Fortschritt
Danke für die vielen Updates! Wieviel Prozent der Bahnstadt schätzt Ihr ist inzwischen gebaut oder konkret geplant?
Kommt ein bißchen darauf an, wie ehrgeizig man die Grenze zieht. Wenn man vom Gesamtrahmenplan ausgeht, der insgesamt ungefähr 80 Baufelder umfasst, von denen 70 neu bebaut werden sollen (an der Eppelheimer Straße an der Nordkante bleiben einige Gewerbebetriebe und ein Verwaltungsgebäude stehen, genauso der Bürokomplex an der Montpellierbrücke), ist noch viel zu tun. Fertig sind momentan 15 Baufelder, 8 weitere sind im Bau oder schon konkret beplant. Also weniger als ein Viertel bzw. knapp ein Drittel.
Der erste Bereich mit Wohnbebauung bildet aber einen größeren kohärenten Block, so dass man schon den Eindruck eines Stadtviertels hat. Vorne zwischen Wohnbebauung und Zollhofgarten werden auch die Lücken geschlossen (wobei bei SOKABau 2 nach ihrem Spatenstich im Mai irgendwie nichts mehr passiert ist), das Viertel wächst also in die Breite. Unklar ist da nur das freigehaltene Grundstück für Skylabs 2 (Ecke Langer Anger/Max Jarecki-Straße) - nachdem Skylabs 1 nun endlich an die Calgon-Forschung vermietet ist, trauen sie sich vielleicht auch da dran.
Die Verlängerung des Langen Angers Richtung Eppelheimer Straße und der Abschluss der Promenade sind schon gebaut bzw. geplant, und die Wohnbebauung dort im Bau oder in Planung. An der Eppelheimer Straße sind das Kino und das Einkaufszentrum geplant. Die Grüne Meile als Hauptverkehrsachse mit Straßenbahn ist auch geplant und der Fördermittelantrag auch endlich auf einem guten Weg - da würde ich erwarten, dass es nächstes Jahr richtig los geht. Die große Masse an weißen Flecken liegt aber eben an der Grünen Meile - da ist außer dem Schulzentrum auf dem Gadamerplatz bebauungsmäßig meines Wissens noch gar nichts konkret geplant. Also die Campusgebäude nördlich der Halle 02 (auch noch eine Baustelle) und die Bebauung direkt an der Straße. Ein Faktor ist sicherlich auch, dass dort die Eigentumssituation am kompliziertesten ist und bestehende Eigentümer umgesiedelt oder rausgeklagt werden müssen. So ist die Bahnstadt Richtung Norden immer noch eine Sackgasse, weil erst Friseurbedarf Oswald in seinen Neubau auf die andere Seite der Eppelheimer Straße ziehen muss, bevor mit der DaVinci-Straße die Verbindung zur Czernybrücke geschaffen werden kann.
Rund um den Hauptbahnhof Süd ist es auch noch nicht konkret, z.B. ob die Post tatsächlich abgerissen und überbaut wird. Dito für das Areal des DRK und das ehemalige VRN-Gelände - beste Geschäftslage direkt am Langen Anger am Eingang der Bahnstadt.
Die Straßenbahn muss bis 2018 fertig sein, bis dahin erwarte ich, dass auch die Promenade samt Wohnbebauung und die wesentliche Infrastruktur (Straßen, Straßenbahn, Einkaufszentrum, Schule) fertig sind. Für die weitere Expansion finde ich das sehr schwer abzuschätzen. Hängt sicherlich auch mit anderen Entscheidungen zusammen, z.B. ob beschlossen wird, das Kongresszentrum an die Südseite des Bahnhofs zu bauen. Wir bleiben geduldig.