Beiträge von DiggerD21

    Dekoratives Anführungszeichen

    Kann es bei solch einem Projekt wirklich dein Ernst sein dass man als Bauunternehmen jeden Nachweis führen muss ?

    Des eigenen Rufes wegen: JA! Zur eigenen Absicherung, damit man im Streitfall keine Zweifel am eigenen richtigen Handeln stehen lässt. Das gilt erst recht, wenn man mit öffentlichen Auftraggebern schlechte Erfahrungen gemacht haben sollte und DENNOCH unbedingt diesen Bauauftrag durchführen will. Probleme auf einen schwierigen Kunden zurückzuführen, ist dreist. Sowas darf sich sonst keiner in einem marktwirtschaftlichen System erlauben.


    Hier in Breslau wurde der alte Generalunternehmer (Mostostal Warszawa S.A.) des neuen EM-Stadions kurzerhand von der Stadt rausgeworfen, wegen Bauverzögerungen. Das Projekt wurde dann der Firma Max Bögl übergeben. Die haben das Stadion dann ohne weitere Bauverzögerungen fertig gebaut.
    Vielleicht hätte man in Hamburg ähnlich vorgehen sollen.

    Sollten Bauunternehmen wie HochTief nicht ausreichend Erfahrung haben, um die (Un)Möglichkeit der Umsetzung von Entwurfsplanungen vorher gut abschätzen zu können? Und alle möglichen Zweifel vor Baubeginn aus dem Weg zu räumen, notfalls halt auch von Anfang an "Nein, das geht nicht" zum Kunden sagen?

    Vielleicht gab es ja einen Wechsel in der Chefredaktion...Aber das Hamburger Abendblatt ist doch mittlerweile für seine Fähnchen-im-Wind-Haltung bekannt. Oder da hat jemand was gegen die Entscheidungsträger im Senat und dem HVV und schreibt schon deshalb gegenan, selbst, wenn man sich gegenüber älteren Aussagen widerspricht.

    Ich habe das Gefühl, dass die Kreuzfahrtanbieter Hamburg vor allem als Hafen für Berlin entdeckt haben. Kreuzfahrer kommen in Hamburg an und können sich dann zwischen Stadterkundung in Hamburg oder Tagesausflug nach Berlin entscheiden.

    Fehlt nur noch ein richtiger Yachthafen, wie man sie aus dem Mittelmeer kennt. ;)

    Die riesige Kleingartenkolonie in Wandsbek-Gartenstadt ist im Grunde sehr ruhig. Man könnte das ganze Gelände in etwa der Dichte des benachbarten Dulsberg bauen und entlang der Hochbahnstrecken kommen halt Büro- und Geschäftsriegel hin.

    Ein Teil des Kleingartengeländes westlich der S-Bahn Rübenkamp könnte man zu einem Wohngebiet machen. Der Rest wäre wohl zu stark dem Güterbahnverkehr ausgesetzt, als dass man dort Wohnungen bauen könnte,

    Die Kleingärten südlich vom Stadtpark zwischen U3 und der Straße Südring könnte man für Wohnbebauung nutzen, ebenso die angrenzende Kleingartenzeile entlang des Wiesendamms. Auch gleich in der Nähe: Die Kleingärten gegenüber vom Atisha an der Barmbeker Straße und im Süden durch den Osterbekkanal abgegrenzt.

    Ausländische Freunde hielten die Kleingärten generell erstmal für Slums, bis ich ihnen erzählte, dass dies keine Wohnungen im eigentlichen Sinne sind, sondern Erholhungsgebiete für die Eigentümer.

