... straßenmäßig auch, nur kreuzungsfrei haben sie's nicht hinbekommen. Aber ob es das nun besser oder schlechter gemacht hätte... . Heute dürften sie gern Über- oder Unterführungen für Fuß- und Radverkehr an dieser Stelle bauen.
Beiträge von chemnitz_er
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Danke an alle, die hier mit offenen Augen durch die Gegend gehen, ihre Gedanken hier und anderswo niederschreiben und sich in welcher Form auch immer für eine im echten und übertragenen Sinne schönere Stadt einsetzen.
Und natürlich kann man auch den Anspruch haben, eine Innenstadt im übertragenen Sinne als ein Wohnzimmer zu betrachten. Auch das muss nicht komplett geleckt sein aber "ein wenig" darauf achten kann man dann schon. Oder wir schmeißen uns Floskeln wie "Ist anderswo auch so", "Das haben wir schon immer so gemacht/gehabt", "Wer das anders will, ist ein Spießer", "Das gehört doch dazu" usw. um die Ohren.
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Chemnitz ist leider nicht Leipzig
... ich sehe hier leider keinen Zusammenhang zu den vorhergehenden Beiträgen, auch nicht zu einem Zentrum, auch nicht zu Chemnitz, aber interessant und schön ist es allemal.

Meine Frage von oben kann ich inzwischen selbst beantworten: Nein, die Ecke an der Zenti (Chemnitz Plaza von vorn rechts) ist seit zweieinhalb Jahren Baustelle. Kannste dir nicht ausdenken.
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Außerden wird die Fläche zwischen den Neubauten und der Fettchemie (Platnerstr. 8 ) als Baugrundstück für Mehrfamilienhäuser verkauft (Klick).
... irgendwie rückt das alles erstaunlich nahe an die Bestandsgebäude, in die die Mieter auch mit dem riesigen historischen Garten dahinter gelockt wurden. Hat vom ursprünglichen Projekt des Haupt-Bestandsgebäudes jemand Lagepläne vorliegen?
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Es ist doch Polemik, die Zustände in der Innenstadt mit einem "der will es septisch, wie im Einkaufszentrum oder Singapur" abzutun.
Ich brauche auch nicht alles auf Hochglanz, was sich aber optisch und hygienisch in vielen Ecken der Chemnitzer Innenstadt abspielt (Stadthallenbrunnen, Aufgänge aller Parkhäuser, gesamte Zentralhaltestelle*, Umfeld Nischel usw.) ist nicht vorzeig- und akzeptierbar. Dort wird sich einfach mit dem jahrelangen Missstand abgefunden. Schaut euch das doch bitte einmal mit offenen Augen an.
Zum Rest Zustimmung zu Arnolds Text oben mit dem einschränkenden Hinweis, dass es in 90% der Leipziger Innenstadt (im Sinne von im Ring) nach 21 Uhr auch sehr ruhig ist. Ebenso ist es in der Dresdner Altstadt und z.B. auch in allen Bereichen, die man in Berlin als "Innenstadt" bezeichnen könnte.
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Tolles Projekt, lange ist nicht perfekt aber doch sehr gut - Stadt, Schloßteich, Sachsenallee, Brühl, unzählige Restaurants, Edeka... alles bis 10 Min. zu Fuß.
Ich hätte mir noch etwas gemischtere Nutzung erhofft, vielleicht 'ne Fitte, einen kleinen Laden, ein Restaurant, die Niners-Geschäftsstelle, ... . Mal sehen, was das alles wird.
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... dem schließe ich mich an.
Er mag benötigt werden aber rundherum ist sehr viel Platz und höchstwahrscheinlich war er nicht auf 50 Meter genau an dieser Stelle nötig. Aber wie du schon schreibst - es passt einfach ins große Bild.
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Weitere Informationen gibt's bei Tag24. Klingt gut soweit.
