Beiträge von Rotes Rathaus

    Es war, wie gesagt, spekulativ.


    Ich persönlich bin kein Freund von Frage-Antwort-Geplänkel im Forum. Falls ihr bessere Erklärungen habt für die auffällig minimalistisch gestaltete Architektur im Europaviertel, bin ich interessiert.


    Ich empfinde diesen Nöfer jedenfalls als Bereicherung und das UpBeat auch.


    Insgesamt hätten mehrere Zitate von Bahn- und Industriearchitektur aus der Berliner Gründerzeit, dem Viertel gut getan. Positiv ist zB, dass bei Pflasterung und Bordsteinen auf traditionelle Berliner Bauweise gesetzt wurde.

    Mir kommt es so vor, als ob hier am Weddinger Ende des Europaviertels die Gebäude weniger austauschbar und angenehmer gestaltet sind als in der Umgebung des Hbf.


    Ich spekuliere mal woran das liegen könnte:

    1. Wegen der abseitigeren Lage zwischen Bahnbrücken müssen die Investoren den potentiellen Mietern, Kunden oder Nutzern mehr fürs Auge bieten. In der Bestlage am Hauptbahnhof ist das nicht nötig, kann also entfallen.
    2. Die Senatskanzlei und ihre Berater lassen in der abseitigeren Lage mehr zu und verzichten ein Stückweit auf die strickte Durchsetzung minimalistischer Gestaltungsvorstellungen.
    3. Es wirkt nur so, der Zusammenhang besteht gar nicht.
    4. Andere Gründe: zB hier ist eine andere Architektursprache am Werk, weil die Planungszeit später angesiedelt ist. Oder die Grundstücke sind so deutlich billiger, dass mehr Geld für Schnickschnack da ist.


      Das hier gezeigte Gebäude wagt auf jeden Fall deutliche Anklänge an Berliner Industrie- und Bahnarchitektur, was sonst im Europaviertel glaube ich nicht der Fall ist - leider.

    ^ Danke, sehr interessant!


    Selbst diese radikale Idee hätte bei guter Ausführung etwas beeindruckendes werden können. Unter dem Einfluss des Expressionismus hätte uns ein Peter Behrens sicher etwas faszinierendes hingestellt.


    Natürlich spielen Kleinteiligkeit und Nutzungen eine große Rolle. Dennoch muss auch nicht an der ganzen Straße gesoffen werden, auch wenn’s Martini sein sollte. Staatstragende Verwaltungsarchitektur der Bundesrepublik Deutschland und Botschaften finde ich in Ordnung. Da kann die Fassade auch etwas länger werden. Nur nicht so öde und austauschbar.


    Die Linden starten mit dem Schloss und enden am Brandenburger Tor. Dahinter Marienkirche und Fernsehturm bzw. Großer Tiergarten. Dazwischen altes Museum, Bebelplatz, Oper, Universität. Inzwischen auch eine U Bahn. Dann aber am westlichen Ende diese öden Kisten der BRD. Da ist was schiefgegangen und zwar architektonisch.

    ^ das alles ist ja geplant, braucht aber wieder unsäglich lange. Der enge und komplett überlastete Durchgang an den Tramgleisen zur zentralen Bahnhofsunterführung ist mal wieder ein kleiner Skandal des Berliner ÖPNV, insbesondere, weil es jetzt jahrelang so bleibt und höchstwahrscheinlich noch zu einem schweren Unfall zwischen Person und Tram kommen wird - völlig unnötig. Ein großzügigeres Provisorium wäre möglich gewesen, eine zeitnahe Verwirklichung der Planungen auch.


    Bei dem Fahrradparkhaus - sehr positive Maßnahmen, wenn auch Stückwerk ohne den Rest - verstehe ich die Visus nicht ganz. Das untere Bild zeigt doch eine kleinere Variante, oder sehe ich das falsch?

    Wieso insbesondere in Wasserlage?
    Hat das technische Gründe, was mich wundern würde?


    Zumindest wurde in die bisherigen Tiefbauarbeiten schon einiges Investiert. Mich wundert es immer, wenn Baustellen stocken, das müsste doch dem Effizienzdenken entgegenstehen. Eigentlich müsste man ab einer gewissen Investition alles daran setzen schnell fertig zu werden.

    Das ist ja ne nette Idee mit der Sömmeringhalle, wird aber mit Sicherheit nichts, das dürfte ja allen klar sein. Es ist viel unwahrscheinlicher als ein 250 m Turm auf dem Hardenbergplatz.

    Da müsste man dann schon weiter Richtung Spandau.

    Ich persönlich kann es mir an der S Bahn im Südosten gut vorstellen. Letztlich wäre natürlich das Tempelhofer Feld prädestiniert aber das bräuchte dann auch wieder 20 Jahre.

