Beiträge von AndoBrando

    Habe gerade mal kurz bei der SBEV angerufen.

    Also sie sind noch nicht durch, aber wohl kurz vor dem Ziel. Zuletzt sei man mit 7-8 m/d vorangekommen, nachdem man am Anfang langsamer gewesen sei. Man ist wohl ganz grob im niedrigeren zweistelligen Bereich an Metern vom Ziel entfernt (ich habe irgendwas um die 30m geschätzt und die Dame am Telefon meinte, das könnte hinkommen). Die aktuelle Pause sei nur eine Routinepause zur Überprüfung der Gerätschaften, bevor das letzte Stück mit der TBM gebohrt werde. Dann werde schließlich "quasi manuel" der finale Durchbruch vollzogen.

    So hat die Dame am Telefon das einem Laien (mir) erklärt. Allzu detailiert habe ich nicht mehr nachgefragt.

    Tunnelkick lag näher dran mit seiner Berechnung. Aber ganz durch sind sie noch nicht.

    Ich bezweifle, dass man mit der Röhre durch ist.

    (Man möge mich korrigieren, sollte ich mich bei meinen Berechnungen hier irren).

    Die Gesamtlänge des Tunnels, den die TBM durchfahren muss, beträgt ca. 850m.

    Bis zum Baustop im Dez. 2019 hatte man rund 250m davon geschafft.

    Es blieben also noch ca. 600m übrig.

    Als Geschwindigkeit des Vortriebs wurden zuletzt 6m pro Tag angegeben (3m pro 12h Schicht).

    Für die 600m benötigt man also um die 100 Tage -- gute 3 Monate.

    Mitte Juni hat die die TBM ihren Betrieb wiederaufgenommen; seit Anfang September ruhen die Arbeiten.

    Ich komme auf etwa 80 Tage, in denen man weiterbohren konnte.

    Nach dieser Rechnung fehlen also noch etwa... 100m


    Und das unter der Voraussetzung, dass man das hohe Tempo von 6m/d halten konnte, und es zu keinen kleineren Verzögerungen/Unterbrechungen gekommen ist (und ich glaube, die gab es).

    Für die ersten 250m hat man 2019, wenn ich das richtig in erinnerung habe, 3-5 Monate gebraucht. Da scheint mir die Annahme einer jetztigen Rekordgeschwindigkeit optimistisch.

    Der Frankfurter Untergrund ist -- wie man bereits schmerzlich erfahren musste -- tückisch. (Hat man eigentlich den genauen Grund für die Unterbrechung im Dez. 2019 inzwischen herausgefunden?)


    Aber vielleicht irre ich mich einfach. Vielleicht war man schon 100 Meter weiter und sie sind mit der Röhre durch; das wäre allen zu wünschen, und dann wäre allen zu gratulieren.

    ... Allerdings: man hatte ja in der Phase des Baustops im Frühjahr 2020 bereits alles vorbereitet/aufgebaut, um direkt nach der ersten Röhre mit der zweiten beginnen zu können; Also um keine Pause mehr machen zu müssen.

    ... Und hat man wirklich seit rund zwei Wochen das erste große Etappenziel erreicht, und teilt das niemandem mit?!

    Zwischen dem Baustop im Dez. 2019 und dessen Bekanntgabe lagen auch ein paar Wochen...

    Wie gesagt, ich bezweifle, dass man durch ist, auch wenn ich es allen gönnen würde.

    Wenn ich nichts übersehen habe, dann ist diese Nachricht neu:
    Die FAZ will ihren Standort im Gallus verlassen und umziehen.
    Hier die Meldung:
    https://www.dwdl.de/nachrichte…ie_faz_plant_groen_umzug/


    Alles steht noch am Anfang, weswegen noch kein neuer Standort genannt werden kann, aber ich hoffe doch, der wird wieder in Frankfurt (am Main) liegen -- nicht das wir bald die "Berliner Allgemeine Zeitung" aufschlagen müssen.
    Bitte kein Surkamp 2.0 (auch wenn der Verlag da sicher viel sparen könnte).


    Die Frage ist nur, wo will die FAZ sonst hin?

    Ein insgesamt attraktives Konzept, wenn es funktioniert. Die Terasse dürfte ein Selbstläufer werden.


    Allerdings, stellt sich mir seit der Ankündigung des Kinos im MyZeil die Frage, wo man den Platz dafür bekommt? Gibt es noch solche Reserven? 3-5 Säle bei der großzügigen Aufstellung der Sitzplätze in den Astor-Kinos dürfte einen nennenswerten Platzbedarf bedeuten (um wirtschaftliche Säle zu bekommen). Aus gutem Grund werden kaum noch neue Kinos in Innenstädten eröffnet, abgesehen vom Medienwandel sind Kinos verdammt platzintensiv und der ist in dort teuer.


    Natürlich ist jede neue Leinwand in Frankfurt/Rhein-Main eine gute Sache, gerade jetzt wo das Valentin in Höchst geschlossen hat (wobei das eine andere Zielgruppe hatte) und in Mainz wieder zwei Säle Wohnungen weichen werden. Allerdings sollte man die Erwartungen bei Astor nicht zu hoch schrauben. Selbstverständlich würde Frankfurt ein Originalsprachenkino gut tun, aber auch bei Astor - zumal im Einkaufszentrum - wird das Kino eher ein 'breiteres' Publikum ansprechen müssen. Mehr OV als im Metropolis wird es da wohl kaum geben. Der USP von Astor ist ja die Distinktion durch Luxus, Ausstattung und Preis und nicht die spezielle Auswahl/Bandbreite der Filme.


