Beiträge von Wunderknabe

    Obwohl ich Kleihues sehr schätze, finde ich auch dass es an dieser Stelle nicht so passend ist. Einerseits bezieht sich das ganze mit seiner Öffnung total aufs Schloss und garnicht auf den Fernsehturm und die andere Umgebung. Andererseits wird ein Platz geschaffen/erhalten wo keiner gebraucht wird.

    Dadurch wird auch wertvollste Fläche quasi verschwendet. Ist halt irgendwie eine Verlegenheitslösung immer, einfach vorhandene "Brachen"/Flächen/Plätze die bebaut werden sollen zu erhalten und einfach nen großteiligen Blockrand rumzuziehen anstatt sie richtig zu bebauen und auch kleinere Strukturen zuzulassen.

    Warum denn nicht an dieser Stelle auch Dichte produzieren? Das ist schließlich die Mitte der Mitte. Ringsherum gibt es reichlich großzügige Räume und schöne Plätze.

    Mal eine zur Abwechslung sehr durchdachte Sanierung eines Plattenbaus. Zumindest was die eine Seite betrifft. Die meisten Sanierungen beschränken sich ja was das optische betrifft am ganzen Gebäude auf einen langweiligen farbigen Putz, der in 10 Jahren wieder zum Sanierungsfall geworden sein wird.

    Hier hat man mal ein bischen weiter gedacht und auch wirklch eine Inhaltliche Weiterentwicklung vollzogen.

    Optisch ist es auch ein gewaltiger Unterschied, um Klassen besser als die Standard-Sanierung.
    Leider ist die RÜckseite halt doch ziemlich standard und lieblos.

    Die Vorderseite sollte dagegen Vorbild sein. Auch wenn es sicherlich schon eine ganz andere Kostenregion ist verglichen mit der Standardlösung..

    Nun ja, ich gehe da öfter vorbei (Umstieg s-bahn tram) und finde die Gegend
    jedenfalls sehr gelungen. Obwoh ich auch am Alex in die Tram steigen könnte, mache ich es oft lieber dort, weils dort einfach schöner ist. Dafür nehm ich dann auch ein paar Minuten mehr Fahrtzeit in Kauf :)

    Dieses gewaltige Platzangebot wird erst in einem Jahr für 3 Jahre von 170 Leuten genutzt?

    Wahnsinnig effiziente Planung, muss man schon sagen. Der Umzug der restlichen 1830 Leute fällt dann wohl bestimmt auch gleich mit der ersten Renovierung oder so zusammen :applaus:

    Naja dort stehen ja einige Gebäude leer. Um Geschäfte dort rentabel zu machen
    und mehr Fußgänger dort hinzulocken braucht es eben eine attraktive und dichte Wohngegend.

    Wenns dort nur Hotels bzw. leere Abrisskandidaten gibt ist es ja kein Wunder dass da kein Schwein lang geht :)

    Und von der Kreuzung Mollstr/Otto-B.Str bis zum Alex sinds ja auch mal Locker 500 m. Man stelle sich vor in nem Gründerzeitviertel wär es so weit bis zu den nächsten paar Läden.

    Das Hochhaus an sich finde ich sehr schön. Eigentlich würde ich es sogar zu meinen Lieblings HH in Berlin zählen. Was ich problematisch finde, ist dieser riesige Sockelbau der völlig losgelöst vom HH und auch von der Umgebung gestaltet zu sein scheint.

    Ich finde das Ambiente das dadurch geschaffen wird überhaupt nicht einladend und denke dass man da zuerst mit Umgestaltung ansetzen sollte.

    Eine Umnutzung des HH zu Wohnungen wäre sicher denkbar aber so oder so sollte der Charakter der Fassade (schwarz bzw dunkel, ebenmäßig) erhalten bleiben.

    Ich finde den zuvor genannten Fassadenentwurf eigentlich ganz gut - aber er hat halt nichts mit dem bisherigen Gebäude zu tun und würde optisch keine Verbesserung darstellen sondern nur eine Veränderung (ganz im gegensatz z.B. zum Charite-HH wo die meisten Entwürfe auch nicht so viel mit der bisherigen Fassade zu tun haben, aber trotzdem wesentlich besser aussehen).

