Beiträge von Anthuan

    .... Wie unterscheidet ihr die Kategorien:

    "Stumpen"

    "Unterholz" .....

    Von mir sind diese Begriffe zwar nicht, aber antworten will ich trotzdem. Deine Frage regt zum Nachdenken und Präzisieren darüber an :)


    Stumpen:

    Will alleine stehen, Merkmale einer "Landmark" haben. Ist aber zu unattraktiv und vor allem zu klein, um dies zu erfüllen.


    Unterholz:

    Ist von vornherein nicht als Landmark geplant. Ist dazu da in einer Gruppe ein gute Figur zu machen, mehr aber auch nicht. Überlässt das Alleine stehen dann den großen herausragenden Nachbarn.


    Bin gespannt, wer es anders erklärt.

    Während Möhringen (also "Bullshit Castle") wie eine Burg von einem hohen Zaun umgeben ist und innen einen quasi toten großen Innenhof hat, ist Office-V für jeden zugänglich und offen gestaltet.

    Na ja, wenn der Zaun einer der großen Unterschiede der beiden Bürogebäude ist, ließe sich das mit wenig Aufwand ändern. Zäune oder Mauern kann man jederzeit öffnen oder entfernen. Daß Office-V für jeden auch innen zugänglich wird, bezweifle ich schon aus Sicherheitsgründen sehr. Die große Halle hat gemeinschaftliche Funktionen, aber sicher doch für die Gemeinschaft der Mitarbeiter und nicht aller Stuttgarter. Wenn die Höfe offen sind ist das schonmal ein Zugewinn, aber schön sind sie nicht (evtl. im Sommer mehr, mit etwas Grün und offenen Sonnenschirmen etc.). Wenn aber schon mit Möhringen verglichen wird, dort sind außer dem zentralen Hof alle anderen Freibereiche großzügig grün. Im Office-V dominiert Stein und Grau mit etwas Verlegenheitsgrün. Wird evtl noch etwas besser, aber schon aus Platzgründen wird es nie so grün wie in Möhringen.

    Regent Eine zweite Antwort:

    Du schreibst die Lösung des Rätsels schon selbst, es ist die "Perspektive". Wenn der kleinere Turm im Vordergrund ist, erscheint er höher.


    Eine sehr schöne und genau andere Perspektive siehst Du z.B. in #187 zweites Bild, da erscheint der PCT im Vergleich zum Skyline Tower sogar viel größer als er ist.

    Oder umgekehrt in #188 erstes Bild, da ist das U-Bahn Schild fast so hoch wie der PCT.

    Von dem bißchen, was man hinter den Bäumen sieht, finde ich den Entwurf gar nicht schlecht. Abgerundete Ecken, schöner Dachabschluss mit für jedes HH unterschiedlichem Terrassengeschoss, kein 90° Eckwinkel beim linken HH, grün anstatt dem sonst üblichen weiß/grau. Also das ist doch besser, als die Standardware, die man sonst oft hat. Bin allerdings gespannt mal genaueres zu sehen, also den Entwurf nicht von Bäumen verdeckt.


    Das zuständige Architekturbüro Georgens Micklautz Partner hat auch einige sehr schöne, qualitätsvolle, wenn auch nicht spektakuläre Referenzen in und um München. Z.B. Hugendubel Haus am Marienplatz, Jagdfeldzentrum in Haar etc. Das spricht dafür, dass es auch hier besser wird als "geht gerade so".

    H1ghtower

    Deine Fotos sind super. Bei einem so abweisenden Gebäude noch fotographisch so viel Ästhetik heraus zu holen ist beachtenswert :)


    Plotzhotzen

    Die Kritik macht sich an der Tristesse der Fassade und nicht an der Höhe fest. In unmittelbarer Nachbarschaft haben wir ja zwei etwa gleich hohe Türme, die meines Erachtens sehr gelungen sind und tolle Fassaden zeigen. Beide Nachbarn schaue ich sehr gerne an und sie werden auch hier im Forum positiver bewertet (obwohl sie auch nicht höher sind).

    Sehr interessant.


    Nur eine zusätzlicher Hinweis

    "Topologische Hindernisse" Truderinger:

    Ich vermute Du meinst die im verlinkten Artikel erwähnten topographischen Hindernisse.

    Das ist im Artikel jedoch nur allgemein über Seilbahnen gesprochen und nicht auf München bezogen.


    Hier vor Ort wäre eher die erwähnte Überwindung "bodengebundener Infrastruktur" interessant. Ich vermute das macht eine Seilbahn tatsächlich viel billiger und schneller zu verwirklichen als eine Tram, für die alle Kreuzungen umgebaut werden müssen sowie Fahrtwege am Boden etc. geschaffen werden müssen. Das entfällt alles weitgehend bei Seilbahnen (Stützen und Stationen wären die einzigen bodengebundenen Eingriffe).

