Beiträge von knochenjochen

    Dekoratives Anführungszeichen

    1. Der Bau hat 5 Vollgeschosse plus Staffel, keine 6.

    2. 22 Meter sind die Traufhöhe der Friedrichstadt, nicht die allgemein zulässige Traufe in Berlin. Hier geht es um das Einfügen in das Umfeld nach § 34 BauGB.

    Die meisten Bauten in Berlin und damit meine ich vorallem alles innerhalb des S-Bahnringes, sind in etwa im Bereich von 22 m und damit der Traufhöhe.Wo auch immer die gelten mag, bezweifel ich doch stark, dass sie "NUR" in der Friedrichstadt gilt.

    Außerdem nimmt die Klugscheißerei garnicht Bezug auf die Aussagen, die gemacht wurden. Wenn anstatt vier Geschosse (Altbau), fünf (Neubau) gebaut werden, das ist qualitativ ein Unterschied als wenn anstatt fünf eben sechs eingebaut werden, wie es in Gegenden der Fall ist, wo die Bebauung etwa 22 m hoch ist.
    Also 5/4 > 6/5. Diese Mathematik sollte verständlich sein. Steht leider nicht iwo in der § 34 BauGB.

    Abgesehen davon gefällt mir der geplante Neubau eigentlich sehr gut. Ob der jetzt von Chipperfield oder sonst wen ist, ist doch reine Spekulation...

    Das mit den Bäumen gilt aber fast für jedes Gebäudeensamble bzw jeden Straßenzug. Deswegen finde ich das Argument ein wenig fragwürdig. Was nicht heißen soll, dass die noch wachsenden Bäume den Platz schöner wirken lassen. Wie groß sie doch am Ende sind und wie schön ihre Blätterkrone auch wirken mag, im Winter sieht man nix mehr davon.

    Das Steigenberger finde ich nebenbei gesagt auch nicht sooo schlecht. Auch das verdeckte Bahnhotel ist bei weitem besser als andere Artgenossen ala Meininger, das Motel One auf der anderen Seite des Hbf's oder das MotelOne, welches sie jetzt nah des Alexander Platzes hinknallen wollen.

    Tut mir leid, ich habe das rein optisch/städtebaulich bewertet. Und damit mein ich vor allem die Blockrandbebauung, die vorher nicht vorhanden war.
    Ich sehe den "Verdrängungsprozess", der in Berlin von statten geht, auch kritisch. Ich kann mich aber doch trotzdem über eine optische Verbesserung freuen. Der neue Bau ist auch keineswegs ein Meisterwerk. Aber soll ich mir jetzt Bauten wie am Kotti oder im MV wünschen? Lasst uns dochmal richtig hässlich bauen! Oder vielleicht sollte sich garnix ändern. Schön Stillstand! Am besten alles bleibt beim Alten und verfällt, hauptsache preiswerter Wohnraum ist da. Ja das wär doch die Lösung aller Probleme!
    Ich bin eher dafür, dass sozialer Wohnraum über staatliche Subventionen gefördert wird und man so zu einer gesunden sozialen Durchmischung auch in innerstädtischen Gegenden kommt, die dann nicht zwangsweise sch**** aussehen muss. Aber das Thema gehört hier eigentlich nicht in das Forum.

    ps: Woher bist du "JanM. Restrigo" dir so sicher, dass ich aus Mülheim komme, bzw. aus MüLLheim, wie du so sachlich angemerkt hattest?

    Also rein optisch finde ich, kann man nur schwer behaupten, dass der neue Bau im Gegensatz zum Vorgänger keine Aufwertung sei. Zusätzlich nimmt der neue Bau mit den seitlichen Erkern typische Formen von Berliner Altbauten auf. Somit wirkt er teilweise ganz stimmig bzw. passend zum Umfeld. Wie so oft bei solchen historismus-angehauchten Neubauten verkommt jedoch die sogenannte Beletage eher zu einer "Small-Etage", was irgendwie einen billigen Eindruck hinterlässt. Außerdem finde ich auch, wirkt der Bau sehr klobig und fett, gefällt mir aber insgesamt besser, als der der meiste Kram von Patschke und Co.
    Auch städtebaulich eine klare Aufwertung im Gegensatz zum Vorgänger.

    Deine Überlegungen machen ja Sinn und ich sehe den Trend auch ähnlich. Zumindest die Mietsteigerung in deutschen Städten geben( nach meiner Info) nach. In Köln sind die Mietpreise sogar um 10 % zurück gegangen. Trotzdem muss man das Handeln des Investors deswegen ja nicht für gut heißen, bzw. das was architektonisch/städtebaulich dabei raus kommt! Auch wenn dieses handeln aus ökonomischer Sicht verständlich wäre...

    Ich bin auch ziemlich enttäuscht. Dass der Investor nicht lange warten will, sondern möglichst schnell Profit aus dem Grungstück ziehen will, kann jeder Blinde erkennen, wenn er sich den Entwurf und auch das Konzept anschaut. Ein 0815 Shoppingcenter, was der City-West nun auf keinen Fall gefehlt hat. Drüber noch ein paar Büros und fertig ist die Kiste, die in der Umgebung echt aussieht wie ein Flachbau. Naja vllt waren wirklich die Erwartung oder soll ich lieber sagen Hoffnungen zu hoch. War meiner Meinung nach einer der interessantesten Ecken bzw. attraktivsten Grundstücke in Berlin. Deswegen auch die Erwartungen. Ein recht hässlicher Bau verschwindet, ein langweiliger ersetzt ihn....schade!
    Ich denke jedes Geschoss mehr täte dem Entwurf gut und würde der Gegend noch mehr Urbanität verleihen.

    Ich kann mich ehrlich gesagt nicht ganz mit der Fassade anfreunden. Der grüne Stein hat irgendwie die Optik eines PVC-Bodens. Außerdem wirken meiner Meinung nach diese dünnen, angehängten Steinplatten immer ein wenig billig. Besonders wenn sie durch Bauarbeiten oder Brüche entfernt werden und das drahtige Blechgerüst dahinter zum Vorschein kommt, sowie es bei den folgenden Bauten https://www.google.de/maps/place/Ber…dba8fa58c57d186 am Kapelle-Ufer der Fall ist (oder war)....

    Ich kann nicht behaupten, dass mich der Dachaufbau michvollkommen umahut bzw er mir gefällt. Aber ständig alles als "schlecht" zu bezeichnen, was einem schlicht und ergreifend "rein optisch" nicht gefällt find ich auf Dauer ehrlich ziemlich langweilig und nervig.
    Woher wollt ihr wissen, wie "bewusst" und mit welcher Absicht ein Architekt etwas entwirft?
    Solche Vorgänge sind meiner Meinung nach ein bischen komplexer als eure meist in eine Richtung gehende Kritik, die mindestest genauso schlicht ist, wie jene Fassaden, an die sie sich richtet.