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Es gibt in Deutschland keinen Fraktionszwang.
Natürlich gibt es trotzdem Druck, mit der Fraktion abzustimmen - das kann man im Einzelfall frustrierend finden, es ist für eine stabile Demokratie aber wichtig.
An der Denkmaldebatte zeigt sich wieder wunderbar, wie naiv und prähistorisch das Demokratieverständnis erschreckend vieler Menschen ist. Da geht's dann nur noch um Buzzwords wie "Freiheit" und "Mehrheit" - dass unsere repräsentative Demokratie aber so funktioniert wie sie funktioniert, weil da die Erfahrung von Jahrtausenden (wir sollten mindestens bei Platon anfangen) drinsteckt, interessiert kaum jemanden.
Ich mag das Denkmal nicht wirklich, aber als Aufhänger für Demkratieklagen taugt es nicht. Besser wäre es, mal ein paar Bücher zum Thema zu lesen. Vielleicht Platons Politeia oder Poppers Offene Gesellschaft.
Bitte nicht sinnlos den Vorbeitrag zitieren. Danke.
Bato