Ist entweder eine dreiste Lüge, von Dir nicht korrekt wiedergegeben, oder bezieht sich nur auf Kleinst-Wohnungen.
Es geht um kleine Wohnungen, ja:
http://www.wdr.de/tv/westpol/sen…wohnungsnot.jsp
Wenn Du meinst, dass Bochum (als dann nicht mehr als solches zu deklarierendes Oberzentrum) keine angemessenen Einkaufsmöglichkeiten haben sollte
Was ist denn angemessen?
Damit werden die Leute dann endgültig gezwungen sein, Zeit und Geld zu investieren immer woanders hinfahren zu müssen.
In den Randbezirken interessiert es doch eh keine Sau, ob die Bochumer Innenstadt mehr Einkaufsmöglichkeiten bietet oder weniger. "Klassische" Großstädte funktionieren ja meist so, dass es eine zentrale Kernstadt gibt, die alle Einkaufsmöglichkeiten abdeckt, die in der Grundversorgung der Vororteinkaufsmöglichkeiten nicht abgedeckt wird. Im Ruhrgebiet ist das hinfällig. Es gibt massenhafte Überlappungen innerstädtischer Einzugsgebiete.
So schön ist Bochum nun auch wieder nicht, dass es sich allein darauf ausruhen könnte.
Jetzt kommt der Polemikzug aber vollends in Rollen.
Ausserdem gibt es noch "Städte" wie Hattingen, Castrop oder Herne, für deren Einwohner Bochum bisher die nächste Anlaufstelle war (Oberzentrum) - wenn mal etwas die Primitiv-Supermarkt-Bedürfnisse übersteigt.
Castrop und Herne dürften sich ja jetzt eher gen Recklinghausen orientieren. Dort entstehen ja jetzt die "Recklinghausen Arcaden" mit 27.700 Qm Verkaufsfläche.
Und ob sich die Hattinger nicht eher von dem neuen Monstrum in Hagen anlocken lassen, sei auch mal dahingestellt.
Auch die Argumentation, dass ja der Internethandel sowieso wächst und man sich daher keine Mühe mehr geben bräuchte, ist unsinnig, sonst würde ja auch niemand mehr nach Essen oder Dortmund fahren.
Schlechte Beispiele: Der Reiz des Neuen. Reden wir mal am Ende der laufenden Dekade noch einmal drüber.
Ich sage ja auch gar nicht, dass der stationäre Handel vollends einbrechen oder ersetzt werden wird. Ich halte es nur für blauäugig die Effekte des Onlineshoppings dauerhaft auszuklammern.
Gerade der Einwurf von Xysorphomonian verdeutlicht ja, dass das Einkaufen in den Innenstädten immer mehr zum sozialen Event inkl. Spontankauf wird und damit eben auch zum Luxus, den man sich in seiner Freizeit leisten können muss.