Beiträge von chemnitz_er

    Das Thema ist aus meiner Sicht irgendwo zwischen diesem Thread und "Zentrum", gern verschieben, wenn gewünscht.

    Ich bin gerade über eine Immobilienanzeige gestolpert und habe Fragen. Die Anzeige: https://www.immobilienscout24.de/expose/151797124

    Ich kann nicht sicher sagen, wo das ist. Allerdings kenne ich in Chemnitz schon mehrere Beispiele in verschiedenen Stadtteilen, bei denen in vergleichbarer Situation auch "mit Lücke" gebaut wurde. Das mag für die Bauherren und künftigen Mieter oder Eigentümer wünschenswert sein, warum aber erteilt die Stadt für soetwas eine Genehmigung und ist das in anderen Städten auch so? Sollte nicht versucht werden, Lücken zu schließen, Innenhöfe und Fronten herzustellen, für die Optik, Schallschutz, tolle lebenswerte Höfe? Ich verstehe es so, dass das gesamte Grundstück verkauft wird, denn es werden ja für alle drei Teile schon Nutzungen vorgeschlagen.

    Zu den Straßenbahntrassen habe ich an anderer Stelle hier schon erwartungsvoll gefragt, was diese Investitionen rechtfertigt, leider ohne so richtige Antworten, trotz meinem Gefühl nach einiger Befürworter im Forum.

    Ja, sie bringen vergleichsweise viele Menschen mit einem Fahrer und weitestgehend unabhängig von Autostaus von A nach B. Aber: Die Trassen sind (so, wie in C gebaut) sehr raumgreifend; auch Busse könnten schon mit Strom oder Wasserstoff fahren; bald können Busse, ebenso wie Bahnen, autonom fahren und damit auch unabhängig(er) vom Busfahrerarbeitsmarkt; Busse sind sehr viel flexibler bei Straßensperrungen (Bau, Veranstaltungen,...), quietschen nicht in Kurven, können nach bedarf neue Strecken fahren oder Haltepunkte aufnehmen.

    Nochmal zum Fahrrad: Diese vorgeschobenen Prestigeprojekte machen mich echt sauer, wenn ich mir die sonstige Fahrradinfrastruktur anschaue. Die StraNa (mit teilw. überbreitem Fußweg) könnte man z.B. wahrscheinlich ohne größere bauliche Veränderungen mit dem Wegfall von einigen Parkplätzen fast durchgängig mit Radwegen ausstatten.

    Dazu passt auch das leidige Thema des fehlenden vernünftigten Fahrradverleihsystems, wie es quasi fast jede ernstzunehmende Stadt hat. Und wir sind in fünf Monaten Europäische Kulturhauptstadt.

    Langsam ist es wirklich schwer zu ertragen, wie auffällig wenig für Radfahrer getan wird, die konkret von A nach B wollen oder müssen und wieviel für Freizeitradler oder Menschen, die zufällig gerade die wenigen festgelegten Prestigeradwege in ihre Arbeits- oder sonstigen Wege einbauen können. Zumal (zumindest mir als Freizeit- und Pendel-Radler) der Übergang an der Kalkstraße mit einer der wenigen vernünftig dimensionierten Verkehrsinseln der Stadt nicht wehtut.

    Hat einmal jemand konkret bei der Stadt nachgefragt, warum immer und immer wieder Straßen neu gemacht und dabei Fahrräder weitestgehend ignoriert werden? Daran, im Bestand Fahrradinfrastruktur zu ergänzen, glaubt ja sowieso niemand mehr wirklich.

    Nein, wir müssen genau jetzt und an dieser Stelle erstmalig anfangen und die Quadratur des Kreises anstreben - Architektur auf Weltniveau, Funktionalität in der Nutzung und für das Umfeld und niedrigste Kosten. Danach ist es dann auch wieder egal, dann können wir wieder gesichtslose Bürohäuser oder viel zu große Pflegeheimarzthausparkhauskolosse hinstellen.

