Beiträge von Potsdamer

    jan85
    Der Verwaltungsvorstand Leinemann hat die Drittelfinanzierung in einem Deutschlandfunk Radiofeature {Quelle} (welches übrigens am 11.9., 19:15 dort wiederholt wird [sorry wegen dem Verstoss gegen §7]) gefordert.
    Bezüglich der "100 Jahre" gehe ich von der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg, schlesische Oberlausitz aus. Und wenn sie meinen, dass ich mit meinen Bedenken "trotzig dagegen hetzen", dann brauchen sich sich nicht zu wundern, dass andere Menschen andere Beschreibungen für Sie finden.

    Konstantin
    Ich wollte in meinen "abfallenden" Beitrag nur von den ewigen Nazi/Ulbricht-Argumenten wegführen. Was bleibt ist nun mal eine Hof- und Militärkirche, sorry ich habe es mir nicht ausgedacht. Machen sie mich nicht dafür verantwortlichen, dass dieser Kirchen nicht einen sympathischeren Zweck beschieden war. Der Generalstab ist übrigens in der Gemeinde Schwielowsee angesiedelt.
    Aber ich gebe Ihnen wirklich Recht. Eigentlich sind alle Argumente ausgetauscht. Eigentlich könnte man jetzt getrost zur Wahlurne bitten. Und ich würde wetten, dass man in Potsdam eine höhere Wahlbeteiligung als zur Kommunalwahl bekommt. Ich würde mich als Demokrat selbstverständlich dem Votum des Souveräns beugen.
    Sollte die Bauherrenstiftung aber einen Wahlgang ablehnen, obwohl die Stadtverordnetenversammlung alles rechtlich Mögliche tut um gerade diese Stiftung aufzulösen, dann fordere ich die 12,7 Millionen Euro Steuergelder zurück. Sollen sich die in Potsdam ansässigen Adligen und Preußenfans ihre Kirche selber bezahlen.

    libero Was ist das für eine unprofessionelle Umfrage!? Sie glauben doch selber nicht, dass das DAF die Legitimität oder nur ansatzweise eine Repräsentativität besitzt, diese Frage beantworten zu können.

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    Kommentare:

    02.09.14 22:46 sehr gute Argumente!

    Ich wäre auch ohne dem Tag von Potsdam und der Rolle im Hitler-Regime, aber bitteschön auch ohne den idieoligsch motivierten Abriß gegen den Wiedeaufbau dieser barocken Militärkirche. Gehen wir meinetwegen sogar vor den Ausbruch des I. Weltkrieges und die Kirche fiel einem hypothetischen Erdbeben zum Opfer. Nun, 100 Jahre später soll diese Kirche wieder aufgebaut werden.
    Diese Kirche wurde einfach zum Ruhm und zur spirtuellen Betreuung des Militärs und Adel gebaut. Das war ihr Zweck. Beides haben wir nicht mehr in Potsdam. An beide Traditionen möchte ich nicht anknüpfen. In diesem Sinne bin ich ein demokratischer Republikaner. Daher ist mir die Symbolik "Üb immer treu ..." unangenehm. Und nur weil sie einst hübsch war, daraus eine Pflicht der Rekonstruktion herzuleiten, halte ich für (jetzt hagelst bestimmt negative Kommentare) infantil. Ein Kirche die sich anschickt den größten Kirchenbau der letzten 100 Jahre zu bauen und dafür Steuergelder fordert, sollte sich besser ein integriendes anstatt ein polarisierndes Projekt wählen.

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    Kommentare:
    02.09.14 17:58 Stimmt nicht, der größten Kirchenbau der letzten 100 Jahre war wohl eher die Frauenkirche in Dresden.

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    Potsdamer: Sie -die Gegner der Kirche- dienen der Sache nicht!

    richtig

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    Als Befürworter eines Wiederaufbaus kann ich ihren Argumenten nicht folgen.

    Das brauchen Sie auch nicht und verlangt auch keiner.

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    Die Argumente der Aufbaubefürworter empfinde ich mehrheitlich als ehrlich, die der Gegner als aufgesetzt und daher mehrheitlich als unehrlich.

