Beiträge von planquadrat

    Wormser Hof (geplant)

    Für den Wormser Hof, einem geschichtsträchtigen Gebäude in der Heidelberger Hauptstraße 110, ist seit einiger Zeit ein Umbauprojekt in Planung.

    Momentan befindet sich dort das Lux Harmonie Kino, dessen Tage sind allerdings gezählt. Die Silva-Stiftung, der das Haus gehört, plant dort (mit politischem Rückenwind) ein Textilkaufhaus einzurichten, das als 'Magnet' für die hintere Hauptstraße dienen soll.

    Davor steht aber zunächst einmal der Prozess der Bürgerbeteiligung - zwei Planungsworkshops gab es schon. Neben der offensichtlichen (und wohl auch nicht kontroversen) Forderung, das historische Gebäude (also die Fassade, das Innenleben ist ja schon dem Kino zum Opfer gefallen) zu erhalten, wird insbesondere die Einrichtung eines Literaturhauses gefordert. Mittlerweile liegt ein Kompromissvorschlag (RNZ, mit Visualisierung) auf dem Tisch, der allerdings an der Finanzierung zu scheitern droht, da die Stadt keine Mittel zur Verfügung stellen wird.

    Ich beobachte den Prozess vorsichtig-optimistisch - für den Theaterplatz sollte das Projekt zumindest eine Verbesserung bringen, selbst wenn die Magnetwirkung ausbleibt.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Was ist jetzt eigentlich aus dem Kölle Zoo geworden? Im Plan vom 14.06.2012 verläuft "durch" das Kölle-Zoo-Gebäude eine Straße, welche an einer der Harfenbrücken mündet (Abschnitt ED2).

    Stimmt, bevor man die Brücke beschließt, sollte man das Thema vielleicht zumindest mal diskutieren.. Ich weiß aber seit August nichts Neues...

    Fortführung der Weststadt mit anderen Mitteln

    Mittlerweile hat der Hochbau doch erhebliche Fortschritte gemacht:

    Dies ist der Blick aus der Weststadt heraus, durch den Durchbruch im Gebäudekomplex, der die Straßenstruktur der Weststadt bis zur Kurfürstenanlage fortführen soll. Das ist zumindest soweit schon mal gelungen.

    Quelle: Eigenes Bild

    Rahmenplan & Wassergräben

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    Im Rahmenplan ist irgendwo eine Darstellung der Blöcke und der entlang Straßen etc aufzustellenden Bäume. Die Tiefgaragen finden sich dort im Textteil.

    Ich erinnere mich auch dunkel, das schon einmal gesehen zu haben. Im Rahmenplan (von 2007, oder gibt es da eine neuere Version?) habe ich das aber nicht gefunden. Im Konzept 'Öffentlicher Raum' von 2007 sind noch erheblich mehr Straßenquerschnitte abgebildet, allerdings habe ich ihn da auch nicht gefunden. Auf Seite 51 (beim Lichtkonzept) ist es abgebildet, allerdings klein und etwas unscharf.

    Bei der Gelegenheit habe ich mir übrigens nochmal die Entwürfe für die Wassergräben am Langen Anger angeschaut - da gab es einen Übersichtsplan, den ich so gar nicht mehr im Kopf hatte. Da waren die Wassergräben richtig interessant ausmodelliert, mit Krümmungen am Anfang und Ende, jeweils Brücken in der Mitte etc. - hat mich daran erinnert, wieso ich hohe Erwartungen an den Lebenswert in der Bahnstadt hatte. Ein Blick in den aktuellen Rahmenplan sorgt da für etwas Ernüchterung - da sieht der Entwurf, soweit erkennbar, erheblich prosaischer aus, und die Brücken sehe ich auch nicht mehr. Weiß jemand, ob es dazu einen aktuelleren Detailplan und eine zugehörige Entscheidung im Gemeinderat gab?

    Die Wassergräben darf man sich aber trotzdem nicht als ein Wasserloch im Format der jetzigen Grube vorstellen; eher als eine Art kleinen Park mit Gras und Bäumen und einem maximal 1,5m tiefen Wassergraben in einem Kiesbett. So zumindest die Idee...

    Bed & Breakfast Hotel

    Service für Spürnase:

    Aktueller Baufortschritt (Sonntag) am Hotel. Ich muss meinen letzten Post zum Thema korrigieren: Sie sind doch noch mit dem 1. OG beschäftigt. Und der 'Autokran' ist dann doch eher ein 'Raupenkran'.

    Im Vergleich zu den sonstigen Gebäuden, die in der Bahnstadt entstehen, kommt einem das Hotel vergleichsweise klein vor, wenn man tatsächlich davorsteht ...

    Die zukünftige Maulbeerallee: Der Blick gen Schwetzingen...

    Quelle: Eigene Bilder

    Tragfeldbrücke

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    Die RNZ berichtet heute in einem Artikel über die Sitzung des Bauauschusses zu den anderen Brücken für die Bahnstadt.

