Beiträge von Baufrosch

    ^ Der Hersteller Stadler hat aber auch durchaus mal mit Problemen zu kämpfen. Z.B. sorgt die Stadler TINA (für: Total Integrierter NiederflurAntrieb) in Darmstadt (und Basel) für erheblichen Unmut. Ich hab es erlebt. Güterzüge sind heutzutage leiser als diese Rumpelbahn.

    Aus dem Wiki-Artikel: "Ab 2024 wurden in Darmstadt und Basel über erhebliche Konstruktionsmängel berichtet, die zu einem deutlich erhöhten Geräuschpegel und starken Vibrationen führen."

    In der FAZ vor zwei Wochen leider hinter der Bezahlschranke.

    Oder etwas älter hier.

    ^ In den letzten Wochen bis ca. Mitte November konnte man beobachten, dass täglich ganze LKW-Ladungen Matratzen, Tische, Schränkchen und sicherlich noch einiges mehr angeliefert und ins Haus getragen wurde. Anschließend wurden Hunderte von Pflanzen geliefert, vor dem Haus aufgereiht, sortiert und inzwischen auch in der Außenanlage eingepflanzt (von kleinsten Sträuchlein bis zu Bäumchen). Auch Industriekletterer konnte ich eines Morgens an der Fassade sehen (letzte Arbeiten oder Grundreinigung?). Es sieht also tatsächlich danach aus, dass eine Eröffnung kurz bevor steht. Wenn ich mich recht entsinne, wurden die Nachbarn zum Projektstart mit einem Zeitplan informiert, der August '23 als Eröffnungstermin nannte. Aber da kam ja Corona und die Umwandlung von ??? (ja als was war es ursprünglich eigentlich geplant? Hotel oder Wohnen?) in möbliertes Wohnen auf Zeit und jetzt doch wieder reinrassiges Hotel? Ich hab den Überblick verloren ...

    Ergänzung: Ich glaube, ziemlich am Anfang (Abbruch des Vorgängerbaus) gab es auch mal einen Baustopp, weil beim direkten Nachbarn plötzlich ein Loch in der Außenwand der Tiefgarage und massive Rissbildung bemerkt wurden.

    ^ Das Online-Bauschild nennt unter dem Aktenzeichen B-2024-280-6:

    Bauvorhaben Brandschutz- und statisch relevante Grundrissänderung in allen Geschossen der Außenstelle Julius-Leber-Schule sowie Errichtung eines 3-geschossigen Erweiterungsbaus mit Kellergeschoss für die Berufliche Schule

    Dass eine Aussichtsplattform gebaut wird, die keine Aussicht bietet, kann man gerne kritisieren, wenn es denn Realität geworden ist.

    Es würde mich wundern, wenn die Eisenbieger (normalerweise ein Sub-Sub-Unternehmen) über das Gesamtbauwerk im Bilde sind. Und ab wo sind die genannten 3,50m zu rechnen? OK Gelände oder OK Fundamente? Und wie hoch sind diese? Der Einschätzung "niedlich unprofessionell" (so Natalie Katarski) würde ich dann doch Fakten vorziehen.

    Laut Grünflächenamt "soll die geplante Plattform einen Ausblick über den 26 Hektar großen Heiligenstock auf die Skyline Frankfurts und den Taunus ermöglichen".

    Das umzusetzen traue ich denen sogar zu.

    Lasst uns doch mit Kritik und dem Ruf nach dem Schwarzbuch wenigstens warten bis das Ding fertig ist.

    ^^

    Der online-Service der Bauaufsicht ist manchmal auskunftfreudig und hat für die Große Gallusstraße 1-7 zwei laufende Bauanträge im Programm:

    Nr. B-2021-1096-4

    Aufteilung von einer Nutzungseinheit Anlage für Sportliche Zwecke (Fitnesstudio) im EG und ZG in einen Laden und einen überdachten Innenhof Verlängert bis zun 07.03.2026

    Nr. B-2021-1486-4

    Brandschutzrelevante Grundrissänderungen in allen Geschossen in einem Büro- und Geschäftsgebäude, Nutzungsänderungen von Laden in Gastronomiefläche im EG und ZG, von Büroflächen im 1. und 3.OG, Büroflächen in Rechenzentrum im ZG und Errichtung eines Pflanzbalkones an der hofseitigen Fassade

    Klingt aber alles nicht nach Dachterrasse.

    Oskar-Sommer-Straße 15-17 (zuletzt in #916)

    Mittlerweile hat die Montage der von Schmittchen in #914 erwähnten Holzfassade begonnen und der zur Stresemannallee gelegene Block ist bereits geschlossen. Die Elemente sind außenseitig vollflächig mit einem Vlies oder einer Folie bespannt. Öffnungen in derselben erfolgen wohl erst, wenn die finale Außenhaut an der Fassade montiert wird.

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    Bei am Haken hängenden Elementen kann man auch mal die Innenseite erkennen. Auch hier ist die finale Verkleidung noch zu ergänzen, aber Fenster und Balkontüren sind bereits montiert.

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    Bilder: von mir (die mäßige Qualität bitte ich zu entschuldigen)

    Der Blick aus erhöhter Position zeigt:

    Überblick:

    nt3gipyg.jpg

    Der Einblick widerlegt Beggis Vermutung, dass hier schon Estrich eingebracht wird.

    Was die Bilder nicht zeigen: Die beiden Silos enthalten Brandschutzputz, der unterseitig an den Rippendecken aufgetragen wird, um diese für die geforderte Feuerwiderstandsdauer zu ertüchtigen.