    ... und mir stellt sich gerade die Frage, ob die neue tageszeitlich verlängerte Nutzung, auswirkungen auf die abendliche 'Szene' auf der Zeil an den Wochenenden haben wird. Man hörte ja von unerwünschtem Publikum, ist das inzwischen verschwunden? Würden sich die 'Nobelgäste' von Halbstarken vor dem Haus abschrecken lassen? Oder würde die größere Öffentlichkeit, auch zu späterer Stunde auf der Zeil dazu führen, dass sich die Verhältnisse dort gesitteter Entwickeln?
    ... vielleicht besteht das Problem ja gar nicht (mehr). Dann kann man den letzten Absatz vergessen.

    Bei der etwaigen Renovierung/Neugestaltung der B-Ebene und des ganzen Unteririschen Systems, könnte man schon dafür sorgen, dass die Ecke für Junkies unattraktiver wird:
    Umso tiefer man kommt, umso verwinkelter und unübersichtlicher wird das Gängesystem. Gerade die unterirdischen Verknüpfungen zwischen den Bahnsteigen sind zum Teil wenig frequentiert (zum Teil auch undeutlich ausgeschildert). Die dunklen Ecken laden zum Rückzug ein. Eine klarere Wegführung mit reduzierter Anzahl an Gängen (insofern das mit dem Brandschutz überhaupt vereinbar ist) könnte den Publikumsverkehr im Untergrund verdichten und so mehr Öffentlichkeit schaffen.
    Außerdem befinden sich da unten zu viele Treppen. Was an einer Promenade am Fluss zum verweilen einläd, tut es leider auch hier. Man könnte auch gleich Stühle für die Junkies aufstellen. Außerdem erschwerden die Treppen den Reisenden den Transport von Koffern - Rampen wären vielleicht eine Alternative.
    Auch das berühmte 'Blaulicht' an den entscheidenen Punkten kann der Klientel das Leben schwer machen. Überhaupt wäre eine bessere Beleuchtung und ein weniger siffiger Eindruck der B-Ebene und allem darunter allgemein erbaulich.


    Aber das alles löst das Problem, wie hier ja schon ausgiebig geschildert wurde, nur lokal. Wenn die Herrschaften aus dem Bahnhof vertrieben werden, gehen sie ins Bahnhofsviertel und wenn es dort zu voll und sauber wird, ins Gallus, Gutleuts und in die Innenstadt usw.
    Mir sind sie eigentlich egal, unsicher gefühlt habe ich mich nie.
    Aber es ist (und das wurde auch schon mehrfach angesprochen) für alle Menschen die nach Frankfurt kommen, eine äußerst schlechte Visitenkarte, die die Stadt den Besuchern entgegen streckt. Andere Städte begrüßen mit adretten, lächelnden Damen, die in hellen Ankunftshallen auf weißen Marmorböden warten, Frankfurts erster Eindruck sind urinierende Junkies im verwinkelten Halbdunkel... Frankfurt stapelt an dieser Stelle sehr sehr tief. Danach kann die Stadt ja nur besser werden. (Der neue Slogan ist: Frankfurt. Der zweite Eindruck zählt!)
    Nur vielleicht wäre es auch für Frankfurt besser, wenn die Drogenszene doch in einem abgelegenen, nur der lokalen Bevölkerung bekannten Viertel aktiv ist. Das löst nicht das Problem der Stadt(!), aber etwas das Problem ihres Images.

    Der Platz sah in letzter Zeit schon etwas mitgenommen aus. Gestern wurde wohl das Gelände, vor allem dort wo sich im Frühsommer eine Seenlandschaft befand, geebnet. Macht man das als Bauvorbereitung? Ich denke eher, dass es auf eine Veranstaltung herausläuft.

    Ich kann mich der Verwunderung nur anschließen.
    Wohlgemerkt: Die Neubebauung dieses Areals ist unter anderem deswegen so problematisch (und war bei allen Entwürfen mehr oder minder unbefriedigend), weil der Denkmalschutz partout nicht auf den kompletten Abriss des Bundesrechungshofes verzichten wollte. Alle Architekten mussten umständlich um diesen Rest herum planen.
    Und nun reißt man das Gebäude de facto doch vollkommen ab (mit Ausnahme von Teilen der Fassade)... unglaublich!
    Wie ein Arzt, der seinen Patienten umbringt, indem er ihm alle Organe entnimmt, und später zu den Angehörigen sagt: "naja, die Haut konnten wir retten, das ist doch schon was!"


