Beiträge von arnold

    Abgesehen von den fehlenden Bäumen finde ich den Altmarkt weder „verkorkst“ noch unansprechend oder verwaist. Die Platzfläche selbst ist sehr groß, die umliegenden Gebäude vermögen es aber meiner Meinung sehr gut, den Platz entsprechend zu fassen. Auch das Pflaster sowie die Brunnen weißen eine hohe Qualität auf. Der „Pfusch“ war auch eher die Tiefgarage betreffend aber nicht der Gestaltung des Platzes geschuldet. Verkorst sind die sich nach Süden anschließenden Gassen ohne jegliches Gewerbe oder sonstige EG-Nutzungen sowie die gesamte Altmarkt-Galerie, die sehr viel potentielles Leben der Umgebung einsaugt und kaum wieder freigibt.

    Ich würde sagen, dass ist dann wohl Geschmacksache. Die Proportionen sind eine Katastrophe. Nur weil es Elemente verwendet, die zwar generell in eine Altstadt passen, nicht unbedingt aber in die Hallenser Altstadt, diese dann aber in die Proportionen eines Neubaus überführt werden, sagt mir überhaupt nicht zu. Diese viel zu breiten Rundfenster im EG und ersten OG, das niedrige rustikale Erdgeschoss, die schrecklichen liegenden Fensterformate im zweiten und dritten OG, der Zwiebelturm der vom Stil her eher nach Süddeutschland passt und dieser zweite Erker zum Nachbargebäude - in einer Straße, die nicht von straßenseitigen Erkern geprägt ist... An diesem Bau stimmt leider überhaupt nichts. Würde er in Bayreuth stehen - von mir aus. Generell bin ich der Postmoderne nicht abgeneigt - auch dann nicht, wenn sie historisierende Elemente verwenden. Es gibt aber deutlich bessere Vertreter. Du kritisierst "Geschmacksurteile" - plädierst aber aufgrund deines eigenen Geschmacks für den Erhalt des Gebäudes. Dann sollte man fairerweise auch akzeptieren, wenn Geschmäcker anders sind.

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    Und der Bauherr hat offenbar zu viel Geld, dass er hier an Abriss denkt. Der soll sich erstmal schön um seine ruinösen Bestandsgebäude kümmern.

    Offenbar findet ja im Zuge des Neubaus die Sanierung der Altbebauung statt. Mir ist es lieber, er saniert die Altbauten und baut den Rest neu, als er saniert das Eckhaus und die Altbauten würden verschwinden. Wirtschaftlicher wäre das für den Investor auf jeden Fall.

    Was mich wundert, dass der Freistaat offenbar so einfach ein Grundstück "abgibt", für das Jahrzehntelang ein Behördenzentrum geplant war und sämtliche städtische Planungen (Scheuvens+Wachten von 2015, Speer von 2011) sich diesen Planungen unterordnen mussten. Raketenwissenschaft ist Stadtplanung nicht - aber auch nicht so einfach, wie hier dargestellt. Bin jedenfalls gespannt, wie das weitergeht.

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    Im von dir verlinkten Artikel heißt es: "Umgebaut wird auch das Eckhaus an der Großen Steinstraße aus den 1990er. Der Zwiebelturm wird verschwinden, ebenso die zweietagigen Dachgauben. 'Die Straßenansicht wird dadurch ruhiger', so der Architekt."

    Wenn das ein 90er ist, nicht ein sanierter Gründerzeitler, bin ich echt verwundert.

    Ich halte das auch für einen Neubau aus den 90er-Jahren. Die Proportionen, die geringen Geschosshöhen - insbesondere das flache EG - sprechen nicht für einen Gründerzeitler. Mir gefällt das Eckgebäude überhaupt nicht. Triste 90er-Jahre Postmoderne mit Zwiebelturm. Der projektierte Neubau ist allerdings auch kein großer Ritt..

    Nachtrag: Bei Street-View sieht man tatsächlich unter den Klinkern eine Beton-Fassade.

