Beiträge von Rotes Rathaus

    Leute, die sich auf einem gewissen Niveau Gedanken über Geschichte und Kunst machen haben wir hier schon einige. Mich wundert ganz subjektiv, was für ein Quark oft herauskommt, wenn sich Denkmalpfleger und Kunsthistoriker in Deutschland zusammensetzen, um in einem Fall wie diesem, ein Konzept vorzulegen.


    Zum großen 500 Luther Jubiläum, wollte die Evangelische Kirche in Deutschland den guten Mann und meinen Namenspatron doch seinerzeit sogar tiefer legen und statt dem riesigen Sockel von früher negativ absenken.


    Dagegen ist jede andere Lösung besser, allemal sogar der Status quo mit schönerem Pflaster.

    Ich finde auch, dass Luther weitgehend unterschätzt wird in seiner Bedeutung für Deutschland und ganz besonders für unsere Region. Ich würde mir eine ordentliche Ausführung wünschen - natürlich verstehe ich auch eine gewisse Ambivalenz.


    Ein Granitsockel, ordentliche Pflasterung wie am Schloss und zwei Platanen und Bänke: da wäre ich schon zufrieden.

    Inzwischen bin ich in einem Alter, in dem ich den Abriss von Gebäuden erlebe, deren Errichtung ich interessiert verfolgt habe.

    Wie in diesem Fall wird dann nicht etwa ein temporär anmutendes Geäude - wie etwa eine Tankstelle oder ein Baumarkt - entfernt zu Gunsten eines qualifizierten Städtebaus oder einer qualifizierten Freiflächennutzung, sondern es wird einfach abgerissen und 1zu 1 ersetzt.

    Wegwerfgesellschaft par excellence.

    Gut, dass die Pläne den alten Luther abzusenken, damit Passanten auf Augenhöhe stehen, jetzt wohl vom Tisch sind.


    Die Materialien wirken auf der Darstellung allerdings nicht passend. Hier wäre Granit geeignet und das Plaster im Bereich der Statue wirkt wie Spielplatzboden aus Kunststoff.



    Hatten wir die schon?

    Eine riesige rote Laterne. Pendant zur überdimensionalen Laterne am Langhoffbau am Breitscheidplatz.


    Ich vermute, dass es Kunst am Bau ist bezüglich dem Haus der Statistik.


    Auf jeden Fall schießen die (ironischen) Assoziationen sofort auf -

    Rote Laterne:

    • DDR
    • Kommunismus
    • Aufmärsche
    • Berlin heute (Bremen)
    • Deutschland heute
    • Menschen, die vorm Amt Schlange stehen

      Usw.

    So soll der Luisenblock Ost 1 dann wohl aussehen:



    Daraus ergibt sich folgendes:

    Um das Band des Bundes müssen wir uns keine Sorgen mehr machen. Es wird mit dem Luisenblock West enden. Hier entsteht ein regulärer Straßenblock aus mehreren Gebäuden.


    Der Luisenblock Ost 2 kann problemlos abgetrennt davon entwickelt werden. Städtebaulich ist es also kein Problem.


    Wenn der Bundestag die Flächen nicht braucht, könnte die Bundesregierung hier ein Ministerium bauen um den Umzug aus Bonn endlich weiter umzusetzen.

    Ich finde die Reflexe übertrieben. JEDER sollte sich mäßigen und Respekt üben und im Zweifelsfall auch auf die Antwortgeplänkel verzichten.

    Wenn man aus französisch-nationalistischer Perspektive über Deutschland spottet provoziert man entsprechende Antworten und umgekehrt. Obwohl ich natürlich auch gerne etwas mehr Pariser Charme und große Gesten in Berlin hätte.

    Merkel hat ja auch das Humboldtforum wegen einer der letzten 25 Krisen zurückgestellt- und jetzt?


    Hauptsache die Bundesrepublik will sparen und streicht die dämliche Sonderrolle von Bonn - für alle Zeiten!

    Aber es gibt doch eine umlaufende Uferpromenade und Stralau ist sehr attraktiv für Anwohner aber auch für Erholungssuchende.

    Ich finde das Züricher Beispiel auch schöner. Eigentumswohnungen finde ich aber ein gutes Prinzip - besonders, wenn sie auch normal bewohnt werden. Als Person oder Familie in Städte zu investieren und nicht ins Einfamilienhaus zu ziehen ist etwas positives.


    Das Projekt passt dorthin und ist in Ordnung.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Ich glaube nichts davon ist richtig. Diese Hypothesen sind geprägt von einer - wirkclih nicht böse gemeint - gewissen Naivität. Ja ich meine auch ablesen zu können das die kritische Haltung gegenüber Institutionen des Staates immer wieder durchblitzt während man Investoren und knallharte Marktmechanismen indirekt positiv bewertet oder unterbewertet. Das ist für mich sehr auffällig hier im Forum.



    Wegen des doch etwas böswilligen Missverständnis, muss ich doch einmal antworten.


    1. Hatte ich die Hypothese zwei, dass die anderen nicht stimmen aufgestellt. Diese würde also stimmen.

    2. Natürlich geht die Kritik zu allererst gegen politische Entscheidungsträger, denn diese haben wir gewählt. Sie sind dem Gemeinnutz verpflichtet. Investoren geht es um ihre Eigeninteressen. Dabei sollte das Allgeimeinwohl sicher eine größere Rolle spielen.

    3. Hier wurde ein großes Viertel entwickelt. Es war zuvor im Besitz der Staatsbahn. Die Politik kann sich also nicht aus der Verantwortung ziehen. Und natürlich war Frau Lüscher massgebend. Schon lustig, dass gewisse Personen dies jetzt verdrehen wollen. Stimmann hätte das nicht abgeliefert. Es ist zu großen Teilen schweizerisch gefärbte Neomoderne, oder so was. Mit kritischer Rekonstruktion hat das nichts zutun.


    4. Ich finde die Vorstellung naiv, dass die Politik nichts mitzureden hat. Da war jemand zu eifrig im Studium des Marxismus-Leninismus Seminars.