    Es stellt sich hier die Frage, was an dem Gebäude letztlich so erhaltenswert sein soll?
    Bisher ging ich davon aus, dass es der historische Wert ist - Frankfurt hat den Bundesrechungshof damals, glaube ich, als Ausgleich für den nicht erhaltenen Bundestag zugesprochen bekommen. Die Institution und das Gebäude waren somit gebaute Dokumente der jungen Bundesrepublik und der Stellung der Stadt Frankfurt darin.
    Ich bin ausdrücklich nicht der Ansicht, dass das ausreicht, um dieses Gebäude erhaltenswert zu machen (wenn es der ehemalige Bundestag wäre, sähe die Sache sicher anders aus), aber nun gut, ich konnte die Gedankengänge des Denkmalschutzes zumindest nachvollziehen.
    Wenn man aber den historischen Ort retten will, dann muss man zumindest auch Teile der Räume retten, wo die Geschichte ihren Lauf nahm/ wo Historisches geschehen ist. Das Gebäude als Zeugnis. Das Gebäude 'an sich' müsste erhalten bleiben. Nun bleibt davon aber scheinbar (nahezu) nichts stehen.


    Also soll die Fassade erhaltenswert sein? Ein bauhistorischer Grund? Das Stahlgerüst? Aber Stahlskelettbauten dieser Art kann man noch zu Hauf finden.
    Dann liegt vielleicht ein rein ästhetischer Grund vor? Ästhetisch war die Gestaltung in schwarz, rot, gold (wenn ich mich recht entsinne) sicher interessant, aber auch wohl kein Höhepunkt der Architekturgeschichte.


    Nehmen wir an, alles sei trotzdem irgendwie der Fall, und der Denkmalschutz hätte recht, das Gebäude zu erhalten, dann sehe ich immer noch keine Verhältnismäßigkeit gegeben. Ist es das wirklich wert? Für ein nur vielleicht erhaltenswertes Gebäude diesen Aufwand und diese Umstände zu bereiten?!
    An dieser Stelle sei wieder einmal auf die Leichtfertigkeit verwiesen, mit der an anderer Stelle bedeutendere Bauten (Rundschau-Haus) beiläufig beseitigt wurden.
    Mir scheint: dem Denkmalschutz fehlt jedes Maß.


    Hätte man nur die Fassade als Denkmal für den historischen Ort erhalten wollen, dann hätte man diese auch vom jetzigen Standort verschieben können, um somit eine bessere Neuplanung des Areals zu ermöglichen.
    Oder wie wäre es ganz einfach mit einem kleinen Denkmal, oder ein Plakette an der Wand gewesen. Hätte die es nicht auch getan?! Ach, Denkmalschutz... ich werde dich nie verstehen.

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    Naja, also ganz so einfach scheint es mir nicht.
    Damit der alte Theaterbau wieder freisteht, müsste man mehr machen, als nur die Nordfassade der Städtischen Bühnen zu kappen.
    An der Westseite des alten Theaterbaus hat man Büros angebracht - die müsste man alle entfernen. Dann ist die Frage, wohin damit? Wie von mir schon vorgeschlagen, könnte man das Problem lösen, indem man den gesamten Verwaltungsapparat der SB in eines der umliegenden Hochhäuer auslagert.
    Bei der Südseite wird es schon deutlich schwieriger. Der historische Bau endet hinter dem Bühnenturm - alles dahinter ist späterer Anbau/Umbau. Was hier schwer wiegt: In dem äußerst unansehnlichen Glotz befindet sich das Depot (meines Wissens für beide Bühnen) und das kann man nicht so einfach auf die andere Straßenseite bzw. einen anderen Ort verfrachten. Das muss - wenn man das Gelände nciht komplett neu Aufbauen will - eigentlich an Ort und Stelle verbleiben. (Sollte es anders sein, möge man mich bitte berichtigen)
    Also vollkommen 'frei' kann der Altbau wohl nicht gestellt werden.
    Die Lösung die Glasfassade des neuen Bühnenbegäudes einfach zu kappen birgt aus meiner Sicht einen ästhetischen Konflikt: Zwischen beiden Bühnen wäre ja nicht mehr Platz als maximal eine schmale Gasse. Und spätestens ab der Hälfte dieses Weges sind die beiden Gebäudeteile ineinander verwachsen. Solange die neuere Bühne in ihrer heutigen Form existiert, wird man die Ostseite des Altbaus wohl niemals ernsthaft zu Gesicht bekommen.
    Und zum Schluss bleibt die Frage, ob es wirklich ansehnlich wäre, die moderne Glasfassade so brachial zu verkürzen, die ja eigentlich die einzige Klammer ist, die dieses Gebäude-Geschwulst noch irgendwie zusammenhält. Dann hätte man endgültig ein wirres Stilsammelsurium ohne Anfang und Ende auf diesem Gelände.
    So scheint es zumindest mir.


    Ich denke, man wird sich letztlich zur Renovierung des Status Quo durchringen - weil man vor einem wirklichen Neuanfang zu viel Angst hat... der natürlich viel interessanter wäre!
    Wenn man sich für einen Neubau entscheiden würde, dann müsste man wie gesagt, erst mal Platz schaffen - die Verwaltung auslagern. Dann könnte man den Altbau Freistellen und zwischen Altbau und zu errichtendem Neubau eine anzeptable repräsentative Freifläsche oder ein Atrium/Foyer/etc errichten. Im Neubau müsste wohl viel von dem Raum geschaffen werden, der bei der Freistellung des Altbaus weg fällt - weswegen ich davon ausgehe, dass man diesen Neubau (natürlich inkl Bühne) womöglich in doppelter Höhe als kleines (breites) Hochhaus richtung neue Mainzer Str. errichten müsste. Was eigentlich kein Problem sein sollte, denn auf der anderen Straßenseite wachsen ja auch die Türme in den Himmel - das würde der Charakter der Neuen Mainzer Str. sogar noch verdeutlichen.
    Klingt für mich nach einer typischen Bauaufgabe für Rem Koolhaas, der kann sowas!
    Aber das ist ein Wagnis, das man in Frankfurt nie und nimmer eingehen wird.


