Beiträge von Marienviertel

    Warum hat man dann bitteschön im früheren West-Berlin der Straßenbahn den Garaus gemacht ?


    Es gibt keinen Ersatz für schnelle U-Bahn-Verbindungen ! In München weiß man dies !


    Was wäre Berlin heute ohne die klugen verkehrspolitischen ÖPNV-Entscheidungen der 60er und 70er Jahre, also ohne die U7 und die U9 ?

    Und nochmal - Ja zum Verkehrsmittel U-Bahn !

    Natürlich gibt es in Berlin diese fast ideologisch motivierte, negative Grundstimmung gegen den weiteren U-Bahn-Bau.


    Dies läßt sich natürlich sehr bequem mit wirtschaftlichen Zwängen kaschieren.


    Daß der Hauptbahnhof in Berlin bis auf weiteres die Endstation der aus Hönow kommenden einen U-Bahn-Linie sein soll, auf die zwei Stationen zur Turmstraße also verzichtet wird, ist nicht nachvollziehbar.


    Nun hat man den Tick mit der Wiederbelebung einer schon zu Grabe getragenen Straßenbahn entwickelt und die "Grünen" sind's zufrieden.


    Auf lange Sicht gesehen bleibt dies ein Schmarrn !

    Weiter oben hatte ich schon die städtebaulich desolate Umgebung des LP12 als Haupthindernis für eine gedeihliche Entwicklung angeführt.


    In welch traurigem Zustand sich beispielsweise immer noch die Leipziger Straße, die ja die notwendige Verbindung zur Friedrichstraße wieder herstellen soll, befindet, zeigt dieses Bild aus besseren Tagen :


    http://upload.wikimedia.org/wi…richstra%C3%9Fe,_1907.jpg


    Nicht zu Unrecht schrieb Jobst Siedler von der "gemordeten Stadt".


    Die Versäumnisse der Senatsbauverwaltung in den letzten mehr als 20 Jahren sind diesbezüglich schon bemerkenswert !

    Ja zum Verkehrsmittel U-Bahn !

    Eine U5 in Berlin ohne Durchbindung zumindest zur Turmstraße, also mit einer U9-Verknüpfung, ist und bleibt ein Witz.


    In München beispielsweise wird ein U-Bahn-Kilometer nach dem anderen aus dem (in den) Boden gestampft und in Berlin haben die notorischen Anti-U-Bahn-Ideologen das Sagen.


    Welcher Hauptbahnhof in einer Stadt mit U-Bahn-Netz ist so schlecht an dasselbe angebunden wie der in Berlin ?

    Fassadengliederung

    Leider beherzigen zu wenige Architekten die einfache Erkenntnis, wonach lediglich vertikal gegliederte Fassaden einen harmonischen und eben nicht abweisenden Eindruck vermitteln.


    Der deutlich größere Teil der dem Leipziger Platz zugewandten Fassade weist dieses Merkmal aber gerade nicht auf. Diebezüglich war die ursprüngliche Visualisierung erkennbar gelungener !

    @ Echter Berliner


    Wer allen Ernstes behauptet, daß Neubauten in Berlin, welche die häßlichen Hinterlassenschaften aus volkseigener Produktion ersetzen sollen, nur "billige Investorenarchitektur" bedeuten würden und damit im Umkehrschluß diese Relikte ihre Daseinsberechtigung bezögen, zeigt doch, daß er offensichtlich jeden Glauben an die Möglichkeit einer heute hochwertigen Bebauung in Berlin verloren hat.

    Eher Tristesse

    Seit nun fast neunzehn Jahren in Berlin, muß ich sagen, daß die zurückliegende Entwicklung des gern als Prachtboulevard bezeichnten Straßenzuges Unter den Linden eher als enttäuschend angesehen werden kann.


    Dies hat nichts mit dem augenblicklichen Zustand, welcher seit ein, zwei Jahren auf die Arbeiten im Zusammenhang mit der U5-Verlängerung zurückzuführen ist, zu tun.