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Ergänzend zur spannenden Diskussion, die ich mir hier manchmal bei weniger theoretischen Themen wünschen würde: Es gibt wahrscheinlich wenige Orte, wo man in 5-10 Min zu Fuß vom Innenstadtring in fast jeder Richtung in einer Grünfläche steht (Schloßteich, Park der OdF, Stadthallenpark, Schillerpark, Uferpark, Stadtpark...) und in 5-10 Min mit dem Auto in fast jeder Richtung im Wald. Im Ring also jeden Quadratmeter Wiese gegen angemessenere Nutzungen zu verteidigen, erscheint (mir) also in Chemnitz als besonders abwegig.
Und sowohl Bäume, als auch Grünflächen können bei moderner Bebauung gut integriert werden, auch auf Dächern oder in Lichthöfen etc.
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Genau, es ging und geht in erster Linie um die Nutzung von Fördermitteln.
Dass es für kostenlose Flächen zahlreiche Interessenten gibt, wundert mich nicht übermäßig. Wieviel belastbarer Inhalt da jeweils dahintersteht und wie nachhaltig das alles ist, wird die Zukunft zeigen. Bei einer Kneipenmeile ohne Kneipen, einem quirligen Brühl mit - sagen wir - ausbaufähiger Quirligkeit und auch bei z.B. dem Blick auf die KRACH-Projekte* und was davon letztlich übrig blieb, bin ich nur sehr verhalten zuversichtlich.
Und nochmal: Wichtiger und "wirksamer" als 3-12 Kreative mit zwei Tagen Halbtagsöffnung pro Woche in geschenkten Flächen am unteren Sonnenberg sind eventuell andere Dinge für ein tolles 2025.
*https://krach-chemnitz.eu/de spricht leider Bände - das Projekt auf der Startseite (Kombinat Lump) ist, wie viele der Projekte, Geschichte und es hat sich nicht einmal jemand die Mühe gemacht, den Verweis auf die neue Runde 2020 durch ein Statement zum Abschluss oder etwas Aktuelles zu ersetzen.
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Leider war das schon von Beginn an etwas nebulös: Wer soll in eine mittlere bis hohe zweistellige Anzahl von Flächen ziehen in einer Stadt, in der preiswerte Flächen gerade kein großes Problem sind? Vor sich hin werkelnde "Kreative" (der Begriff wird m.E. nicht näher geklärt), Gastro, kommerzielle Anbieter (Fotografen, Perlen, Läden für irgendwas)? Sind es dann wie auch auf dem Brühl teils nur stundenweise Nutzungen ohne echte Öffnungszeiten, wie verträgt es sich mit der vorhandenen Mieterstruktur, verzerrt es den Wettbewerb "echter Vermieter" und mietezahlender Gewerbe... . Was gibt es für flankierende Maßnahmen bzgl. z.B. Infrastruktur (barrierefreie Verbindung, wenn der eine Fahrstuhl auf der Hauptachse ausfällt, Fahrradwege,...), was passiert nach der Förderung... .
Insgesamt wirkt es, als solle hier in kurzer Zeit etwas künstlich erzeugt werden, was es - aus Gründen - so (noch) nicht gibt und was wahrscheinlich auch nicht so richtig funktioniert, zumindest nicht vor und nach dem großen Trubel 2025. Dabei werden die vordringlichen Themen "vor 2025" (Übernachtungsmöglichkeiten auf verschiedenen - auch niedrigsten - Niveaus, Fahrradinfrastruktur und -verleihsystem, Optik & Sicherheit Innenstadt, Frequenz der Anbindung Fernbus & Bahn, Verfügbarkeit Taxis, Anbindung der stadtnahen Viertel an die Innenstadt, Vorzeigbarkeit Kulturkaufhaus und Flächen drumherum, Museums- oder allgemein Kulturtickets usw. usf.) irgendwie zu wenig oder gar nicht angegangen. Aber wir werden sehen.
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Teilen sich bitte Stadt und Bauträger in die Kosten, um das Loch so abzusichern, dass man es 2025 als Veranstaltungsfläche, Innenstadtsdschungel, ... verwenden kann, um dann erst 2026 mit dem Bau zu beginnen? Diese Baustelle direkt neben dem Kulturkaufhaus während der Kulturhauptstadt ist eine weitere Absurdität in dieser Stadt.