    Ich finde den ersten Entwurf sehr gut. Erinnert an die kleineren Zwillingstürmchen am Potsdamer Platz.
    Einfach, stilvoll, auch zeitlos. Da wird man kaum in 30 Jahren sagen "mist, was hatten die damals nur fürn seltsamen Geschmack!"
    Das Rendering ist allerdings nicht das beste (hellgraue Fenster?!). Schön auch die Absetzung des "Sockels".
    So wird das Gebäude besser in die Umgebung integriert, ohne sich ansonsten zu sehr einzupassen.

    Den zweiten Entwurf finde ich auch sehr dufte. Eigentlich rein von der Fassade her noch besser als den
    ersten. Leider wird ja nicht die Kubatur geändert. Diese Fassade bräuchte auf jeden Fall noch ein paar
    Stockwerke mehr und vielleicht ein paar Rücksprünge in der Kubatur.

    Barkow Leibingers Glaskiste finde ich einfallslos und auch schlecht ausgeführt. Kein Bezug zum Gebäude.

    Den vierten Preis finde ich sehr interessant, da das Gebäude von der Kubatur her schon ganz anders wirkt.
    Es orientiert sich ansonsten einen ticken zu sehr an der bisherigen Fassade, weshalb es weniger
    schön wirkt als es eigentlich ist.

    Naja, wenn ich das richtig in erinnerung habe, haben sich die Übernachtungszahlen in den letzten 10 jahren in Berlin etwa verdoppelt.
    Und es gibt keine Anzeichen dass das Wachstum im Tourismussektor zum erliegen kommt. Da ist es doch naheliegend, dass Hotels gebaut werden.

    Wäre der Bedarf und die Rentabilität nicht da, würds kaum so viele Hotelprojekte geben.

    Und dass der Tourismus in Berlin nachlässt wünscht sich wohl niemand.

    Ja, Fassadensanierungen bei Plattenbauten beschränken sich leider meist darauf, es glatt zu verputzen, ein bischen Farbspiel reinzubringen und vielleicht etwas den Eingang und die Balkone aufzuhübschen.

    Ist schade, da könnte man oft viel mehr draus machen. Son Plattenbau ist ja die maximale Reduktion an Ornament und Struktur, also wie ne Leinwand die man ziemlich vielfältig umgestalten könnte.

    Aber es sind eben Wohnungen die eher im günstigen Preissegment angesiedelt sind. Da investiert eben auch niemand viel Geld in ne aufwändigere Fassade.

    Wie im Artikel geschrieben, gibt es hochwertigen Beton und weniger hochwertigen. Wenn man hochwertigen nimmt und die Bauausführung gut ist, hält das auch ewig.
    Das Problem mit Natursteinblöcken wäre vielleicht gewesen, dass es nicht so leicht ist eine absolut gleichmäige Qualität in optik und beschaffenheit
    in dieser großen Menge zu bekommen. Außerdem ist es sicher auch ne preisliche Frage gewesen. Beton ist eben günstiger.

    Abgesehen davon unterliegt auch jeder Naturstein einer gewissen natürlichen Abnutzung.

    Auch diese Stelen würden nach Jahrhunderten noch stehen (wenn auch stark verwittert). Haarrisse sind meistens eher oberflächlicher optischer Natur und
    bedeuten ja nicht dass so eine Stele bald komplett zerbröselt.

    alexsb73: man achtet nicht darauf homogene Quartiere zu schaffen? Ich weiß nicht in welcher Stadt du wohnst, aber mein Berlin meinst du damit sicher nicht.
    Die hunderten Neubauten im sachlichen sich einpassenden Stil der letzten Jahre sind doch das äußerste was man an Homogenität erreichen kann, nur übertroffen von 1:1 Rekonstruktionen und Kopien der Umgebung.
    Andererseits könnte man auch genügend Beispiele für mutige und herausstechende Bauten der letzten 20 Jahre finden.

    Sicher gibt es keine total abgehobenen Raketen wie in der arabischen Halbinsel und anderswo, aber das will denke ich ohnehin niemand für Berlin.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Deine Aussage geht leider auf den Bau überhaupt nicht ein und auch nicht auf die Problematik.


