Beiträge von MiaSanMia

    Schwanthalerstraße 55+57


    Ehret & Klein startet im 1.Quartal 2024 mit der "Transformation" der Bestandsimmobilie hin zu einem Bürogebäude mit Handel und Gastronomie. Verantwortlich für die Planungen zeichnet das Büro "UN-Studio" Amsterdam. Diese sehen neben der umfangreichen Sanierung und statischen Ertüchtigung der denkmalgeschützten Altbauten entlang der Schwanthalerstraße, einen Neubau im Innenhof vor. Als Baufirma wurde die Schweizer Implenia beauftragt.


    Im Gebäude mit der Hausnummer 55, im Stil des Neoklassizismus zwischen 1910 und 1915 erbaut, verbrachte der Maler Franz Marc einen Teil seiner Jugend. Hausnummer 57, erbaut 1912 von Karl Stöhr und nach Kriegsschäden 1950 vereinfacht wiederaufgebaut, beherbergte früher eine Niederlassung des Reifenherstellers Continental, weshalb das Gebäude auch Continental-Haus genannt wird. Beide Gebäude stehen seit längerem leer, seit Mitte 2022 ist dort eine kreative Zwischennutzung aktiv.


    Ansichten:


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    https://www.ehret-klein.de/referenzen/schwanthaler57/

    https://www.iz.de/unternehmen/…-und-ingelheim-2000023031

    https://www.iz.de/projekte/new…uenchen-weiter-2000022098


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    Bei den naheliegenden Bauvorhaben Schwanthalerstraße 2 (Hotelneubau) und Geowissenschaften (Pettenkoferstraße) ist nicht mehr viel vom Bestand übrig. Vielleicht schafft es jemand die Woche über Bilder vom Abriss zu machen :)

    Wie die AZ exklusiv erfahren hat, sollen substanzerhaltende Maßnahmen wie Dachdecker- und Spenglerarbeiten etc. bereits ab Ende Februar wieder aufgenommen werden. Der Sanierungsbeauftragte der Signa hat hierzu wohl offiziell grünes Licht gegeben. Die beauftragten Handwerksfirmen werden vorab bezahlt.

    Hintergrund: Wenige Tage vor der Insolvenz hatte die Signa mit rund 30 beauftragten Bau- und Handwerksfirmen zwar Richtfest für einen Teil des Komplexes gefeiert, dann jedoch von heute auf morgen einen Baustopp verhängt, womit nun große Teile des historischen Gebäudes ohne Dach der Witterung ausgesetzt sind. In der Folge könnten sich z.B. die alten Betondecken mit Wasser vollsaugen, was zu einem Tausch und damit natürlich zu erheblichen Mehrkosten = Verkaufspreisminderung führen würde.


    Quelle: AZ Print, 17.02.2024

    Zechbauer-Haus (Ex-Kaufhof-Stachus)


    Nach Plänen von Steidle Architekten soll der ehemalige Kaufhof zu einem gemischt-genutzten Gebäude umgebaut werden. Ende Februar will Zechbauer dazu den Bauantrag einreichen. Einzelhandel im EG und wohl 1. OG, darüber Büros und ggf. ein Hotel, ganz oben eine öffentliche Dachterrasse mit Gastronomie. Damit solche Nutzungen möglich sind, müssen im Inneren Lichthöfe in die Stahlskelettkonstruktion eingeschnitten werden. Diese steht aber ebenso wie die Fassade unter Denkmalschutz, weshalb noch Abstimmungen mit der zuständigen Behörde nötig sind. Für die Umbaukosten in Höhe von min. 80 Millionen Euro such Zechbauer nun einen Co-Investor.


    https://www.iz.de/projekte/new…-zechbauerhaus-2000023291


    Joseph-Pschorr-Haus


    Sport-Scheck muss bekanntlich angesichts der Signa-Insolvenz seinen Standort in der Fußgängerzone aufgeben. Mit dem Vermieter, der Bayerischen Hausbau, konnte man sich nicht auf eine weitere Reduzierung der Miete einigen.