    Eine Trennung beider Häuer an verschiedenen Standorten kann ich mir aus Gründen der Synegie nicht vorstellen. Und am ehemaligen Polizeipräsidium kann ich mir Bühnen irgendwie auch nicht vorstellen. Das ist doch eher eine Randlage, die irgendwann schon einen Interessenten finden wird - aber eher aufgrund der Nähe zur Messe und nicht weil sich der Ort für Opernpremieren eignet. Sehr unglamourös... finde ich.

    Wie soll man denn das (alte) Theater aus den Städtischen Bühnen im wahrsten Sinne des Wortes 'herausschälen' und gleichzeitig das über Jahre gewachsene und jüngst erneuerte Geschwülst an Werkstätten erhalten, ohne das Gebilde dann endgültig wie eine missglückte Laune der Geschichte aussehen zu lassen? Schlimmer kann es ja kaum werden, aber wäre die Lösung auch besser? Vor meinem geistigen Auge will da nichts Annehmbares entstehen - aber vielleicht mangelt es mir auch nur an Fantasie.
    Hätte man nicht erst vor kurzem wieder (teuer) in dieses architektonische 'Ensemble' eingegriffen, wäre eine Rekonstruktion des Schauspiels und einen Neubau der Oper direkt daneben sicher noch denkbar gewesen - da hätte man noch Tabula rasa machen und auf die Notwendigkeit eines großen Wurfs verweisen können. Aber jetzt wird man wieder versuchen müssen, etwas zu integrieren, das nicht zu integrieren ist.
    Außerdem hat der Komplex, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, weiter ein Platzproblem. Auch ein Neubau müsste dann wieder so viel Nutzfläche schaffen, dass ein filigraner Entwurf in weite Ferne rückt. Denkbar wäre vielleicht, die Bühnen und Werkstädten am Standort zu halten, die Büros aber in einen der umliegenden Türme auszulagern, um so den Nachfolgebau 'verschlanken' zu können.


    Wenn ich den Artikel in der FR richtig verstanden habe, ist ein Neubau sowieso nur eine von vielen Optionen, die geprüft wird. Der Denkmalschutz wird schon jede Veränderung zu verhindern wissen (wie üblich). Alles andere als eine 'Instandsetzung' des gegenwärtigen Zustandes würde mich wundern.

    Von hoffentlich rationaler Politik und irrationalen Scheichs

    Nun versuche ich mich auch mal an einer hoffentlich nicht zu langen Analyse und kurz zu deren Auswirkungen auf Frankfurt.