    Ich bin ja auch auf dich eingegangen, denn ich empfand deine Kritik als pauschal und unreflektiert.
    "mittlere katastrophe", "schlimmer gehts nicht" - DAS ist nun wirklich weit hergeholt.

    Tjaja, man hats nicht einfach. Baut man eine Kiste die sich maximal an der Umgebung orientiert und perfekt einpasst,
    wird mehr Mut gefordert und der Untergang der Baukultur herbeigeredet, weil offenbar niemandem mehr was spannendes einfällt.

    Macht man was Anderes, das aus der Umgebung heraussticht ist man auf dem Egotrip, hat sich offenbar kein Stück mit
    Umgebung und Geschichte befasst und überhaupt verschandelt man ja damit nur alles, weil man ja nur seine fixen Ideen
    umsetzt und mehr nicht.

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    Sehr schöner Entwurf. Passt sich von Maßen und Proportionen an die Umgebung an, aber sticht gleichzeitig durch moderne
    und individuelle Gestaltung heraus. Eigentlich muss Architktur meiner Meinung nach genau so gemacht werden ;)

    War erst etwas skeptisch bzgl der Nähe zum Nachbargebäude, aber es scheint ja in nem guten Abstand gebaut zu werden.

    Bin letztens auch dort vorbeigegangen und der Platz zwischen Staatsratsgeb. und zukünftigem Schloss würde doch etwas seltsam groß. Mit diesem Gebäude quasi darauf hinleiten passt ganz gut glaube ich.

    Hauptsache es wird nicht ne billige Glaskiste, sondern was hochwertiges.

    Dann kann ich mich mit dem großen Kontrast der Architekturstile an dieser Ecke sehr anfreunden.

    Naja, die Infrastruktur für Glühbirnen sind ja einfacher zu handhaben: einfach ein Kabel verlegen und gut ist.

    Bin kein Experte für Gaslaternen, aber die Leitungen dafür, Stationen die das Gas lagern/pumpen und all das ist sicherlich ziemlich aufwändig in Schuss zu halten - verglichen mit eletrischen Leuchtmitteln.

    Ist wohl also ne reine Kostenfrage.

    Gaslaternen sind schon ne interessante Sache, ich hab schon mehrfach die verwunderten Gesichter von Auswärtigen gesehen, die kaum glauben konnten dass es sowas noch gibt. Wär schade drum.

    Nja, es bietet sich ja noch kein fertiger Gesamtanblick, wenn da noch Kräne und tw. Gerüste stehen, die hälfte des Blocks
    nicht fertig ist und es noch ein bischen allein auf weiter Flur steht. Außerdem ist so ein Wetter keiner Architektur zuträglich.
    Da würde selbst das Chrysler Building etwas trostlos aussehen.

    Ja, die bisherigen Fassaden sind nicht der Knüller, aber ich finde sie in Ordnung. Wenn ich mir das mit den anderen
    zukünftigen Nachbargebäuden vorstelle (die hoffentlich noch etwas Abwechslung hinzufügen), kann das durchaus ganz gut aussehen.
    Es ist halt ein Lückenfüller und will auch garnicht mehr sein. Dafür kann ich mich sehr gut damit anfreunden.

    However, ich glaube die Fassade des zweiten Gebäudeteils wird noch deutlich besser wenn ich die Visualisierungen
    noch richtig in Erinnerung habe.

    Viele dieser neuen "Lückenfüller"-Bauten haben ja meistens durchaus interessante Aspekte in ihrer Gestaltung; wie hier z.B. die schöne abgerundete Ecke.

    Aber ich finde es schade, dass die meisten Gebäude komplett die Struktur vernachlässigen, die eine Fassade auch haben kann. Das vorletzte Bild zeigt ziemlich deutlich wie das aussieht, wenn überall zwar verschiedene Fenster, Farben und Formen vorkommen, aber ansonsten alles glattgeleckt und langweilig ist.

    Nicht falsch verstehen - die Gebäude dort sehen auf den ersten Blick in Ordnung aus. Aber eben mehr nicht. Es wäre so einfach einen richtigen Boost in die Optik zu bringen, wenn man z.B. mal Klinker oder Naturstein nutzte. Nicht immer ist das deutlich teurer.