Jetzt macht ihr euch ja beide lächerlich! Du willst mir also erzählen das Städte wie Leinfelden-Echterdingen, Waiblingen oder Kornwestheim sich z.B. in der Brandenburgischen Provinz ählich entwickelt hätten?
Nö, ebensowenig wie Stuttgart sich in Brandenburg ähnlich entwickelt hätte, es ist die REGION, nicht das größte Dorf der Welt!
Wo studieren denn diese Fachkräfte? An der Universität Leinfelden?
Nö, da wo die meisten Stuttgarter Fachkräfte auch studiert haben, in Tübingen, Heidelberg, Göttingen, usw., usw...
Gescheige denn hätten sich diese Städte ohne die Infrastruktur die von Stuttgart ausgeht, wie die S- und Stadtbahn, oder ohne den Flughafen oder die Autobahn so entwickelt.
Verstehe, der Flughafen liegt seit neuestem in Stuttgart und die Autobahn hat auch die Stadt gebaut, ebenso hat die Stadt den umliegenden Gemeinden die S-Bahn gezahlt, damit diese sich besser entwickeln können, vorher waren Esslingen und Böblingen, Sindelfingen, etc. ja verschlafene Fischerdörfer ohne jede Industrie, entschuldige bitte meine Unwissenheit!
All das würde es ja nicht geben wenn Stuttgart nicht da wäre.
Stimmt, da hast Du jetzt zum ersten Mal Recht, die Frage ist nur, ob Stuttgart wirtschaftlich das wäre was es ist, wenn drumrum nur Bauerndörfer mit jeweils 500 Einwohner wären?
Natürlich ziehen viele Arbeitskräfte in die Kommunen rings um Stuttgart, und natürlich siedeln sich dort auch viele Unternehmen an. Aber das tun sie in erster Linie weil in Stuttgart der nötige Platz fehlt, oder die Kommunen steuerliche Anreize bieten.
Ach soooo, deswegen ist die ganze Industrie in Esslingen, Ludwigsburg usw. entstanden, Firmen wie Kärcher, Stihl, Eberspächer, Dick, Salamander, Kreidler, Kälble usw. und die Einwohner dort waren vorher alle in der Landwirtschaft.
Jetzt hab ich das auch endlich mal gelernt, verstehe....
Und gerade am Wochenende sieht man doch wie viele Menschen aus dem Umland nach Stuttgart strömen und wie wichtig das kulturelle und gastronomische Angebot, sowie die Freizeit- und Shopping-Möglichkeiten einer großen Kernstadt für Arbeitnehmer sind.
Und die bekommen das in Stuttgart alles umsonst? Wegen der Wirtschaftskraft der Stadt? Stuttgart hätte das eigentlich gar nicht nötig? Die ganzen Doppelkennzeichen profitieren nur davon und Stuttgart legt drauf?
Wir in Stuttgart nehmen schon in Kauf das wir einen neuen, leistungsfähigen Hauptbahnhof bauen um auch in Zukunft eine Leistungsfähige Infrastruktur zu bieten.
Die einen sagen so, die anderen sagen so, was die exorbitant höhere Leistungsfähigkeit des 8-Gleisigen-Tiefbahnhofs gegenüber einem 17-Gleisigen ertüchtigten Kopfbahnhof betrifft, im Regionalverkehr sind jedenfalls durchgebundene Züge gegenüber der mehr als doppelten Kapazität für Taktverkehr schon rein mathematisch kein großer Vorteil, weil eben nur halbsoviele Züge aufeinander warten können, egal wie man das dreht und wendet.
Dafür wird hier die halbe Stadt umgegraben und gerade wir in Stuttgart nehmen lange tägliche Staus dafür in Kauf. Aber überheblichkeit kommt vor dem Fall!
Endlich mal einer der sagt, dass der Wahnhof der Stadt überhaupt nichts bringt, vor allem Städtebaulich nichts!
P.S. Daimler und Bosch haben ihren Sitz übrigens beide in Stuttgart, da hätte Wikipedia mal geholfen bevor man hier Unsinn verbreitet. Kärcher und Stihl wurden nebenbei beide in Stuttgart gegründet!
Ach soooo, die Werke und Büros von Daimler und Bosch im Umland sind quasi rein symbolisch, dafür aber umso wesentlicher, wo der in Winnenden geborene und lebende Alfred Kärcher und Andreas Stihl ihre erste Hinterhof-Werkstatt hatten? Sorry, daran hatte ich nicht gedacht, sonst hätte ich z.B. Artur Fischer genommen.
Junge, Junge, Junge, gegen Dich ist ja Pippi Langstrumpf ärmlich mit ihrem: "ich mach mir die Welt, wiedewiede wie sie mir gefällt"
p.s.: Ich bin gebürtiger "Stäffelesrutscher" und aufgewachsener "Westler" und bis eben war ich noch stolz darauf!