    Wie gesagt, ich betone das jetzt zum wiederholten Male: Eine neue bzw. sanierte Spielstätte für die Niners ist super! Geld, dass in die Stadt investiert wird, tut Chemnitz gut. Bitte sollen die Niners - eine Mannschaft, die mir überaus sympathisch ist, auch wenn ich kein Basketball-Fan bin - eine neue große Halle bekommen - von mir aus die größte der BRD, aber nicht zwischen Brühl und Innenstadt. That's it.

    Dennoch: Selbst wenn man das Foyer mit hinzurechnet, ist die EWE-Arena noch immer kleiner als die Hartmann-Halle inklusive Foyer...

    ^ Sehe ich exakt genauso: Im Grunde bräuchte es so oder so einen Investor, der das Ding baut und dann an die Niners verpachtet - auf der Fläche des Freistaates? Verkauf der Freistaat seine Fläche dann an den Investor? Soll die Stadt die Halle bauen? Ich finde die Aussagen von Kretschmer sehr seltsam.

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    Natürlich kann und sollte man auch über andere (innenstadtnahe) Standorte nachdenken, der Schlossteich käme mir da auch als allererste Alternative in den Sinn. Und eine Wohnbebauung hätte es hinter der Parteifalte schon vor Jahren, wenn nicht gar Jahrzehnten geben müssen. Aber obwohl die Flächen dort schon immer in öffentlicher Hand sind, ist dort bisher was genau in diese Richtung passiert? Genau, überhaupt gar nichts. Deswegen glaube ich nicht mehr eine Sekunde daran, dass Stadt, Stadrat und die nach der Wende vorrangig als Totengräber der Stadt beschäftigte GGG dort jemals einen stadtplanerischen Gedanken entwicklen werden, um irgendetwas durch eine Wohnbebauung zum Positiven zu wenden. Siehe Plattenbausanierungen, siehe nicht verfolgtes Speer-Konzept, siehe Georgstraße. Den Flächentausch mit dem Freistaat, der jetzt hoffentlich stattfindet, hätte man auch schon lange durchführen können - hat man aber nicht, weil niemand irgendein Konzept für diese Stadt hat.

    Chemnitz war bis vor wenigen Jahren für Immobilien-Investoren (Neubau) noch uninteressant: Nur weil in den letzten 30 Jahren dort nichts passiert ist, muss das nicht für immer so sein. Chemnitz hatte auch im Altbaubestand viel Aufholbedarf in den letzten Jahren, sodass viel Geld von Investoren zuallererst zu Recht in die Sanierung von Altbauten geflossen ist. Eine ähnliche Entwicklung lässt sich in vielen ostdeutschen Städten beobachten, abgesehen vielleicht von den Landeshauptstädten. Nach den Sanierungswellen in Leipzig, Rostock, etc. hat vor einigen Jahren verstärkt der Neubau eingesetzt.

    Die Johannisvorstadt in Chemnitz war jahrzehntelang Brachland, nun wird gebaut. Der Getreidemarkt ebenfalls, auch wenn dort noch immer viel Potential vor sich hingammelt und der Neubau nicht so ambitioniert ist, wie man es sich für eine Innenstadt vielleicht wünschen würde. Eine Halle hinter der Parteifalte würde aber den Standort tatsächlich für immer für Wohnbau unmöglich machen. Da ein Großteil der Fläche dem Freistaat gehört und der bisher immer andere Pläne für das Areal hatte (Justiz- und Behördenzentrum - zum Glück ist dieser Kelch nun offenbar an uns vorüber gegangen), konnte die Stadt auf die Entwicklung generell wenig Einfluss nehmen. Nun, da die Pläne für das Behördenzentrum offenbar vom Tisch sind, könnte vielleicht auch die Stadt neue Forderungen an den Freistaat richten, wie sie denn gedenkt, das Viertel zukünftig zu nutzen. Hier sollten sich die Stadträte nun ebenfalls einsetzen und aktiv werden.

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    Du trollst doch? Dort soll eine 7.000er Multifunktionsarena hinpassen? Ich habe mal fix die Hartmann-Halle mit ihren 2.000 Sitzplätzen (ca. 2.600 Plätze, wenn man auf den Kopfseiten Stehtribünen aufstellt) auf das Grundstück gepackt.

