Mir sind mehrere Dinge durch den Kopf gegangen, wie man die Kapazität der ÖPNV-Verbindungen vergrößern könnte, weil es hier angesprochen wurde: Einerseits können sicherlich bei der M6 auch Flexity-Modelle zum Einsatz kommen, die deutlich mehr Platz bieten. Andererseits kann man darüber nachdenken, die S7 mit der Relation Ahrensfelde-Ostbahnhof/Warschauer Straße verstärkt zu bedienen. Vor den Bauarbeiten am Ostkreuz hat das mit der S75 und der S5 auch funktioniert. Eine angemessene ÖPNV-Anbindung ist also relativ sicher gewährleistet.
Zur Kostenfrage: Für die Strecke müsste die komplette Torstraße sowie weite Teile der Landsberger Allee untertunnelt werden - vermutlich bergmännisch. Ein milliardenteures Unterfangen.
Einen selbst in der mittleren Zukunft liegenden starken Bevölkerungszuwachs entlang der Linie halte ich für ausgeschlossen. Selbst der Senat sieht im StEP Wohnen keine größeren Potenziale in der Gegend. Ich halte es selber für recht unwahrscheinlich, dass die Landsberger Allee östlich vom S Landsberger Allee größere Neubauprojekte sehen wird. Max. Nachverdichtung auf einer handvoll Brachflächen. Und draußen in Marzahn wird auch nichts in nennenswerten Quantitäten passieren.
Ich frage mich: Wie will man den Berlinern eine U-Bahnstrecke nahebringen, deren Mehrwert in engen Grenzen liegt? Angesichts dessen würde ich mir lieber Bereiche anschauen, wo mehr Interventionsbedarf herrscht. 