    Im Prinzip bin ich auch dafür, weniger abzureisen und Ressourcen zu schon (siehe NeuerGeograph). Was Du aber zu diesem Projekt schreibst stimmt so nicht. Es sind 9 bestehende Gebäudeblöcke, wovon 6 erhalten bleiben und in das Gesamtprojekt integriert werden. Der Neubau ersetzt lediglich 3 Gebäude. Es wird also kein "Gebäudekomplex geschliffen" wie Du schreibst, ich würde eher von Erweiterung sprechen. Für den enormen Flächenzugewinn durch das HH, halte ich hier einen Teilabbruch von flachen Gebäuden für vertretbar.


    Zu der erwähnten gegenüberliegenden Brachfläche: vielleicht inspiriert ja den Besitzer dieser Fläche die Aufwertung des Candidplatzes in naher Zukunft dazu ebenfalls ein HH zu bauen .....

    Vielleicht sollten mal Graffitikünstler beauftragt werden, die furchtbsr kahle Frauenkirche innen farblich zu verdeleln - natürlich nicht mit den szeneüblichen Texten und Fantasy-Kitschmotiven.

    😊🤗

    Das könnte eine gute Idee sein.


    Im ersten Moment habe ich das als schönen Witz begriffen, aber es hat mich doch neugierig gemacht. Die badische Gemeinde Goldscheuer hat ihre katholische Kirche von dem Street Art und Graffiti Künstler Stefan Strumbel neu gestalten lassen (bereits 2011). Bei Wikipedia unter Stefan Strumbel oder auch über andere Google Pfade sieht man einiges darüber. Gar nicht schlecht.


    Mal sehen, was sich noch zu dem Thema findet.


    Ob man für die Frauenkirche allerdings diesen Mut aufbringt bezweifele ich noch, but who knows.

    Subkultur mit öffentlichen Geldern zu unterstützen erscheint mir ebenso widersinnig wie Street-"Art" im Museum auszustellen.

    Warum soll das widersinnig sein, wenn eine Kunst die auf der Straße entstand (Street Art) museal gewürdigt wird? Und wir haben ja bereits auch ein Street Art Museum in München, das MUCA, http://www.muca.eu


    Außerdem ist es nicht neu, dass Kunst von draußen auch ins Museum wandert. Wir haben Skulpturen im Museum, ein Architekturmuseum, naturkundliche Museen etc. Alles Dinge, die in Außenräumen zu finden sind und irgendwann im Museum landen.

    Stellt sich die Frage, wenn die Akustik und das Raumgefühl bei einem "günstigen" Interim dem bisherigen Vernehmen nach so gut gelungen sind, ob dann nicht auch der Freistaat bei seinem Konzerthaus im Werksviertel billiger bauen kann. Stahlskelett-Industriebauten wie es das Interim des Gasteigs ist, könnten ja trotzdem mit einer ansprechenden, aufwendigeren (LED-)Außenhaut umhüllt werden.


    Die Subkultur, vorhin war von Alternativkultur die Rede, oder freie Szene. Wie auch immer, die Kunst jenseits der Hochkultur wird zum Glück auch gefördert. Warum auch nicht, warum sollte sie ohne Geld auskommen müssen?


    Nicht nur für Räume fallen Kosten an. Der Künstler muss genau so leben (Miete, Lebenshaltungskosten). Zudem lassen sich die Stücke auch nicht kostenfrei produzieren. Es braucht Techniker (Licht, Ton), Probenräume etc. Selbst wenn der Künstler selbstausbeuterisch und ohne Verdienst arbeitet hat er noch Kosten für andere Künstler. Nicht alle Stücke der "Subkultur" sind Solostücke.


    Man sollte diese Kunst nicht vergessen. München ist nicht die Hauptstadt der freien Kunstszene, dennoch existiert sie und sollte auch weiterhin in dieser teuren stadt überleben können und das kulturelle Leben bereichern.

    Schön, dass es nun eine Isarphilharmonie gibt. Wär toll, wenn nun die Grundschule hier noch ausgebaut werden würde, so dass eine Klasse nicht mehr im Keller unterrichtet werden müsste und es endlich genügend Kindergartenplätze geben würde.

    Genau, herzlichen Dank dafür 👍


    Ein paar Beiträge vorher gings um Kindergärten. Schön dass das gleich kurz danach auch hier bestätigt wird.

    Wenn ich mich da selbst mit #31 in Erinnerung bringen darf:

    "... Kindergärten sind der ganz große Renner 😊🤔🤗

    Gefühlt tausend Mal habe ich das schon gehört, grrrr. Wenn mal wieder Steuergeld für "Kunscht" und so Zeugs ausgegeben wird ..."


    Schwierig, wenn man Kultur mit sozialen Aufgaben aufrechnen will. Beides ist wichtig, aber es sollte nicht gegengerechnet werden sondern es steht unabhängig nebeneinander.