    Zur Berichterstattung im Vorfeld: Da hat niemand fehl-informiert. Die Medienöffentlichkeit ist den Demoskopen gefolgt, die einen knappen Vorsprung für das IN-Lager vorausgesagt haben. Was wohl die rational einfachere und sicherere Entscheidung gewesen wäre. Da konnte man sich auf die Schotten stützen: Die haben am Ende in ihrem Referendum ja auch auf Sicherheit und nicht auf Risiko gesetzt. Letztlich war das pragmatischere Konzept einer EU-Mitgliedschaft aber offensichtlich nicht anziehend genug, um gegen die Verärgerung und das Pathos eines "Independence-Days" zu bestehen. Das sollte der EU massiv zu denken geben, ob sie wirklich ein überzeugendes Konzept ist - offenbar nicht. Und nicht nur der scheidende Britische Premier hat sich die Finger verbrannt, Labour hat ebenso schlechte Arbeit geleistet, ihre eigenen Wähler von ihrer Stay-In Position zu überzeugen. Alle sind Ursache für dieses Ergebnis (von 'Schuld' oder der unglücklichen Wortwahl einer 'Britischen Krankheit', wie ich heute im ZDF einmal gehört habe, will ich da nicht reden. Das ZDF ist EU freundlich, entsprechend ist die Reaktion. Das kann man ihnen eigentlich ebenso wenig zum Vorwurf machen wie großen Teilen der englischen Boulevard-Presse, die traditionell eher EU skeptisch ist und entsprechend berichtet hat. Neutral ist, was man selbst für neutral hält).
    Was danach heute/gestern geschah ist Unsicherheit und etwas Panik, aber viel viel Schauspiel. Die einen feiern einen Sieg, der - wenn er vollkommen ausgekostet wird - ihr Land zu einem unbedeutenden Felsen im Atlantik machen könnte, und die Vertreter der EU stellen sich allen Ernstes vor die Presse und tun so, als wollen sie an UK ein Exempel statuieren. Beides geschieht aus absurden politischen Motiven. Dabei sind beide vollkommen aufeinander angewiesen. Allerdings: der aktuelle Zustand der Beziehung ist für beide offensichtlich suboptimal, also wird man einfach einen neuen finden müssen. Das muss doch kein Weltuntergang sein, eher ein Neuanfang. Ein Land das dermaßen vom Dienstleistungssektor abhängig ist muss Teil des Binnenmarktes bleiben - da werden sie die Personenfreizügigkeit letztlich mehr oder minder anerkennen müssen. Und die EU, wirtschaftlich in weiten Teilen sowieso schon angeschlagen, kann nicht auf 15-20% ihrer Wirtschaftleistung verzichten. Für die Briten wird sich bis auf ein paar weniger Abgeordnete in Stasbourg, aber auch weniger Mitsprache bei der Gesetzgebung wenig ändern. Die EU wird jenen Nationen, die nicht mehr sein wollen als Teil eines Binnenmarktes nicht dauerhaft einen anderen Status vorenthalten können, ohne ihr eigenes wackliges Konstrukt zum Einstrutz zu bringen.
    Dass das gleich zum allgemeinen Säbelrasseln in Europa führen wird, kann ich nicht nachvollziehen. Der Gedanke eines geeinten Europas ist ein schöner Gedanke, aber nur weil die Norweger nicht Teil davon sind, sind noch keine Wikingerhorden über Schweden hergefallen. Wenn etwas Krieg verhindert, dann wohl eher wirtschaftlicher Erfolg in gegenseitiger Abhängigkeit, wie auf dem europäischen Binnenmarkt und nicht unbedingt die idealistische Institutionalisierung der EU. Wie der wirtschaftliche Erfolg (möglichst vieler Teilnehmer) auf diesem Markt erreicht wird, ist eine andere Frage, aber wohl eher die, die über Krieg und Frieden entscheidet.
    Für unsere wunderschöne Stadt Frankfurt am Main wird sich wirtschaftlich wohl wirklich nicht viel ändern. Vielleicht wird es ein paar Zweigstellen mehr geben, aber mehr wohl nicht. Was mir dazu in Deutschland fehlt, ist diese schützende Hand, die die britische Regierung seit jeher über die City gehalten hat - weil deren prosperieren Grundlage für das prosperieren des ganzen Landes ist. Deutschland ist weit weniger abhängig von seinem Finanzsektor als UK, zudem gefühlt politisch insgesamt eine Nuance weiter links. Wenn die City nach Frankfurt käme, wäre sie doch vor nichts und niemandem mehr sicher. Luxembourg wäre doch das attraktivere Ziel.
    Bei allen langfristigen Überlegungen eines Homo Oeconomicus gibt es ja trotzdem noch die Panik und die Unsicherheit dieser Tage. Wenn die sich lange genug hält, kann ich mir schon vorstellen, dass der ein oder andere Scheich und Oligarch vorsichtshalber doch mal eine Wohnung in Frankfurt erwirbt - nach dem Motto: Man kann ja nie wissen, wohnen muss man da wahrscheinlich nie. Daher mache ich mir um den Frankfurter Wohnungsmarkt im Luxus-Segment, auch wenn ich, wie gesagt, sonst wenig wirtschaftliche Auswirkungen auf die Stadt sehe, keine Sorgen. Die Wohnungen im Porsche Tower werden sich verkaufen wie geschnitten Brot... bzw. wie Magnumflaschen Krug Champagner.


    Der oben genannte Artikel in der FAZ ist übrigens wirklich gut!

    Ich will das Thema nicht unnötig nochmal hoch holen, aber nach so viel Keile für den Entwurf will ich zumindest relativieren, dass diese Kritik vor allem dem amateurhaften (nicht mehr zeitgemäßen) Rendering geschuldet sein könnte - vielleicht fiele die Kritik bei den kunstvollen Schneider+Schuhmacher Bildern milder aus. Das jetzige Rendering lässt die Fassade so glatt erscheinen wie in einem Ego-Shooter aus den frühen 90ern, was mir unrealistisch erscheint. Mäckler ist gerade bei deren finaler Struktur mehr Feinarbeit zuzutrauen. Ich unterstelle ihm da mehr Fingerspitzengefühl. (Mein Vorschlag wäre ja eine einfacher, ehrlicher Lehmputz und event. etwas Efeu-Bewuchs. So etwa wie bei einem alten Bauernhaus – das würde dem Gebäude diese postmoderne, intellektuelle Kühle nehmen, ohne das Gestaltungskonzept zu zerstören.)


    Die (zugegeben wenigen) Kuratoren die ich kenne haben panische Angst vor hohen Lux-Zahlen und würden sich vermutlich auch von neuen Glastechniken nicht davon überzeugen lassen, ihre teuren Faksimile vornehmlich in einen architektonischen Glaskasten zu stellen - was die geringe Belichtung des Museums begründen dürfte. Ich mutmaße, dass Chipperfields Literaturmuseum in Marbach hierbei die Referenz ist. Natürliches Licht ist wahrscheinlich einfach unerwünscht.


    Überhaupt sehe ich in der Bunkerhaftgkeit nicht per se ein Problem: Der Tower of London kommt auch mit wenig Glasfläche daher und ist trotzdem recht schmuck. Die Proportionierung der Fassade erscheint mir sogar ok, bedenkt man dass hier eine sehr lange Straßenfassade irgendwie unterteilt werden muss (in Mäcklers erstem Entwurf war das Museum, wenn ich mich recht entsinne, nicht breiter als das Goethehaus. Der Enturf ist ja viel Kompromiss - was man selbstverständlich beklagen kann.)


