade Familien werden so aktuell regelrecht zur PKW-Nutzung genötigt.

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    ^ Ja, und heute sagst du dir, hätteste damals mal lieber für den Preis zugeschlagen *Zwinkersmiley.

    Wie sind zum Glück noch anderweitig günstig zum Zug gekommen, kein Grund für Reue. ;)

    LE Mon. hist.: Zur richtigen Zeit zugeschlagen. :) Ist im Vergleich dann auch ein eindrückliches Beispiel für die schon irgendwie irre Marktentwicklung in nur wenigen Jahren.

    Ein Stück weit kann ich die große Freude des Dima-Maklers nachvollziehen. Er macht die Geschäfte seines Lebens, kommt aus dem Grinsen gar nicht mehr raus und kann sich auch herrlich über sein früheres Ich zereiern (6 Euro kalt :lach:).
    Auf der anderen Seite schon skurril, wenn 4.000 Euro/qm für die Eigentumswohnung in Lindenau aufgerufen werden. Vor ein paar Jahren wollte da eigentlich keiner wohnen. Wir haben vor vielleicht sieben Jahren selbst über eine Eigentumswohnung dort nachgedacht - war kein Erstbezug, aber für um die 1.000 Euro/qm zu haben. Nach einem Spaziergang durch's Viertel haben wir die Wohnung nicht mal mehr besichtigt.
    Die richtigen Schattenseiten bekommen dann natürlich die Menschen zu spüren, die sich die steigenden Preise nicht mehr oder nur noch mit Mühe leisten können. Wenn man deren Schicksal vor Augen hat, wirkt die Makler-Freude dann letztlich doch ziemlich deplatziert.

    Das Thema Grünflächenerhalt wird nun auch etwas breiter in die Öffentlichkeit getragen - laut LVZ gibt es morgen früh eine Nabu-Demonstration vor dem Neuen Rathaus, Motto: "Ökologische Nischen schützen statt Betonwüsten bauen". Der Termin ist ganz passend gewählt, weil im Rathaus wenig später die
    Ergebnisse des Architekturwettbewerbs für das IfL präsentiert werden.

    http://www.lvz.de/Leipzig/Lokale…euschnerplatzes

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    Bei der Distillery wird es wohl laufen wie beim Freiladebahnhof. Erst "ja, ihr dürft definitiv bleiben" und dann "sorry, Discos stören ja die Bewohner"...

    Betreiber und Stadtbau AG scheinen beide etwas realistischer und offener damit umzugehen. Der Pachtvertrag wurde bereits angepasst und soll den Verbleib bis mindestens 2022 sicherstellen. In der Zwischenzeit wird nach einem neuen Standort gesucht.
    http://www.lvz.de/Leipzig/Lokale…er-Immobilie-um

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    Andererseits muss man einsehen, dass ein verändertes Konsumverhalten und die Konkurrenz im Internet Kaufhäuser wie Karstadt zum Auslaufmodell gemacht haben.

    Die LVZ hat vor ein paar Tagen einen Artikel über die historischen Warenhäuser Leipzigs (http://www.lvz.de/Leipzig/Lokale…sches-Warenhaus) veröffentlicht. Mit Blick darauf könnte man Karstadt vielleicht als eine Art letzten Dinosaurier sehen.
    Persönlich würde ich das aber anders werten - auch als jemand, der selbst viel online einkauft. Karstadt konnte schon ein Paket bieten, dass es so jetzt in Leipzig nicht mehr gibt. Attraktives historisches Gebäude in bester City-Lage, direkte Anfahrt durch Tiefgarage (auch für Ausflüge in die City gut nutzbar), ein breites Sortiment und ein sinnvoller Mix aus zusätzlichen Shops haben Karstadt in meinen Augen klar abgehoben. Gerade aus Stadtrandlage kommend, war Karstadt für uns als Familie erste Anlaufstelle für City-Shopping - und ein adäquater Ersatz ist nicht in Sicht. Die Pläne mit Büronutzung in den oberen Etagen würden die Schwächung des Einzelhandels in diesem Bereich der City nur endgültig fundamentieren. Die Händler im Umfeld schätzen das schon ganz realistisch ein, wenn sie sich vor einer Verlagerung von Kundenströmen fürchten.
    http://www.lvz.de/Leipzig/Lokale…um-ihre-Zukunft

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    Ich verstehe auch das Argument nicht, nach dem ein geöffneter Flußverlauf in einem Hinterhof das Ganze erlebbarer mache. VOR der Hauptfeuerwache wird doch der Fluß viel stärker wahrgenommen und verbessert die Situation der vielbefahrenen Straße.

    Der Flußverlauf wird so etwas sichtbarer, ja. Man wird im Vorbeifahren vielleicht einen Blick auf das Gewässer erhaschen können. :master:
    Aber aufhalten wird man sich dort eben nicht wollen - gerade wegen der Lage direkt am Ring. Letztlich hat man mal wieder dem schönen Schein den Vorzug vor der sinnvollen Lösung gegeben, die sich am Bürger orientiert (nämlich dem historischen Verlauf mit Aufenthaltsqualität). Und wie verheerend das Signal dieser Anti-Bürgerbeteiligung ist, mag ich nicht noch einmal ausführen.

    Afaik hatten wir das weiter oben schon - auch wenn die LWB den Riegel einfach nur saniert, würden reguläre Mietpreise anschließend lagebedingt so ausfallen, dass das beschworene Horror-Szenario unrealistisch ist. Und selbst wenn ein Teil der Wohnungen als Sozialwohnungen angeboten werden, scheint die Logik Sozialwohnung -> asoziale Bewohner doch mehr als fragwürdig.

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    Dass darüber hinaus das FischerArt-Kunstwer...ähem...das bunte Wandbild aus dem Stadtbild verschwindet ist durchaus ein netter benefit.

    Interessant, wie umstritten das Wandbild zu sein scheint. Es ist ja doch eine Leipziger Institution. Und ich kenne auch Leute, die es als gelungenste Auseinandersetzung mit '89 im Stadtbild sehen - auch deutlich vor der Nikolaisäule, die sich ja sehr viel weniger selbsterklärend ist. Die LVZ schrieb, dass eine Erhaltung genauso wie bei den Meißner Schwertern zumindest geprüft wird.