Beiträge von Regent

    Der 2,3 Millionen teure Brunnen ist bereits nach wenig Wochen defekt und hat einen größeren Wasserschaden im Archiv der Bib und der Tiefgarage angerichtet! Wie die StZ heute berichtet bleibt der Brunnen bis auf weiteres außer Betrieb. Ohne das schnelle Eingreifen der Feuerwehr wären wohl ein beträchtlicher Schaden entstanden. Man fasst es nicht! Quelle:StZ

    Dekoratives Anführungszeichen

    Das kommt darauf an, ob das IOC weiterhin 'pompöse' Spiele will, oder irgendwann bewusst wieder auf kompakterere, kleinere, grünere und menschlichere Spiele setzt. Wenn nicht, dann bleiben bald nur noch Autokratien als Veranstalter.

    Bei aller Liebe, selbst das links regierte und in der Zwischenzeit sehr grüne Paris hat dann doch ein relativ pompöses Spektakel ausgetragen. In Deutschland verwechselt man Nachhaltigkeit mit Understatement, das ist das Problem. Und mit Understatement kann der Rest der Welt, wenn er sich unterhalten lassen will, eben nicht viel anfangen! Ich kann mir auch vorstellen, dass das IOC nicht so auf den Leitspruch, „die Spiele müssen sich der Stadt anpassen“ steht. Es ist ein Privileg Olympische Spiele austragen zu dürfen, in Hamburg weckt man aber jetzt schon den Eindruck, man erwarte Dankbarkeit das Olympia in Hamburg zu Gast sein dürfe. Man muss sich wirklich nicht an Autokraten anbiedern, aber man muss mit seinen Äußerungen aufpassen. Klar, jetzt muss man die Bewerbung auch erstmal den Hamburgern verkaufen. Ein knappes Ergebnis in der Abstimmung dürfte das IOC auch nicht unbedingt positiv stimmen. Ich bin gespannt, aber irgendwie vermisse ich bei der Bewerbung auch das architektonische Highlight das diese Spiele ausmachen soll. Ein neues HSV-Stadion als Aushängeschild haut außerhalb Hamburgs vielleicht weniger Leute vom Hocker als es die Hamburger denken.

    Ein schönes Konzept, ich glaube aber das sich hier alle einig sind, das man damit gegen die pompösen Bewerbungen Indiens, Chinas oder der Türkei mit Istanbul keine Chance hat! Auch Kapstadt, Kopenhagen oder Santiago werden sicher starke Konzepte vorlegen. Vielleicht kann Hamburg mit diesem Konzept, sofern man es überhaupt durch den Bürgerentscheid schafft, ja eine Leichtathletik WM oder so austragen.

    Den Bau umzuplanen um eine pädagogische oder wissenschaftliche Nutzung zu ermöglichen ist mit Sicherheit das Gegenteil von dem, was russische oder arabische Oligarchen machen würden! Die würden auf den ursprünglichen Entwurf nochmal 30 meter draufpacken und Luxuswohnungen mit Marmor und Blattgold reinpacken. Hör doch bitte auf solche Absurditäten zu verbreiten. Auf den Autokraten Satz geh ich jetzt garnicht erst ein.

    Als Stuttgarter Wessie finde ich es in der Zwischenzeit sogar gut und richtig, das der Alex seine doch sehr spezielle Charakteristik behält. Mir haben die großen Gebäuderiegel bei meinen ersten Berlin-Besuchen in den 90igern enorm imponiert. Schön – Nein, aber schon einzigartig, auf eine etwas morbide Art. Das einzige Problem: im Gegensatz zu anderen Weltstädten fehlt in Berlin ein städtischen Entwicklungsprojekt mit einer Vision. Für eine Weltstadt mit dem Ruf als „unkonventionell, modern, experimentell – fast schon exzentrisch“, ist halt alles was neu gebaut wird doch eher bieder.

    Dekoratives Anführungszeichen

    115m wären ein wichtiger Impuls finde ich, dass auch jenseits dieser bescheuerten 99m Marke in München was geht.