    Ein paar Wochen war unklar, wer die Flächen im Anschluss übernimmt. Nun wurde offiziell bestätigt, dass C&A dort künftig 6.000 qm beziehen wird. Dieser wiederum muss Ende des Jahres seinen bisherigen Sitz ein paar Hausnummern weiter östlich aufgeben, um Platz für eine Neuentwicklung zu machen (siehe oben). Damit wird C&A nicht in die Alte Akademie ziehen, wie zuvor einige Medien vermutet hatten. Doch auch Sport-Scheck sucht neue Flächen in der Fußgängerzone, sehr wahrscheinlich jedoch kleinere als bisher. Gut möglich also, dass der Sportartikelhändler einfach gegenüber in die Alte Akademie umzieht. Im Pschorr-Haus waren es bisher 10.000 qm, was die Bayerische Hausbau mit den noch freien 4.000 qm macht, steht noch nicht fest.


    https://www.iz.de/transaktione…h-pschorr-haus-2000023352

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    Auf der vorherigen Seite legst du doch dar, warum das so ist. Insofern sollte das für dich nicht überraschend sein.

    Da das Baulos 1, Laim - Willibaldstraße, Baustart 2022, im Jahr 2030 fertig sein soll, wird geprüft, diesen Abschnitt 4 Jahre vor Fertigstellung vom nun begonnenen Baulos 2, Willibaldstraße - Pasing in Betrieb zu nehmen (Fertigstellung 2034). (Quelle).


    Die Bahn hatte vergangenes Jahr nebenbei Klage gegen den PFA zum neuen U-Bahnhof Pasing eingereicht, da sie ihre Interessen dort nicht ausreichend berücksichtigt sah. Die zuständige Regierung von Oberbayern hoffte auf eine einvernehmliche Lösung im Rahmen eines Gerichtstermins im September. Da man seitdem nichts mehr von gehört hat bzw. jetzt mit dem Bau des Bahnhofs begonnen hat, scheint sich das erledigt zu haben: https://www.sueddeutsche.de/mu….news&utm_medium=referral

    Heutige Meldung der Rathaus-Umschau: Der Bahnhof Pasing wird in zwei Hälften erstellt, um den Verkehr auf der darüber liegenden Josef-Felder-Straße mit zumindest einer Spur pro Richtung aufrecht zu erhalten.

    Das Baureferat beginnt mit den Arbeiten für den neuen U-Bahnhof Pasing. Um den Verkehr in der Josef-Felder-Straße (B2 Nordumgehung Pasing) aufrecht zu erhalten, wird der neue U-Bahnhof zunächst halbseitig gebaut. Das bedeutet, dass in der nun anstehenden ersten Bauphase der Verkehr auf die Nordseite der Josef-Felder-Straße verlegt wird. Somit können der unter der Straße liegende Kanal und die Kabelleitungen verlegt und zunächst die südliche Schlitzwand sowie die südliche Hälfte des Bauwerksdeckels errichtet werden. In einer späteren Bauphase wird der Verkehr auf die Südhälfte verlegt, sodass die nördliche Hälfte des Bahnhofs entstehen kann. [...]


    https://ru.muenchen.de/2024/31…-Arbeiten-beginnen-111333

    Laut Stadtverwaltung gibt es wöchentlich neue Kaufangebote für die Alte Akademie. Demnach könnte der Verkauf von Signa an X "demnächst" vollzogen, in der zweiten Jahreshälfte dann mit dem Bau fortgefahren werden. Neben den bereits feststehenden Mietern, Novartis und Uniqlo hat nun lt. AZ auch C&A Interesse, da deren Stammsitz ein paar Hausnummern weiter östlich bekanntlich zum Jahresende einer Neuentwicklung weichen muss.

    Als potenzielle Käufer kursieren lt. SZ auch die in der Stadt bestens bekannten Familien Schörghuber und Inselkammer. Zugleich plant der Freistaat eine Verlängerung des Erbpachtvertrags, sowie die Stadtsparkasse und BayernLB weitere Kreditmittel für den zukünftigen Eigentümer.

    Auf dem Grundstück der ehemaligen Lederfabrik am Isarring 11 (ehemals Biederstein 7) soll nach Plänen des Eigentümers ein Wohnhochhaus entstehen. Dieses würde auf die ehemalige Fabrikhalle aufgesetzt und rund 65 Meter hoch werden. Dadurch könnten laut Architekt 96 Wohnungen geschaffen werden, 50 % davon im geförderten Bereich.

    Prägnant ist das Vorhaben dadurch, als dass es buchstäblich direkt am Mittleren Ring gelegen ist - die graue Backsteinhalle kennen wohl die meisten Münchner.


    Um einen Bauvorbescheid für das Projekt zu erhalten, wurden bei der Lokalbaukommission zwei Varianten eingereicht, eine mit 35 Metern und kastiger Form, eine mit 65 Metern und organischer Gestalt. Stadtbaurätin Merk stellte jedoch in Aussicht, sollte der örtliche BA die höhere Variante präferieren, kann auch diese realisiert werden.