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... neben coolen Konzepten für das Haus (Markt, Foodcourt, Aufenthaltsbereiche, Shop in shop,...) erhoffe ich mir auch neue Ideen für Veranstaltungen und das Umfeld.
Wenn man sieht, dass beispielsweise die Stadt und Innenstadthändler es partout nicht hinbekommen (wollen), nach dem 23.12. einen kleinen Weihnachtsmarkt anzubieten, damit z.B. die zu Weihnachten nach C in die Heimat Kommenden aber auch Touristen* (selten aber da) in den freien Tagen irgendwo einen Glühwein trinken und eine Bratwurst essen können, dann macht das Chemnitz Center einfach alles richtig. Die schaffen dort tatsächlich richtig Stimmung mit inzwischen sehr vielen Anbietern, kostenlosem Riesenkarussell usw. bis ins neue Jahr. Sowas darf es kleiner gern auch in der Innenstadt geben und bestenfalls auch wochentags bis nach 8.
*die haben teilweise in "ihren Städten" Weihnachtsmärkte bis ins neue Jahr und in der Viertelmillionenerzgebirgsstadt gibt's dann nichts außer einem leuchtenden Baum.
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Vielen Dank für die sehr schönen Aufnahmen und Gegenüberstellungen.
Als Laie frage ich mich, wie die vorhergehende Reko beim Denkmalschutz/der Stadt soweit weg vom Original durchgegangen ist. Hatten die Ordnungshüter da auch gerade zu viel mit recht beliebigen Wohnhäusern auf dem Sonnenberg zu tun oder wie ist das möglich?
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^ Ich denke selbst bei einer Rettung des Kaufhofs wird es darauf hinauslaufen: Weniger Flache, Wegfall bestimmter Segmente (CD-/Elektroabteilung im OG zum Beispiel) und dafür die (hoffentlich) Eingliederung kleinerer Shop-in-Shop-Modelle.
... die von dir benannte Abteilung ist schon seit vielen Jahren weg und wurde durch eine große Sportabteilung ersetzt. Wie alles im Kaufhof ist diese gar nicht mal schlecht ausgestattet aber eben auch irgendwie nicht so richtig der Hit.
Zum Schloßi: da ist einiges an Luft nach oben (wie leider in vielen Ecken). "Soetwas" so zentral zu haben, ist ein Traum. Leider wird zu wenig daraus gemacht. Die Optik der Gondelstation ist z.B. gruselig, die Wege sind in keinem guten Zustand. Es fehlt eine Bewirtschaftung auf der Insel und dafür wieder einmal eine ambitionierte Stadt(entwicklung). Ein Gastronom sollte z.B. einen Pavillion bauen dürfen und in diesen gehört auch eine für Kunden kostenfreie Toilette Man könnte eine Inselhälfte zum Freizeitareal entwickeln, mit Beachvolleyball, Trampolinanlage, meinetwegen auch Hochseilgarten und Sandstrand. Ist das Wasser zu belastet für Stand Up Paddle (mit nicht geplanter aber möglicher Reinfallgefahr)? Wie andere schon schreiben und ja nun wohl geplant ist, muss auch im Umfeld viel passieren - Lückenschluss, Bebauung der (von wem genutzten, öffentlich ist sie nicht?!) Parkfläche neben der Turnhalle in absoluter Bestlage usw. Was auch fehlt ist das leidige Thema Fahrradinfrastruktur, Fahrradfahrern wird es zwischen Schloßberg und -teich durch die Verkehrsinseln und dadurch Straßenengstellen richtig schwer, weil gefährlich gemacht.
Viele Ideen. Legt mal los.
