Beiträge von mmork

    Damit wird die Einwohnerzahl des Rudolfkiezes geschätzt grad mal verdoppelt, oder? Einerseite werden in der Ecke Wohnungen dringend benötigt, andererseits geht Stadtentwicklung irgendwie anders.

    Die Fassade aus roten Betonfertigteilen mit runden Ecken ist Alexa 2.0. Wie Arty Deco schreibt, sollte man hier bitte gestalterisch den Backstein aus der Umgebung aufnehmen anstatt den Alexanderplatz zu imitieren.

    Ich scheitere gerade daran, mir die Zugangssituation von der Warschauer Strasse aus vorzustellen. Auf der Visualisierung strömen Menschen ungehindert, in der Realität hat man dort momentan ein irrgartenähnliches Konstrukt mit mehreren Höhenebenen und jeder Menge toten Winkeln.

    PS: Doch, das würde über den Lückenschluss Tamara-Danz-Strasse zu Rudolfstrasse funktionieren.

    Dekoratives Anführungszeichen

    ...Die gesamte Parzelle zwischen Oberbaumbrücke und Elsterbrücke auf dieser Spreeseite ist mit Bürogebäuden bebaut, mit Ausnahme des zuletzt gebauten, weißen "watergate living", welches Wohnungen beherbergt. Es steht 9:1 und daraus soll nun 10:1 werden...

    Lassen wir die Bestandgebäude (ehemaliger Osthafen) mal aussen vor, so wurde von West nach Ost zwischen Oberbaumbrücke und Elsenbrücke folgendes gebaut:
    - Ein Hotel (nhow)
    - Ein Bürogebäude (Coca-Cola)
    - Ein Wohngebäude (Stralauer Alle 5)
    - Noch ein Bürogebäude (WeWork)
    - Ein etwas älteres Bürogebäude, falls man das mitzählen mag (labels)
    - Zwei Wohnhäuser (waterside living)
    - Nun noch ein Bürogebäude im Bau (dockyard).

    Also schon eine gewisse Durchmischung, und von der architektonischen Qualität insgesamt m.E. besser als der Berliner Durchschnitt. Mir gefällt das labels-Gebäude zB sehr gut an der Stelle. Das momentan im Baus befindliche Dockyards mag man als Eingangsportal (s.o. "Promenaden/Kreuzungsseite, wo eine ausdifferenzierte Gestaltung besonders erwünscht wäre") interpretieren, aber ich sehe es als das gegenteil an - die Ecke ist vom Verkehrsaufkommen her der lauteste/dreckigste/unattraktivste Uferbereich.

    Die grundsätzlichen Probleme an dieser Stelle sehe ich weniger in der riegelartigen Kubatur, sondern eher in der Mauer, die das Areal in ein davor und ein dahinter auftrennt und die angrenzende mehrspurige Strasse, die leider nahe am Ufer entlang führt. Da herrschten vorm Holzmarkt, am anderen (kreuzberger) Ufer oder meinetwegen auch in Dublin bessere Voraussetzungen.


    Gastronomie in dieser Lage wäre wünschenswert, aber die hat es dann eben aufgrund des engen Uferbereiches schwer. Ist übrigens nicht die einzige Gastroecke dort, der Mercedes-Platz ist ja gleich nebenan.

    Zur BV An der Alten Flussbadeanstalt / Flussbad (von Backstein zwei Posts weiter oben erwähnt) hier noch zwei aktuelle Fotos vom Baufortschritt des Reethauses, das auf dem Gelände Richtung Spree gelegen ist.

    44701631al.jpeg

    44701632lb.jpeg

    (die beiden Fotos von mir, gemeinfrei)


    Am Ende soll´s so aussehen wie im Bildlink von der flussbad.com Seite hier:

    Screenshot-2022-05-31-at-11.19.22.png

    Ich bin von den renderings wie einige andere hier auch sehr positiv überrascht, würde aber nicht jetzt schon Details diskutieren, wie es ElleDeBE dankenswerterweise schon getan hat. Ich denke, dass die noch viel unverbindliches Wunschdenken enthalten.

    Falls das so gebaut wird, würde es meiner Meinung nach gut zur aktuellen Umgebung passen, würde aber eher die Altbaublocks Richtung Osten/Zwinglikirche als Referenz heranziehen.

    Momentan ist das Areal übrigens nicht nur ein low density Gewerbeareal, sondern auch eines der grössten Berliner Obdachlosencamps. Und ständig vollgepisst. Und superlaut, weil da auch ein Teenie-Technoclub residiert (Matrix). Der Entwurf würde also eine Gentrifizierung im besten Wortsinne darstellen.

    Spreestudios, Köpenicker Chausee, zuletzt hier:

    Lichtenberg | Kleinere Projekte

    Das neue Holzgebäude ist inzwischen fertiggestellt und bezogen:

    Vom ehemaligen Zollgebäude (die hübsch renovierte ehemalige Platte im Hintergrund) Richtung Spree entsteht ein neues flaches Gebäuse, wohl ein Seminar- oder Tagungshaus. Auf früheren Plänen wird es als "Ritualraum" bezeichnet und ist reetgedeckt, siehe hier:

    https://www.dabonline.de/2020/11/27/pla…-marina-berlin/



    (Fotos von mir, gemeinfrei)

    Dekoratives Anführungszeichen

    ...Anscheinend/hoffentlich öffnen jetzt sämtliche Geschäfte nach und nach. Würde dem Bahnhof auf jeden Fall sehr gut tun.