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    Das Gerüst wird jetzt blickdicht verkleidet:

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    Die oberste Decke (=Basis für das Staffelgeschoss in Holzbauweise) ist betoniert und noch bis zur vollständigen Aushärtung unterstützt:

    mtvrld6z.jpg

    Bilder: von mir

    Ein Outrigger-Geschoss in dieser geringen Höhe ergibt für mich keinen Sinn. Das würde man wesentlich höher im Gebäude anordnen. Damit vermute ich, dass es darum geht, das in den oberen Geschossen enge Stützenraster nach unten "auszudünnen". So ein Fachwerkträger würde somit jede 2. Stützenachse abfangen und die von oben kommende Last auf die jeweiligen Nachbarstützen umleiten. Die erhalten dadurch die doppelte Last und werden dicker, ermöglichen aber eine großzügigere (weil stützenärmere) Eingangs- bzw. Foyer-Situation.

    ^^

    Ergänzend zu Schmittchens Bildern noch ein wenig Beschreibung dessen, was da grad auf der Baustelle passiert:

    Die oberste Decke (also die Dachdecke) wird in Streifen geschnitten und ausgehoben. Im rechten Bereich ist das bereits abgeschlossen. Weiter links sind noch die Unterzüge vorhanden (die werden aber auch noch zurückgebaut). Im ganz linken Block scheint die Decke noch vorhanden zu sein. Der Rückbau ist offenbar notwendig, weil diese Dachdecke nicht geeignet ist, die Lasten aus dem neu zu errichtenden Staffelgeschoss aufzunehmen. Nach Abbruch der Dachdecke wird diese neu (und tragfähiger) wieder hergestellt. Im äußerst rechten Bereich ist diese neue Decke offenbar schon eingeschalt und dürfte in Kürze betoniert werden.

    ^

    Für einen solchen Betonierfehler gibt es viele Ursachen, von denen hier offenbar auch mehrere zusammenkommen. Wir sehen im letzten Bild eine sehr dichte Vertikalbewehrung. Da muss der Beton natürlich durch, um bis zur Schalung zu gelangen. Und dafür muss dann das Größtkorn angepasst werden (soll heißen: man kann den Beton nicht mit Größtkorn 32mm anmischen, wenn die Lücken zwischen den Bewehrungsstäben nur 30mm breit sind -> "Verstopfung"). Zudem ist dieser Bereich unterhalb der Stelle, an der die Flügelwand dicker wird. Offenbar ist die ganze Wandhöhe in einem Zug betoniert worden. Dafür ist an der Verjüngungsstelle eine Deckelschalung erforderlich. Man kann aber die Rüttelflaschen zum Verdichten des Betons nur von oben (und da haben wir nur die schmale Aufkantung) in den Beton hängen und nicht "lenken". Somit kann man den dickeren Bereich der Wand unterhalb der Deckelschalung nur ungenügend verdichten. Das Ergebnis sehen wir auf dem Foto: Das Zusammenspiel aus Bewehrung, Beton, Geometrie (Schalung) und Verdichtung hat nicht geklappt.

    ^

    Einen sehr interessanten und detaillierten Artikel zur Fassadensanierung fand ich in der Zeitschrift B+B Bauen im Bestand.

    Neu war für mich vor allem, dass die alten Natursteinplatten mittig durchgeschnitten wurden, so dass aus einer Platte zwei dünnere wurden. Diese wurden dann mit einer Leichtbeton-Trägerplatte verklebt und geschliffen. Nach Montage der neuen Dämmung (Stärke wurde verdoppelt auf jetzt 2x 80mm) sind die Platten mittels Agraffen an einer Alu-Unterkonstruktion befestigt worden. Wegen des geringeren Gewichtes der recycelten Platten konnte die Auskragung vergrößert werden (Abstand zum Beton), so dass die ehemals etwas aus der Fassade ragenden Fenster (siehe #296) jetzt oberflächenbündig umschlossen werden.

    -> Zum gesamten Artikel

    Kleine Ergänzung: Was die zu hebenden Gewichte und die Hubhöhe angeht, wäre auch ein großer Autokran ausreichend. Aber beim Zusammensetzen der Teile ist äußerste Präzision gefragt. Ich hab das mal im Industriepark Höchst bei einer Silomontage erlebt. Ein solcher Raupenkran mit dieser Gittermastkonfiguration steht wesentlich stabiler/steifer als ein Autokran (salopp: weniger Geschaukel). Sonst würde man nicht den Aufwand des Aufbaus eines Raupenkranes betreiben, der allein mehrere Tage benötigt.

    ^ Wenn man sich die Visualisierung mal richtig anschaut, sieht man, dass das "Grünzeug" an einer separaten Konstruktion deutlich vor der eigentlichen Fassade angeordnet ist und mit Sicherheit nicht die erforderliche harte Bedachung ersetzt.

    Zweieinhalb Jahre später haben (endlich) die Bauarbeiten begonnen - zunächst für den Bau der Kindertagesstätte.

    Der diesbezügliche Bericht im Darmstädter Echo aus dem Februar 2025 steckt leider immer noch hinter der Bezahlschranke.

    Aktuell wurden in dieser Woche Mauerreste der dort bis 1944 stehenden und dann in der Brandnacht zerstörten Dragonerkaserne gefunden. Der Fund wird im Bericht in der FR als "überraschend" bezeichnet. Ich bin aber davon ausgegangen, dass bei den Aufräumarbeiten nach dem 2. Weltkrieg zumindest Teile des Kellers nur zugeschüttet wurden und jetzt wieder auftauchen. Nach der von der Denkmalschutzbehörde veranlassten Kartierung der Bauteile wurden diese bereits abgetragen.