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    Immer jeweils dieselbe Zoomstufe. Die zweite Variante wäre vermutlich sehr gut als Schwimmhalle geeignet.

    Immer mit der Ruhe: Warum gleich so aufbrausend? Ich kenne mich mit Basketball nicht aus - gebe ich zu. Keine Ahnung, ob es in Wien einen Profi-Verein gibt oder nicht. Ob aber eine 250k Stadt eine derart große Halle benötigt, kann man schon diskutieren. Zumal die berechtigte Frage aufgeworfen aber noch nicht beantwortet wurde: Was, wenn die Niners nicht mehr so erfolgreich sind, wie heute? Ein weiterer riesiger Leerstand mitten in der Innenstadt? Es gibt sicher gute Vereine in Österreich, die offenbar auch mit einer kleineren Halle zurecht kommen. Und wie ich weiter oben geschrieben habe: Jede Investition in die Stadt sehe ich erstmal positiv - also selbstverständlich auch eine neue/sanierte Spielstätte für die Ninsers. Nur eben nicht zwischen Brühl und Innenstadt, einer innerstädtischen Filetlage, die - auch wenn da Jahrzehnte nichts passiert ist - auch eine innerstädtische Nutzung bekommen sollte. Und das ist nun mal eine Wohn- und Gewerbenutzung mit entsprechenden Grün- und Freiflächen, die es schafft die trennende Funktion von Brückenstraße und Parteifalte zu lindern. Das schafft eine Sport-Arena definitiv nicht. Die trennende Wirkung würde sich durch Sicherheitsbereiche, Anlieferzonen, rechtlich notwendige Abstandszonen und Parkplätze deutlich erhöhen. Da es sich hier um ein Architektur- und Städtebauforum handelt, sollten auch vordergründig diese Themen den Diskurs bilden. Und nicht die Tatsache, dass du offenbar ein Fan bist.

    Vergleicht man die Hartmannhalle mit anderen Hallen, so zeigt sich, dass die Grundfläche offenbar nicht das Problem ist. Mit 5.250 qm Grundfläche ist die Hartmannhalle z.B. deutlich größer als die Brose Arena (1.600 qm) in Bamberg - die Spielstätte der Bamberg Baskets, die mit Chemnitz in der gleichen Liga spielen. In die Halle in Bamberg passen aber 7000 Zuschauer. Im Jahr 2001 wurde die Halle umgebaut und die Anzahl der Plätze deutlich erhöht. Dabei wurde das Foyer nach vorn gezogen und damit mehr Fläche geschaffen. In Chemnitz gibt es das Flugdach vor der Halle, welches man aufgeben könnte und die Fläche unter dem Flugdach zum neuen Foyer machen könnte und damit eine weitere Tribüne/ eine größere Tribüne einplanen könnte. Vergleicht man die beiden Hallen, zeigt sich zudem, dass die Hartmann-Halle deutlich niedriger ist als die Halle in Bamberg - ggf. wirkt sich auch das auf die Zahl der Bestuhlung aus. Die Brose Arena ist die drittgrößte Multi-Funktionshalle Bayerns. Braucht Chemnitz wirklich eine größere Halle? Das bezweifle ich sehr stark.

    Die Lage der Hartmann-Halle innerhalb der Stadt ist perfekt. Öffentlich kann man gut anreisen, es gibt am Festplatz ausreichend Stellplätze zur Verfügung und die Innenstadt ist trotzdem nur einen Katzensprung entfernt. Mit den Informationen (Grundfläche vs. Sitzfläche und Umbau der Brose-Halle zur Erhöhung der Bestuhlung) im Hintergrund und dass entsprechende Hallen im Bundesvergleich kleiner sind als die Chemnitzer Hartmann-Halle: Nein, ich trolle nicht. Außerdem sind die von dir markierten Flächen nicht die, die ich meinte. Ich sprach von diesen Flächen: https://ibb.co/z2S1013 Je mehr ich aber vergleichbare Hallen im Netz suche, desto stärker bin ich für einen Umbau der Hartmann-Halle.