    Mir geht es genau anders rum. Und nun?
    Ich empfinde diesen Zustand jetzt nicht als unerträglich. Es ist eher normal das unterschiedliche Wahrnehmungen und Schlußfolgerungen gibt. Ganz offensichtlich auch innerhalb der ev. Kirche. Doch wie löst man zivilisiert solche Konflikte? Demokratische Wahlen werden nicht gebilligt. Kompromisse werden einseitig diktiert und sind homöopathischer Natur. Ganz folgerichtig entsteht Druck. Wo ist das Ventil?

    Architektenkind

    Nur Mut! Es geht doch eigentlich nicht darum, hier auch noch den schärfsten Historizisten zu heilen. Das kann gar nicht funktionieren. Das ist nicht meine Motivation. Mir ist es wichtig, dass in einem öffentlichen Forum solche Meinungen wie hier zum Teil verbreitet werden, nicht unwidersprochen hingenommen werden. Es darf sich kein Sumpf der Intoleranz bilden. Wenn ein libero andeutet, es wäre besser einen Lutz_Boede nur bestimmte Argument zuzubilligen, weil er politisch vorgeprägt ist oder ein Klarenbach, was ich sehr putzig finde, hier als Oberidiologe ausgerufen wird, dann muss man dagegen aufstehen und opponieren ... solange man noch kann und nicht selbst ein Opfer wird.

    Das kann hier alles gegoogelt werden. Ich möchten denen nicht das Feld überlassen. Ich mische mich ein!
    Es ist wichtig hier auch Stimmen zu lesen, wie deinen bemerkenswerten Beitrag vom 2.8. {#402}
    Der mündige Leser kann sich sehr wohl eine Meinung bilden. Ich vertraue dem Menschenverstand!

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    Kommentare:

    01.09.14 08:19 schärfsten Historizisten zu heilen? Andere Meinung ist eine Krankheit?
    01.09.14 12:24 Yo und seit dem du hier bist, hat der Oberideologe auch seinen Kader.
    03.09.14 00:28 wer ist hier der sumpf, hä?

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    Wer die Ehemalige Garnisionskirche städtebaulich nicht schätzt kann jederzeit Alternativen vorschlagen.

    Warum? Verstehe ich nicht. Warum darf man den Vorschlag die Garnisonkirche wieder aufzubauen nur mit einem Alternativvorschlag begegnen? Oder anders ausgedrückt: Ist man verpfichtet den architektonisch höchstwertigen Vorschlag (auch wenn es nur eine Kopie ist) zu realisieren? Dürfen nur "fachliche" Argumente anerkannt werden? Gibt es nicht auch übergeordnete Gründen dieser Realisierung gegenüberstehen darf. Womöglich ist das finanzielle Risiko zu groß oder die finanzielle Prioriserung öffentlicher Mittel unverhältnissmäßig? Was ist wenn die Empörung der Bürgerschaft zu groß wird. Zum Beispiel wenn demokratischen Spielregeln hintergangen wurden was diesem Ort nationaler Bedeutung nicht angemessen ist? Kann ein potententieller Schaden, Prof. Dr. Hajo Funke sprach kürzlich in der MAZ (sorry, muss die Quelle nachreichen) einem "Schaden für das liberale Potsdam", nicht eine höhere Bedeutung haben als die Realisierung einer architektonischen Lösung? Will sagen, irgendwann muss der Architekt zurücktreten und warten bis sich der Bauherr einig ist.

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    Traurig genug! Brandenburg hat ja auch sonst keine Probleme. Ich würde allen hier in welcher Form auch immer mitschreibenden oder mitlesenden Politikern raten, zu hinterfragen, ob ihr Eifer für so einen Nebenkriegsschauplatz angesichts der Aufgaben die da harren noch angemessen ist.