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Heute klingt es in den Lokalmedien schon wahrscheinlicher und konkreter. Einen Plan B und bestenfalls C braucht es schon, um dieser
ätzenden StrategieVorgehensweise von KarstadtKaufhof nicht ausgeliefert zu sein. Nun spricht man von 40 von 131, hat also eine konkrete Zahl aber es soll noch unklar sein, welche man meint?! Da geht es doch wieder um Förderungen, Mietminderungen und sonstige Spielchen.Die Kaufhof-Fläche hat gegenüber anderen Innenstadtlagen einen entscheidenden Vorteil: Sie ist mit dem Auto besser zu erreichen, als sogar manche Händler auf der grünen Wiese, eine Warenausgabe könnte man direkt "in einen Kofferraum" realisieren. Das heißt, man könnte auch mal wieder bei Porta anfragen, vielleicht mag auch Saturn umziehen und kann dann besser Großgeräte verkaufen. Oben ein Restaurant zu belassen wäre auch toll, gern zusätzlich mit angeschlossenen größeren Gästeappartements, vielleicht sogar mit Übergang auf einen Außenbereich auf dem obersten Parkdeck (da war mal der bisher coolste "Beach" der Stadt). Ideen gibt es sicher einige, jetzt müssen Stadt und Immobilieneigentümer zusammen etwas austüfteln. Dabei darf ruhig gesponnen werden, wir sind ja nun Kulturhauptstadt und können uns Rumgeklapse besser denn je erlauben. Also gern eine riesige Rutsche aus dem Restaurant in eine Bällebad auf dem Marktplatz. Gern auch eine ganzjährige Rollschuhbahn oder einen Indoorstreichelzoo, Minigolf oder eine Kartbahn für einzelne nicht durch Händler genutzte Bereiche.
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... da wüsste ich nur Halbwahrheiten, ich glaube aber gehört zu haben, dass dort diesen Sommer nicht soviel los war und sich der Betreiber eher auf andere Dinge konzentriert. Was da Ursache und Wirkung ist, weiß ich nicht, vielleicht wissen andere mehr.
Die GGG könnte eine Großplatte in L-Form mit Akzenten aus der Blauskala hinsetzen. Die Häuser gegenüber gefallen mir für Neubauten ganz gut, vielleicht fragt man die nochmal.
[Oder wir koppeln an der Zentralhaltestelle aus dem ÖPNV die Buslinien mit ungerader Zahl aus und bauen dort vier Bussteige und verbreiten medial, dass das so eine riesige Verbesserung, weil direkt an den Schiffsverkehr angeschlossen ist. Dann nur noch zwei Fahrstühle und den ebenerdigen Weg über Bahnhofs- und Annaberger Straße weg - perfekt].
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... das begrüße ich auch sehr und möchte mich dazu selbst zitieren (aus April 2019):
Kurzkonzept von mir:
- (selbstverständlich) Abriss der Reifenhandelbaracke mit entsprechender Finanz- und Flächenentschädigung
- Umsiedlung des Uferstrandes von der aktuellen - ungeeigneten - Stelle an die Fläche am Viadukt mit Auflagen dazu, wie die Bebauung sein sollte
- Vergabe der Filetfläche Uferstrand an potente InvestorenDa der Uferstrand aber anscheinend sowieso nicht mehr lange bestehen könnte (war die Gastro dieses Jahr überhaupt geöffnet?) ist die jetzt skizierte Idee erfreulich und ja relativ nah dran.
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Danke für diese interessante Zusammenstellung.
Ein weiteres Problem beim "Wie weiter" ist aus meiner Sicht, dass eine Umwandlung des KH in mehrere und/oder attraktivere Geschäfte auch dazu führen kann, dass sich Menschenströme noch mehr ins Innere verlagern. Schon jetzt spielt sich ein zu großer Anteil des Treibens in der Stadt in der abgeschotteten Galerie Roter Turm ab, außerhalb der Marktzeiten kann man auf dem Markt herrliche Fotos ohne Menschen machen, wie sonst in keiner anderen Stadt.
Auch die Verwendung für "Kulturelles" ist schwierig - das Erdgeschoss des tietz zeigt, wie trost- und ideenlos das dann aussehen kann.
