Beiträge von LucBXL

    jack000 man kann s21 auch ambivalent sehen, nicht nur schwarz oder weiß. Aus der Bahnhofssicht bin ich bei dir, dass wenn man Milliarden ausgibt, sollte man 100%sicher sein, dass die Kapazitäten erhöht werden. Dies ist aktuell noch fraglich, und viele nachträgliche Verbesserungen beweisen, dass hier auf Anschlag geplant wurde. Die mehr als lange Zeit von der Projektvorstellung bis zur Fertigstellung von über einer Generation ist extrem frustrierend.

    Aus stadtplanerischer Sicht befürworte ich allerdings das Projekt, da es die letztendlich für Stuttgart die einzige Chance ist noch urban zu wachsen. Das Europaviertel ist bislang ok, noch nicht ganz fertig, aber doch lebendig und urban. Und auch wenn man es als schlecht empfindet sollte es nicht als Vorwand dienen nichts zu bauen.

    Frustrierend allerdings hier wie langsam Stadt und Bahn beispielsweise bei der Maker City vorankommen. Hier hätten schon längst die ersten Gebäude stehen können z.B. für die IBA.

    Auch schade, dass vermutlich einge hier im Forum, das fertiggestellte Rosensteiviertel nie erleben werden, da es mit Sicherheit noch mindestens 30 Jahre dauern wird, bis dies soweit sein wird.

    es ist nicht nur der Umweg, den mal laufen muss, auch der Brunnen, für den viel Geld ausgegeben wurde, neben dem Turm ist deswegen außer Betrieb. Sieht aus wie ein jahrelanges Provisorium, die städtebauliche Situation lässt zu wünschen übrig. Wenn man diese kleine Rampe als Beispiel nimmt und dann an S-Rosenstein denkt, kann man nicht glauben, dass die Stadt solch ein Projekt dieser Dimension stemmen kann. Hier liegt die Zustãndigkeit aber wohl bei der Bahn. Ich zitiere eine Antwort der Stadt Stuttgart, die ich auf meine Anfrage bezüglich Ferigstellung im Dezember erhalten habe.

    "Wie auch bei den vergangenen Verzögerungen sind die komplexen vertraglichen Rahmenbedingungen die hauptsächlichen Gründe für die Verzögerungen. Aufgrund von Umplanungen des Investors musste auch der Belag der Rampe aufwändig umgeplant werden. Die technischen Anforderungen bedingen letztendlich eine bautechnisch sehr aufwändige Lösung. Diese Lösung (Epoxid-Splitt gebundener Belag) kann nur bei Temperaturen von dauerhaft 10°C (nachts minimal 5°C) eingebaut werden. Hierdurch sind die möglichen Bauzeitfenster im Jahr bereits sehr eingeschränkt. Weiterhin sind die zu verbauenden Treppenstufen Sonderanfertigungen mit einer Lieferzeit von ca. 12 Wochen.Nach weitgehender Klärung der vertraglichen Situation konnten wir im Herbst 2025 jedoch nun endlich mit ersten vorbereitenden Maßnahmen beginnen. Aktuell gehen wir davon aus, dass die witterungssensiblen Arbeiten etwa im April 2026 beginnen können.

    Bitte beachten Sie, dass die Stadt hier nur nachgelagerter Vertragspartner der Deutschen Bahn als Bauherr dort ist. Wir sind mit den Kollegen in ständigem Austausch und arbeiten zusammen an der Umsetzung. Die Verzögerung bei der Fertigstellung ist auch für uns unbefriedigend, lässt sich bei komplexen Sachverhalten aber leider nicht immer vermeiden."

    Ziegel ich gebe dir völlig Recht, dass für das Geld, das hier vorhanden ist (oder war), sehr wenig Qualität entsteht. Dies speziell in der Innenstadt, die ja schon sehr arm an attraktiven Gebäuden ist. Viel Investorenarchitektur für Konsum, aber nicht fürs Promenieren gedacht. Aber man hat das Gefühl, dass dies der Stadt relativ egal ist.