    Nachtrag, ein paar Zahlen zu anderen Basketball-Spielstätten der gleichen Liga wie Chemnitz:

    Die Große EWE-Arena der Oldenburger ist mit 2.800 qm Grundfläche ebenfalls deutlich kleiner als die Hartmann-Halle.
    Volkswagen-Arena in Braunschweig, Spielstätte der Löwen hat eine Grundfläche von rund 2.000 qm

    Der Rasta Dome in Vechta bietet Platz für 3.100 Zuschauer und erfüllt damit die Kriterien an Bundesliga-Spiele, die Halle wird erst vor wenigen Jahren vergrößert

    Wie Tag24 heute berichtet (https://www.tag24.de/amp/chemnitz/l…ukosten-3139657) will die FDP die Verwaltung dazu verpflichten, die Sanierung des Schauspielhauses zu vereinfachen und für die ursprünglich veranschlagten 16 Mio. Euro durchzuführen.

    Zur Erinnerung: das Schauspielhaus wird fast vollständig aus Fördermitteln saniert. Ich finde es überaus beschämend für die FDP und Herrn Füsslein, der schon viele Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, im Stadtrat vertreten ist, der sich aber offenbar immer noch nicht mit der Förderpolitik von Bund und Land auskennt. Dass an die Förderung immer Förderziele geknüpft sind, sollte ihm nicht neu sein. Und dass man teure Posten nicht einfach nach Gutsherrenart herausstreichen kann, trotzdem aber die volle Fördersumme einstreichen will, grenzt ja schon an dreiste Dummheit. Oder betreibt die FDP schon Wahlkampf und ist nicht an der Causa Schauspielhaus interessiert, sondern will nur die Stammtische erreichen? Dann fände ich das ganze sogar noch dreister…

    Es ist heute noch ein zweiter Artikel erschienen (https://www.freiepresse.de/chemnitz/kultu…artikel13304397). Darin bestätigt das Rathaus zwar die Pläne, rudert aber gleichzeitig zurück: So seien mehrere Standorte in der Stadt im Gespräch und die Planungen noch in einem sehr frühen Stadium. Die Fläche hinter der Parteisäge sei nur eine Möglichkeit.

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    • Die perfekte Verkehrsanbindung mit dem ÖPNV per Hauptbahnhof, Busbahnhof, Straßenbahnen und Busse. Da die Basketballspiele entweder abends oder am Wochenende sind, wären in der Innenstadt auch genug Möglichkeiten für das Abstellen von Autos vorhanden.
    • Die Möglichkeit für die tausenden Veranstaltungsbesucher, vorher und nachher noch ein bisschen Zeit in der Innenstadt beim Einkaufen und Schnabulieren zu verbringen.
    • Die vorhandenen infrastrukturellen Voraussetzungen (Straßen, Strom, Abwasser, ...).
    • Die Erhöhung der Optionen der nahen Stadthalle, indem man den Neubau auf dort möglicherweise unterbelichtete Aspekte auslegt.

    Generell begrüße ich den Bau eines Kultur- und Sportzentrums in der Stadt selbstverständlich. Jede Investition in die Stadt ist im Grunde erstmal positiv. Ich finde nur aus zahlreichen Gründen den Standort hinter der Parteifalte als die komplett falsche Wahl. Auf dieser Fläche wäre Platz für mehrere hunderte Wohnungen, die Brühl und Innenstadt endlich verknüpfen könnten. Die Parteifalte müsste dafür auch nicht fallen - warum auch? Eine Integration von hochwertiger Wohnbebauung ist dort im Grunde sehr einfach möglich. Was den Leerstand in der Stadt angeht: Die Leerstands-Zahlen sind in den Gebieten sehr hoch, die unattraktiv zum Leben sind. Plattenbaugebiete, Randgebiete, etc. Der Leerstand in der Innenstadt ist vergleichsweise gering. Auf Chemnitz in Zahlen gibt es dazu zahlreiche Grafiken. Auch die Bevölkerungsentwicklung in den inneren Stadtteilen ist überproportional hoch im Vergleich zur Gesamtstadt.