    Ganz genau, Saxonia! Das sehe ich ganz genau so, wir sollten uns alle hinterfragen, ob es nicht wichtigere Themen gibt, als eine 100 Millionen Kopie einer Garnisonkirche zu errichten. Es ist doch eigentlich Wahnsinn ein vollfunktionstüchtiges Rechenzentrum aus rein ästhetischen Gründen abzureißen und für 60 Millionen Euro am Stadtrand wieder aufzubauen. Das Geld wird in viel wichtigeren Projekten benötig als in so einem Nebenkriegsschauplatz. Wir gaben Millionen für die Verschwenkung einer Straße aus, schaffen es aber gleichzeitig nicht die Frostschäden im Straßennetz des Vorjahres zu reparieren. Unsere Gedenkstätten wie z.B. Sachsenhausen sind nicht ausfinanziert, dennoch stecken wir dafür vorgesehenes SED/FDJ Geld in diesen Wunschtraum einiger Eliten. Bestehende Denkmäler verotten und wir Jecken ummanteln Betonklötze mit Barockfassaden und nennen das dann auch noch "Baudenkmal" und finanzieren das aus dem Denkmalschutztopf. Sind wir bekloppt?

    Wir sind drauf und drann uns ein Kopie einer ehemaligen Militärkirche von Leuten bezahlen zu lasssen, die, wie es Manfred Stolpe ausdrückte: "bedauerlicherweise kommen solche Leute in der Regel aus Familien, wo die Großväter unter Hitler das Geld gemacht haben. " {Quelle}
    Also bitte!? Haben wir nicht Wichtigers zu tun? Hören wir auf mit dem Quatsch!

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    Kommentare:
    29.08.14 08:38 Unsachlich.

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    ^^"Ich fürchte, da liegt ein Missverständnis der Aufbaugegner vor": Nicht alle Aufbaugegner wurden ...


    da bin ich aber froh! Schön das wir uns einig sind, dass es ganz normale Menschen gibt, die einen Wiederaufbau der Kirche ablehnen.

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    Und ausserdem, lieber Potsdamer, bringt es dem Klima gar nichts, wenn man die Schärfe der Auseinandersetzung der letzten Wochen ohne Not wiederkaut.


    Ich hingegen habe den Eindruck, dass das Projekt gerade ins rutschen gerät.
    Ein unheimlich Dynamik ist zu verzeichnen. Fast jede Presse in Berlin-Brandenburg berichtet. Mich verwundert es überhaupt nicht, dass die Schärfe, jetzt zum fulminaten Höhepunkt hin, zunimmt.
    Aber ich habe Verständnis dafür, dass Sie sich dies anders wünschen.

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    Edit: Das "Papier" ist etwas unprofessionell und alles andere als seriös. Kein Impressum, kein Ansprechpartner und online "401"...


    Das kommt wohl noch. Die Homepage soll erst zum Wochenende freigeschaltet werden. Ich könnte mir auch vorstellen, dass die epd-Meldung vorfristig in die Öffentlichkeit ging. Aber wir werden ja sehen.

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    Das in der Qualität zu feiern ist glaub ich etwas optimistisch, zumal diese "Christen" aus ganz Deutschland der Gemeinde in Potsdam was klarzumachen bis vorzuschreiben gedenken. Sehr christlich.


    Nun auf einmal sollen wieder die Potsdamer (Christen) entscheiden? Wir waren doch schon weiter: "nationale Bedeutung" oder Bundesmittel die größtenteils von Nichtpotsdamer finaziert werden.

    Hier der Aufruf „Christen brauchen keine Garnisonkirche“ {Quelle}

    70 Pfarrer, Professoren, Bürgerrechtler, eine ehem. Ministerin und und und... (und ich kenne noch zwei Bundesverdienstkreuzträger die sich diesem Aufruf anschließen werde).
    Angesicht der Liste der Erstunterzeichner, wird es Ihnen hier im Forum schwerfallen, diese Menschen als fanatische Gegner, Enkel Ulbrichts, verwirrte Studenten, Altstasis, linke Gutmenschen, Betonköpfe oder was man hier alles in den letzten Monaten lesen musste, zu verunglimpfen.

    Und man beachte die Deutlichkeit des Aufrufes! Kein wenn und aber, kein Komprommis wie "nur den Turm" oder "innen alles modern".
    Nein, diese Christen brauchen keine Garnisonkirche, weder als Replik, noch modern.