    In der aktuellen Lage finde ich es sogar mutig das hier überhaupt gebaut wird. Ich fand das Projekt vor ein, zwei Jahren noch extrem unambitioniert, in der Zwischenzeit haben sich die Vorzeichen aber einfach deutlich verändert. Klar, die Architektur könnte spannender sein, aber immerhin baut man hier mal in die Höhe und nicht in die Fläche! Überhaupt dürfte dies eines der wenigen aktuellen Hochhaus-Projekte in Deutschland sein. Ich bin übrigens im Moment in Utrecht, Niederlande. Hier bekommt man mit um die 100 Meter sehr spannende HH-Projekte hin, wobei ich persönlich höher besser fände. Und von der Gestaltung des öffentlichen Raumes könnte sich jede deutsche Stadt ohnehin drei Scheiben von den Niederlanden abschneiden!

    Dekoratives Anführungszeichen

    Amsterdam hat eine U-Bahn mit 9 unterirdischen Stationen alle anderen sind oberirdisch. Brüssel und Marseille haben weniger unterirdische Stationen als Köln. Manchester und Birmingham haben gar keine unterdische Bahn.

    Naja, der ÖPNV in Birmingham und Manchester ist eine Katastrophe und wird größtenteils mit Bussen abgewickelt. Es gibt im Großraum Birmingham (2,9 Millionen Einwohner) ganze 3 Staftbahnlinien. In Machester (ebenfalls 2,9 Millionen Einwohner) sind es immerhin 7 Linien, herausragend ist das sicher nicht. Amsterdam hat wegen des schwammigen Untergrundes wenig Tunnel, dafür wird die Metro dort teilweise als Hochbahn geführt. Überhaupt sind die Metros in Brüssel, Marseille und Amsterdam vollwertige Metros auf vollständig autarken Strecken und keine Stadtbahn wie in Köln.

    Auf dieses Projekt freue ich mich wirklich! Im angrenzenden „Bohnenviertel“ tut sich ohnehin viel. Vom verufenen Rotlichtviertel vollzieht sich hier aktuell ein Wandel zum hippen Ausgehviertel. Für alle die mit der Gegend nicht vertraut sind: Es handelt sich um die letzten Reste der Stuttgarter Altstadt und gleichzeitig ist hier das Rotlichtviertel. Die Stadt Stuttgart will das Sexgewerbe hier allerdings verbieten und prüft aktuell einen Kauf der Bordelle, um hier eine gastronomische oder kulturelle Nutzung zu ermöglichen. Es bleibt spannend, aber schon heute gibt es hier tolle Lokale und Bars!

    So wie es aussieht wird an beidem bereits gearbeitet. Was passiert eigentlich mit der Unterführung zum Breuninger und dem Eingang zur Stadtbahn? Auf den Visualisierungen und Plänen ist hier ein großzügiger Vorplatz dargestellt.

    Edit: So wie ich es jetzt verstehe wird der Abgang zur Stadtbahn mit dem Haus für Medien überbaut. Dann wird eventuell doch erst am Mobility Hub gearbeitet.

    Dekoratives Anführungszeichen

    „nachweislich nicht besser“ bzgl. Frankfurt in wie fern?

    In Frankfurt hätte meines Wissens nach ja auch der Hauptbahnhof unter die Erde verlegt werden sollen, stattdessen wurde dann der ICE am Flughafen gebaut. Der Frankfurter Bahnhof an sich ist okay, aber das nahe Umfeld und die Unterführungen sind eine Katastrophe was das Klientel angeht. Da auch in Frankfurt viele Strecken an der Kapazitätsgrenze sind, wird hier zudem aktuell auch über neue Tunnel diskutiert.

    Das S21 ein großes Drama ist, ist ja unstrittig. Die Frage ist doch eher wie gehen wir jetzt damit um?! Wir sind längst über den Punkt hinaus, wo ein Stop des Baus noch Sinn macht. Ja, hier gab es viel etikettenschwindel, und ja, es muss viel nachgebessert werden. Was am Ende dabei rauskommt, da bin ich selbst gespannt. Aber ich kann dir eins sagen. Die anderen deutschen Städte die ähnliche Projekte hatten, z. B. Frankfurt und Dortmund, und ihre Projekte abgesagt haben, sind damit nachweislich auch nicht besser gefahren.