    [Sarkasmus] Und die Kleingartenanlage am Diebsteich kann man mit einer Seniorenwohnanlage bebauen. Die Friedhöfe sind dann gleich in der Nachbarschaft [/Sarkasmus]

    Ich lebte bis vor einem Jahr fast mein ganzes Leben in Hamburg, hauptsächlich am Stadtrand, und kam mit dem ÖPNV gut zurecht, und hatte nie ein Auto. U- und S-Bahn sowie die meisten Buslinien machen unter der Woche gerade mal von etwa 1:00 Uhr bis 4:30 Betriebspause, und es fahren dann Nachtbusse. Freitag und Samstag nachts fahren alle U- und S-Bahnen und Metrobusse im 20-Minutentakt, und dazu noch einige Stadtbuslinien. Berlin hat sich davon eine Scheibe abgeschnitten und nach Hamburg ebenfalls durchgehenden Wochenendverkehr eingeführt. In anderen Großstädten geht da ab 23:00 Uhr nichts mehr.
    Natürlich wäre es toll, ein paar weitere U-Bahnlinien oder ein Tramnetz zu haben. Der Mangel an Bahnlinien wird quasi durch Buslinien mit entsprechend dichtem Haltestellennetz ausgeglichen. Und da du ja selber erkannt hast, dass Hamburg in vielen Bereichen suburban ist, lohnt sich eine U-Bahn-Verbindung für viele Strecken einfach nicht, da nicht das nötige Fahrgastaufkommen vorhanden ist.
    Man muss ja auch bedenken, dass die laufenden Betriebskosten möglichst gut gedeckt werden müssen. der Kostendeckungsgrad des HVV liegt bei rund 80%, was - soweit ich weiß - eine der höchsten Kostendeckungsgrade aller ÖPNV-Verbünde in Deutschland ist. Für den Rest kommt die Stadt Hamburg direkt auf. U-Bahn-Strecken mit geringem Fahrgastaufkommen würden den Kostendeckungsgrad eher senken.

    Man kann ja schon fast sagen, dass Hamburg das Glück hat, dass z.B. die Walddörferstrecke nicht zurückgebaut wurde, obwohl spätestens hinter Volksdorf so wenig Fahrgastaufkommen herrscht, dass man nach heutigen Maßstäben diese Strecke nicht als U-Bahn ausbauen würde.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Aber wozu? Aus irgend einem Grund hat man die Chance eines kompletten Neubaus nicht genutzt von dem unterdimensionierten Tunnelprofil abzurücken und beispielsweise wie in München zu bauen (wo pro Meter Wagenlänge mal gut doppelt soviele Fahrgäste Platz haben in der U-Bahn). Dann kann man gleich eine oberirdische Straßenbahn bauen, nennt sie meinetwegen "Stadtbahn".

    Der Fuhrpark der Hamburger U-Bahn ist möglichst darauf ausgelegt, dass jeder Zug auf jeder Strecke eingesetzt werden kann. Damit behält man die Flexibilität in der Kapazitätsplanung, da im Grunde kein Zug aufgrund baulich-technischer Hindernisse an bestimmte Streckenabschnitte gebunden ist.

    Die U4 fährt außerdem von Billstedt durch bereits bestehende Tunnelabschnitte bis zum Jungfernstieg, bevor sie dann in die eigene Trasse ausfädelt. Ich weiß nicht, ob breitere Waggons in die bestehenen Tunnel passen.

    Baumeista, das sind gute Fragestellungen.

    In den letzten Jahren wurden einige öffentliche Bibliotheken (in Hamburg "Bücherhallen" genannt) und mind. eine öffentliche Badeanstalt geschlossen. Es gibt Schulen, die nicht genug Geld für die Reparatur von wasserundichten Dächern haben. Die Subventionen für das Schauspielhaus sollten gekürzt werden. Die Liste ließe sich sicher noch etwas weiter führen.

    Wenn die Elbphilharmonie so günstig gewesen wäre, wie in der Anfangskalkulation, dann hätte wohl kaum einer ein Problem mit den Kosten vs. den Streichungen anderswo. Schließlich sind (bisher) 57,5 Millionen Euro der Baukosten aus privaten Spenden finanziert, was rund die Hälfte der zum Baubeginn kalkulierten Baukosten von 114 Millionen Euro ausmacht.

    Tja, nun heisst es Augen zu und durch; und hoffen, dass die Akustik am Ende auch wirklich Weltklasse ist. Denn Architektur allein reicht nicht aus in einer Welt, wo Städte wie Dubai, Shanghai, Peking usw. die höchsten Gebäude der Welt errichten. Und sooo spektakulär ist die Architektur zumindest für Laien aus aller Welt offenbar auch nicht. Wenn die Akustik nicht weltklasse ist, dann verschwindet die Elbphilharmonie wohl recht schnell in der Versenkung des Weltmusikgeschehens, weil sich die Stars der entsprechenden Musik/Kulturbranche auch rar machen werden. Und wenn das so ist, hat man im Grunde 600 Mio. Euro in die Elbe verschüttet.

