Abriss Gewerbebauten Hirtenstraße
Im westlichen Teil der Güstrower Innenstadt im Quartier zwischen der Hageböcker Straße im Süden, der Straße Krönchenhagen im Osten und der Hirtenstraße im Norden befindet sich ein Areal aus brachliegenden Flächen und Baulücken, die insbesondere an der Hageböcker Straße und im Krönchenhagen zu großen Lücken in der Bebauung geführt haben. Im Jahr 1971 wurde beispielsweise nach längerem Verfall der historisch bedeutsame Kabischhof an der Hageböcker Straße abgerissen. Die dortige Baulücke besteht somit bereits seit 50 Jahren!
Im Inneren des Quartiers befinden sich neben großen Freiflächen weitere Gewerbebauten, die sich bis zur Hirtenstraße erstrecken und Teil der ehemaligen Backwarenfabrik Agatz sind.
Die Stadt verfolgt seit Jahren das Ziel, die Flurstücke peu à peu anzukaufen, um das Gebiet gesamtheitlich neuordnen und entwickeln zu können. Im letzten Jahr konnten die Grundstücke Krönchenhagen 26 und 27 sowie ein im Blockinneren liegendes Grundstück angekauft werden. Dies stellt einen großen Fortschritt dar, da sich im Besitz der Stadt nun etwa ein Drittel der Fläche befinden. Für die insgesamt 6 Hektar umfassende Fläche ist die Aufstellung eines Bebauungsplans vorgesehen.
Ursprüngliche Planungen, hier ein Parkhaus zu errichten, werden seitens der Stadt nicht mehr verfolgt, da mittlerweile andere Standorte favorisiert werden. Dies ist aus meiner SIcht eine vollkommen richtige Entscheidung, da die innerstädtischen Flächen für hochwertigen Wohnungsbau vorbehalten sein sollten. Durch den Bebauungsplan soll eine große Flexibilisierung in Bezug auf die Realisierung unterschiedlicher Bauvorhaben sichergestellt werden. Gleichzeitig strebt die Stadt damit eine städtebauliche Neuarrangierung unter Beachtung stadtgestalterischer Aspekte an.
In Vorbereitung auf die zukünftigen Entwicklungen geht es nun zunächst den heruntergekommenen Gewerbebauten der Agatz-Bäckerei an den Kragen, welche wohl in diesem Jahr abgebrochen werden. Für das Wohn- und Geschäftshaus an der Ecke Hirtenstraße/Krönchenhagen, ebenfalls Teil des Agatz-Geländes, soll ein Nutzungs- und Sanierungskonzept erarbeitet werden. Für das Gesamtareal werden Planungen und Untersuchungen angeschoben (Beauftragung Planungsbüro, Vermessung, Baugrund- und Artenschutzgutachten), die mit knapp 100.000 Euro zu Buche schlagen werden.
Bevor es hier mit weiteren Maßnahmen oder Abrissen zu sichtbaren Veränderungen kommt, möchte ich zunächst den aktuellen Zustand präsentieren.
Es folgt zunächst ein Blick auf das Eckhaus Krönchenhagen/Hirtenstraße, welches erhalten und bestenfalls saniert werden soll.

Der Gebäudekomplex aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts zieht sich weit in die Hirtenstraße rein. Hinter dem zweigeschossigen Erweiterungsbau schließen sich die Gewerbebauten an, die abgerissen werden. Ob auch der aus der Gebäudeflucht ragende Zweigeschosser komplett mit abgetragen wird, kann ich aktuell noch nicht sagen.

Die folgenden zwei Fotos zeigen die für den Abriss vorgesehenen Bauten. Hier sind bereits umfassende Deckeneinstürze zu verzeichnen.


Westlich der Gewerbebauten folgen wiederum vollständig sanierte und für diesen Teil der Altstadt typische, kleine Wohnhäuser.

Von den quartiersinneren Freiflächen kann man einen guten Blick auf die Gewerbebauten erhalten. Dieser Komplex wird nun wohl komplett abgetragen.

Es folgen abschließend noch drei Aufnahmen der Baulücken an der Straße Krönchenhagen und Hageböcker Straße.


DIe Baulücke in der Hageböcker Straße ist rechterhand zu sehen:

Die abgebildeten Fotografien sind durch mich aufgenommen worden und bei Gebrauch mit ©RianMa zu kennzeichnen. Vielen Dank.















































