    Architektur-Fan Ein bisschen off-topic, aber die Unterschiede der beiden Städte liegen einfach in der Größe. Während München ca. 1.5 mio Einwohner hat, liegt der geschlossene Siedlungseaum in Stuttgart bei max. 350k. Der Rest sind nicht mit der Kernstadt verbundene eingemeindete Ortschaften. Während diese anderswo mit der Stadt verschmelzen, ist das in S. leider nie passiert. Als polyzentrische Stadt in einer polyzentrischen Region ist Stuttgart mit München schwer zu vergleichen.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Sicherlich wird es schöner sein, hier jeden Tag vorbeizukommen als an dem alten Vorgängerbau.

    ....

    Abschließend noch: Mindestens die anthrazitfarbene Dachdeckung hätte rot sein sollen, wie es in Stuttgart auch typisch ist.

    Sehe ich ähnlich, wobei ich noch nicht die fertige Version gesehen habe. Auf alle Fälle besser als der Vorgänger.

    Zum ersten Punkt: das ist das Problem vieler Neubauten in Stuttgart. Dazu beitragen tut hier bestimmt auch die Stadt mit ihren unflexiblen Bebauungsplänen, die dafür sorgen, dass kontant zu niedrig und einer Großstadt unwürdig gebaut wird, hier fãllt mir spontan das neue Central One und das Two One ein.

    Punkt zwei: liegt wahrscheinlich an den Solarziegeln. Ob die überall drauf müssen ist eine andere Frage...

    Dekoratives Anführungszeichen

    Danke für die interessanten Eindrücke. Hilfreich wären je Bild ein paar erläuternde Stichworte. Es ist nicht alles so offensichtlich identifizierbar wie der Grand Place oder die Rückseite des Théâtre Royal Flamand.

    Das ist bei so vielen Bildern nicht immer einfach... dehab eine kl. Übersicht nach Bildern in der Reihenfolge:

    1. Avenue Général Jacqus

    2. Yser

    3. Bourse

    4. und 5. Abbaye de la Cambre

    6. Ixelles

    7. Av. Louise (Prachtboulevard)

    9. Hochhaus ( av. Emile de Mot)

    10. Und 11. Kreuzung av. Genéral Jacques, av Maurice)

    12. Ixelles

    14. Blick vpn Tour & Taxis auf das Geschäftviertel mit Hochhäusern Gare du nord

    15. Bourse (Rückseite)

    16. Moleenbeek (am Kanal)

    17. Nähe Gare Centrale

    19. St. Josse (eines der ärmeren Viertel, hoher Ausländeranteil, aber um die Ecke zu EU-Institutionen)

    20. de Brouckère (Zentrum)

    21. Bankzentrale BNP paribas, baumschlaget eberle

    OlympiaFlo

    Ja, war ein Euphemismus. Könnte man such sagen Ausbeutung des Kongos.

    Sorry nochmals wegen Doppelposts, aber wenn ich die rausnehme, geht alles verloren... also lasse ich es lieber für diesmal

    Brüssel, meine Heimatstadt. Ein Moloch, aber vielfältig, multikulurell, EU und Nato-Sitz, arm neben reich, fantastische Architektur neben üblen Bausünden und alles um die Ecke. Wollte hier nur mal ein paar Eindrücke reinstellen, auch abseits des Massentourismus. Offiziell zweisprachig, französisch und niederländisch, Straßennamen, Metrostationen etc tragen zwei Namen. Das ganze Geld, das Leopold II im Kongo erwirtschaftet hat wurde in Architektur gesteckt, was man den Gebäuden wie dem ehemals größten Gebäude der Welt, dem Palais de Justice, dem Cinquantenaire und vielen anderen Gebäuden auch ansieht. 1,3 Millionen Einwohner auf 161km² im Stadtgebiet und komplett umgeben von einer offiziell niederländischsprachigen Agglomeration, die nochmals ähnlich groß sein dürfte. Und alles nur 1 Stunde von Aachen entfernt. Sorry wenn manche Bilder doppelt gepostet sind. Architektonisch hat man das Gefühl, dass hier viel mehr als in Deutschland möglich ist, was ja von einigen Ausnahmen nicht schwierig ist. Was fehlt ist ein Fluss.