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    Glaubensgemeinschaften sind nicht von Außenstehenden in Fragen der Religiobsausübung zu bevormunden, die sich im Rahmen der FDGO bewegen. Sei es die schiere Gestaltung einer Glaubensstätte, egal zu welchem Prozentsatz sie als solche bzw auch anderweitig offen steht

    Niemand möchte der Kirche in ihrer Religionsausübung bevormunden. Aber es ist nun einmal so, dass die Stadt ebenfalls Mitbegründer der Stiftung Garnisonkirche ist. Das Interesse der Stadt war die Rückgewinnung des historischen Stadtbildes. Das hat sich jetzt durch Annahme des Bürgerbegehren geändert. Jetzt ist das Ziel der Stadt die Stiftung aufzulösen.

    Ich finde diese Konstellation ja auch verfassungswidrig. Eigentlich hat eine Stadt, um städtische Interessen zu wahren, in einer kirchlichen Stiftung nichts zu suchen. Man stelle sich vor, die Kirche wäre an einem städtischen Theater beteilgt um dort Einfluß auf den Spielplan zu nehmen. Welch Aufschrei!

    Solche Verwebungen zwischen Kirche und Staat gehen immer nur solange gut wie gemeinsame Interssen bestehen. Diese können sich aber auf beiden Seiten ändern.
    Daher ist die Forderung nach Austritt der Stadt aus der Stiftung (nach Expertenmeinung nicht möglich) bzw. hilfsweise die Auflösung der Stiftung - ganz unabhängig der Bewertung einer Fassadenkopie der Garnisonkirche - wünschenswert und sinnvoll.

    @ jan85 Ich kann Ihnen in einigen Punkten Recht geben, andere muss ich doch kommentieren oder korrigieren.

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    ... Das ist in meinen Augen also ein klarer Missbrauch des Instruments.

    Wenn dies ein Missbrauch wäre, so steht ihnen der Rechtsweg offen. Das Rechtsamt der Stadt Potsdam hingegen hat die Gültigkeit im Vor-wie Nachhinein bestätigt. Nur weil der Bürgerentscheid Ihnen persönlich nicht zusagt, kann man nicht gleich einen Missbrauch konstruieren.

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    Für repräsentative Meinungsbilder gibt es Umfrageinstitute. Politische Abstimmungen hingegen sollen Entscheidungen herbeiführen. Direkte Demokratie kann - dort wo die Kommune zuständig ist - durchsetzen, dass die Kommune im Sinne der Bevölkerung handeln muss (vgl. Bürgerentscheid zu Tempelhof). In unserem konkreten Fall bedeutet das lediglich, dass Potsdam die Stiftung nicht weiter unterstützt und keine kommunalen Steuergelder in das Projekt fließen.

    Richtig! Aber in unserem konkreten Fall bedeutet korrekterweise, dass die Stadt Potsdam sich für die Auflösung der Stiftung einsetzen muss! Von ein "nicht weiter unterstützt" oder "keine kommunalen Steuergelder" lese/weiß ich nichts.

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    Aber in diesem Zusammenhang von einer möglichen demokratischen Mehrheit gegen die Reko zu sprechen und dem Bauherren mit dem Entzug kommunaler Förderung zugleich die Pistole auf die Brust zu setzen/ dem Projekt die Legitimität abzusprechen ist unredlich.


    Ich habe nie behauptet, dass es tatsächlich ein Mehrheit gegen eine Rekonstruktion gibt. Ich fordere, dass die Stadt dies mittels einer Ja/Nein Frage demokratische herausfindet. Ein Indiz dafür, dass die Mehrheiten in der Stadt nicht so klar verteilt sind, wie hier im Forum, ist das Verhalten des Oberbürgermeisters mit der Annahmen des Bürgerbegehrens auf seinen eigenen(!) Antrag hin. Denn rein rechtlich wären für ihn die Konsequenzen aus der Annahme des Bürgerbegehrens oder einem erfolgreichen Bürgerentscheid, gleich gewesen. Alleinig die Festellung der wahren Mehrheit in der Stadt ist der Unterschied. Und dieses Risiko war ihm zu hoch und deshalb ist es NICHT unredlich den hypotetischen Fall zu betrachten, die Potsdamer wären gegen die Rekonstruktion der Garnisonkirche. Im übrigen haben die Initiatoren immer gesagt, dass bei einer Mehrheit pro Garnisonkirche sie Ergebnis respektieren würden.

