Beiträge von ben_rotwang

    Wohnklotz: Alter Falter, so einen Umgangston hätte ich in irgendwelchen Hinterhofforen erwartet, aber nicht hier. Schön und schade zugleich, dass man hier eines besseren belehrt wurde.

    atma4: 100%ige Zustimmung.

    Arktur: Wenn offenbar große Ladenflächen dringend benötigt werden, warum wurde dann das Rathaus-Center (immerhin 16.200 m²) in ein Technisches Rathaus umgebaut?

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    Ist entweder eine dreiste Lüge, von Dir nicht korrekt wiedergegeben, oder bezieht sich nur auf Kleinst-Wohnungen.

    Es geht um kleine Wohnungen, ja:

    http://www.wdr.de/tv/westpol/sen…wohnungsnot.jsp

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    Wenn Du meinst, dass Bochum (als dann nicht mehr als solches zu deklarierendes Oberzentrum) keine angemessenen Einkaufsmöglichkeiten haben sollte

    Was ist denn angemessen?

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    Damit werden die Leute dann endgültig gezwungen sein, Zeit und Geld zu investieren immer woanders hinfahren zu müssen.

    In den Randbezirken interessiert es doch eh keine Sau, ob die Bochumer Innenstadt mehr Einkaufsmöglichkeiten bietet oder weniger. "Klassische" Großstädte funktionieren ja meist so, dass es eine zentrale Kernstadt gibt, die alle Einkaufsmöglichkeiten abdeckt, die in der Grundversorgung der Vororteinkaufsmöglichkeiten nicht abgedeckt wird. Im Ruhrgebiet ist das hinfällig. Es gibt massenhafte Überlappungen innerstädtischer Einzugsgebiete.

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    So schön ist Bochum nun auch wieder nicht, dass es sich allein darauf ausruhen könnte.

    Jetzt kommt der Polemikzug aber vollends in Rollen.

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    Ausserdem gibt es noch "Städte" wie Hattingen, Castrop oder Herne, für deren Einwohner Bochum bisher die nächste Anlaufstelle war (Oberzentrum) - wenn mal etwas die Primitiv-Supermarkt-Bedürfnisse übersteigt.

    Castrop und Herne dürften sich ja jetzt eher gen Recklinghausen orientieren. Dort entstehen ja jetzt die "Recklinghausen Arcaden" mit 27.700 Qm Verkaufsfläche.

    Und ob sich die Hattinger nicht eher von dem neuen Monstrum in Hagen anlocken lassen, sei auch mal dahingestellt.

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    Auch die Argumentation, dass ja der Internethandel sowieso wächst und man sich daher keine Mühe mehr geben bräuchte, ist unsinnig, sonst würde ja auch niemand mehr nach Essen oder Dortmund fahren.

    Schlechte Beispiele: Der Reiz des Neuen. Reden wir mal am Ende der laufenden Dekade noch einmal drüber.

    Ich sage ja auch gar nicht, dass der stationäre Handel vollends einbrechen oder ersetzt werden wird. Ich halte es nur für blauäugig die Effekte des Onlineshoppings dauerhaft auszuklammern.

    Gerade der Einwurf von Xysorphomonian verdeutlicht ja, dass das Einkaufen in den Innenstädten immer mehr zum sozialen Event inkl. Spontankauf wird und damit eben auch zum Luxus, den man sich in seiner Freizeit leisten können muss.

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    Willkommen im Forum!

    Hallo, alle zusammen! :)

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    Widerstand wird es in Bochum sicher keinen nennenswerten geben. Höchstens die Standortinteressengemeinschaft von "Das Quartier" käme m.E. hierfür in Frage. Ansonsten ist der Bau eines EKZ ja erst mal zu begrüßen, da der Bochumer Innenstadt im Bereich Einzelhandel noch so einiges fehlt, was eine Großstadt eben ausmacht.

    Die Frage, die ich da erst einmal als Laie, aber grundsätzlich an solchen Themen Interessierter stellen würde, ist die: Muss Bochum denn überhaupt einer klassischen Großstadt entsprechen? Gibt es nicht alternative Konzepte für Innenstädte der Gegenwart, die vielleicht vernüftiger wären? Gerade mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass es eine Vielzahl an Shoppingmöglichkeiten im Ruhrgebiet gibt, so gesehen eigentlich kein Mangel herrscht.

    Kürzlich gab es auf WDR2 einen kurzen Bericht über zunehmende Wohnungsnot in NRW, besonders in Köln und im Ruhrgebiet, bedingt durch eine Zunahme von Single-Haushalten und Studierenden. Was würde z.B. dagegen sprechen, auf den entsprechenden Innenstadtgrundstücken eine Wohnbebauung hochzuziehen? Gerade das studentische Klientel ist doch maßgeblich für das (kulturelle) Leben in der Innenstadt verantwortlich, leidet aber - so zumindest kenne ich es aus den Erfahrungen im meinem Umfeld - zu wenig Wohnraum in der Innenstadt und muss auf die angrenzenden Stadtteile ausweichen.

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    Viele frequenzbringende Filialisten sind entweder gar nicht (z.B. P&C) vertreten, oder müssen sich mit einer winzigen Verkaufsfläche (Esprit) begnügen.

    Bei der Diskussion um derlei Geschäfte finde ich übrigens den Blick immer ein wenig eingeschränkt, was die Verlagerung von "regulärem Einkauf" zu "e-commerce" anbelangt. Der stationäre Handel wird sicherlich nicht aussterben, aber ich halte es für fraglich, ob der Bau von immer mehr Handelsflächen tatsächlich zukunftsorientiert ist oder ob es sich dabei nicht eher um den zum Scheitern verurteilten Versuch handelt, den Onlinemarkt etwas entgegenzusetzen.

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    Bochum kann man nicht einfach mit kleinen Städten wie Hameln oder Bad Tölz vergleichen...

    Richtig, denn weder Hameln, noch Bad Tölz sind umzingelt von einer so gewaltigen Konkurrenz an Shopping-Centern. ;)

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    Im Artikel wird nicht auf ein einziges Center eingegangen, das selbst gut läuft und in dessen Umgebung die Innenstadt gut, wenn nicht sogar besser weiter funktioniert.

    Das könnte man ja an dieser Stelle nachholen. Welche Stadt wäre also ein positives Beispiel?

    @topic: Überraschend finde ich es, dass sich bisher noch kein wirklicher Widerstand gegen das Center formiert hat. Gelegentlich scheint es mir so als ob unter der Last anderer Debatten (wie z.B. der um das Musikzentrum) eine gewisse Lethargie gegenüber anderen Themen breit macht.