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    [mod]Duplikate herausgenommen.[/mod]

    jack000 Was den Pariser Platz betrifft, gebe ich zu, dass es viel hässlicher nicht geht. Fehlende Erdgeschossebene mit Geschäften, Cafés etc. Selbst die Zugänge zu den Gebäuden wie dem Lbbw-Hochhaus sind versteckt. Folglich kaum Leben. Die Zentrale der Südleasing sollte man direkt wieder abreißen, es ist mir absolut unverständlich, wie man als Architekt so etwas bauen kann, völlig abweisend und tot. Einzig der nördliche Teil mit Pariser Höfen und Sparkassenakademie ist akzeptabel, hat es durch die restliche Platzgestaltung aber schwer. Vielleicht verbessert sich noch was durch A4, aber da wird mit Sicherheit noch ein Jahrzehnt vergehen.

    Ohlsen nicht jeder Platz muss Bäume haben, auch nicht in Zeiten des Klimawandels. Schon mal auf dem Jma-el Fna gewesen? Keinerlei Sonnenschutz, ultra-heiß und trotzdem einer der tollsten Plätze de Welt.

    jack000

    Ja, der Mailänder Platz mit der Brunnenanalage gefällt mir ganz gut. Persönlich habe ich ihn auch noch nicht als Brennpunkt erlebt, wobei das natürlich mein subjektiver Eindruck ist.

    Der Pariser Platz sowie der Teil vom Hbf bis zum Pariser Platz sind viel älter und haben eine deutlich geringere Aufenthaltsqualität als der Rest vom Europaviertel. Daraus kann man aber nicht schließen, dass alles was dort noch gebaut wird zwangsweise schlecht sein wird, sonst könnte man das bauen direkt einstellen.

    Einmal um den Block. Direkt gegenüber vom Bahnhof haben sie jetzt auch angefangen mit dem bauen. Schade, dass das Projekt insgesamt sich so hinzieht, vor allem Baufeld Nord ist noch komplett Brache. Überall 1-2 Stockwerke mehr wären locker gegangen, ohne die Nachbarbebauung zu stören.

    Zumindest gibt es in Stuttgart zwei etwas größere IBA-Projekte, die sich bereits im Bau befinden, wenn auch an der Peripherie in S-Rot. Das Quartier am Rotweg (Neues Heim) und Böckinger Straße (SWSG), respektive mit Webcam mit Link (etwas runterscrollen):

    https://www.bgneuesheim.de/neubau-quartier-am-rotweg.html

    https://www.swsg.de/boeckinger-strasse.html

    Die Dimensionen und die Architektur sind für Stuttgarter Verhältnisse ordentlich.

    .

    jack000 ich denke nicht, dass man BER, die Elphi und S21 miteinander vergleichen kann. S21 ist mit mit großem Abstand das komplexeste der drei Projekte, BER entstand auf der grünen Wiese. Allerdings gebe ich dir Recht, dass bei Planungszeit, Kosten und Kapazität viel gelogen wurde. Ausserdem ist die unsäglich lange Bauzeit mit den wie von dir beschriebenen nachträglich entschiedenen baulichen Anpassungen extrem ärgerlich. Trotzdem bin ich insgesamt gesehen ein Befürworter des Projektes, dies aus städtebaulicher Sicht. Fūr Stuttgart ist dies die einzige und letzte größere Chance urban zu wachsen, alle Viertel um die Innenstadt herum geben diese Möglichkeit nicht her, da diese z.T. von dörflichen bzw. suburbanen Strukturen geprägt sind. S21 ohne Rosenstein/ wachsende Innenstadt wäre allerdings der supergau.

    na ja. Man wird ja kaum an einem Verkehrsknoten mit S-und U-Bahnanschluss in einer 600.000 Einwohnerstadt Einzelhausbebauung durchführen. Meiner Ansicht hätte man hier durchaus voluminöser bauen kõnnen, es gibt genug nicht-urbane Gegenden in Stuttgart.