Beiträge von sipaq

    Danke Schmittchen und tunnelklick für die Erläuterungen. Es ist wirklich zum Mäusemelken mit dieser Stadtregierung. Da wird bei jeder sich bietenden Gelegenheit über die zu hohen Mieten, die Zersiedelung und die vielen Pendler nach Frankfurt hergezogen. Aber da wo man mal konkret für Verbesserung sorgen könnte, und das auf Gebieten, die den Begriff Stadt noch verdienen und nicht weit draußen auf der grünen Wiese liegen, da passiert überhaupt nichts bzw. werden bestehende Pläne noch aktiv sabotiert.

    Und dann wundert man sich, dass rechte und linke Extremisten ankommen und hiervon profitieren.

    Ich versuche mal die losen Enden zusammenzuführen.

    Niemand wird bestreiten, dass die A661 ein massiver Lärmverursacher ist und das durch den 6spurigen Ausbau inkl. Anbindung der A66 mittels Riederwaldtunnel eher schlimmer als besser wird.

    Außerdem hat Frankfurt ein massives Wohnungsbauproblem. Und die Einhausung der A661 könnte (je nach Aggressivität der Planung) zwischen 2.000 bis 5.000 zusätzliche Wohnungen bringen. Das entspricht der halben Josefsstadt und das in deutlich zentralerer Lage als diese.

    Ich verstehe, dass es in den Planungsunterlagen hierum nicht geht. Nicht verstehen tue ich, dass man bei den Verantwortlichen in der Stadtpolitik hier nicht die Gelegenheit ergreift und eine entsprechende Wohnungsbau-Perspektive aufzeigt. So sieht das tatsächlich etwas dürftig aus.

    ^

    Danke MathiasM. Eine Verlängerung der U9 hätte natürlich speziell für den Frankfurter Nordwesten echt Charme, denn damit wäre man mit dem ÖPNV schneller in der Bad Homburger Innenstadt als an der Hauptwache. Und perspektivisch (sollte der U4 Lückenschluss je kommen) könnte man dann von Bad Homburg entweder in Richtung Hauptwache/Südbahnhof oder halt in Richtung Frankfurt Hbf mit der U-Bahn fahren.

    Ist eigentlich bekannt, ob die U9 dann auch bis Bad Homburg verlängert werden soll? Damit könnte man auch Ginnheim, Nordweststadt, Römerstadt, Niederursel und den Riedberg besser mit Bad Homburg verbinden ohne nochmal in Kalbach, Bonames oder Nieder-Eschbach umsteigen zu müssen.

    Ohne irgendwelche Insiderkenntnisse zu haben, gehe ich fest davon aus, dass zumindest in den vergangenen fünf Jahren (wenn nicht schon früher) da schon mal das Rechtsamt oder eine Frankfurter Kanzlei auf das Vertragswerk geguckt hat, ob man da nicht was machen könne. Das Objekt ist ja nun schon seit fast zwei Jahrzehnten ein steter Quell von Ärgernissen.

    Und die Tatsache, dass sich bislang überhaupt nichts an der Front getan hat, sagt mir, dass das Vertragswerk keine vorzeitige Kündigung hergibt. Das ist auch nicht ungewöhnlich bei Erbbauverträgen ohne explizite Ausstiegsklausel, denn der Erbbaunehmer will ja nicht ständig ein Damoklesschwert über sich hängen haben.

    Nebenbei bemerkt:

    Die Stadt Frankfurt ist schon recht prozessierfreudig, was man an der Vielzahl der gewonnenen Verfahren (zuletzt z.B. zum Thema Rennbahn), aber vor allem auch an den vielen verlorenen Verfahren gut erkennen kann.

    PS: Lieber Adama, die Formulierung "Die Stadt lässt sich hier meiner Meinung nach regelrecht vorführen." hat aus meiner Sicht nichts mit Überspitzung zu tun. Und da lässt sich auch aus meiner Sicht keine Überspitzung herauslesen. Das ist ein ausdrücklicher Vorwurf in Richtung der Stadt Frankfurt, den Du hier wider besseren Wissens machst. Lass das doch einfach, denn der Rest deiner vielen wertvollen Text- und Bild-Beiträge steht doch für sich und hat sowas gar nicht nötig.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Die Stadt lässt sich hier meiner Meinung nach regelrecht vorführen.

    Die Stadt kann da gar nichts machen, das gibt der Erbbauvertrag nicht her. Jetzt kann man sich darüber natürlich aufregen, aber solche Verträge ohne Rückholklausel waren 2008 bei Vertragsabschluss üblich. Heute (und bereits seit einigen Jahren) macht die Stadt das anders. Wirklich was tun, kann die Stadt hier nur, wenn der Erbbaunehmer seine Erbbauzinsen nicht mehr zahlt und damit vertragsbrüchig wird. Letzteres ist bislang offensichtlich nicht der Fall.

