Beiträge von kt_kb

    Laut einer Vorlage der Stadtverwaltung entscheidet der Verwaltungs- und Finanzausschuss demnächst über den Verkauf der Lücke Zöllnerplatz 20/21 an eine Tochter der Rock Immobilien aus Leipzig (s. auch im Thread Zentrum / Fritz-Reuter-Straße), welche mit 150 T€ Höchstbietender waren.

    Zitat aus der Beschlussvorlage: "Die Baulücke soll innerhalb von 3 Jahren ab Eigentumsübergang und dem Vorliegen der Baugenehmigung mit einem Neubau geschlossen werden, gesichert durch ein Wiederkaufsrecht. Dieser soll sich in Nutzung und architektonischer Sprache an den historischen Gebäuden orientieren und modern interpretieren."

    Die WCH befindet sich ja nun seit längerer Zeit in Sanierung, sie hatte zuletzt freie Grundstücke aus ihrem Bestand zum Verkauf angeboten. Vermutlich wird sie in dieser Situation einen solchen Neubau auch nur gemeinsam mit einem Investor stemmen können bzw. tritt erstmal nur stellvertretend für den Investor vor, um ihm bei einem positiven Bescheid das Grundstück dann zu verkaufen.

    So sehr ich den Lückenschluss und die Altbausanierungen, und dann gerade noch an der Limbacher Straße, begrüße, so sehr irritiert mich die Straßengestaltung der Fassade der Neubauten. Aber vielleicht ist es auch einfach nur eine sehr schlechte Visualisierung. Beim Blick in die Referenzen des Unternehmens fällt allerdings auch auf, dass der Schwerpunkt der Unternehmenstätigkeit bislang nahezu ausschließlich in der Altbausanierung verortet war.

    Ich bin ganz im Gegenteil dazu der Überzeugung, dass sich Wohngebäude noch nie so an den Wünschen der Nutzer orientiert haben, wie heute. Die Gebäudeformen mögen dann vielleicht optisch nicht immer dem Geschmack der Betrachter entsprechen, in der Nutzung bieten sie jedoch jeden Komfort und jede Möglichkeit, den die Mieter oder Eigentümer wünschen.

    Auch langfristig wird das Grundstück weiterhin Kellnberger gehören.

    Allerdings bin ich auch skeptisch, was die Nutzer des Parkhauses betrifft. In dem Teil des Kaßberges (zwischen Zentrum und Reichsstraße) gibt es Abends und am Wochenende ausreichend freie Parkplätze. Wäre die Parkplatznot der Bewohner des hinteren Kaßbergs so groß, würden sie dort in dem Gebiet auch jetzt schon ihr Fahrzeug abstellen - sie tun es aber nicht. Folglich wird von denen auch niemand einen Stellplatz im Parkhaus anmieten.

    Nach meinen Erfahrungen lag die Grenze in Chemnitz bei Banken zuletzt bei ca. 1.700 -1.800 € pro m², der Rest wäre dann aus Eigenmitteln aufzubringen. ;) Aber vielleicht führen ja steigende Verkaufs- und auch steigende Mietpreise dann auch zu einer deutlichen Erhöhung des Finanzierungsanteils der Banken.

    Dekoratives Anführungszeichen


    Im Übrigen finde ich es total schwachsinnig beim Getreidemarkt von einer Brachfläche zu reden. Brachflächen sind nicht genutzte - eben brach liegende - Flächen. Der Getreidemarkt ist momentan als Parkplatz gut genutzt und eigentlich auch der einzige Parkplatz bei dem man wirklich mitten in der Stadt ist.

    Die systematische Vernichtung kostengünstiger bzw. gar kostenloser Parkplätze in der Innenstadt finde ich grundlegend falsch und wird Chemnitz mit Sicherheit in Zukunft nicht gut tun.

    Die Fläche um die es hier geht, ist doch aber mit einem nichtöffentlichen Anwohnerparkplatz belegt, der dann durch die Tiefgarage ersetzt wird?

    Dekoratives Anführungszeichen

    Als Mietinteressent würde mich noch interessieren, ob die Erdgeschossterassen tatsächlich nahtlos in einen gemeinsam genutzten Hinterhof übergehen, wie die ansonsten attraktiven Dachterrassen voneinander abgeschirmt sind und was dieser ominöse "Luftraum" sein soll, der in den Grundrissen der Dreigeschosser zu sehen ist. Der dürfte 10 m² groß sein und hat zwar ein Fenster, aber keine Tür. Ist das für das Einbetonieren der Schwiegermutter?

    Sicherlich richtet sich das Angebot eher an Kaufinteressenten ;). Der Luftraum ist das, was man gemeinhin als "Galerie" bezeichnet, die Raumhöhe sind in diesem Bereich 2 Etagen.

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    Was besonders missfällt:

    Bei den sogenannten Kaßberggärten ist alles nur noch rein Privat. Da werden Zäune gebaut und Fußwege mit nem Tor versehen. Das wirkt nicht nur wie eine eigene Welt, sie ist es auch.

    Wie dwt in Beitrag 179 selbst festgestellt hat, wird durch das Areal ein öffentlicher Fuß- und Radweg führen, der die Schiersandstraße und die Erzberger Straße miteinander verbindet.

    "Eigene Welten" gab es unabhängig davon schon immer, siehe frühere Karreebebauung. Den Wunsch nach etwas "Privatsphäre" halte ich grundsätzlich für begründet.