    Letztlich - und das ist meine Conclusio - wird es auf die tatsächliche Umsetzung und dabei in erster Linie auf das Fassadenmaterial ankommen. Gegenwärtig ist der Entwurf noch nicht optimal (etwas zu hell und zu slick), aber da habe ich eben noch Resthoffnung in den Architekten, dem Museum am Ende etwas mehr synästhetische Tiefe zu geben.

    Es tut sich was auf dem alten Campus. Wenn ich das im Vorbeigehen richtig gesehen habe, wird der Labsaal nach einer gefühlten Ewigkeit gerade aus seinem tiefen Schlaf wachgeküsst - bevor man ihm in drei Jahren endgültig den Garaus macht.
    Die mini Recherche ergab, dass das Gebäude gerade zur (Flüchtlings-)Notunterkunft umgebaut wird - ich glaube, die Info hatten wir hier noch nicht. Für 150 Flüchtlinge zu einem Preis zwischen 150000 bis 200000 Euro, wobei die Kosten wohl für neue Notausgänge und Fenster/Belüftung draufgehen.
    Es ist sicher auch danach kein idealer Wohnraum (könnte ein zweites Farnsworth House werden), aber naja, die Stadt nimmt, was sie bekommen kann. (Und besser als die "Kreuzberger Lösung" ist es allemal)
    In Anbetracht des vorherigen Bauzustands kann es ja nur besser besser werden.

    Nur noch ein letztes Mal kurz zu dem Ornament. Ja, eine dreidimensionale Ausführung wäre schon ein Schritt in die richtige Richtung gewesen. Das Problem liegt vielleicht auch darin, dass die 'Kataloge' im Historismus umfangreicher und die Architekten in ihrer Anwendung geschulter waren. Ein heutiges BDA-Mitglied würde sich doch eher die Hand abhacken als freiwillig Fassadenschmuck an seinen Gebäuden anzubringen (inwiefern der heute durch graphische Elemente vertreten ist, ist ein Thema für sich). Ihm fehlen also Wille und Erfahrung mit solchem Bauschmuck. Ich denke, bei Franzke war es nicht anders. Der Architekt hatte kein Interesse daran, aber der Bauherr wusste, was sich verkauft. Also fügte sich Franzke in sein Schicksal und nahm ohne Begeisterung das erste Muster, das er finden konnte. Natürlich ist das reine Spekulation.
    Bleibt noch ein letzter Verbesserungsvorschlag (das war's dann wirklich): Die Palazzi orientieren sich offensichtlich am Herrmann-Schlosser-Haus, das mit einem Minimum an Ornamenten auskommt, bei denen es sich zudem eher um ordnende, die Fassade strukturierende Elemente handelt. Nur im Türsturz findet sich unter einem Zahnschnitt ein Art 'Akanthus-Palmetten-Fries'. Warum hat man diese Elemente nicht kopiert und als Hommage an dieses einfache, gelungene kleine Haus an den Palazzi angebracht? Es wäre eine wunderbare, mit dem Ort verbundene Vorlage gewesen. Und ich bleibe dabei: besser als das gegenwärtige Ornament, das sehr frei nach Dieter Wieland nur ein weiterer Italo-Jodlerstil ist.

    Ich habe einen Fehler gemacht! Ich habe allen Ernstes dem ehrenwerten Herrn Mäckler unterstellt, für diese Palazzi verantwortlich zu sein. Dabei muss sich nach meiner Mini-Recherche wohl Jo Franzke dafür verantworten.
    Ansonsten bleibe ich bei meinen Ausführungen. Ich habe (wie bereits geschildert) ausdrücklich nichts gegen ahistorisches Ornament. Ich halte die Ausführung in Fall der Palazzi nur für minderwertig und plump. Dass die Gattin des Vorstands, die die Wohnung schließlich für ihren Mann auswählen und kaufen wird, dafür kein Auge haben muss und es dabei belässt, das da oben (wenn sie's denn sieht!) einfach "hübsch" zu finden, ist keine Schande. A bisserl Italo-Flair halt. Immobilien müssen sich nun mal verkaufen und da ist ja durchaus jedes Mittel recht.
    Aber der Architekt muss sich schon Fragen lassen, ob die gegenwärtige auch die beste Lösung ist. Bei einem schnellen Blick in Franzkes Arbeiten habe ich eher den Eindruck gewonnen, es mit jemandem zu tun zu haben, der keine Disney-Themenparks baut. Und die (frühen?!) Entwürfe auf seiner Homepage für die Palazzi orientieren sich eher an der zurückhaltenden klassizistischen Gestaltung des Herrmann-Schlosser-Hauses. Da wurde wohl jemand 'zu seinem Glück gezwungen'. Ich gebe zu, ich habe noch nicht direkt neben den Palazzi gestanden - aber ist da wirklich noch mehr gegenständliches/florales Ornament am Gebäude angebraucht? Ich kann es mir schwerlich vorstellen, lasse mich aber auch eines besseren belehren. Es sind doch, den Bildern zufolge, Gebäude mit einer differenziert ausgearbeiteten Oberfläche, aber keine rokoko Weihnachtsbäume.
    Wenn man also ein Ornament an den Gebäuden zulässt, dann entweder die halb-ernst gemeinte (extreme) Variante mit der Mäckler-Venus (oder eben Franzke-Venus... oder wie wäre es mit einer Petra-Roth-Venus) oder ein zurückhaltendes von einem italienischen Meister extra für diesen Ort gefertigtes Fries. Entweder ein gegenwärtiger Künstler, oder besser ein ehrenwerter alter Handwerker aus der Toskana. Dann kann man auch im Verkaufsprospekt dessen Antlitz schön auf das Hochglanzpapier drucken und hervorheben mit welcher Qualität diese außerordentlichen Palazzi "in aufwändiger Handarbeit"(!) gefertigt wurden. Da lernt man dann, dass die horrenden Preise vollkommen angemessen sein müssen.
    Die nächstbeste Formvorlage zu wählen (die zu allem Überfluss wirklich aussieht, wie aus dem Wandtattoo-Katalog) und einfach viermal in die Wand zu fräsen ist dagegen weder dem Preis der Wohnungen, noch dem Architekten, noch der Stadt Frankfurt angemessen.