    Sind hier übrigens Ingenieure anwesend? In dem Artikel wird als Alternative zu den Harfenbrücken von 'Tragfeldbrücken' gesprochen. Ich nehme an, das soll irgendwie 'aufliegend', also mit Pfeilern, heißen, aber den Begriff findet Google nur im obigen Artikel selbst...

    Weitsicht

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    Die RNZ berichtet heute in einem Artikel über die Sitzung des Bauauschusses zu den anderen Brücken für die Bahnstadt.

    Am Ende des Artikels wird übrigens auch berichtet, wie die Entscheidung einigen Ausschussmitgliedern zu schnell gehe. Man müsse 'die Gesamtplanung berücksichtigen' und prüfen, ob die Brücken an den geplanten Standorten überhaupt sinnvoll seien.

    Die Frage habe ich mir zwar auch schon gestellt, allerdings, als ich den Rahmenplan zum ersten Mal gesehen habe. Der wurde ja nun durchaus schon mehrfach in den einschlägigen Gremien diskutiert, auch unter dem Gesichtspunkt der Radverkehrsplanung. Jetzt, wo es konkret werden soll, das Konzept wieder in Frage zu stellen, erscheint mir etwas spät, und verheißt nichts Gutes für eine zügige Fertigstellung.

    Traut sich jemand hier im Forum, eine Prognose abzugeben, wann die Verkehrsinfrastruktur der Bahnstadt im Sinne des Rahmenplans 'im Großen und Ganzen' (also Straßenbahn, Autobahnanschluss, alle Straßen, die Radwegbrücken, Hauptbahnhof Süd) fertig sein könnte?

    Hmm, 'Sand Lizard Bridge'? Oder lieber 'Golden Lizard Bridge'? Das hat doch Vermarktungspotential. Wenn wir die dann noch richtig anstreichen, wird's vielleicht ein Touristenmagnet. Oder es malt zumindest jemand ein Aquarell davon. ;)

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    Der Bahndamm und die zweite Brücke ist die Eidechsenautobahn von Kirchheim zur Schwetzinger Terrasse - Umgehungsstraße für den HBf, da der südliche Eidechsenbypass dort ja überteert wurde.

    Dann sind es also vor allem die Eidechsen, die die Radwegbrücke über die Speyrer Straße benutzen sollen! Da erscheint doch gleich einiges in einem anderen Licht. ;)

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    ..., da der Abzweig via südlicher Brücke des Kirchheimer Wegs (weiter parallel zur Hardtstr.) laut den Plänen nicht als Radweg ausgebaut wird, so dass man nur in Richtung Südstadt fahren könnte anstatt nach Südwesten.

    Das hatte ich schon wieder verdrängt. Im Plan vom 27.02.2012 ist ja dick und fett ein Bogen nach Süden eingezeichnet, aber das ist natürlich die Route durchs Kirchheimer Loch auf der anderen Seite der Bahnlinie. Warum bauen sie denn bitte die andere Route nicht auch aus? Dafür müsste man ja im Wesentlichen einen alten Bahndamm teeren - das kann nicht sooo furchtbar aufwendig sein? Oder gibt es einen geheimen Plan, mittelfristig die zweite Eisenbahnbrücke über den Kirchheimer Weg loswerden zu wollen, so dass da kein Radweg entstehen darf?

    So scheint der Plan zu sein, dass man den Südstadt-Radweg benutzt und dann über die Sickingenbrücke fährt. Auf jeden Fall ein klarer Umweg - insbesondere, wenn man sich den zwar ästhetischen, aber zumindest für Fussgänger wohl nicht ganz alltagsoptimierten* Entwurf der Sickingenbrücke anschaut. :-)...

    * Ich kann auf der Visualisierung nicht erkennen, ob es nicht vielleicht doch eine Treppe als Abkürzung gibt - dann nehme ich alles zurück.

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    Zum Baufeld S3.2 (B&B-Hotel) hätte ich eine Frage (da ich zuletzt vor 1/2 Jahr in der Gegend war): gibt es da schon einen Baufortschritt?

    Ja, deutlich. Ich kann bei Gelegenheit mal ein Foto machen. Momentan bauen sie gerade das 2. OG. Das Gebäude wird aus Betonfertigteilen zusammengesetzt; dabei kommt ein Gittermast-Autokran (so ähnlich wie dieser) zum Einsatz. Man sieht also eindeutig, dass die Zimmerzwischenwände nicht aus Pappe sind, auch wenn später Gegenteiliges behauptet werden sollte.

    Farblos

    Ich habe mir zur Auffrischung meiner Erinnerung gerade nochmal das Expose der Schwetzinger Terrassen angeschaut, das bislang hemmungslos weiterhin auch so im Netz steht.