    (Jetzt gerade in Bezug auf den Neubau einer Halle (auch) für diese Mannschaft mit dem schlechten Ruf der Stadt als Argument anzufangen, wirkt geradezu lächerlich. Zu einer Verbesserung des Rufes dieser Stadt haben die Niners sicher mehr beigetragen, als nahezu alles, was in diesem Forum besprochen wird.)

    waldkauz, Saxonia und Arwed, es wäre schön, wenn ihr einmal wirklich auf meine Punkte eingehen könntet.

    Ist die Stadt zur Niners-Rückkehr oder zum Kaiser-Konzert zusammengebrochen, tut sie das zu Hut-, Weinfest oder Weihnachtsmarkt? Wie steht ihr zu öffentlichem Nah- und Fernverkehr oder Fahrrädern? Sind Tiefgaragen in Innenstädten das ultimativ Böse? Wie steht ihr zu neuen Museen oder einem Theater in der Innenstadt? Haltet ihr es bei einer Multifunktionshalle für unmöglich, sie halbwegs schick zu gestalten, bei der benannten Hochkultur aber nicht? Und einmal im Ernst: Der Standort wäre umgeben von Mühlenstraßenplatten, Opernhaus-Wirtschaftsgebäude, IHK-Gebäude und Parteifalte. Trister geht es nicht. Ich weiß nicht, wie ehrlich ihr zu euch selbst seid, wenn ihr von diesem Quadranten städtebaulich so überdurchschnittlich viel fordert und erwartet. Wo sind die konkreten Pläne für diese konkrete Ecke und wo ist da der gerade Weg aus der Innenstadt zum Brühl?

    waldkauz, die Niners spielen seit weit über einem Jahrzehnt vor über 1.500 Zuschauen, auch in der zweiten, davor in der dritten Liga. Irgendwie wirkt es wirklich, als wolltet ihr ohne nachvollziehbare Argumente verhindern, was euch inhaltlich nicht gefällt.

    Ähnliches Engagement hätte man sich z.B. gewünscht, als der neue Schillerplatz mit diagonal nur noch wassergebundener Decke auf geschlängeltem Weg vorgestellt wurde. Da wird gerade ganz konkret die aktuell kürzeste Verbindung zum Brühl verschlechtert. Und es ist richtig, dass die Wegeverbindungen in Chemnitz teilweise sehr fragwürdig sind. Paradebeispiel sind sechs schlecht abgestimmte Fußgängerampeln (bei nur einer echten Straße - das schafft nur Chemnitz) für die 200 Meter von der Ecke Mühlen-/Brückenstraße zu den Pinguinen an der Inneren Klosterstraße. Die Direktverbindung an der Stadthalle vorbei direkt zum Roten Turm hat man vor Jahren für einen geschlossenen Wirtschaftshof ganz aufgegeben. Das dann jetzt bei der möglichen Halle als Argument anzuführen, weil sie (eventuell) einen Knick in einem nie existenten direkten Weg zum Brühl erzeugen könnte!? Sorry, aber das wirkt schon sehr vorgeschoben.

    Was spricht denn alles so konkret dagegen? Wird die Halle zu selten genutzt oder entsteht durch sie ständig Verkehrs- und Parkplatzchaos? Bauen wir nicht Citybahnen, Fernbusterminals usw. usf. für mehr öffentlichen Nah- und Fernverkehr, ist der Standort nicht zu Fuß unter 10 Minuten entfernt von Zentralhaltestelle, Hauptbahnhof, Fernbusterminal, neuem und altem Busbahnhof?

    Ist mehr weitestgehend fensterloser Raum umbaut, als bei einem Schauspielhaus? Sind architektonisch schlechtere Ergebnisse zu erwarten, als beim Super8, beim Technischen Rathaus oder am Düsseldorfer Platz? Sind weniger Fenster und Eingänge (3) zu erwarten, als an der Galerie Roter Turm?