    Ich bin weder ein glühender Anhänger von Adolf Loos noch bereit jedes 'Wandtattoo' als Ausdruck individueller Ästhetik zu feiern.
    Dass die tiefere Symbolik von Ornamenten heute verloren ist und sie deswegen nur noch sinnentleerter Schmuck sind, kann man bedauern, aber es sind andere Zeiten.
    Seit der Postmoderne gibt es wohl wieder das "Recht auf Kitsch" und das nicht zu Unrecht. Ornament kann einen Bau ordnen und einordnen, ihm Ausdruck verleihen und die Architektur für die Bewohner erschließbar machen. Gezielte Ornamentik kann die Bildung zwischen Mensch/Nutzer und Architektur, die an kalten, nackten, weißen Bauhauswänden häufig verloren ging, wiederherstellen.
    ABER: Auch wenn die Symbolik und die Regeln der Kunst verloren gegangen sind, ist das kein Freibrief dem Dilettantismus. Hier am Palazzi-Beispiel hat man wohl noch irgendeinen Bauschmuck gesucht. Eine Schablone in der Größe war nicht aufzutreiben, da hat man einfach vier kleine nebeneinander gesetzt... Es wirkt wie gewollt und nicht gekonnt.
    Außerdem frage ich mich, für wen man das dort angebracht hat? Aus der Ferne dürfte es kaum auffallen und für die Bewohner ist es auch kaum zu sehen. Es hat keinerlei Bezug zum Ort oder der Zeit (Baujahr etc.) und auch keinen eigenen künstlerischen Wert. Die 'Palazzi' selbst sind eigentlich zu nüchtern gehalten, um mit zweitklassiger Ornamentik unmotiviert verunstaltet zu werden. Es erhöht bestenfalls die Baukosten - und da wäre ich dann wieder auf der Seite von Loos.
    Wenn man mutig gewesen wäre, hätte man Botticellis Geburt der Venus als Panorama aufgetragen und die Venus mit Christorph Mäckler getauscht... oder zumindest mit Johanna Quandt. Eine Spielerei, die kitschiger kleiner selbstironischer Scherz, der noch dazu recht dekorativ wäre... eben das was Ornament heute sein kann.

    Es stimmt, der Platz war nicht wesentlich größer als heute, aber die Veränderung ist trotzdem bedeutsam, wenn ich das richtig beurteile. "Ursprünglich" (also Ende des 19. Jahrhunderts) verläuft die Nordseite des Platzes (ohne die heutige Kante!) mit leichter Neigung nach Süden entlang des Doms. Durch die Bebauung von Teilen des Platzes (Google-Steetview das Haus mit dem Laden mit der Aufschrift "Liturgisches Apostolat") entsteht etwa auf höhe des Querschiffs eine Verengung, die aus dem früher langgezogenen Platz, mit mehr oder minder definierten Seiten, nun relativ kleine verschachtelte Flächen entstehen lässt. Im Zusammenhang mit der unglücklichen Straßengestaltung trägt es dazu bei, den Domplatz nicht als homogenen 'echten' Platz wahrzunehmen.
    Ich kann nur mutmaßen, aber ich glaube, die Stadtplaner haben nach dem Krieg - als sie plötzlich die riesige Freifläche im Westen vor dem Dom zur Verfügung hatten - keine Verwendung mehr für den Domplatz und haben ihn deswegen mehr oder minder aufgegeben. Wenn ich mich irre, möge man mich bitte berichtigen.
    Da man für eine Rekonstruktion oder besser einen historisierenden Neubau der früheren Nordseite den nach dem Krieg geschaffenen Baugrund wieder ... 'enteignen'(?) müsste, halte ich einen solchen Schritt für schwer denkbar.
    Es sei denn, es handelt sich immer noch um öffentlichen Grund oder das Gebäude ist im Besitz der Kirche. Dann könnte man mit Zureden und der Aussicht, an der Stelle ein Gebäude mit 1-2 Geschossen mehr errichten zu können, vielleicht etwas bewegen.