    Eigentlich absurd. Dass man boxartige Geschäfte als Rettung eines neugebauten Bahnhofs ansieht, heisst übersetzt doch nur, dass die Geschäfte von der Trostlosigkeit der Architektur ablenken sollen und/oder man erhofft, dass die Inbesitznahme des (halb-)öffentlichen Raums durch Dealer zurückgedrängt wird.

    Beides eher traurig.

    Dekoratives Anführungszeichen

    The Brighter Hub

    Hier schreiten die Fassadenarbeiten des doch sehr reizlosen Baus voran, die noch fehlenden Balkone an der Gebäudekante dürften später folgen.

    Was am fertigen Bau wirklich stört ist nicht nur die reizlose Fassade (ursprünglich sollte die nachts beleuchtet sein, "brighter" halt, aber nun ists nur billiger weisser Kram), sondern dass nicht mal der Fussweg davor wieder ordentlich mit Platten belegt wurde. Da ist jetzt einfach Teer - ich habs ziemllich lange für ein Provisorium gehalten, aber das soll wohl so bleiben. Grausig.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Ich bin Donnerstag Abend da auch wieder vorbeigekommen und frage mich immer mehr, wie die Warschauer Brücke, die zunehmenden Besucher- und Verkehrsströme aufnehmen soll. Die ist doch jetzt schon am Anschlag. Wie soll das erst werden, wenn Stream und Edge in Betrieb gehen? Allein ein Shortcut in den Rudolfkiez wird dann nicht ausreichen. Die von Georges Henri verlinkte Darstellung zeigt ja, dass es eine Besucherstromanalyse / Optimierung innerhalb des Gebäudes gab, weiß jemand, ob die Verkehrsanalyse auch für das Umfeld erstellt wurde? Vielleicht etwas im Baugenehmigungsverfahren gefordert wurde?

    Die Anwohner des Rudolfkiezes sind vermutlich mehrheitlich mit der aktuellen Situation ganz zufrieden. Noch ist es hier recht ruhig. Eine Öffnung des Rudolfkiezes als "shortcut" für umliegenden Verkehrsströme sollte nicht nur den steigenden Verkehr auf der Warschauer Brücke in Betracht ziehen, sondern auch den Ausbau der A100. Durch die A100 wird nach Fertigstellung des aktuell im Bau befindlichen Abschnitts ziemlich viel Verkehr unkontrolliert Richtung Elsenbrücke / Stralauer Allee entlassen. Diese Situation wird sich erst dann wieder ändern, wenn der übernächste Bauabschnitt unterm Ostkreuz hindurch Richtung Gürtelstrasse / Storkower Allee fertiggestellt ist (falls der jemals gebaut wird). Eine Öffnung des Rudolfkiezes Richtung Warschauer Strasse würde also ziemlich viel Ausweichverkehr in den Wohnkiez bringen...

    Noch drei aktuelle Fotos der Spreestudio / MarinaMarina-Baustellen:

    40969775yu.jpg

    Planierte Fläche Ecke Köpenicker Chausee/Zur Alten Flussbadeanstalt.

    40969776vp.jpg

    Richtung Spree davon: Betonfundament für ein neues Gebäude. Das ist augenscheinlich nicht der Brandlhuber-Bau, da es etwas weiter weg vom Kreisel ist (der liegt auf dem Foto links aussen, wo gerade noch die roten Bauarbeitercontainer hinter den Bäumen zu sehen sind)

    40969780qu.jpg

    Hier entsteht ein weiteres Gebäude in Holzständerbauweise (? denke ich ?), innen war glaube ich auch ein Betonkern und -treppen. Das steht auf dem Hof zwischen den vor einigen Jahren aufgestockten und umgestalteten Bestandgebäuden (Marinamarina/ehemalige Zollbehörde und Spreestudios).

    Fotos von mir.

    Lichtenberg, aber nicht wirklich klein: Am Spreeufer, ungefähre Adresse Köpenicker Chaussee 1 , Ecke An der Alten Flussbadeanstalt entstehen mehrere grosse Gebäude. Ein Turmdrehkran, Baucontainer, eine neue Ampel, um den Bauverkehr zu leiten. Teilweise wurden schon Betonfundamente gegossen - aber kein Bauschild weit und breit? Weiss wer, was hier gebaut wird?

    Fotos von mir heute:

    40959418cc.jpeg

    40959419nx.jpeg

    Dekoratives Anführungszeichen

    Platz für den den Autofahrer bezahlt, in Form von Parkgebühren und Steuern.

    Hmmm... eigentlich wollte ich mich in die Diskussion gar nicht einmischen, weil mir das alles etwas zu aggressiv ist, aber.... das möchte ich so nicht stehenlassen. Dummerweise werden ja nicht spezifisch die Kfz-Steuern zum Bau und Unterhalt von Strassen genommen. Steuern kommen (im Gegensatz zu zweckgebundenen Abgaben) erst mal in einen Topf und werden dann weiterverteilt. Dass heisst, dass ich als Radfahrer mit meinen relativ hohen Einkommens-, Umsatz- etc. -steuern den Autoverkehr stärker finanziere als ein Mensch der wenig verdient, aber ein fettes Auto fährt (und der daher weniger Einkommens- und mehr Kfz-Steuer zahlt). Ist nicht in meinem Sinne, kann ich aber nicht ändern. Aber deshalb freue ich mich natürlich, wenn ein nun grösserer (aber immer noch wenziger) Anteil in den Ausbau der Fahrradinfrastruktur fliesst.