    Am 30.01.2024 wurde das Vorhaben schließlich dem BA Schwabing vorgestellt. Mehrheitlich wurde beschlossen, mit der höheren Variante weiter zu planen, da sie nicht nur mehr Wohnungen ermöglicht, sondern auch interessanter sei. Die Stadt solle dafür nun zügig einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan aufstellen. Zudem soll die Denkmalwürdigkeit der Halle (Fassade) geprüft werden und ob nicht zusätzlich ein Erinnerungsort machbar sei.


    Exkurs zur Historie: Ab 1889 produzierte dort die Firma „Gebrüder Hesselberger“ allerlei Lederwaren, machte sich um die Jahrhundertwende einen Namen und expandierte unter Franz Hesselberger zum internationalen Großunternehmen. 1935 verstarb er an den Folgen eines Autounfalls. Die Fabrik am Biederstein 7 wurde kurz darauf zur Lehrwerkstatt, bis sie die Nazis in der Reichspogromnacht zerstörten. Denn, die Familie Hesselberger war jüdischen Glaubens. So wurde die Familie gezwungen sämtliche Grundstücke und Gebäude für unter Wert zu verkaufen, 1941 wurde die Witwe Franz Hesselbergers schließlich deportiert und ermordet.


    Visualisierung (mehr Bilder sind noch nicht öffentlich)

    ©Ochs-Schmidhuber Architekten


    Lage: https://www.google.de/maps/pla…Fg%2F11bw41qjx_?entry=ttu


    https://www.sueddeutsche.de/mu…en-1.6343213?reduced=true

    https://www.tz.de/muenchen/sta…ik-meter-ba-92809156.html

    ^ Zumindest die vom BA präferierte Verlängerung der U1 ist nicht neu, schon 2019 hatte der Harlachinger BA parteiübergreifend die Prüfung einer Verlängerung zum Klinikum Harlaching beantragt.

    https://www.sueddeutsche.de/mu…-u-bahn-linie-1-1.4740653

    Eine solche würde schon Sinn ergeben und ist jetzt auch nicht utopisch.

    Bis nach Grünwald allerdings sehe ich keinen großen Nutzen. Im Prinzip kann die Gemeinde schon froh sein, überhaupt eine Straßenbahn zu haben. Gerade als diejenige Umlandgemeinde mit dem wahrscheinlich größten Anteil an Einwohnern, die mit dem Luxusvehikel in die Stadt fahren und diese das auch nicht ändern dürften, wenn plötzlich eine Ubahn raus fährt :)

    ^Die ist ja genauso unsinnig wie die von Hamburg oder anderen deutschen "Metropolregionen".

    Du sprichst wahrscheinlich von den 12 "Europäischen Metropolregionen" Deutschlands. Bei diesen steht tatsächlich die übergeordnete Entwicklung, Vernetzung und Kooperation hinsichtlich Mobilität, Wirtschaft, Umwelt und Wissen im Vordergrund, beteiligt sind i.d.R. Akteure aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Zur trennscharfen Bestimmung des gravitativen Einflussbereichs einer Großstadt sind sie daher weniger geeignet. Aber unsinnig sind sie deshalb nicht ;)


    Vielleicht ist Wien der Vergleich der am Besten zu Hamburg passt. Wien und Hamburg haben eine ähnliche Einwohnerzahl, Agglomeration und eine ähnlich gefasste Metropolregion.

    Das sehe ich genauso. Die Verflechtungsräume (Ballungsraum nach EuroStat; das kommt dem Metropol-Verständnis von Regent wohl am nächsten) der Städte Wien, Hamburg und München haben alle in etwa 3 Millionen Einwohner bei annähernd identischer Fläche. Auch die Stadtkörper sind sich ähnlicher als der zu Berlin. Schließlich ist auch die Wirtschaftsleistung absolut wie pro Kopf annähernd gleich, wobei Wien hier pro Kopf etwas abrutscht.


    Der erfolgreich gelebte Gegenentwurf zum "Mia san mia", der bestens zur Tradition einer Hansestadt passt.

    Es gibt einen recht amüsanten, aber auch interessanten Artikel der SZ dazu: https://www.sueddeutsche.de/ba…tos-wer-san-mia-1.1742394 ;)

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    Für das Grundstück gibt´s seit 1970 einen Bebauungsplan, der eine Nutzung für den Gemeinbedarf wie Post / Telekom vorsieht. Die Post ist zwar inzwischen ein Matratzen Concord (es gibt nur eine Packstation), aber das Gebäude für Telekommunikationstechnik gibt es ebenso noch wie einen vor rund 20 Jahren installierten, 30 Meter hohen Funkmast.