    Warum hier eine Halle, die nur wenige Tage im Monat genutzt wird, mehr Leben in die Innenstadt bringen soll als ein bewohntes Quartier mit tausenden Menschen, die täglich die Innenstadt nutzen, erschließt sich mir nicht. Spiele und Konzerte sind meistens am Abend. Danach hat kein Geschäft mehr in der Stadt geöffnet, der Einzelhandel hat davon also rein gar nichts. Vor einem Spiel gehen wohl die wenigsten noch zum Shoppen in die City. Und ob tausende Sport-Fans der oft schon aufgeheizten Stimmung in der Innenstadt wirklich gut tun, bezweifle ich ebenfalls.

    Auch sehe ich mit der nahen Stadthalle eher eine Konkurrenz-Situation. Mit der Stadthalle und der Oper hat man zwei Kultur-Standort nur wenige Meter entfernt. Will und kann man sich wirklich drei Kulturstandorte in direkter Nähe leisten? Welche Kultur-Events sollen denn in der neuen Halle stattfinden, die nicht in die Stadthalle passen? Für große Pop-Konzerte ist Chemnitz eh zu klein. Für mich klingt das alles nach einer großen Sporthalle, in die man das Thema Kultur gerade mit eingliedert, weil man Kulturhauptstadt ist. Ein sinnvolles und tragfähiges Konzept sehe ich aber nicht.

    Als Standorte für eine Spielstätte der Niners könnte ich mir beispielsweise das Areal um den Schlossteich gut vorstellen - vielleicht in Richtung Mittelstraße/Leipziger Straße hinter der Kletterhalle oder im Umfeld der Sachsen-Allee. Auch dort sind die Anbindungen an den öffentlichen Verkehr gut und es können ausreichend PKW-Stellplätze nach Ladenschluss genutzt werden oder neu geschaffen werden, sollte dazu Bedarf bestehen. Auch am Standort der Fabrikreste in der Schadestraße, die im Laufre des Jahres abgerissen werden sollen, direkt am Bahnhof Mitte, würde eine Halle ausreichend Platz finden.

    Nachtrag: Auch an der Annaberger Straße in Altchemnitz würde es zahlreiche Möglichkeiten für die Niners-Halle geben. Dort wären eventuell über das Förderprogramm und das vorhandene Konzept sogar Fördermittel zum Bau möglich. Es wäre beispielsweise auch interessant zu prüfen, ob ein Umbau der Hartmann-Halle (aktuell 2.000 Plätze) nicht auch das gewünscht Ergebnis bringen würde. Man hat hier bereits eine Halle in zentraler Lage - was wird aus der, wenn die Niners in die neue Halle umziehen? Wien baut sich gerade eine neue Basketball-Halle im zweiten Bezirk mit einer Kapazität von 3.000 Plätzen - in einer Stadt mit 2 Mio. Einwohnern. Für mich klingt die Kretschmer-Aussage - je mehr ich drüber nachdenke - nach Wahlkampf-Versprechen für den September.

    Was für eine dumme Idee: mir fallen nur Gründe dagegen ein - kein einziger Grund, der an dieser Stelle für eine Halle sprechen würde. Es handelt sich um beste Innenstadtlage, in der eigentlich Wohnbau entstehen sollte, um wieder eine zusammenhängende Stadtlandschaft entstehen zu lassen. Eine Halle würde mit ihren notwendigen Abstandsflächen die Barriere-Wirkung zwischen Innenstadt und Brühl-Viertel auf Jahrzehnte zementieren. Und wie soll eine Halle neben der Oper denn aussehen? Es gibt hunderte Stellen in der Stadt, wo eine Halle Sinn machen würde. Was für ein Fail, sächsische CDU, mal wieder!

    Ich finde es ebenfalls falsch, Rekonstruktionen nicht am exakten Ort zu errichten. Für die Neubebauung an der Köpckestraße würde ich mir eine Art Neubebauung wie in der neuen Frankfurter "Altstadt" wünschen. Durchaus als zeitgenössische Bauten erkennbar aber mit typischen Gestaltungsmerkmalen Dresdens kombiniert. Bezüglich der Höhe der geplanten Bebauung: Ich bilde mir ein, in einem Artikel vor geraumer Zeit, genau das gelesen zu haben: Durch eine höhere Höhe will man den Übergang zum Finanzministerium anpassen. Leider finde ich den Beitrag gerade nicht. Generell finde ich das aber nicht notwendig. Im Stadtbild sind Brüche in der Höhe ja durchaus spannend - auch was Blickbeziehungen angeht.