    Der Entwurf hat mich ehrlich gesagt zu keinem Zeitpunkt überzeugt! Das fertige Gebäude, auch im Zusammenspiel mit der Umgebung, finde ich zumindest interessant. Passt irgendwie in die ohnehin extrem heterogene Gegend. Ich glaube der ursprüngliche Schießscharten-Entwurf wäre in natura nicht besser gewesen als der jetzt realisierte Bau. Der skulpturale Charakter wäre hier doch völlig fehl am Platz gewesen, die Schießscharten wirken auf mich zudem eher abweisend und das “schwebende” Erdgeschoss hätte vermutlich Probleme mit der Statik bekommen. Alles in allem kann man mit dem Bau in der jetzigen Form leben, immerhin hat man hier nach Jahren des rumeierns den Bau fertig gestellt. Ins Erdgeschoss zieht laut StZ übrigens der Burgerbrater “Burgermeister”, ein Restaurantkonzept aus Berlin.

    Also zuerst einmal baut ein Architekt überhaupt nichts, das macht immer noch der Bauherr. Architekten entwerfen das was ihnen in Auftrag gegeben wird. Beim Schock-Areal war von Anfang an klar das man hier ein urbanes Quartier baut und sich an der Masse der Vorgängerbebauung an der Stelle orientiert. Wobei meines Erachtens da noch mehr Maße drin gewesen wäre. Die Bebauung orientiert sich in der Höhe auch klar a den umliegenden Gebäuden. Was hättest du dir denn hier gewünscht? Historisierende Bauten mit Schrägdach und Erker?

    So viele Trinker gibt es in ganz Stuttgart nicht, als dass diese jeden vermurksten Platz bevölkern könnten. Der Joseph-Süß-Oppenheimer-Platz dient wohl eh maximal dazu, dass Büroangestellte hier in der Mittagspause ein Sandwich essen oder ne Kippe rauchen. Große Aufenthaltsqualität bietet der bessere Hinterhof nicht. Das man hier nicht großzügiger begrünt hat liegt vermutlich an der Tiefgarage darunter. Trotzdem hätte ich mir hier etwas Rasenfläche oder Ähnliches gewünscht.

    Das ist doch genau der Punkt, was heißt denn „Erhalt hat sich nicht gelohnt“. Ich bin ja bei dir, dass vor 100 Jahren langlebiger gebaut wurde. Aber ich hab ja auch geschrieben das es hier vermutlich schlicht um Rendite geht. Der Bau an sich ist nicht so schlecht, aber hat halt ein paar Mängel. Letztlich hat man halt Deloitte als Ankermieter gewonnen die wohl mit dem Bestandsbau nicht zufrieden gewesen wären und einen Neubau rechtfertigen. Deloitte ist natürlich auch eine Hausnummer! Das ist ein global player, die für ihre dependance in Stuttgart eine repräsentative Location suchen. Bevor du mit denen keinen Deal machst, reißt du eben auch gute Bauten ab um denen was neues hinzustellen um 20 Jahre lang dicke mieten abzusahnen.

    ^^

    Im entsprechenden Teilabschnitt des Schwabenzentrums stehen die Läden leer, der Rest des Schwabenzentrums ist vermietet! Offensichtlich bist du da nie vor Ort, sonst wüsstest du das! Warum die Läden leer stehen ist zudem auch die andere Frage, ich vermute mal man hat sich hier überhaupt nicht um neue Nachmieter bemüht, denn der entsprechende Teilabschnitt wird seit Jahren nichtmehr gepflegt. Dabei ist die Lage eigentlich sehr gut, direkt gegenüber ist schließlich der Haupteingang des Breuninger! Und warum sich in einer U-Bahnstation im Winter Obdachlose aufhalten? Ist das eine ernst gemeinte Frage??