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    Wenn die Spenden zusammen kommen, braucht das Projekt auch bei einer hypothetischen geringen Zustimmung der Bevölkerung von 40% oder 20% keine zusätzliche Legitimität.

    Dies gilt für einem Königsreichssaal neben dem Sterncenter. Nicht für das Leuchtturmprojekt der ev. Kirche, der Höhendominate des Potsdamer Stadtbildes. Dieses Projekt wurde von Herrn Huber zu nationaler Bedeutung erhoben. Bei diesem Bedeutung hat der Souverän sehr wohl ein Wörtchen mitzureden!

    Minderheitenschutz, so wie sie ihn einfordern gilt sich für jegliche religiöse Aktivitäten. Doch hier handelt es sich um ein Elitenprojekt unserer Gesellschaft. Hier kulminiert sich die protestantische Hautevolee, garniert mit Adel und Militär. Die Unterstützung durch den Staat hat sich Kirche im Kirchenstaatsvertrag festgeschrieben. Jetzt kommen noch 12 Millionen Sahne obendrauf. Wohlgemerkt, weil hier immer die Vorstellung aufkommt, man könnte das Gebäude auch anders nutzen, es ist eine kirchliche Stiftung unter kirchlicher Aufsicht mit dem Stiftungsziel eine Kirche zu bauen und zu betreiben. Soll im Turm etwas anderes stattfinden, wird man die Satzung der Stiftung ändern müssen.

    Zum Schluss möchte ich noch den Link zum aktuellen Zeit-Artikel "Der Turmbau zu Potsdam" nachreichen.

    @Saxionia: Sie nennen es "öffentlicher Pranger". Ich nenne es den verfassungsrechtlich verbrieften Bürgerentscheid. Und zum wiederholten Male betone ich, dass man ein "Recht zum Bau" oder ein Änderung eines Bebauungsplanes nicht per Bürgerbegehren-/entscheid aushebeln kann.
    Es gilt vielmehr den Bauherren mit der tatsächlichen Volkesmeinung zu seinem Projekt zu konfrontieren. Die Vergabe von Landesmittel in Brandenburg kann über ein Volksentscheid kassiert werden. Das Recht dafür liefert das Brandenburger Volksabstimmungsgesetz. Auf Bundesebene funktioniert dies mangels eines Gesetzes nicht.
    Aber auch hier gilt, es soll nicht die Entscheidung der Vergabe von Bundes-/Landesmittel kassiert werden, sondern der Bauherr soll sich mit dem Votum des Volkes und seinem eigenen Versprechen das Projekt aus 100% Spendengelder zu finanzieren, auseinandersetzen und daraus auf Grundlage seiner eigenen postulierten moralischen Grundsätze ein Entscheidung fällen oder ggf. revidieren. Ich traue das der evangelischen Kirche durchaus zu.

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    Kommentare:
    21.08.14 11:43 Wieder mal ein Beitrag der vor Arroganz und Überheblichkeit nur so trotzt.
    21.08.14 14:14 Und wieder muss ich dem Kommentator recht geben. Nichts weiter als einen bornierten Kleinkrieg gegen ein ideologisch verhasstes Projekt stellt Deine Argumentation dar.

    @ Carlo und lingster: Das Baurecht hat nie jemand in Frage gestellt.
    Das Bürgerbegehren zielte um die Ecke. Bei einer möglichen demokratischen Mehrheit (man wird es jetzt ja nun nie feststellen) gegen das Projekt, hätte die evangelische Kirche reagieren müssen. Keine Religion kann gegen das Votum der Mehrheit der Bevölkerung und mit dessen Steuergeldern(!) einen Tempel errichten. Aber richtig, das Bürgerbegehren hat zum Ziel eine Fassadenkopie der Garnisonkirche zu verhindern. Nicht aber über das Verbot oder Aufhebung des Baurechtes, sondern über die Einsicht des Bauherrns.

    Das war allen Parteien auch bewusst, daher diese kuriose und demokratieschädliche, weil sich sicher auf die zukünftige Wahlbeteiligung auswirkende, Abstimmungsfarce in der Stadtverordnetenversammlung.