    Wenn ich das mal kurz zusammenfassen sollte, würde ich sagen, dass sie im Vergleich zur Visualierung sämtliche irgendwie unkonventionellen oder interessanten Fassadenelemente wegrationalisiert haben. Man erinnere sich: Das Baufeld wurde ja von 4 verschiedenen Architekten bebaut - inoffiziell wahrscheinlich auch, damit der Sieger des städtebaulichen Wettbewerbes wenigstens ein bißchen etwas bauen durfte, offiziell aber vor allem, um für 'mehr Vielfalt' zu sorgen. Das schlug sich auch in den Fassaden zumindest ein wenig nieder. Jetzt sehen eigentlich alle Häuser so gut wie gleich aus (ja ok, die Balkonkonstruktionen sind nicht identisch, und der Grauton ist ein anderer...).

    Haus C hatte eigentlich türkise Applikationen (ok, war nicht meine Farbe, aber besser als keine Farbe). Haus B hatte gelbe Balkongitter und gelbe Farbtupfer. Haus A hatte Glasbalkone (wie eigentlich auch Haus C), zur Straße gelbe Balkongitter, und außerdem Holzelemente. Die Häuser D hatten auch Holzelemente, und die Reihenhäuser noch dazu große farbige oder hölzerne Flächen (über dem Wohnzimmerfenster).

    Was geht? Waren das die minimalistischen Farbvorstellungen des Bauamts? Oder war's billiger? Oder fiel jemandem nachträglich auf, das gelb und türkis nicht die beste Kombination sind? Oder kommen ein paar Sachen noch? Mir ist klar, dass sich in der Baudurchführung manchmal noch Sachen ändern (z.B. ist das durchaus praktische Vordach an der Haustür von Haus A hinzugekommen) und die Visualisierungen immer nur 'unverbindlich' sind - was zählt ist die in diesen Punkten vage Baubeschreibung. Aber in der Häufung muss man schon sagen, dass der Entwurf quasi 'entfärbt' ist - da käme ich mir als Käufer schon etwas verschaukelt vor.

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    Es gibt ja immer noch an der Kreuzung Rudolf-Diesel-Str / Speyerer Str die Ampel.

    Ja, das war ja gerade mein Punkt - dass viele Radfahrer, die bei einem leichteren Zugang vielleicht über die Brücke fahren würden, so wahrscheinlich über diese Kreuzung fahren werden.

    Eine Diskussion über diese Kreuzung selbst fangen wir hier lieber nicht an - ein radverkehrsplanerisches Trauerspiel...

    Dekoratives Anführungszeichen

    Dann fahre ich wie alle anderen quer durchs Kirchheimer Loch, üblicherweise über Weststadt -> Hebelstraße -> Kirchheimer Weg. Und vor allem nicht über Ringstraße und Montpellierbrücke.

    Ich dachte mir schon, dass das jemand sagt. Ich meinte, stadtauswärts die Speyrer Straße hinunterfahrend. OK, vielleicht betrifft das letztlich nur die Leute, die von Burger King, dem Fitnessstudio oder vielleicht noch Reutax kommen.

    Hat sich da gegenüber dem ursprünglichen Entwurf etwas geändert?

    Die Brücke finde ich soweit eigentlich ganz gelungen. Die roten Stützen und die Hängekonstruktion sorgen für etwas Dramatik, auch wenn der Brückenbogen selbst eher prosaisch sein mag. ;)

    Worauf ich gespannt bin, ist, wie die Brücke (aufgrund der Rampensituation) tatsächlich angenommen wird. Für den 'Durchgangsverkehr' aus der Bahnstadt Richtung Kirchheim/Rohrbach ist sie sicher klasse. Aber wenn ich aus der Innenstadt nach Kirchheim will, fahre ich dann tatsächlich unten bis zur Schwetzinger Terrasse, dort die Rampe hoch, und dann über die Brücke? Oder doch lieber direkt diese Treppe hoch? Oder (unter Umgehung der Brücke) über die Kreuzung und dann über die 'Maulbeerallee'-Rampe auf den Radweg?

    Ein paar interessante Sachen fallen mir in der Visualisierung auf:

    Am linken Ende der Brücke beginnt gleich die Stampfbetonmauer, dahinter liegt eine Grünfläche. Wenn man sich die Visualisierung auf der Tafel des Stadttorprojekts anschaut, ist dort eine gepflasterte Fläche, die offen in die Promenade übergeht (und auf der die Büroarbeiter zum nahegelegenen Cafe schlendern). Ich hoffe, da hat man sich abgesprochen. :)

    In der Visualisierung wurde die andere Seite des 'Stadteingangs' gleich mal so im Stil des Stadttors fortgeschreiben. Wunschdenken oder reale Option?

    Warum dieser Grünstreifen am Bürgersteigrand im Bereich der Brücke? Geht entweder auf Kosten des Radweges oder führt zumindest zu einem unnötigen Verschwenk. Dann wäre das Grün aber wahrscheinlich auf der anderen Seite glücklicher...

    Naja, nachdem die Visualierung auch die Einfahrt in den Langen Anger unter einem begrünten Erdhügel begräbt, muss man vielleicht nicht jedes Detail ganz ernst nehmen.