    Keine Ahnung wer der derzeitige Eigentümer ist, vll. die Telekom. Diese könnte beabsichtigen das Grundstück zu veräußern, da sie den Technikstandort nicht mehr benötigt (wie an anderen Stellen in der Stadt, z.B. am Arabellapark oder am Bhf. Moosach).

    Doch: Ohne B-Plan Änderung geht nichts. Warum die Makler daher jetzt bereits eine Projektierung über das gesamte Grundstück zeigen, einen Preis festlegen, wo es offenbar noch nicht einmal einen Bauvorbescheid über potenzielle GFZ etc. gibt? Ich weiß es nicht, aber mir sieht das eher nach Scam als seriösem Inserat aus (allein der Text... :D )


    Da es hier gerade passt: In einem Wochenanzeiger stand kürzlich, dass der Kindergarten von St. Thomas Apostel abgerissen und durch einen neuen Kindergarten ersetzt wird. Ist das Nachbargrundstück direkt nördlich vom oben diskutierten "Vorhaben".

    https://www.asboeck-architekten.de/156-sta

    Aber er hat das Leben diese Kaufhäuser verlängert - und nicht verkürzt. Wären die Kaufhäuser nicht für ihn Hebel für - im Niedrigzins-Umfeld - hochprofitable Immobiliendeals gewesen, wären die Kaufhäuser schon seit Jahren zu.

    Naja. Es wurden von Signa zwischen 2020 und Ende 2023 Filialen geschlossen, die seit Jahren schwarze Zahlen schrieben. Mit Interesse an einem funktionierenden Warenhauskonzern wären einige davon sicher immer noch geöffnet (der Sanierungsbeauftragte der Signa Holding hatte bereits mehrfach mangelnde Managementkompetenzen und -strukturen in der Führungsetage moniert).

    Das Geschäftsmodell der Galeria/Karstadt Filialen funktioniert dagegen nach wie vor, andernfalls hätte die Central Group kaum eine Übernahme in Planung (wie jetzt auch für die Luxussparte).

    In einem anderen Thread hatte ich vor Kurzem folgenden Artikel der IZ paraphrasiert: "Nur bei 30 von insgesamt 92 Galeria-Filialen ist Signa der Vermieter, jedoch gehen 65 % der Mietzinsen an den österreichischen Konzern. Neben den hohen Mieten sind es zudem teure, externe Dienstleistungen und jetzt die Insolvenzen der Signa-Gruppe, welche das operative Geschäft der Galeria "massiv behindern" und "Entwicklungsmöglichkeiten einschränken". Die Filialen selbst dagegen "funktionieren bereits gut". Derzeit laufen Gespräche mit potenziellen, neuen Eigentümern; die ersten Reaktionen zeigen offenbar, dass das Geschäftsmodell von Galeria in deutschen Städten nach wie vor "hoch attraktiv" ist."


    https://www.iz.de/unternehmen/…itte-insolvenz-2000022352

    Um- / Neubau / Sanierung gestartet


    Am 08.01.2024 schloss das Stadtmuseum seine Türen und wird diese erst wieder 2031 öffnen.

    Zunächst müssen bis 2025 drei Millionen (!) Ausstellungsstücke verpackt und ausgelagert werden.

    Anschließend wird der denkmalgeschützte Gebäudekomplex innerhalb von fünf Jahren umfassend hinsichtlich Barrierefreiheit, Brandschutz und Klimatechnik saniert.

    Der Haupteingang des Museums wird dabei an den Rindermarkt verlegt, wofür eine neue Passage in den großen Innenhof des Gsaenger-Traktes durchgebrochen wird. Der Innenhof dient künftig als zentrale Museumslobby, wofür dieser ein riesiges Glasdach sowie einen neuen Kubus zur Erweiterung der Ausstellungsflächen in dessen Mitte erhält.


    Das Museum umfasst den ehemaligen Marstall (Bj. 1410, Wiederaufbau in den 1970er Jahren), das Zeughaus (Bj, 1493-1520), eine Erweiterung im Stile der Neurenaissace (1926-31) sowie die dreiflügelige Erweiterung von Gustav Gsaenger (1959-64) zum Rindermarkt hin.


