• Vielen Dank, paderwan, für die wunderschönen Bilder! Ich wollte zunächst eine eigene Gallerie einstellen, doch da bin ich auf deine Fotos gestoßen, die die Stadt viel umfassender wiedergeben. Nur zur Ergänzung diese Aufnahmen, die ich im September anlässlich der jüngsten "Otto"-Ausstellung angefertigt habe:

    (Alle Bildrechte liegen bei mir.)

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Das zerfahrene Stadtbild Magdeburgs ist kaum gedanklich als ein System zu erfassen. Die breiten Schneisen sind weder Park noch Straße, der Verkehr ist spürbar eine Beeinträchtigung. Dann immer wieder alte Kirchen und kleine Gebäude neben Plattenbauten und 90er-Jahren Investitionsarchitektur.

    Das gibt exakt meine Eindrücke wieder! Es fehlt eindeutig ein schlüssiges städtebauliches Konzept, das die Stadt und ihre historischen Strukturen erfahrbar macht. Man muss freilich berücksichtigen, dass nur wenige deutsche Städte in ihrer Geschichte so schlimme Zerstörungen (30-Jähriger Krieg, WW2) hinnehmen mussten wie eben Magdeburg. Gerade der 2. Weltkrieg und seine Folgen haben der Stadt übel mitgespielt und einen Abstieg bewirkt, von dessen Folgen sich Magdeburg m. E. auf absehbare Zeit kaum wird erholen können. Die Fotos in dieser Gallerie legen Zeugnis von der vergangenen Größe der Stadt ab. Man beachte den stattlichen Dom, eine der größten Kathedralen in Deutschland, und die imposanten Gründerzeitler. Magdeburg hatte einmal über 340.000 Einwohner; heute sind es nur noch gut 230.000!

    Als beeindruckend empfinde ich die gut restaurierten neoklassizistischen Prachtbauten aus der Frühzeit des DDR-Wiederaufbaus (damals war übrigens auch noch ein ca. 120 Meter hohes „Haus des Volkes“ im Gespräch). Mehr Informationen hierzu finden sich in dem entsprechenden Kapitel des Standardwerkes „Neue Städte aus Ruinen. Deutscher Städtebau in der Nachkriegszeit“.

    Hier übrigens noch ein Foto vom schönen Magdeburger Hauptbahnhof. Heute, auch das ist bezeichnend, ist die Hauptstadt des Landes Sachsen-Anhalt vom ICE-Verkehr der Deutschen Bahn praktisch abgehängt.

    (Alle Bildrechte liegen bei mir.)