Interreanter Artikel, etwas alt aber sehr lesenswert
Dass du diesen Schmarrn wirklich glaubst ist, tschuldigung, extrem peinlich.
Jetzt nur mal 2-3 Sachen heraus gepickt. Eine 50cm-Vollziegelwand hat einen Verbrauch von 84 kWh je m2 Wandfläche für Deutschland. Eine 17,5er Kalksandsteinwand mit 20cm Dämmung kommt auf 11 kWh je m2 Wandfläche.
Selbst wenn die Vollziegelwand 35 Prozent weniger verbraucht und die KS-Wand 10 Prozent höher liegt, dann sind wir noch bei 55 vs 12 kWh je m2, also mehr als der 4,5fache Verbrauch.
Das liegt aber nicht an irgendwelchen Fehlern der Physik, haha. Es liegt an dem komplett anderen Heizverhalten in Altbauten. So zu heizen, wie es eigentlich im 21. Jahrhundert angemessen wäre, kann sich da keiner leisten. Die Rechenwerte gehen davon aus, dass du die gesamte Heizperiode in jedem Zimmer immer die optimale Temperatur hälst. In Altbauen sieht es doch eher so aus, dass abends, nachts und morgens auskühlt, man morgens in einem irre kalten Gebäude aufstehen muss und wenn man nach der Arbeit heim kommt, werden erst mal alle Heizungen auf 5 gedreht (Staubverschwelungen, schönen Dank auch). In einem gedämmten Neubau ist das piepegal, weil dort die Heizkosten bei etwa 10-20 EUR pro Monat liegen (und zwar ziemlich egal wie groß die Wohnung ist). Dafür heizt du von Oktober bis April alles gleichmäßig tag wie nachts auf 21 Grad, schützt die Bausubstanz, meidest Schimmel und müsst morgens nicht im kalten aufstehen und abends nicht deine Lunge mit Giftstoffen durch Staubverschwelungen traktieren.
Aber darum geht es in dem Artikel gar nicht. Es geht in dem Artikel um Klicks. Wenn man die Warhheit schreiben würde, dann würden nicht hundertausende sowas lesen und gar in Foren posten und für weitere Klicks sorgen. Mit "Studien die der Welt vorliegen" lässt sich wunderbar auf Klickfang gehen. Wobei der Artikel auch so 1 zu 1 bei der HuffPost stehen könnte. 
Und Konrad Fischer verdient sein Geld eben genau dadurch, er verkauft Propaganda-Bücher. Bitte glaube nicht so ein Schmarrn. Die in diesem Artikel dargestellte Meinung ist genauso wissenschaftlich fundiert wie die komplette Leugnung jeglichen Klimawandels. Die Konrad Fischers dieser Welt sind 1 Prozent der Architektenschaft und sie wissen vermutlich selbst, dass sie solche Kokolores nur des Geldes wegen verbreiten.
Die Rechenmodelle sind nur dahingehend beschränkt, dass sie eben gleiches Nutzerverhalten unterstellen. Sie gehen davon aus, dass man in seinem Wohnzimmer immer 21 Grad haben möchte und nicht Montag morgen auch mal 16 Grad (Hallo Schimmel). Unter solchen Bedingungen ist man beim 8-fachen Verbrauch. Ja, wer nur genau dort heizt wo gerade benötigt und nur dann heizt wenn gerade benötigt und zwischen arschkalt und ups, überhitzt wechselt, der wird den Unterschied auf 5-fach bringen können. Aber sowas können keine ernsthaften, wissenschaftlichen Modelle zum Energieverbrauch berücksichtigen und sowas entspricht im allgemeinen nicht dem heutigen Anspruch an Wohnen.