    Letzte Woche wurden die Zahlen für den September veröffentlicht (Quelle) und der Trend der letzten Monate setzt sich fort.

    1. Sowohl bei den Übernachtungen als auch bei den Gästezahlen liegt man in 2025 leicht hinter dem Vorjahr zurück, aber immer noch deutlich über dem alten Rekordjahr 2019. Konkret liegt man bei 8.150.934 Übernachtungen (Vorjahr: 8.304.537 (-1,85%)) und 4.692.417 (Vorjahr: 4.729.880 (-0,79%))
    2. Dahinter verbergen sich deutliche Rückgänge bei den Auslandsgästen (-7,79%) und -übernachtungen (-6,87%) und Zuwächse bei den Inlandsgästen (+3,17%) und -übernachtungen (+1,52%)
    3. Der September 2025 war mit 561.042 Übernachtungsgästen (-3,3 % ggü. Vorjahr) und 949.353 Übernachtungen (-10,3 %) deutlich schwächer als der Vorjahresmonat, der den bisherigen Monatsrekord darstellt. Das liegt v.a. an der "Automechanika", die im vergangenen Jahr deutlich die Zahlen trieb und dieses Jahr nicht stattfand.

    ^

    Für mich liest sich das Papier nicht so, als wären interessierte engagierte Frankfurter da erwünscht gewesen bzw, um Mitarbeit gefragt worden.

    Dabei waren

    15 Vertreter Frankfurter Behörden, Ämter, städtischer Unternehmen, städtischer Räte

    2 Vertreter des Ortsbeirates

    2 Vertreter der Polizei

    4 Vertreter von Bewohnern

    7 Vertreter ansässiger Unternehmen (Ardinast, Nestle, YokYok

    2 Vertreter der Schulen

    10 Vertreter sozialer Einrichtungen oder Verbände

    4 sonstige Vertreter

    Das hat schon eine heftige Schlagseite, aber ist angesichts der Vielfalt der involvierten Ämter, Institutionen und Akteure mit sozialem Hintergrund auch nicht verwunderlich. Erfahrene Gremienkämpfer wissen ja, dass die Zusammensetzung eines Gremiums 80% des Ergebnisses vordeterminiert.

    Will sagen mit dieser Zusammensetzung war von vornherein klar, was herauskommt. Wenn gewollt gewesen wäre, einen Turnaround hinzubekommen, hätte man die Law&Order Fraktion, die Präventionsfraktion und sicher auch die Wirtschafts- und Eigentümerseite stärken müssen bzw. andere hart-linke Player wie Nika e.V. FIM oder das Amt für multikulturelle Angelegenheiten mal rausnehmen müssen.

    Danke für die Zusatzinfos sweet_meat.

    Hier sieht man doch schon wunderbar, was in Zukunft in der Realität passieren wird.

    Auf der einen Seite hast Du da eine Investor der Kohle machen möchte. Auf der einen Seite ist das sein gutes Recht. Auf der anderen Seite hat die Sache unzweifelhaft ein Geschmäckle. Der Investor wird im Zweifel hier die Schuld auf die Bauaufsicht und/oder den Denkmalschutz schieben. Das Gegenteil müsste in Zukunft die Stadt dem Eigentümer erst einmal mit anwaltlicher Unterstützung und im Zweifel über mehrere Instanzen hinweg nachweisen (mit ungewissem Ausgang). Und selbst im Erfolgsfall gibts eine Ordnungswidrigkeitszahlung von max. 500 T€, im Zweifel weniger. Ob sich das jetzt wirklich lohnt?

    Und wenn Du 10-20 solcher Häuser in Frankfurt hast, ist die eine Planstelle, die dafür zusätzlich ggf. geschaffen wird, schon mehr als ausgelastet. Der Effekt für den Wohnungsmarkt ist somit nahe null, nur Verwaltungsbeamte und Juristen.

    Auch die FAZ berichtet darüber. Was mich im dortigen Bericht etwas verwundert ist die Aussage, dass Wohnbebauung nicht mehr im Vordergrund stehe (in einem älteren Bericht von 2019 war mal von bis zu 5.000 Wohnungen die Rede und das bei der kürzeren Variante von nur 1,0km Länge). Sollte die Aussage stimmen halte ich das für ein fatales Signal für die wachsende Stadt Frankfurt und kann Immobilienbesitzern wie mir nur gratulieren, da die sich auf weiter steigende Preise einrichten können.

    Hier wird mal wieder versucht mit gesetzgeberischen Mitteln ein Problem zu lösen, anstatt marktbasierte Mechanismen wirken zu lassen. Und das alles, um ein Problem zu lösen, dass in Einzelfällen zwar zurecht für Empörung sorgt, großflächig aber nicht auftritt. Um den Leerstand angemessen kontrollieren zu können, müssen Städte wie Frankfurt nicht nur eine Leerstandssatzung verabschieden, sondern auch diese durchsetzen. Das geht nur mit zusätzlichem Personal und bürokratischem Aufwand. Gleichzeitig wird das zu gerichtlichen Auseinandersetzungen führen, d.h. Juristen profitieren hiervon allemal.