    In den großen Saal der Stadthalle passen gut 3.000 Personen, beim Kaiserroland auf dem Hartmannplatz waren 12.000 Besucher, beim Hutfestival 55.000 und bei der Rückkehr der Niners auf dem Rathausplatz 10.000. Das Kosmos nächste Woche wird auch locker eine fünfstellige Besucherzahl haben.

    Also nochmal: Was ist die Angst: Zuviele Menschen in der Innenstadt oder eine zu geringe Nutzung eines aktuell gar nicht genutzten Hinterhofs?

    Was genau spricht also so richtig dagegen? Die tolle parkartige Wohnanlage zwischen den Großplatten, die alsbald realisiert wird und schon in der Schublade liegt? Was darf ich da erwarten? Wo waren die Investoren dafür in den letzten drei Jahrzehnten und wie realistisch ist das wirklich?

    Arwed, deinen Beitrag zum Konzept von AS+P habe ich erst jetzt richtig wahrgenommen. Dieses Konzept ist ja bekannt. Bisher wurde ziemlich viel getan, um sich von diesem zu entfernen. Irgendwie ist das also auch kein besonders stichhaltiges Argument, zumal der Baukörper direkt hinter der Parteifalte in der Grafik "Städtebauliche Zukunftsvision" nicht so weit weg sein dürfte von einer möglichen Hallengröße. Einen geraden Verlauf zum Brühl wird man nicht hinbekommen. So kann mit einem Niners-Café und -Fanshop, einer Pizzeria und einem Burgerladen an der Stirnseite der Halle dort für dauerhaft Frequenz gesorgt werden.

    Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass hier einige starke Befürworter für beispielsweise ein neues Museum wären, was am Ende im Jahr soviele Besucher hat, wie eine Basketball- und erst recht Multifunktionshalle in einem guten Monat. Und es hätte ein ähnliches Bauvolumen, keine Fenster "bis innen" usw. Völlig unverständlich, dass Konzerthallen, Museen, Opern- und Schauspielhäuser in Innenstädten gebaut wurden und werden.

    Also jetzt ernsthaft, ihr Lieben: Was genau ist das Problem, ist Basketball doof?

    Noch abschließend: Die Halle wird vermutlich zu teuer. Der aktuell bevorzugte Standort ist nicht ideal, keiner ist das. Aber keines der vorgebrachten Contra-Argumente finde ich wirklich überzeugend.

    Ich wurde wohl missverstanden. Meinetwegen gern einen großen Palast für die erfolgreichste Chemnitzer Sportmannschaft. Mein Punkt ist: Das Projekt sollte jetzt nicht mit dem dubiosen Grund gekippt oder kleingeredet werden, die Halle müsse optisch mit Museen und Opernhäusern mit Weltrang mithalten und den daraus abgeleiteten Kosten.

    Darüber, ob sie dort gut aufgehoben wäre, kann man weitere Bildschirmseiten lang diskutieren. Aber wenn über Jahre und Jahrzehnte gesagt wird, man könnte irgendwo etwas entwickeln, dann erleben wir das voraussichtlich selbst nicht mehr. Gern dürfen sich Projektentwickler z.B. am gesamten Gebiet zwischen Schlossteich und Haase-Färberei austoben oder am Uferstand, an der Waisenstraße,... . Jetzt das bei diesem - nochmal: Jahrzehnte ungenutzten - Hinterhof vorzuschieben, ist doch ziemlich abenteuerlich. Und auch die direkte Brühl-Verbindung hat bisher keinen ausreichend interessiert und die indirekte Brühl-Anbindung wird z.B. durch den neuen Schillerplatz verschlechtert. Aber das steht in diesem Forum schon in unzähligen Beiträgen. Trotzdem kommen so Sachen immer wieder als Argument, wenn es gerade in den Kram passt.

    Danke für die interessanten Informationen.

