Naja Saxonia, so hart würde ich mit dem AStA nicht ins Gericht gehen. Gleich mit der Ideologie-Keule zulangen und von Sauerei und Popagandablättchen zu reden, ist vielleicht ein wenig überproportioniert.
Ich möchte schließlich daran erinnern das der AStA frei gewählt ist und somit nach demokratischen Gepfolgenheiten durchaus eine Legitimation dazu hat. Aber bitte, Kritik darf man durchaus üben...
Beiträge von Potsdamer
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na nix außer, dass sie beide nicht (mehr) existieren. Der Vergleich soll nur verdeutlich, dass nur weil alle Straßen und Sichtachsen auf ein nicht existierendes Gebäude hinzulaufen, dies nicht zwingend errichtet werden muss.
Ja - das an dieser Stelle etwas von architektonischer Bedeutung stehen sollte macht sicherlich Sinn, aber es gibt keinen Grund genau das gleich Gebäude noch einmal genauso zu errichten als hätte sich das Rad der Geschichte nicht 300 Jahre weitergedreht. Eine 1:1 Rekonstruktion ist etwas geschichtlich gesehen sehr Seltenes und bedarf einer besonderen Erklärung. Die Begründung kann sich m.E. nur aus der Symbolik erschließen und da wird es bekanntlich kompliziert mit der Garnisonkirche.
Ein "stadtbildprägenden Leitbauten Potsdams - eine weithin sichtbare Dominante" an genau dieser Stelle sollten doch auch Architekten der heutigen Generation hinbekommen?! Oder sind die alle schon in Shanghai, Singapur oder Dubai?
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Da hieße demnach, dass nur eine wirkliche städtbauliche Alternative eine Rekonstruktion der Garnisonkirche verhindern könnte? Bitte jetzt nicht das Wort "alternativlos" verwenden. Das kann ich nicht mehr hören. Mhhh, vielleicht sollten die Potsdamer wirklich dieses Herausforderung mit eine städteplanerischen Wettbewerb angehen?
Anderseits hat die Speers Große Halle für Germania auch alle Sichtachsen bedient und groß genug war sie auch geplant. Sie werden erwiedern: Aber die Garnisonkiche gab es wirklich! Ich werde lakonisch antworten: gab. -
Moderation: 1. DAF-Gebot beachten! Etwas mehr als nur ein paar Worte zu schreiben dürfte wohl nicht zu viel verlangt sein, es ist ein Diskussionsforum über Architektur. Zudem bleiben die verlinkten Pressemitteilungen nicht ewig online. Daher bitte stets etwas Inhalt in eigenen Worten wiedergeben. Danke
BatoJa dann möchte ich mich doch an das 1. Gebot halten und meinen Beitrag mit einer Frage anreichern.
Wir sind hier ja im Architektur-Forum und ich möchte das Thema Garnisonkirche etwas vom Politischen abwenden.
Auch möchte ich keine Debatte Pro & Contra Rekonstruktion vom Zaum brechen, aber worin besteht der besondere archtiktonische Wert dieses Gebäudes? Ist es seine Einzigartigkeit? Die Proportionen oder die Größe? Von den Aufbau befürworten kann ich nur immer lesen, dass es sich um ein "Meisterwerk norddeutschen Barock" handelt. Inwiefern? Was macht dieses Gebäude aus architektonischer Sicht so bedeutend, dass es wiederaufgebaut werden muss?Eine kurze Textzusammenfassung kann ich deinem Beitrag noch immer nicht entnehmen.
Bato
gehts Ihnen jetzt besser? (ich bin nicht der AStA und kann auch nicht für ihn sprechen oder dessen Verlautbarungen zusammenfassen)Ahja...
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Der Kämerer der Stadt, Bürgermeister Exner (SPD) beteuert mantramäßig, dass sich die Stadt nur über Immobillienverkäufe über Wasser halten kann. Hier verschenkt die Stadt eine Immobilie. Zumindest den Verkehrswert hätte sie ja der Stiftung abverlangen dürfen.
PMO-Mittel, also aus Partei und Massenorganisotionen der DDR hätten für meinen Geschmack bessere in den (einen Steinwurf entfernten) Stasikanst und Gedenkstätte in der Lindenstraßen investiert werden sollen. Damit hätte die Stadt frei Ressourcen für andere Projekte gehabt.
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Der Wiederaufbau der Garnisonkirche ist nicht Bestandteil irgendeines öffentlichen Haushalts - ob hier also genügend Spenden zusammen kommen oder nicht, wird keinen Einfluss auf die Sanierung von Schulen und Kindergärten haben.
Das stimmt so nicht!
Das Grundstück im Wert von mehreren Millionen war eine Schenkung der Stadt Potsdam. Die Stiftung hat Lottogelder bekommen. Sie hat Mitteln aus dem Vermögen der Parteien und Massenorganisationen der DDR (PMO-Mittel) bekommen. Deshalb gab es starken Protest aus den Opferverbänden, die diese Mittel für die maroden Gedenkorte der NS-Verfolgung wie z.B. das Vernichtungslager Klinkerwerk des KZ Sachsenhausen verwenden wollten.
Die Stadt plant den Umbau der Breiten Straße (öffentliche Gelder!) ohne das die Stiftung Garnisonkirche ein tragfähiges Finanzierungskonzept für den Wiederaufbau der Garnisonkirche vorgelegt hat. Aus Mitteln des Haupstadtvertrages war geplant gewesen das Rechenzentrum abzureißen.