    Da es historisch vor der Westfassade des Doms nie einen großen Platz gegeben hat, halte ich die Wiederherstellung der "Enge" (und auch mir erscheint es extrem eng!) für vertretbar.
    Allerdings: Ein derart bedeutendes Bauwerk (also den Dom) zumindest auf einer Seite freizustellen und somit die Außengestaltung auch aus der Nähe erlebbar zu machen (und nicht nur den Turm aus der Ferne) ist schon mehr als wünschenswert - und das war es nicht nur im Historismus. In Frankfurt hat man das ja auch getan - allerdings nach Norden und somit den Domplatz geschaffen.
    Jetzt wo die überdimensionierte Freifläche vor der Westfassade wieder bebaut ist, wäre es daher vielleicht bedenkenswert, den Domplatz wieder aufzuwerten - eine Rekonstruktion ist wohl illusorisch. Die Nachkriegsbebauung ist (glaube ich) in Teilen näher an den Dom herangerückt, was natürlich Schade ist. Nachteilig wirken sich auch die asphaltierte Straße und die Poller auf dem Platz aus, die ihn nicht mehr erlebbar machen, sondern eher wie eine verbreiterte Durchfahrt erscheinen lassen.
    Vielleicht könnte man mit einer neuen homogenen Gestaltung (Kopfsteinpflaster?) den Platz und die Ansicht des Doms von Norden wieder ins Gedächtnis rücken.

    Irritierend ist die platzartige Gestaltung zum Wasserturm hin. Das erweckt auch den Eindruck, die Südseite sei die Hauptfassade und nicht bloß der Hinterhof. Da sollte man sich aber für etwas parkähnliches entscheiden. Aber das spielt in diesen frühen Planungen sicher noch keine Rolle.
    Auch ich halte den überarbeiteten zweiten Entwurf für besser, wenn auch im wesentlichen nur die Anmutung des Renderings verändert wurde. Wenn man das Grün raus nimmt, wirkt es plötzlich kühler und somit 'Porsche Designiger'.
    Ich hatte auf der Visualisierungen #81 unten den Eindruck man wolle Milchglas verbauen?! Wahrscheinlich sind es aber nur Wände mit Glas davor. Nun ja, etwas Milchglas und Alu würden dem Gebäude sicher nicht schaden.
    Was die Wintergärten angeht - vielleicht findet man ja eine funktionale Lösungen, wie die sich mit ein-zwei Handgriffen in einen Balkon verwandeln können.
    Gegenwärtig wirkt es so, als erhöhen sich die Glas-Brüstungen immer weiter bis in der Mitte des Gebäudes zum Teil nur noch "Luftschlitze" vorhanden. Ich kann mir kaum vorstellen, dass das so gebaut wird.

    Was wurde eigentlich aus der irgendwann mal angekündigten Bar im Turm des One-Goetheplazas?
    Das Gebäude ist doch schon längst fertig?! Von der Bar habe ich aber seitdem nichts mehr gehört... würde die Fläche den Büros zugeschlagen? Ist der Ort jetzt exklusiven Events von LV vorbehalten? Traut sich da kein Gastronom hin? Oder lebe ich einfach hinter dem Mond und allabendlich gehen da bereits die Martinis vor Skyline-Kulisse über den Tresen...?

    Aus "Eat! Drink! Shop 'til you drop!" hierher verschoben:
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    Ich will nicht zu weit vom Gastro-Thread-Thema abweichen, aber bezüglich der Belebung/Vergrößerung des Mainufers ist folgender Vorschlag der Frankfurter SPD zumindest einen Gedanken wert:
    Es wurde im Mai (und schon davor, die Idee ist nach meinem Halbwissen schon älter) vorgeschlagen, den ganzen Mainkai zwischen Alter Brücke und Untermainbrücke für den Autoverkehr zu sperren. Die Maßnahme soll dazu dienen den Platz vor dem Eisernen Steg einladender zu gestalten, hätte aber auch zur Folge, dass auf dem Straßenabschnitt eine Promenade entstehen könnte. (Dafür soll dann die Berliner Straße vierspurig bleiben, um den Verkehr aufzufangen)
    Im ersten Moment hielt ich den Vorschlag für großartig, würde er doch den in der Innenstadt schmalen Grünstreifen am Main erweitern und die Stadt zum Main hin öffnen. Auf den zweiten Blick gibt es aber an dem zu sperrenden Abschnitt hauptsächlich Wohnbauten ohne Möglichkeit zur Unterbringung von Gastronomie im Erdgeschoss. Ich glaube die einzigen gastronomischen Angebote sind dort die Rote Bar und das Seven Swans - beides nichts für breite Besuchermassen und Biergartenatmosphäre. (Ok, sehe auf Google Maps gerade es gibt noch ein/zwei Sachen mehr dort, als mir bewusst war. Klingt aber auch alles eher speziell.)
    Andererseits... existieren an dem Abschnitt ja noch ein paar Nachkriegswohnblöcke, die ja auch nicht bis in alle Ewigkeit stehen bleiben werden - vielleicht könnte man in ein paar Jahren den den Bereich mit Gastro-Angeboten in den Neubauten sinnvoll beleben. Ein bisschen Düsseldorfer Rheinufer könnte drin sein.
    Wie auch immer, ich finde den Vorschlag zumindest bedenkenswert.


    Zu dem SPD-Vorschlag ein Artikel aus dem Online-Teil der Rundschau:
    http://www.fr-online.de/stadte…eg,26042926,30765354.html