    Und nochmal meine Leier: Warum nun gerade in diesem mehrere Jahrzehnte unbeachteten Hinterhof der kostentreibende (und damit das ganze Projekt gefährdende) optische Anspruch besonders hoch gehängt werden muss, während er das an stark exponierten Stellen der Stadt (Bahnhofstraße, Düsseldorfer Platz) regelmäßig nicht wird, erschließt sich mir nicht.

    Mich irritiert, wie lautstark sich geäußert wird mit Bedenken, die zum Beispiel bei einem Neubau eines Schauspielhauses wohl keiner so lautstark geäußert hätte, obwohl dieses von den Auflagen her ganz ähnlich gelagert sein sollte. Der Baukörper insgesamt wäre sicher spürbar kleiner, die Herausforderungen - fensterlosen Raum von außen schick machen, Höhe, ununterbrochenes großes Volumen etc. - sind aber wohl vergleichbar. Dass anderswo stadbildprägend unschön gebaut wird, sorgt auch hier regelmäßig nur für eine Randnotiz. Das technische Rathaus belebt die Innenstadt auch kaum, die Optik wertet nichts auf und es steht an zwei der wichtigsten Straßen der Stadt.

    Die regelmäßig spitzen Worte von arnold, in diesem Fall zu meinem beispielhaften Einwurf eines neuen kleinen und eingefassten Platzes z.B. auch für einen alternativen Weihnachtsmarkt, kann ich nicht nachvollziehen. Genau das passiert auf dem Düsseldorfer Platz, der optisch an Tristesse kaum zu übertreffen ist.

    Und zu den großen Bauvolumen und dem Interesse an Kleinteiligkeit: Das hat am Getreidemarkt nicht geklappt, beim Technischen Rathaus nicht, auch nicht bei eins und bei der neuen Johannisvorstadt zeichnet sich ähnliches ab. Spannend, dass das dann bei einer Halle im seit Jahrzehnten ungenutzten Hinterhof (für den diese Nutzung auf weitere Jahre die einzig realistische zu sein scheint - wer glaubt denn ernsthaft an ein kleinteiliges Kulturquartier oder baldigen gehobenen Mietbau zwischen Platten und Theaterplatzhinterhofcharakter?) so ein riesiger Aufreger ist. Realistischerweise kommt da eher noch ein Supermarkt, ein Parkhaus und ein Altersheim.

    Ich habe nichts gegen andere Standorte, mir fallen auch weitere ein (unterhalb oder hinter der Sachsenallee, am Uferpark neben dem Schloßteich, verschiedene Orte an der Neefestraße, neben dem CFC-Stadion - zwischen Engelmannteich und Forststraße müssten gar nicht soviele Bäume fallen - oder wir planieren eine der zahlreichen unausgelasteten Gartensparten). Kompromisse wird es überall geben müssen aber die ganze Diskussion um zu große Baukörper oder die Optik einer Halle ist doch einfach unsachlich.

    Ausdrücklich danke für die Visualisierungen PiTTi und waldkauz, sie zeigen, dass da etwas geht.