    Dass die Achse des Barockhauses in der Meißner fehlt, ist mir beim schnellen Durchblättern tatsächlich gar nicht aufgefallen. In der Tat ist das seltsam. Hier würde ich auf einen neuen Arbeitsstand hoffen. Zum Exnerschen Haus bin ich generell indifferent: Laut ursprünglicher Planung (https://www.dresden.de/media/pdf/stad…en_GmbH_neu.pdf) ist das Gebäude für eine kulturelle Nutzung vorgesehen. Eventuell spielen hier die genauen Flächenanforderungen einer potentiellen Einrichtung noch eine Rolle. Im verlinkten Gestaltungsplan sieht man direkt am Gebäude auch einen Versatz im Gelände: In Richtung Brücke sind es demnach vier Vollgeschosse, in Richtung Ministerium drei.

    Anmerkung: In der Präsentation ist der Versatz im Gelände offenbar genau umgekehrt, wie man auf Folie 22 sieht.

    Bei der APA (wie die DPA aber für Österreich) ist heute ein Interview mit der der österreichischen Staatssekretärin für Tourismus erschienen. Es geht um die Rolle von Kultur-Tourismus und auch ein stückweit um die Kulturhauptstadt Bad Ischl. Ein paar Dinge würde ich gern mit euch teilen:

    • Mit Kunst und Kultur will der heimische (österreichische) Tourismus verstärkt Urlauberinnen und Urlauber anziehen; dort gibt es noch deutliches Wachstum
    • die Wertschöpfung sei im Kultur-Tourismus höher: "Wir wissen, dass diese Gäste mehr ausgeben"
    • "Knapp 40 Prozent der Kultururlauber nächtigen in einem Vier-Stern-Hotel", berichtete die ÖW-Chefin
    • Kulturgäste lassen viel Geld im Land: "Die Wertschöpfung ist eine wesentlich höhere beim Kulturgast als beim normalen Gast"
    • Österreich Werbung mache deshalb sehr viele Kunst-und-Kultur-Kampagnen
    • Neben dem altehrwürdigen, klassischen Angebot soll auch das moderne reichlich beworben werden: "Wir werden heuer auch auf der Design-Week in Mailand vertreten sein und haben eine Augmented Reality App für die Kulturhauptstadt Bad Ischl entwickelt."
    • Vernetzungsgedanke sei für die Zukunft im Tourismus sehr wichtig, so die Tourismusstaatssekretärin: "Wenn wir lauter Einzelkämpfer hätten, dann wäre es sehr schwierig."

    Lguenth1 hat doch eindeutig ihre Verdienste kleingeredet: "Der von ihr angeführte Streik war völlig erfolglos und ist nach wenigen Tagen beendet worden. Ob der Streik selbst berechtigt war und welche Forderungen genau gestellt wurden, ist nicht nachvollziehbar." Und Lguenth hat auch zugegeben, dass er die Vergabe von Frauennamen "albern" findet...

    Der Arbeitsstand in der Präsentation ist noch mit 5/2023 angegeben - damit sind die Abbildungen schon fast ein Jahr alt. Wenn sich der BauBM auf einer Veranstaltung gegen die Fuge ausgesprochen hat, könnte die im neuesten Arbeitsstand schon keine Rolle mehr spielen, würde ich vermuten.

    Schaut man sich jedoch auf altesdresden.de die überlappenden Stadtgrundrisse heute und vor 1945 in diesem Bereich an und geht von einer Rekonstruktion der Gebäude Blockhausgasse 1 und Große Meißner Straße 1,3,5 aus, so ist eine Fuge zwischen der Rekonstruktion der Nummer 5 und dem Hotel notwendig (ehemals Standort Nummer 7). Laut Plan liegen zwischen den Gebäuden sicher 3 bis 5 Meter.