    Wenn wir nur streng utilitaristisch Geld investieren wollten, würden wir nie zu einem Ergebnis kommen, es findet sich doch immer etwas, mit dem mehr Menschen geholfen wäre. Min. 500 Mio. Euro für das Konzerthaus im Werksviertel stattdessen in Somalia ausgeben, hilft noch viel mehr Menschen als es in kleine Projekte in München anzulegen. Wobei ich nicht weiß, welche kleine und mittlere Projekte dir vorschweben. Sollten es Kulturprojekte sein, da wird bereits jede Menge gefördert, i.d.R. durch die Stadt, nicht den Freistaat. Siehe hierzu auch das neue Volkstheater und dessen Förderung junger Nachwuchskünstler.

    MiaSanMia in Bezug auf Truderinger:

    Kindergärten sind der ganz große Renner 😊🤔🤗

    Gefühlt tausend Mal habe ich das schon gehört, grrrr. Wenn mal wieder Steuergeld für "Kunscht" und so Zeugs ausgegeben wird - und vielleicht auch noch Kunst, die demjenigen nichtmal persönlich gefällt - dann kommt immer wieder, wie wichtig doch Kindergärten wären, wie sinnvoll für die Gesellschaft und für alle Familien wichtig.

    Das nur aus meiner Erfahrung, Truderinger meint vielleicht was ganz anderes.

    Was bringt uns der Spitzenplatz denn ?


    Sicher nichts finanzielles, ......

    Doch auch Finanzielles. Rede mal z.B. mit einem Hotelier, er weiß, wie viele für ein Konzert-/Opernbesuch oder sonstige kulturelle Ereignisse anreisen. Vielleicht noch 1 oder 2 Tage dran hängen, essen gehen etc.


    Klar kann man sagen München hat sowieso schon genug Besucher und floriert sowieso. Aber die Kultur trägt mit dazu bei und bringt erheblich Geld in die Stadt. Warum soll man da nicht in diesen Bereichen weiter investieren wenn das Potential (Künstler, Infrastruktur, Bekanntheitsgrad) sowieso schon da ist.


    Apropos "Spitzenplatz": Nicht falsch verstehen, man muss nicht der Allerbeste sein und Eitelkeiten aufbauen. So meine ich das nicht. Ich will nur damit sagen, hier ist etwas vorhanden, was man schätzen und nutzen sollte.

    München ist für seine Hochkultur, Konzerte, Orchester weit über die Grenzen hinaus bekannt. In einer anderen Stadt wäre das sicher ein zu viel an Sälen. In München könnte das allerdings mit so vielen Konzertsälen sogar positiv sein und in dem Bereich den Spitzenplatz, den München sowieso schon hat, noch etwas verfestigen.


    Truderinger

    Insofern könnte es sein, dass es keine unnötigen Prestigeprojekte sind sonder lohnende Investitionen.

    Mit dem Hypo und dem BMW HH hatten wir ja noch in den siebziger Jahren zwei der spannendesten Objekte deutschlandweit bekommen. Dass diesem ganz besonderen Erbe kaum etwas vergleichbares folgte fällt mir immer wieder auf. Kein Bauherr orientierte sich mit Mut und Innovation an den für damalige Zeiten gewagten Entwürfen.


    Dabei weiß man, dass sich mit ansprechender Gestaltung durchaus neu Liebhaber für HH gewinnen lassen. Beispielhaft Frankfurt, früher wurden dort die HH-Kisten gehasst, heute ist man stolz wie Otto auf die Skyline. Düsseldorf ähnlich, zwar bescheidener als Frankfurt, aber auch dort eine positive Entwicklung. Im Ausland sieht man diesen Umbruch gerade in Mailand, wo gerade eine spannende und vielfältige Skyline ensteht, die der Stadt eine neue moderne Identität gibt und sie weg kommen lässt vom Image der hässlichen Industriestadt.


    @ MiaSanMia

    Ich glaube Brannekämper, wenn er selbst auch nicht umgestimmt werden könnte, würde garantiert weniger Gehör finden, wenn man denn in München beeindruckendes und "schönes" vorweisen könnte.

    Das behaupte ich jetzt mal so :) who knows.

    Noch mehr solche belanglosen HH-Kisten und ich mutiere vom HH-Fan zum HH-Gegner.


    Es ist nicht die einzige "Kiste" in München, die mich am liebsten nur weg schauen lässt. Ich finde solche Bauherren erweisen anderen zukünftigen Projekten eine Bärendienst. Wie kann man mit solchen Vorlagen jemanden für Hochhäuser überzeugen. Wahrscheinlich wiederhole ich diesen Punkt, aber es ist mir einfach sowas von unverständlich und ich muss es nochmal schreiben.

    Danke MiaSanMia für den Hinweis zu meinem link. Der direkte link zum Planungsbüro ist sowieso viel besser. Ich hatte nur einen link zu entsprechenden google Fotos, warum der nicht funktioniert weiß ich allerdings auch nicht, ist aber inzwischen auch egal durch den besseren jetzigen link.