    Noch einmal die Ansichten:


    Künftiger Haupteingang im Gsaenger-Trakt am Rindermarkt:


    Überdachter Innenhof mit Kubus:





    https://www.muenchner-stadtmus…/haeufig-gestellte-fragen

    https://www.muenchen.de/sehens…een/muenchner-stadtmuseum

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    Ja, naheliegend wäre wie gesagt, dass man so nicht mit §34 in Konflikt gerät und sich in der Folge längere Abstimmungs-, Prüfungs- und Genehmigungszeiten einbrockt (mit ungewisser Erfolgsaussicht). Die rückwärtigen Riegel dürften in etwa der Wohnbebauung gegenüber entsprechen (https://www.google.de/maps/@48…!7i16384!8i8192?entry=ttu).

    Genauso plausibel wäre, dass man in der Mitte auch hätte höher raufgehen können, um zur Wohnbebauung hin eine Grünfläche anzulegen, doch aufgrund von Vermietungsaussichten (Teilbarkeit, Single- / Multi-Tennant, nutzbare Dachflächen, Ladenflächen im EG etc etc.) hat man sich dagegen entschieden... lt. Konzept will man ja explizit eine Art "Fußgängerzone" mit Läden in der Mitte schaffen (naja, ob das wirklich gelingt bezweifle ich, aber mal schauen).

    Die genauen Gründe bleiben Geheimnis der Investoren / Entwickler, wir können nur spekulieren :)

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    Ja, das hatte ich bei Projektankündigung auch moniert. Der Grund ist beim Entwickler / Investor zu finden: Es ist das was der Markt nachfragt. Für das Gelände gibt es keinen Bebauungsplan, heißt, wenn der Bauherr mit seinen Plänen §34 BauGb nicht verletzt und das tut er hier nicht, da sich das Gebäude in die direkte Nachbarschaft einfügt, dann hat eine Kommune wenig bis gar keine Möglichkeiten um geltendes Baurecht auf einem Grundstück zu blockieren. Ein eigener B-Plan nur für das kleine Grundstück lohnt fast nicht bzw. dauert seine Zeit - erst Recht wenn mehrere Grundstücke darin überplant werden, um entlang der Hanauer eine größere Umstrukturierung der Gewerbeansiedlungen vorzunehmen. Das passt dann oft nicht mehr in die Investitionsplanung bzw. ins Portfolio der Entwickler / Investoren. Ähnlich haben wir das beim "Bogen" am Vogelweideplatz gesehen: Dort hatte die Stadt bekanntlich ein Hochhaus bauen wollen, wozu eine Änderung des B-Plan nötig gewesen wäre. Der Eigentümer wollte aber sofort loslegen und entschied sich dafür innerhalb der bisherigen Grenzen zu bauen.

    DMG-Mori, ein japanischer Werkzeugmaschinenhersteller, verlegt seine Europazentrale in das Quartier. Dafür mietet das Unternehmen das Gebäude "Red" mit 10.000 qm BGF für eine Dauer von 20 Jahren (Einzug Anfang 2026). Angesiedelt werden 300 Arbeitsplätze in Verwaltung, Forschung und Vertrieb, zudem wird ein großer Showroom über zwei Etagen entstehen.

    Erst 2014 hatte das Unternehmen mit Sitz in Tokyo seine Zentrale im schweizerischen Winterthur bei Zürich eröffnet, ist dann jedoch bereits vier Jahre später interimsmäßig nach Bielefeld umgezogen.


    Start der Hochbauarbeiten der ersten 2 Gebäude des Quartiers ist im Frühjahr, die übrigen 2 starten sechs Monate später. Laut Projektentwickler gibt es Gespräche mit einem weiteren Unternehmen, welches 10.000 qm anmieten möchte. Damit wären noch vor Baustart rund 50 % der Flächen vermietet.


    http://www.deal-magazin.com/ne…r-im-Muenchner-Go-Four-It

    https://www.iz.de/transaktione…-nach-muenchen-2000022775


    Das Gebäude rechts im Bild ist das "Red" (die anderen heißen kreativ "Blue", "Purple" und "Green"):

    Gofourit-muenchen-quartier-neubau-02.jpg

    https://go-four-it.com/quartier/

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    Die 2,1 Mrd. Euro beziehen sich allein auf städtische Investitionen, nix privater Wohnungsbau...

    Also Erwerb von Grundstücken, Erwerb von Immobilien, Bau neuer Immobilien etc.


    Nachdem die vergangenen Jahre Büros beliebt waren, zieht jetzt bei Investoren die Nachfrage nach Wohnraum wieder an. Man kann das auch schon bei den ersten Projekten sehen, wo Investoren auf einen höheren Wohnanteil drängen. Gerade im Umland werden größere Wertkorrekturen für bestehende Bürogebäude prognostiziert, was die Renditen für Käufer in die Höhe treibt. Derzeit liegen sie dort schon bei 6,8 %.