    Ohne nochmal zuweit ins Detail gehen zu wollen: Im Umfeld könnte die misslungene Kneipenmeile Platz finden (mit ausreichend Abstand zu Senioren in GGG-Häusern), auch die Gastronomie im Nischel-Umfeld und auf dem Brühl würde unterstützt. Selbstverständlich könnten im Außenbereich Sportanlagen und Spielbereiche entstehen. Das passiert in anderen Städten an vielen Orten, in Chemnitz geht das irgendwie immer nicht. Warum man ein Riesenstadion ohne Mehrfachnutzung ins Wohngebiet bauen kann, eine geschlossene und damit weniger lärmende echte Mehrzweckhalle aber mit der falschen "nur 2 Spiele pro Monat"-Aussage ins falsche Licht rückt, erschließt sich mir nicht. Und auch nochmal: Für hochpreisige Wohnbebauung benenne ich gern noch viele mögliche Orte in der Innenstadt (angefangen werden darf mit der wirklich schlecht genutzten Parteifalte). Ob das dort dahinter ideal ist, darüber kann man sowieso streiten. Und irgendwie schätze ich das auch anders ein: Allein Wohnraum sorgt noch nicht für Nutzung der Innenstadt, wenn dann die besser Situierten aus der Tiefgarage ins Umland oder nach Leipzig fahren. Benötigt werden Verweil- und Freizeitgestaltungsmöglichkeiten. Nach dem Weihnachstmarkt konnte man in der Chemnitzer Innenstadt noch an genau einer mir bekannten (recht versteckten) Stelle Glühwein im Freien trinken - offiziell auch nur bis 22 Uhr. Eislaufen oder Eisstockschießen oder irgendetwas anderes, außer Wollsocken, Essen und Trinken gab es einfach nicht. Warum also nicht eine echte Kneipenecke mit einem neuen Platz und einem kleinen gesonderten Weihnachtsmarkt im Winter, mit Eislauffläche usw. zwischen der Halle und der StraNa. Da fallen uns schon Nutzungen ein, in der Halle und auch drumherum, wenn in def Halle mal nichts passiert.

    Also von mir: Anfangs fand ich das eine ziemliche Schnapsidee, je mehr ich darüber dachdenke, desto besser wird es.

    Na seit wann verwenden wir denn solche Wörter? :rolleyes:

    Ich habe keine Ahnung, ob das ein besonderes Kennzeichen europ. Städte ist. Offensichtlich ist aber meines Erachtens, dass es für Menschen von außerhalb des Kernzentrums wenige Anlässe gibt, dieses regelmäßig zu besuchen, außer für Konsum in mittelmäßiger Ladenvielfalt, für Gastro oder Kulturangebote (mehrheitlich für ein eher älteres und finanziell besser gestelltes Publikum) in der Stadthalle. Es gibt im Kernzentrum keinen Billardtisch, keine Bowlingbahn, keine mir auf Anhieb bekannte Tischtennisplatte, keinen vernünftigen Spielplatz oder eine Sporteinrichtung, weder als Besucher, noch als Teilnehmer. Von Beachvolleyball- oder Basketballplätzen, Eislauffläche oder Indoorspielplatz, brauchen wir gar nicht anfangen. Eine Ecke in der man im Café sitzend seinem Kind beim Toben auf Wiese oder Spielplatz zuschauen kann (was es in anderen Städten an jeder Ecke gibt), sucht man in der gesamten Inennstadt vergebens. Dass es exakt ein Restaurant gibt, von dem man auf den Fluss schauen kann (der an dieser Stelle zuwuchert und vermüllt), ist ein bekanntes Thema und auch ein Missstand.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Alles, was den Freizeitwert des Kernzentrums erweitert, mehr und anderes Publikum lockt usw. ist doch gern gesehen?!

    Ja, jetzt wird's wirklich interessant, ja geradezu abenteuerlich. Die verschiedenen Sportarten auf dem Eis wissen jetzt schon nicht, wie sie mit den Hallenzeiten zurecht kommen sollen, Eissaison ist ebenso, wie Basketballsaison, im Winter und die Spiele und Aufführungen zu ähnlichen Zeiten, wie übliche Basketballspiele (wird dann schnell abgetaut oder spielt die beste deutsche Basketballmannschaft einfach auf Eis... mit Spikes vielleicht?!) und vor allem ist ein Eishockeyfeld ziemlich genau doppelt so lang und doppelt so breit, wie ein Basketballfeld. Wir könnten ja noch American Football und Schwimmen mit unter dasselbe Dach planen.