    Es ist zwar tatsächlich zum Mäusemelken mit den jahrelang wiederkehrenden S Bahn Unterbrechungen und nur durch ein Versagen in Politik und S Bahn zu erklären, aber dennoch wird die Strecke noch vor der Halle fertig und dann werden diverse andere Strecken vermutlich 10 Jahre lang immer wieder unterbrochen.

    Das würde also für den Standort sprechen.

    So hätte dann auch die Archenholdt-Brücke plötzlich ihren Sinn und ich müsste mich eines Besseren belehren lassen.

    Das ganze würde tatsächlich gut an diese Stelle passen. Hoffen wir das es damit vorangeht.

    Lustig übrigens, dass überall Adlershof steht. Das Grundstück grenzt zwar haarscharf an Niederschöneweide und Adlershof, liegt aber eindeutig in Johannisthal.

    Das klingt nach einem der interessantesten Projekte für den Sport in Berlin. Für diese aufstrebende Gegend in Treptow-Köpenick wäre das ein weiterer Booster. Dieses Osterei ist wirklich eine große Überraschung!

    In der leeren Ödnis zwischen Adlershof und Johannisthal wäre für ein wirklich großes Projekt Platz und es würde dort auch gebraucht um hier zu diversifizieren. Eine perfekte Ergänzung, wobei eine Bündelung mit Union Berlin noch sinnvoller wäre, mit allem drum und dran.

    Dafür bräuchte man aber die kreative Unterstützung des Senats, die scheinbar nicht verfügbar ist.

    Abgesehen von dem Streit zwischen Bezirk und Senat finde ich die Pläne gut. Ich bin auch nicht der Ansicht, dass Friedrichshain-Kreuzberg sich der Entwicklung als Zentrumsbezirk entziehen darf, auch wenn die dortige Bevölkerung die Baublockade in großen Teilen unterstützt. Berlin muss als Ganzes entwickelt werden.

    Die Fortsetzung der Reihe von Türmen an der Südseite der Stadtbahn finde ich konsequent und passend. Der Entwurf erscheint erstmal interessant, der Turm wirkt angenehm schlank. Die enorme Investition zu stemmen wird sicher anspruchsvoll und dabei sollte die Politik etwas ermöglichen und eben nicht blockieren.

    Allerdings müsste die Verkehrsinfrastruktur auch verbessert werden. Wie lange hält die Warschauer Brücke eigentlich noch? Irgendwann wird bestimmt der ganz große Umbau starten.

    Ich glaube allerdings nicht, dass dieses Projekt von einer Linksregierung grundsätzlich abgelehnt würde.

    Es könnte allerdings zu Verzögerungen und dem Versuch der Höhenminderung kommen, zumal dieser Investor sicher auf wenig entgegenkommen zählen könnte.

    Es ist doch gerade jetzt recht offensichtlich, wie sehr allgemeine politische Ausrichtungen den Baubereich prägen - siehe die Aufstockung am Kleihues Turm und natürlich den hanebüchenen Streit in Kreuzberg-Friedrichshain mit systematischer Blockadehaltung über Jahrzehnte. Wie das mit dem Pragmatiker Cem Özdemir zusammenpasst bleibt komplett unverständlich. Warum haben wir so jemanden nicht in Berlin?

    Der RBB berichtet recht ausführlich: https://www.rbb24.de/politik/beitra…eteiligung.html

    Gestreift wird der allgemeine Konflikt zwischen dem Senat, der im Bezirk einige größere Projekte vorantreibt und der Blockadehaltung des Bezirks personifiziert durch Baustadtrat Florian Schmidt.

    Schmidt hofft darauf, dass der Senat nach der Wahl Bauvorhaben streicht.

    Wenn dies nicht passiert und unser Regierender der blasse Herr Wegner die Kurve kriegt, so scheint der 165m Turm an der Warschauer realistisch zu werden.

    ^ sicher, das ist nur für die Bauzeit aufgeschüttet worden und gehört der Spree!

    Der Höhenunterschied entsteht durch die Krümmung der Betonbrücke am Scheitelpunkt.

    Im Grunde sollte man jetzt über die Autobahn oder alternative Verkehrslösung entscheiden, bevor weiter gebaut wird.

    Ich hoffe, dass auf der friedrichshainer Seite oder sogar beidseits die Uferwege unter den Brücken freigegeben werden. Grundsätzlich wäre das recht einfach möglich - allein mir fehlt der Glaube.

    ^ Die Herstellung des Anschlusses an den Kaufhausaltbau scheint gut zu gelingen. Die beiden Sockelgeschosse und die Attika werden, wie es aussieht, genau angearbeitet. Dazwischen werden zwei zusätzliche Geschosse eingefügt, was durch die Verglasung durchaus organisch wirkt.

    Sockel und Turm - mit Einschluss des massigen DDR Altbaus - ergeben ein durchaus überzeugendes Ganzes. Zwei Generationen Kleihues haben das ordentlich gelöst. Mehr davon!