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    Kommentare:
    21.08.14 04:57 Man bist Du verstockt. Fanatismus verstellt den Blick auf die Wirklichkeit.
    21.08.14 14:04 Da kann ich dem Kommentator vom 21.08.14 (04:57) wirklich nur recht geben.

    Carlo Niemand wollte der Stiftung ihr Baurecht streitig machen. Vielmehr zielte das Bürgerbehren darauf ab, die Potsdamer Bevölkerung zu befragen, ob die Stadt Potsdam die Stiftung noch unterstützen soll. Daher hieß die zuerst angedachte Frage des Bürgerbegehrens auch: "Soll die Stadt aus der Stiftung austreten?" Diese Fragestellung wurde vom Rechtsamt der Stadt abgewiesen mit der Begründung, dass man aus einer Stiftung nicht austreten kann. Daher wurde die bekannte Frage: "Sind Sie dafür, dass die Stadt Potsdam alle rechtlich zulässigen Möglichkeiten nutzt, um auf die Auflösung der Stiftung Garnisonkirche Potsdam hinzuwirken?" gewählt. Diese Frage war zulässig.

    Auf den Unterschriftenlisten stand als erstes: "Die Unterzeichnenden beantragen, dass folgende Frage gemäß §15 der Brandenburgischen Kommunalverfassung zum Bürgerentscheid gestellt wird:" Das heißt, der Souverän - das Volk - soll entscheiden ob die Stadt Potsdam sich von der Stiftung Garnisonkirche distanziert. Mit der Übernahme durch den OB ist die Stadtverwaltung dem zuvor gekommen und somit tut die Stadt Potsdam dies offiziell und entzieht der Stiftung ihrer Unterstützung. Nicht mehr und nicht weniger.

    libero: Also ich finde es nicht "unnötig oder gehaltslos" darüber nachzudenken, ob eine Entscheidung darüber, wie mit dem Ort der Garnisonkirche umgegangen wird, zu vertagen. Auch für die Befürworter einer 1:1 Rekonstruktion hätte dies den Vorteil, zumindest die Chance einer Vollrekonstruktion zu erhalten und die Entscheidung zukünftigen Generationen zu überlassen.
    Denn eins sollte uns allen klar sein - da brauche wir uns nicht selbst belügen - die Garnisonkirche wird so nicht kommen, so wie von der Stiftung geplant. Die Workshops sind bereits in Planung. Von verschiedenen Seiten. Der Kompromiss wird vorbereitet und ausgehandelt.
    Die jetztige Krise zeigt, dass in den Reihen der FWG/Stiftung ein Umdenken, eine Anpassungsfähigkeit, ein neues Erklären, eine innere Sanierung nicht möglich ist. Die Riege ist überaltert, statt frische Kräfte einzubinden, wurde das Höchstalter für Kuratioriumsmitglieder von 70 Jahre aufgehoben (offizielle Begründung: es hat sich nicht bewährt). Es erinnert mich ein wenig an die Endzeit der DDR, da hat das vergreiste ZK auch stoisch und borniert die Signale der Zeit missachtet. Andersdenkende wurden belächelt, verunglimpft oder totgeschwiegen. Selbst in der Partei ... sorry Kirche gibt es Absetzungserscheinungen von der Radikalvariante von Hülsemann, Rumpel, Schorlemmer, Drachenberg, Osterreicher .... hilfloses Schweigen bei Huber, Dröge, Vogel ... demonstratives Schweigen bei Käßmann, Kock, Reiche.
    Ich empfehle den ganzseitigen Zeit-Artikel "Der Turmbau zu Potsdam" von Christoph Dieckmann vom 7. August 2014 (leider noch nicht online verfügbar, kommt aber am Wochenende).

    Ich weiß, die linksextremistische Zeit und das linksverseuchte Wikipedia .... aber hört die Signale.

    p.s. Ich wollte zu Ihren Gutmenschen-Expertenwissen nichts mehr sagen

    libero: Taschentuch gefällig?

