Hallo erstmal! Es freut mich sehr zu sehen dass die Idee der Parzellierung tatsächlich aufgegriffen wurde und meiner Meinung auch recht gelungen umgesetzt wurde! Ein Grund zur Freude!
Beiträge von corvin
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^Die Entwürfe der Bauhaus-Universität sind jeweils einzelne Entwürfe, die für die Wettbewerbspräsentation wieder zusammengefügt wurden. Leider war es im Semester nicht möglich uns vernünftig abzusprechen und den Winkel als Gesamtensemble zu koordinieren. Was meinst du denn mit tektonischerer Detailbehandlung? Hast du ein Beispiel dafür?
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^Gut, ich hatte kurz die Befürchtung das sie vielleicht abhanden gekommen wären. Danke!
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@Dave was ist eigentlich mit den Gipsmodellen? Waren die nicht mehr vor Ort oder wurden sie der Vergleichbarkeit halber einfach weggelassen?
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Eventuell ist das markierende Blatt abhandengekommen, aber es gab zwei zweite und zwei dritte Plätze. Der hier ganz unten dargestellte Entwurf ist der zweite dritte Platz (wie das klingt). Vielleicht könnte Dave das nochmal abändern?
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Guten Morgen!
Ich wollte noch einmal meinen Standpunkt gegenüber Rekonstruktionen verdeutlichen. Es geht mir hier nicht um die dogmatische Verneinung, sondern eben um die Angemessenheit eines solchen Eingriffs.
»Wir können ohne sie (i.e. die Architektur) leben, ohne sie beten, aber nicht ohne sie erinnern. Wie kalt ist alle Weltgeschichte, wie leblos alle Einbildungskraft, verglichen mit Dem, was das lebende Volk geschrieben, was der unzerstörte Marmor gestaltete; wie viele Seiten zweifelhafter Überlieferung könnten wir nicht entbehren für einige wenige aufeinander liegende, unberührte Steine.« John Ruskin, Seven Lamps of Architecture
Die Gefahr bei solchen Rekonstruktionen ist eben das man eben die Geschichte verneint. Es geht mir hier auch weniger um die Ästhetik, sondern ganz klar um die Authentizität.
Ich bin auch überhaupt nicht gegen Teilrekonstruktionen an einem bestehendem, historischem Gebäude. Das Problem dass ich habe ist eben die Rekonstruktion von LANGE VERLORENEN Gebäuden. Neben der Tatsache das man dadurch einfach die geschichtlichen Gegebenheiten ignoriert (es gab eben den 2. Weltkrieg), schmälert man damit auch den Wert tatsächlich vorhandener historischer Substanz. -
Ganz allgemein ist zu hinterfragen inwiefern das Rekonstruieren von etwas gewesenem und verlorenem nicht ganz prinzipiell falsche Impulse an den (nicht geschulten und daher die Rekonstruktion nicht erkennenden) Betrachter sendet. Eine Rekonstruktion war in diesem Entwurf nie vorgesehen, sondern eher die Auseinandersetzung mit gewesenem und der Transformierung dieser gesammelten und (teils bewussten, teils unterbewussten) verarbeiteten Bildern zu einem eigenem, modernem Ausdruck der sich in das Stadtbild einfügt.
Meiner Meinung nach sind die Rekonstruktionen, vor allem Rekonstruktionen von noch nie gewesem, prinzipiell falsch oder zumindest sehr kritisch zu betrachten.Oder anders gesagt, Rekonstruktionen sollten wirklich der Ausnahmefall sein und nur im angemessenem Rahmen angestrebt werden.
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Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin soeben auf diesen Beitrag gestoßen und habe mich danach angemeldet um hier ein paar Dinge klarzustellen, beziehungsweise ins rechte Licht zu rücken.
Ich habe soeben eine Nachricht an die Website koni.de mit der Bitte um Richtigstellung gesendet. Das gezeigte, in mehrere Parzellen gegliederte Modell ist der Entwurf der Studenten der Bauhaus-Universität Weimar. Das weiss ich weil wir das letzte Semester damit zugebracht haben diesen Vorschlag auszuformulieren. Bevor hier irgendetwas geplant wurde haben wir uns nämlich mit den historischen Wohn- und Geschäftshäusern auseinandergesetzt, deren Fassadengliederungen, Materialitäten und Proportionen studiert. Dadurch und durch die Auseinandersetzung mit dem von der Stadt verfassten Leitbild für das Areal haben wir ein Gestaltungshandbuch entwickelt, an dem sich unsere Entwürfe zu orientieren hatten. Das haben wir getan um eben NICHT eine Großform an dieser Stelle zu etablieren, sondern um einen an die städtebauliche Körnung der Katharinenstraße angepassten und sich in das historische Stadtbild Leipzigs integrierenden Winkel zu entwerfen.
Natürlich sind Sie alle herzlich eingeladen sich die Ausstellung im Rathaus (5. Stock gleich wenn man aus dem Auszug steigt) selber anzuschauen. Dort müsste falls es nicht abhanden gekommen ist auch noch ein Exemplar des Gestaltungshandbuchs ausliegen.
Desweiteren finden sich dort auch einige Gipsmodelle der von uns entwickelten Fassaden.
In diesem Sinne, "So Ehre, wem Ehre gebührt!".Einen schönen Sonntag wünsche ich!