Beiträge von Audi80

    Habe noch den Bau des Hortengebäudes live miterlebt. Eigentlich ein toller und schöner Verwaltungsbau. Damals wäre Wohnbebauung angesichts des noch damals stehenden alten Krieger-Stahlwerks gegenüber und der Umgebung die ausnahmslos von Gewerbe und Industrie geprägt war undenkbar gewesen. Heute allerdings ein kluger Schachzug der die Stadtteile Heerdt und Lörick näher zusammenführt.

    In der Draufsicht macht es auch mit dem dann gemeinsamen Platz vor der Landesversicherungsanstalt und der Begrünung einen guten Eindruck. Obwohl das mit der Straße optisch wohl etwas geschönt ist....keine der Straße ist da gepflastert...alles asphaltiert. Aber das Stück zwischen den Gebäuden wirklich zu Pflastern wäre auch angesichts des geringen Verkehrsaufkommens da eine reizvolle Sache.

    Wenn ich das richtig interpretiere wird es ab dem 10. OG Wohnungen geben...mit Wintergärten als Balkonen wenn man das so interpretieren kann...mal wieder ein Top-Lage für Wohnungen (Ironie aus*)...angesichts der höher gelegten Brüsseler Straße ist die Aufenthaltsqualität auf den Balkonen wohl dennoch unerträglich...aber an sich ein schöner Entwurf...wenn man sich das jetzt so ansieht stellt sich die Frage ob man die Brüsseler nicht ab dem ex. Vodafone-Hochhaus (Hintergrund Mitte) nicht im Zuge des Neubaus des Vodafone-Campus unter die Erde verlegt hätte....

    Ich kann dem nur beipflichten. Es ist weder gemütlich noch lädt es dazu ein sich dort niederzulassen...die Bestuhlung wirkt auch völlig verloren. Eine Auflockerung durch Plasterung, eine Baumreihe...ds ist wirklich nicht was man sich in der Umgebung eines solchen Gebäudes wünscht.

    Mit dem weißen runden Turm gefällt mir auch nicht besonders, führe das aber auf das schlechte Rendering und den lieblos gestalteten Sockelbau - insbesondere die Rückansicht - zurück...ich könnte mir vorstellen, dass das in 30 Jahren, ähnlich wie die Olivetti-Türme die bestimmt auf ähnliches Echo gestoßen sind, anders aussehen könnte...

    Am OfficeHome (was das auch immer heißen mag - also ich will im Home weit vom Office weg sein ;D) geht es jetzt auf der kompletten Fläche ordentlich in die Tiefe. Das Bürogebäude bekommt 16 Geschosse mit gefälliger kubatorischer Einheitsarchitektur - aber nicht schlimm. Heinsberger Grundbau steht mit drei Bauer-Bohrgeräten da. Im hinteren Bereich der Wohnbebauung ist es schon ordentlich tief (das erste Bild leider sehr überbelichtet wegen Gegenlicht).

    Wird aber ein gewaltiges Loch.

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    Wenn jetzt erst die Grundlagen geplant werden, wie bitteschön soll 2023 mit dem Bau des Hochhauses begonnen werden? Der (noch nicht begonnene) Abriss des Komplexes wird alleine mindestens ein Jahr in Anspruch nehmen...

    Ich finde das ist eine mutige und zukunftsweisende Idee...das wäre mal ein Projekt mit Strahlkraft.

    Andererseits fände ich es schade wenn man die "Düsseldorfer Brückenfamilie" um ein Mitglied ärmer macht. Aber so ist der Lauf der Dinge.

    Eine Frischluftschneise stellt die jetzige Theodor-Heuss-Brücke übrigens sicher nicht dar....und das neue Modell würde zumindest die erheblichen Lärmprobleme beseitigen. Die Frage ist allerdings ob man eine Übertragung der Schwingungen die der Verkehr verursacht auf die Wohn- bzw. Hotelräume vermeiden kann....

    Das Ensemble Rheinpark stand übrigens schon lange vor dem Bau irgendeiner Brücke da. Und der Bau der Theodor-Heuss-Brücke hat das schon erheblich negativ beeinflusst. Lärmmässig ist es in den Wohnungen zur Brücke hin nämlich nicht auszuhalten...(Ein Bekannter wohnt da)

    Nicht grundlos gibt es das Beispiel vom Turmbau zu Babel...

    Und die Linke (wähle die nicht) ist kein Hochhausfeind. Zu recht, wie DocHH schreibt, werden halt reine Glaspaläste die nur der Kapitalanlage dienen kritisiert. Nicht umsonst ist die SPD in den 60ern, damals übrigens echt "links" und nicht so wie heute, mit dem sozialen Wohnbau in die Höhe gegangen. Wie man in den Plattenbauten jedoch feststellen kann, oft mit schlechtem Ausgang. Es gibt jedoch auch einige positive Beispiele, z.B. Ratingen-West, was nie wirklich sozialer Brennpunkt war. Da ich da her komme, weiß ich auch warum: Architektenwettbewerb mit vielen unterschiedlichen Konzepten, viel grün und Aufenthaltsqualität, kaum "Durchgangsstraßen", Bildung und Nahversorgung für alle Bildungsschichten präsent und - auch heute noch - erschwingliche Mieten. Dazu ein ausgewogenes Verhältnis von Eigentümern und Mietern.