    Also wie man eindeutig erkennt, rackern Sie sich ja noch ganz schön an dem DDR/Ulbricht/SED-Thema ab. Gute Entscheidung lassen sich aber meist schlecht fällen, wenn persönlich und emotional betroffen ist.
    Daher schlage ich vor, dass wir die Frage des Wiederaufbau Garnisonkirche, ob nun überhaupt oder in Rekonstruktion oder modern, noch einmal für 30 Jahre in den Schrank legen.
    Ein spätere Generation, die den nötigen emotionalen Abstand hat, sollte über diese Frage entscheiden.


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    Kommentare:
    20.08.14 15:02 Wie kann man so ein Unsinn schreiben?
    21.08.14 22:51 "Taschentuch gefällig" ist kein Element eines Diskussionsstils unter Erwachsenen.

    libero: Wikipedia sagt dazu: "Häufiger benutzt die politische Rechte den Begriff[Gutmensch], um den politischen Gegner zu diskreditieren: Indem sie „linke“ Ideale als „Gutmenschentum“ abwertet, unterstreicht sie den Anspruch, selbst realistisch und auf der Sachebene zu argumentieren, während den als Gutmenschen Bezeichneten damit Realitätsverlust, mangelndes Reflexionsvermögen, ein unrealistisch hoher moralischer Anspruch oder utopische Vorstellungen unterstellt werden."
    Dem gibt es nichts hinzuzufügen.

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    Kommentare:
    19.08.14 12:27 Wenn du die linksverseuchte Wikipedia als Quelle ernst nimmst, ist dir nicht mehr zu helfen.

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    Gerne wenn man dann auch die "NPD-Kirche" im Dorf lassen würde und nonsens Gründe ala "geschichtlich kontaminiertes Gebäude", "für Linke provokantes Bauwerk", etc unterlassen würde.

    Nein, die NPD ist ein überaus agile Truppe in Brandenburg. Und ich möchte nicht, das die eines Tages ihrer Fackelumzüge vor einer orginalgetreu rekonstruierten Garnisonkirche veranstalten. Rechtsradikalismus ist ein Thema von heute.

    Die SED ist ein Thema meiner Elterngeneration und anscheinend auch vieler hier im Forum. Manchmal scheint es mir man möchte mit der Garnisonkirche ein Mahnmal gegen die SED-Diktatur bauen? Wer in der DDR gelebt hat, wird ihnen bestätigen, dass dieses Gebäude dafür ungeeignet ist. Gehen sie ein paar hundert Meter weiter. Schauen sie sich den Stasikanst an. Die Mauer, Wandlitz, Bautzen, Schwedt, die Runde Ecke, dort sollte die DDR aufgearbeitet werden.

    Linke gab und gibt es auch in den gebrauchten Bundesländer. Das hat inhaltlich, nach meinem Verständniss recht wenig mit der ehemaligen DDR und SED zu tun. Alle Linke die aus den neuen Bundesländer kommen, als "SED Gefolgschaft" abzutun ist naiv.
    Linke und so verstehe ich mich, setzen sich dafür ein das Rad der Geschichte weiterzudrehen, die Welt immer ein wenig verbesser wollen, den Blick nach vorne richten, unseren Kindern eine gute Stadt für ihrer Bedürfnisse zu hinterlassen. Sicherlich ist es wichtig auch zurück zu schauen, inne zu halten, aus Fehlern zu lernen, zu wissen woher wir kommen. Aber doch bitte nicht diese vergangene Welt zu rekonstruiern?! Welche Moderne wäre da möglich? Und ich hätte ja noch ein tolerantes Verständniss wenn Maß gehalten würde, wenn ein paar Oligarchen sie ihre Barbarini-Träume bauen - okay, soll'n se. Aber hier prägt eine Generation, ein Form der Stiftung/FWG Garnisonkirche, größtenteils mit Steuergeldern dem Stadtbild einen bleibenden Stempel auf, der ihr nicht gebührt. Hier muss der Souverän entscheiden.

    Es geht halt nicht um ein paar Rekonstruktion hier und da. Mit der Garnisonkiche geht es um einen Leuchturm! Er zeigt den Weg in der Gesellschaft. Er leitet. Rekonstruktion oder der Moderne? Beides geht nicht.

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    Kommentare:
    19.08.14 18:48 Reine Propaganda!