Jetzt liebäugelt die Stadt (durch Verkauferlöse des Langen Stalles) die 1,5 Millionen selber zu stemmen. Doof nur das der Bürgerhaushalt dem OB entgegen brüllt (denn der Abstand zum zweitplatzierten Vorschlag war riesig): Kein Geld für die Garnisonkirche!Ja und die Militärseelsorge (Steuergelder) hat 250.000 zugestiftet - toll!
Dafür hat man sich vom "Versöhnungskonzept" verabschiedet, welches jahrelang der Garant für den Wiederaufbau war.Bislang hat die Fördergesellschaft meines Wissens noch nicht einmal 5% der Mittel durch Spenden eingeworben, die allein für die bauliche Errichtung des Turmes veranschlagt werden. Ich erinnere mich lediglich an ein 600.000 Euro Erbe einer alten Dame (eine Recherche zur Vergangenheit ihres Ehemanns wäre hier überaus interessant) und die eine Siemen-Stiftungs Million. Ja, ein Zahnarztehepaar hat auch Zahngold gesammelt und es wurden Dutzende Spenden-Steine verkauft. Aber all das reicht nicht hinten und vorne. Ohnehin ist der größte Teil des Geldes schon wieder ausgegeben für die temporäre Kapelle, Baupläne, diverse Grundsteinlegungen, Torbögen, Sandsteinvase etc.
Und jetzt wo die Stiftung kurz vor der Pleite steht, installiert sie noch hochdotierte Versorgungsposten (Herr Leinemann) der angeblich ein neues Marketingkonzept erarbeiten soll. Eigentlich ein Fall für die Stiftungsaufsicht. Ich rate allen Firmen die mit der Stiftung Garnisonkirche zu tun haben, bar Vorkasse zu verlangen.
Ich sag's mal deutlich: Das wird nichts mit der Garnisonkirche.
Und, ich drücke es höfflich aus, die demografische Uhr tickt.
Viele Protagonisten (Huber, Weizäcker, Stolpe, Schöhnbom, Klaar, Bauer, Franck) sind jenseits der 70. Und die Jüngeren (Rumpel, Kreutzer, Leinemann) stehen in einem materiellen Abhängigkeitsverhältnis zum Projekt. -
Ich möchte die Frage der Rekonstruktion der Garnisonkirche - gerade hier in einem Architekturforum - umdrehen und fragen: Warum sollte man eine Kopie der alten Garnsionkirche aufbauen?
Möchte man damit die Geschichte heilen?
Oder den letzten lebenden Ulbricht-Genossen es noch mal so richtig zeigen?
Einer nicht vorhandenen Kirchengemeinde ein Gotteshaus bauen?Zugegen der Kirchturm sah schick aus, und die Sprengunger der Reste druch Ulbricht, kann man als Kulturbarberei verstehn, aber rechtfertigt dies, die Kirche für 100 Millionen Euro wieder aufzubauen, wenn der Sanierungsbedarf der Postdamer Schulen eben so hoch ist und jährlich mehr wird? Diese Stadt kann sich noch nicht einmal einen Bolzplatz (ein Vorjahresgewinner des Bürgerhaushaltes) leisten.
Ich denke, alles mit Augenmaß. Aber eine neue Kirche ohne bestehender Gemeinde mit 2.500 Plätzen (wo in der unmittelbaren Nachbarschaft der Nikolaikirche allsonntäglich hunderte Plätze frei bleiben, ist schon aus Sicht der Religion sehr fragwürdig?
20 Jahre haben die Befüworter Zeit gehabt Geld zusammeln. Nur noch eine einzige Million ist übrig! Das reicht gerade um eine Loch zu buddeln und eine Baustellensicherung aufzubauen. Warum geht das Projekt nicht so voran wie bei der Frauenkirche? Weil die Garnisonkirche halt nie eine Stadtkirche der Bürgeschaft Potsdams war, sondern wie ihr Name schon sagt eine Hof- und Garnsionkirche. Beides haben wir bekanntlich nicht mehr in Potsdam.
Cirka 60% der Mitglieder der Fördergemeinschaft kommen aus westdeutschen Bundesländern. Cirka 40% der Förderer haben eine Bundeswehrkarriere hinter sich! Cirka 15% haben eine Adelsprädikat.Vor 2 Jahren ist klammheimlich, ohne dass der Oberbürgermeister die Stadtverordnetenversammlung darüber berichtete (obwohl er von der Opposition ausdrücklich dazu aufgefordert wurde) die Militärseelsorge Hauptstifter der Stiftung Garnisonkirche geworden.
Obwohl die Stiftung fast pleite ist, stellt sie in bälde eine Bauantrag. Die Baugrube wird bis zur Mitte der viel befahren B1 (Breite Straße).
Dann wird es zu einen Baustopp kommen und Land, Stadt, Kirche, all jene die heute nach definitiv sagen, wir geben kein Geld zur Rekonstruktion, werden dann erpresst.Die Befürworter der Garnisonkirche sollten aufhören Gegener des Wiederaufbauprojektes darauf zu reduzieren, sie hätten nur den "Tag von Potsdam" als Argument. Der "Tag von Potsdam" ist nur das i-Pünktchen.