    Zu den "Intelligent Quarters"-Entwürfen:

    Mir gefällt der Entwurf von Meding Plan & Projekt sehr gut, aber der Störmer-Murphy Entwurf fügt sich wohl besser in die Umgebung ein. Der BRT-Entwurf geht gar nicht. Dermaßen auf Effekthascherei aus, dass die Umgebung dabei überhaupt nicht berücksichtigt wird.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Der Bahnhof Rahlstedt soll durch einen Neubau ersetzt werden.

    Ich finde es schade, dass das alte Bahnhofsgebäude abgerissen wird. Ich hätte mir eine Sanierung und eine Befreiung von den hässlichen Anbauten gewünscht.
    Das so befreite Bahnhofsgebäude hätte dann von zwei freistehenden Gebäuden flankiert werden können.

    Die Flachbauten an der rechten Seite des Bahnhofgebäudes bleiben wohl bestehen. Sie sind im Rendering nur eher schemenhaft dargestellt. Hier hätte ich mir eher einen Abriss und Ersatz mit einem spitz zulaufenden mehrstöckigen Gebäude gewünscht.

    Edit: Ich muss meine Meinung revidieren. Ich hatte das Bahnhofsgebäude viel besser in Erinnerung. Aber es sieht irgendwie aus, als würde es auch nach einer Sanierung nichts hermachen. Allerdings ist der geplante Neubau auch nichtssagend.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Ich vermute mal der 'Hostel' Markt wird immer ein Nischenmarkt bleiben. Im 'Mainstreamsegmen' werden dafuer mehr und mehr guenstige Schicht-Hotels fuer Touris gebaut in denen man einfach nur zum Schlafen einkehrt und von denen man ausser einem sauberen Bad und einerm weichen Bett nichts weiter erwartet.

    Viele Hostels bieten das auch, nur günstiger.

    Aha, die Handelskammer möchte gerne die "Sofatouristen", welche bei Freunden und Verwandten übernachten, in die Hotels locken, fordert aber gleichzeitig mehr Hotels im Luxussegment. Von Hostels ist nirgendwo die Rede. Doch an denen mangelt es noch zu sehr in Hamburg. Und manche Hostels, die es in Hamburg gibt, findet man nicht in international beliebten Buchungsportalen wie Hostelworld oder Hostelbookers.
    Also, wenn es ein größeres Hostelangebot mit günstigeren Preisen in Hamburg gibt, dann würde ich für meine Heimatbesuche wohl auch ein Hostelbett buchen. In Berlin gibt es ja bekanntermaßen Hostels im Überfluss, und der Konkurrenzkampf ist so hart, dass man schon ein Bett für 9 Euro/Nacht bekommen kann. Das gleiche gilt für Prag und Budapest. Auch London hat weitaus mehr Hostelangebote als Hamburg, auch bezogen auf die Stadtgröße.
    Aus Ertragssicht sind Hostels zwar nicht der Hammer, aber wenn man sich als junge Stadt präsentieren will und somit für junge Leute attraktiv ist, dann müssen entsprechende ausreichend vorhandene Übernachtungsangebote geschaffen werden. Es gibt dann ja auch die Klientel, die grundsätzlich nur in (guten) Hostels nächtigt, weil man dort einfach schneller in Kontakt mit anderen Gästen kommt.

    Genua ist schon eine interessante Stadt. Ich hatte auch mal einen Tagesausflug dorthin gemacht, als ich für 9 Monate in Italien lebte (nein, nicht in Vercelli). Ich fuhr mit der Metro zur westlichen Endhaltestelle, einfach nur, um den krassen Klimaunterschied zwischen dem Zentrum und manchem hinter der Bergkette liegendem Viertel zu erleben. Quasi 2 U-Bahn-Stationen durch den Berg hindurch, um von mediterranen Hochsommer in den kühlen regnerischen herbst zu gelangen.