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    Soweit ich weiß, waren an der Köpckestraße nie Rekonstruktionen vorgesehen, sondern historisierende Neubauten - schon allein weil die Bauflucht der Neubauten aufgrund des Straßenquerschnittes deutlich nach Süden verschoben werden muss. Ich kann mich nicht erinnern, dass dort jemals von Rekonstruktionen gesprochen wurde. Auch die GHND spricht in diesem Bereich nicht von Rekonstruktionen.

    Wie das Exnersche Haus früher ausgesehen hat, sieht man hier:
    Bildschirmfoto-2024-03-06-um-11-39-09.png
    Quelle ist auch altesdresden.de

    Ich finde es schade, dass die Verdienste einer Chemnitzerin hier so kleingeredet werden. Dass hier eine Schule offenbar nach einer problematischen Frau benannt ist (offenbar schon seit der DDR, wie man auf alten Aufnahmen sieht) ist absoluter Whataboutism und hat mit dem aktuellen Antrag nichts zu tun. Nach wie vielen problematischen Männern (Luther, Wagner, Hindenburg, Jahn, ...) sind in Deutschland Straßen oder Gebäude benannt? Dürfen deswegen keine Männernamen mehr vergeben werden? Das ist doch totaler Quatsch. Ich drücke dem Antrag jedenfalls die Daumen und würde mich sehr freuen, wenn die Bibliothek nach einer Chemnitzer benannt wird, die vor Ort gewirkt, gestreikt und gekämpft hat. Und wenn es nur aus dem Grund ist, dass sich weiße alte Männer darüber ärgern :)

    Lustige Idee, zumal die Kulturhauptstadt das Thema ursprünglich ja mal aufnehmen wollte... Vielleicht könnte man gemeinsam mit den Theatern ein großes interaktives Schauspiel aufführen :P

    Wenn es aber die Rechtsextremen schaffen, Bilder wie 2018 zu produzieren, dann ist das schon eine Elefant und definitiv keine Mücke mehr. Ich hoffe, dass die Stadtverwaltung für 2025 Demo-Routen in der Innenstadt nicht freigibt. Sollen die Idioten doch an der Messe demonstrieren.

    ^ Naja, das Treppenhaus war noch in gutem Zustand. In die einzelnen Hallen haben wir uns dann aber nicht mehr getraut, zumal das keine Stahlbeton-Konstruktion ist wie bspw. bei den Wanderer-Werken nebenan sondern Ziegel-Decken sind. Von außen habe ich leider kein Bild - das Gebäude ist ziemlich zugewachsen. Ich empfand das Gebäude als eines der schlechtesten - vom Zustand her - in denen ich bisher in Chemnitz war. Es gibt zudem kaum Gebäude in Chemnitz, die wirklich gut gesichert sind. Das Haus der Einheit ist das einzige leerstehende Gebäude, wo wirklich konsequent alles verschlossen wurde.

    Als genehmigende Behörde ist das Bauamt auch für die Einhaltung der im BauGB vorgeschriebenen Standards verantwortlich - also beispielsweise die Einhaltung der Grenzwerte für Lärm, Licht, etc. Wenn aus Sicht der Behörde diese Grenzwerte nicht eingehalten werden können, so kann die Genehmigung nicht erteilt werden. Wie weiter oben schon geschrieben, empfinde ich die Grenzwerte vielerorts als zu streng (z.B. in Innenstädten wenn nicht alle Fenster einer Wohnung auf die Straße zeigen oder wenn durch Mehrfachverglasung Lärm reduziert werden kann). Man muss dazu aber auch sagen, dass ständiger Lärm krank macht und daher die Lage an einer Autobahn schon kniffelig ist. Der Bestandsschutz ist dabei erstmal untergeordnet. Da für eine 'normale' Sanierung (neue Farbe, Fenster, etc.) keine Genehmigungen der Behörden eingeholt werden müssen, können natürlich Eigentümer auch direkt neben Autobahnen ihre Häuser jederzeit sanieren. Was an der Sanierung am konkreten Objekt oben genau genehmigungspflichtig ist, weiß ich nicht.