    Sorry, aber in einer Stadt mit (erfeulicherweise!) Opern-, Schauspielhaus, zahlreichen weiteren kleinen und großen Bühnen, diversen Kinos usw. darf vielleicht jede Sportart, erst recht erstklassige, eine entsprechende eigene halbwegs brauchbare Anlage haben?! Ich wüsste auch nicht, wieso es gut sein soll, Basketball, Eishockey, Fußball usw. nebeneinander oder sogar unter einem Dach vor insgesamt weit über 10.000 Fans fast gleichzeitig Samstagabend spielen zu lassen. Da geht jede Infrastruktur in die Knie. Gibt es soetwas in anderen Städten?

    Dekoratives Anführungszeichen

    Du kannst Deine Angriffe auf den Ministerpräsidenten wieder einstellen (zumindest aus dem Anlass), dazu hat piTTi schon alles erklärt.

    Weil kt_kb die Parkplatzsituation als unlösbare Hürde sieht: Das Problem existiert meines Erachtens gerade dort nicht. Für sehr viele Chemnitzer aus Zentrum, Kaßberg, Schloßchemnitz, Sonnenberg etc. wäre eine Halle in der Innenstadt sogar fußläufig erreichbar, für fast alle absolut perfekt mit dem ÖPNV. Dazu kommen noch viele Zug- und Busverbindungen ins Umland - besser könnte die Anbindung ans Bus, Straßenbahn und Schienennetz gar nicht sein. Der Modal Split wird sich ganz anders darstellen als in der Messe, wo ein extrem viel größerer prozentualer Anteil mit dem Auto hinfahren muss.

    Zudem sind die Termine in der Regel auch zu Zeiten, wo die vorhandenen Parkhäuser und Tiefgaragen im Zentrum nicht mehr für Shopping oder Berufsverkehr genutzt werden. Man würde hier somit keinerlei zusätzliche Infrastruktur benötigen und die Auslastung bestehender Anlagen steigern. Die Parkplatzsituation ist schon beim CFC auf dem Sonnenberg bei ausverkauften Spielen mit 15.000 Zuschauern kein echtes Problem - unter anderem durch die Nutzung der Sachsenallee-Parkplätze, und die wären auch die paar Meter die Straße der Nationen runter noch eine machbare Abstellmöglichkeit.

    Wie gesagt hielte ich den Schloßteich auch für eine relativ vergleichbare, möglicherweise sogar bessere Option, aber eine innenstadtnahe Halle finde ich aus städtebaulicher Sicht absolut zwingend. Sie wäre ein Bekenntnis zur europäischen Stadt, in der alle Lebensbereiche nebeneinander existieren und sich gegenseitig befruchten. Nichts wäre schlimmer als eine weitere kostenintensive Zersiedlung durch eine Auslagerung in irgendwelche Randbereiche, die dann nur mit dem Auto sinnvoll erreichbar sind (und wo man dann erst recht ewig im Stau steht).

    Vielleicht haben wir ja Glück, dass der Freistaat die Flächen hinter der Parteifalte endlich abgibt, die Halle trotzdem am Schloßteich gebaut wird, und dann die Stadt mit den sich bietenden Möglichkeiten eine große städtebauliche Neuordnung zwischen Brühl und Zentrum ermöglicht? Huch, jetzt habe ich kurz den Kontakt zur Chemnitzer Realität verloren.

    ... quasi uneingeschränkte Zustimmung von mir. So sehr ich für einen Anschluss des Brühls bin aber nachdem man die Speer-Pläne weitestgehend ignoriert, den Schillerplatz eher als Hindernis, als als einen Verbinder baut, fatale Leerstände auch in GGG- und Freistaatserdgeschossen seit Jahr(zehnt)en ignoriert, wüsste ich nicht, warum man gerade dort jetzt die Verbindung zum Brühl und die Kleinteiligkeit predigen und vorschieben sollte. Vielleicht ist das die beste und realistischste Chance zur Belebung da. Rundherum Außensportanlagen, vernünftige Wege, Sicht- und Fahrradachsen... . All das ignoriert man an anderen Stellen häufig, hier wäre es (auch mit Hallenklotz) möglich. Und wer dort Wohnungen möchte (bin ich dafür), kann diese z.B. in die oberen Etagen der Parteifalte, in das Gebäude zwischen dieser und der IHK und an vielen anderen Stellen planen.