Wie schwer man sich mit solchen Immobilien tut, kann man im sonst florierenden Leipzig sehen - im ehem. Karstadthaus scheint jetzt langsam eine Nachnutzung (Büros, Coworking,...) in die Gänge zu kommen.
Insgesamt braucht's sicher Ideenreichtum und Gestaltungswille, vielleicht die oberen zwei Etagen Apartment-/Boardinghaus und Büros & Coworking, eine Etage flexibel für Ausstellungen und Veranstaltungen auch im Rahmen der Kulturhauptstadt und eine für einen Ankermieter, der wirklich zieht. Da muss man den Tatsachen ins Auge schauen: Das könnte z.B. Primark sein. Bestenfalls im Erdgeschoss markseitig eine gastronomische Nutzung. Irgendsowas. Meinetwegen kann auch der Fahrrad XXL rüberziehen und die Markthalle für vernünftigere Nutzungen "freigeben".
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Es ist wenige Meter Luftlinie (!) von den Gleisen entfernt, stimmt. Laufweg ist ein Vielfaches. Dass das Terminal vom Ausgang, anders als in der Skizze, oberhalb ist, habe ich hinter dem Link schon erwähnt. Stadtwärts müssen es ja auch unbedingt Parkplätze sein (auch das spricht Bände, Autofahrer können nicht durch den Bahnhof laufen?). Nimm dir dieser Tage gern einen 20kg-Rollkoffer, ein Kind und/oder ein Fahrrad und dann gehe Mal von 70 Meter stadtauswärts vom Zugang Dresdner Straße (da liegen realistisch die hinteren der vier Abfahrtsteige) bis zu Citybahn oder zum aktuellen Busbahnhof, um ins Chemnitzer Umland zu kommen. Der Bahnhof wurde großzügig in Richtung Georgstraße/Busbahnhof geöffnet, inkl. Rolltreppen und eben nicht nur Fahrstuhl, um dann wenige Jahre später eben diesen Zugang veröden zu lassen. Und ich sage ja nicht, dass der Status Quo viel besser ist, was Laufwege angeht. In der Summe aller Faktoren (ich zähle jetzt nicht zum x-ten Mal auf) sind der Status Quo und mehrere andere Lösungen aber besser, als der jetzt eingeschlagene Weg.
Dass du Bahnen nach Hof oder Berlin anführst, zeigt leider dein Verständnis der Sache. Warum sollte jemand mit Flixbus kommend mit einem Zug nach Berlin weiterfahren (oder andersherum)? Dahin fahren Flixbusse. Wenn man mit Fernbus kommt oder zu diesem will, sorgen die anderen Angebote für die letzten oder ersten - sagen wir - maximal 100 km. Und ich befürchte, dass die Entscheider von den realistischen Szenarien entweder recht wenig Ahnung hatten oder die anderen Angebote "schützen" wollten. Leider sind das im Falle von Chemnitz aktuell exakt 2 Intercity in die große weite Welt und eben die Straße. Und heute Mittag fuhr ein grüner Bus nach München an mir vorbei. Der hätte mich knapp 6h und 28€ gekostet. Die Bahn ist immerhin 'ne Stunde schneller, kostet aber das Vierfache und lässt mich erst nach Leipzig (!) fahren.
Was hast du zu Tourismusaufkommen geschrieben? Zwei Szenarien (neben "es bleibt wie es ist, wo man es lassen könnte, wie es ist): (1) Zukünftig kaum Fernbusse, weil plötzlich super Bahnanbindung und/oder keiner will herkommen; (2) Plötzlich eine dreistellige Anzahl Fernbusse/Tag. In beiden Fällen ist das "Terminal" so weniger geeignet, als andere Varianten, zum Beispiel die von dir "nebenan" benannte ziemlich schicke Hallenser Lösung ebenerdig zum Bahnhof, zur Stadt und für Regio- und Fernbus und mit umbautem Warteraum oder eben auch: so lassen, aufhübschen.