    Beispielsweise wurde lediglich im Bereich Forum Fridericianum und Pariser Platz bis zur Wilhelmstraße das dringend gebotene, angestrebte neue Gehweg/Fahrbahnen-Profil realisiert.


    Im dazwischenliegenden Abschnitt ist die Umsetzung der Pläne immer wieder mit Hinweis auf die anstehenden U5-Arbeiten verschoben worden. Nun ist abzuwarten, ob bei den ersten Deckenschließungen im Zuge der U5-Erweiterung das angestrebte neue Gehwegprofil auch tatsächlich umgesetzt wird.
    Meiner Auffassung nach ist diese tiefbauseitige Neugestaltung für eine gedeihliche Entwicklung der Linden unerläßlich.


    Es ist mehr als nur bedauerlich, daß es in nun fast 25 Jahren nicht gelungen ist, die Einmündung der Glinkastraße auch durch Rückbau beidseitig neu zu gestalten.


    Wie lange brauchen die Polen noch, um ihren charmanten Botschaftsbau endlich umgebungsverträglich zu ersetzen ?


    Insgesamt gibt es zu wenige Straßenabschnitte, die eine ausreichende Verweilqualität aufweisen !


    Fazit : Bei den "Linden" klaffen Anspruch und Wirklichkeit nach wie vor zu weit auseinander.

    @ Echter Berliner


    1. Die "Edelplatten" in der Umgebung des HGHI-Projektes sind weder interessant noch schön und haben keinen "Trash-Charme".
    Sie waren ursprünglich als reine Wohnbebauung am Rande von Ostberlin gedacht und bedeuten heute auch für jene, die nicht unbedingt höhere architektonische Ansprüche bei der Stadtreparatur der Berliner Mitte stellen, eine Zumutung!


    Nicht die Forderung nach ihrem überfälligen Abriß, sondern nur das Gegenteil kann im Gewand ideologischer Überfrachtung daherkommen !!


    2. Die augenscheinlich (zunächst) abwegige Vorstellung einer Anbindung des Bereiches Potsdamer Platz / Leipziger Platz an die Friedrichstraße als Folge dieses kommerziellen Mammutprojektes stammt nicht von mir;
    Sie wurde als mit der Realisierung dieses Komplexes verbundene Hoffnung sowohl von den Projektentwicklern als auch von Senatsvertretern nicht nur auf dem Richtfest formuliert.


    3. Mit der von "Echter Berliner" geäußerten Haltung "Ich fahre einfach irgendwo hin, kauf da ein und hau wieder ab. Alles andere interessiert mich nicht. " kann ich nichts anfangen.
    Sie bildet keine taugliche Grundlage für den ja wohl bei allen Diskussionsteilnehmern zu unterstellenden, ernsthaften Wunsch nach einer gelingenden Wiederherstellung der Berliner Stadtmitte insgesamt !

    Weiterhin bin ich der Meinung, daß der Komplex es auf Dauer schwer haben wird, im heute existierenden Umfeld zu überleben.


    Umgeben von städtebaulich nur als Unorte zu bezeichnenden Arealen (nördliche Voßstraße, Wilhelm- und Mohrenstraße sowie dem Abschnitt der Leipziger Straße zwischen Wilhelm- und Mauerstraße), wird die erforderliche Grundfrequentierung langfristig nicht zu erzielen sein.


    Jene gern zitierte Anbindung an die Friedrichstraße entspringt reinem Wunschdenken.


    Die Revitalisierung einer zur Friedrichstraße durchgebundenen Leipziger Straße als Einkaufsstraße oder lediglich ihre Etablierung als Aufenthaltsort ohne permanente, visuelle Schmerzempfindungen wird nur gelingen, wenn die fast ideologisch gefärbten Vorbehalte gegen den seit einem Vierteljahrhundert überfälligen Abriß der DDR-Plattenwohnungsbau-Hinterlassenschaften über Bord geworfen werden. (Leipziger Straße und Voßstraße)


    Was für ein städtebauliches Trauerspiel ist eigentlich auf der südöstlichen Ecke der Kreuzung Leipziger- / Wilhelmstraße zu beobachten ?