    Ansonsten darf auch gern der Uferpark zwischen Schloßteich und Chemnitz verwendet werden, auch wenn dort die Kita mittendrin (statt auf dem Haase-Parkplatz als Tauschfläche) etwas stört. Da hat die Stadt ähnlich weit gedacht, wie mit der Oberschule auf dem Hartmannplatz. Zumindest wäre es dann mit Schloßteichhalle, auch Außensportanlagen usw. eine große Bereicherung für Niners, Amateursportler und auch die umliegenden Schulen.

    Das gefällt dir nicht und das kann ich nachvollziehen, aber was sagst du denn zu meinen und anderen Argumenten? Wir könnten ja auch das Rathaus nach (tollen, verdienten aber in der Gesamtschau betrachtet) eher weniger relevanten Persönlichkeiten (m/w/d) der Stadt benennen.

    Lieber arnold, erst unterstellst du ein Problem mit Frauen, dann das Kleinreden ihrer Verdienste. Es ist schade, dass du so legitime Meinungen diskreditierst. Ich wiederhole mich ungern, aber nochmal: Wir haben nur eine Universitätsbibliothek, da sollte das besonders gut überlegt sein und es tut vor allem keine Not. Das würde ich ebenso bei den allermeisten vorgeschlagenen Männern schreiben.

    In der Johannisvorstadt entstehen neue Straßen und Plätze, auch der Platz vor der Universitätsbibliothek oder dahinter könnte benannt werden. Ich habe nichts gegen Frau Simon und finde ihr Leben und Wirken überaus wichtig und ehrenwert. Dagegen spricht aber aus meiner Sicht, dass wir nur eine Universitätsbibliothek haben, die Benennung also sehr gut überlegt sein sollte. Dass sie gar nicht (anders) benannt werden muss, hatte ich schon geschrieben. Ein weiter Aspekt ist, dass die Bennenung auch nach Frau Simon (wie die direkt angrenzende Straße) so wirkt, als gäbe es keine weiteren Frauen, was mir in der Sache sogar eher kontraproduktiv erscheint.

    Eine Berufsschule für Wirtschaft (oder gern auch die für Technik), nach einer Arbeitskämpferin und Frauenrechtlerin zu benennen, erscheint mir nicht weniger naheliegend, als eine Universitätsbibliothek nach einer Arbeiterin zu benennen, weil sie in der neuen Hülle der Bibliothek gearbeitet hat. Und was die Benennung von Schulen mit Frauennamen angeht, haben wir ja auch Nachholbedarf.

    Das ist ein tolles Argument, um eine Straße im unmittelbaren Umfeld der ehemaligen Aktienspinnerei nach ihr zu benennen. Das wurde gemacht. Bei zukünftigen Namen für Straßen und Plätze kann noch mehr darauf geachtet werden, diese auch mit Frauennamen zu versehen. Wenn es wichtig ist, einen Bogen von Frau Simon zu ihrem Wirkungsfeld zu schlagen und sie über die Straßenbenennung hinaus zu ehren, könnte das BSZ für Wirtschaft zur Minna-Simon-Schule werden.

    ^

    Wäre es nicht naheliegend, dass der Name einen Bezug zur Universität hat? Warum muss man da bei Stimmen dagegen unterstellen, dass jemand ein Problem mit Frauen oder der Benennung nach ihnen hat? Anders, als bei Straßen und Plätzen, tut es hier gar nicht Not, die Einrichtung zu benennen. "Universiätsbibliothek", auch erweitert um rigendetwas mit "Aktienspinnerei", ist doch gut und steht für sich selbst?!