    Wer sich den Gesetzestext mal durchliest sieht auf Anhieb, dass sich das Gesetz nur auf einen Bruchteil der fast 13.000 leerstehenden Wohnungen in Frankfurt bezieht:

    • Nur Wohnungen, die länger als 6 Monate leerstehen sind überhaupt betroffen.
    • Wenn nach Auszug eines Mieters modernisiert wird, kann die Wohnung auch länger leerstehen.
    • Gleiches gilt wenn die Wohnung verkauft oder abgerissen werden soll
    • Wenn die Wohnung das Subjekt von Erbstreitigkeiten ist (sprich: Erbengemeinschaft kann sich nicht einigen) darf der Leerstand auch länger dauern

    In der Gesetzesbegründung steht selbst, dass nur bei einem Fünftel (20,3%) der knapp 13.000 Wohnungen überhaupt ein potentiell unbegründeter Leerstand zu vermuten ist (also nur bei ca. 2.600 Wohnungen/Häuser). Wie viel davon in Frankfurt, Darmstadt oder Wiesbaden liegen ist unklar. Ich gehe aber fest davon aus, dass da auch einige leerstehende Häuser im ländlichen Hessen mit dabei sind und die 2.600 potenziell betroffenen Wohnungen nicht exklusiv in den drei betroffenen Städten liegen.

    Schon vor zwei Monaten wurden die aktuellen Bevölkerungszahlen bis zum 30.06.2025 veröffentlicht.

    Die Highlights sind:

    • Zum 31.06.2025 lebten 778.589 Menschen in Frankfurt. Das sind 1.746 Personen mehr als zum Jahresende 2024 und 8.423 Personen mehr (+1,1%) als 12 Monate zuvor.
    • Größter Stadtteil ist weiterhin Bockenheim (45.237 Ew.), dicht gefolgt vom Gallus (45.225) und Sachsenhausen-Nord (32.595)
    • Am stärksten wuchs die Bevölkerungszahl in Kalbach-Riedberg (+1,0%), gefolgt vom Ostend und Sachsenhausen-Süd (jeweils 0,9%). Insgesamt wuchs die Bewohnerzahl in 29 von 44 Stadtteilen.
    • Am stärksten fiel die Einwohnerzahl in Bonames (-1,3%) gefolgt von der Altstadt (-0,4%). Der Rückgang in den anderen 13 betroffenen Stadtteilen lag überall bei -0,3% oder niedriger.

    Kurze Frage an die Schwarmintelligenz hier:

    In einem FAZ-Kommentar von heute über die Probleme im Nahverkehr in der Taunus-Region findet sich am Ende auch dieser Text.

    Dekoratives Anführungszeichen

    In einem Monat sollen in Bad Homburg weitere Bauarbeiten beginnen. Auch das führt zu Einschränkungen. Die U2 wird von der bisherigen Endhaltestelle Gonzenheim verlängert bis zum Bahnhof.

    Mir ist das neu und auf U2-Verlängerungs-Website findet sich dazu nichts.

    Wisst Ihr ggf. mehr?

    Mittlerweile sind Zahlen bis zum August verfügbar (Quelle) und somit lassen sich erste Trends erkennen.

    1. Sowohl bei den Übernachtungen als auch bei den Gästezahlen liegt man in 2025 leicht hinter dem Vorjahr zurück, aber immer noch deutlich über dem alten Rekordjahr 2019. Konkret liegt man bei 7.201.581 Übernachtungen (Vorjahr: 7.246.109 (-0,61%)) und 4.131.375 (Vorjahr: 4.149.853 (-0,45%))
    2. Dahinter verbergen sich deutliche Rückgänge bei den Auslandsgästen (-7,47%) und -übernachtungen (-5,54%) und Zuwächse bei den Inlandsgästen (+3,56%) und -übernachtungen (+2,7%)
    3. Die durchschnittliche Verweildauer ist nahezu identisch mit 1,74 Nächten (Vorjahr: 1,75), wobei die Auslandsgäste länger bleiben mit 1,98 Nächten (Vorjahr: 1,93) und die Inlandsgäste mit 1,62 Nächten (Vorjahr: 1,64) etwas kürzer bleiben.

    Das ganze ist ein einziges Armutszeugnis für diese Stadt im Allgemeinen und für Bildungs- und Baudezernentin Weber im Besonderen. Diese Frau ist seit fast 10 Jahren im Amt und bekommt immer wieder nur eine Aneinanderreihung von Pleiten, Pech und Pannen auf die Kette. Wäre Sie keine Parteifreundin von OB Josef wäre Sie schon längst entlassen oder zumindest versetzt worden.