Beiträge von epospecht

    Ich finde auch, das die Entwürfe im Bezug auf ihre "Denkmalaussage" aus der Bodenperspektive nicht gelungen sind. Am ehesten vielleicht noch der bunte Flickenteppich.

    Ich finde die Überarbeitungen auch eher unspektakulär. Es wird ja vor allem mit der (grünen) Platzgestaltung versucht Überzeugung zu leisten. Aber auch wenn die Platzgestaltung nicht unwesentlich ist, so soll es doch eigentlich um das Denkmal an sich gehen.

    Nun ja, sollte das Tortendiagramm umgesetzt werden, dann kann man immerhin auf kreative Street-Art hoffen. Das Konzept zieht Bodengraffiti ja geradezu an (und wäre eine schöne, wenn auch bestimmt ungewollte, demokratische Komponente).

    Auf lange Sicht schade ist natürlich die vollkommene Überdimensionalität die den Ring an der Stelle auf Jahre hinaus "ausfranzen" lässt.

    Die Fassadenauffrischung Coppistraße 4 ist soweit fertig:



    Vorzustand


    Fertiggestellte Sanierung in der Wittenberger Straße:



    Vorzustand


    Laufende Sanierung Berthastraße 2-4:


    Vorzustand (Streetview verpixelt)


    Sanierung in der Gorkistraße (Service-Wohnen für Senioren, Bauträger ist das Pflegeberatungszentrum Leipzig-Schönefeld)

    Vorzustand


    Laufende Sanierung Bergerstr.


    Vorzustand


    Fertiggestellte Sanierung in der Schulze-Delitzsch-Str. 24 (?):


    Vorzustand


    Fast fertige Sanierung Mariannenstr. 63


    Vorzustand


    Laufende Sanierung Eisenbahnstr.


    Vorzustand


    Fertiggestellte Sanierung in der Industriestr.


    Vorzustand


    Beginnende Sanierung (?) in der Zschocherschen Straße/Industriestraße


    Vorzustand


    Laufende Sanierung Hinterhaus Lütznerstraße, Fassade vom Henriettenpark aus sichtbar. Das Photo wurde aber im Hof gemacht.


    Sanierung bereits auf Google Maps sichtbar


    Sanierung/Neubau (es steht nur noch die Fassade) GutsMuthsstraße 46. Homuth&Partner haben das Projekt komischerweise nicht auf deren HP...



    Vorzustand


    Sanierung Käthe-Kollwitz Str. 76. Sah auf Google Maps noch bedeutend gesünder aus...


    Vorzustand


    Beginnende Sanierung in der Innenstadt, Brühl 67? Das Dixiehäuschen ist jedenfalls schon mal aufgestellt ;)


    Vorzustand


    Laufende Sanierung Lützowstraße 15. Die Nummer 17 hat sich mittlerweile angeschlossen (das wird wohl mehr eine Fassadenauffrischung)


    Vorzustand

    Hm.. ich tu mir da ein wenig schwer.

    Denn die Gestaltung und die Form der Reklame und der architektonische Entwurf des (meist) darunter stehenden Gebäudes haben ja in der Regel nichts miteinander zu tun. Da wo Leuchtelemente teil der Architektur sind, sind sie natürlich zu erhalten. Nur sehe ich das hier nicht.

    Ich will damit nicht sagen, dass Neon-Reklame für sich nicht erhaltenswert ist, ich finde aber dass sie durchaus in anderem Kontext gezeigt werden kann (Museum, ein Reklame-Park etc.).

    Bei nicht mehr existenten Firmen (zumal einer "gescheiterten Epoche") mag die Erhaltung dieser Werbeflächen auf den Gebäuden sympathisch erscheinen, bei aktuellen Logos (wie die gezeigte Allianz-Werbung) bin ich aber schon froh wenn sie aus dem öffentlichen Raum verschwindet. Denn sie nimmt überhaupt keinen Bezug auf ihre Umgebung und deren Gegebenheiten, sondern ist ein rücksichtsloser Versuch dem Betrachter das Corporate Design der Firma ins Bewusstsein zu drücken.
    Etwas, das ich eher als Belästigung empfinde (und das im Zuge der zunehmenden Zielgruppenspezifität von Werbung auch rückständig erscheint).

    Danke für den Fund!

    Bei den Bleichert-Werken (wie ich finde eines der spannendsten, kommenden Projekte in Leipzig) bin ich mit den Visualisierungen der CG-Gruppe nicht vollends glücklich. Das an dieser Stelle nicht ein weiteres großartiges Ensemble wie die Spinnerei entsteht war natürlich klar (man will ja schließlich Geld verdienen), aber leider wird wohl recht viel Substanz verloren gehen. (Siehe Bild, die rot markierten Gebäude werden wohl 0815 Neubauten weichen müssen)

    http://imageshack.us/a/img11/8889/bleichertvis.jpg

    http://imageshack.us/a/img51/8164/bleichertviscg.jpg


    Die gelb markierten "Einschnitte" bzw. Innenhöfe finde ich, sofern Fenster mit ursprünglicher "Sprossung" eingesetzt werden, gut gelungen.
    Die hinteren zwei Lichthöfe sind dann leider des Guten zuviel. Und hoffentlich soll der Unterschied zu den ersten keinen Neubau andeuten (die Fassade passt nämlich nicht wirklich zur jetzigen.)

    Auch die Begrünung muss meiner Meinung nach nicht sein. Industriearchitektur sollte auch ohne Pseudo-Park wirken dürfen/können.

    Trotzdem schön, dass dieses Areal nach 20 Jahren Verfall bald endlich angegangen wird.

    Nachtrag:

    Auch der blaue Bereich fällt wohl vollständig weg, wie eine zweite Visualisierung deutlich macht:

    http://imageshack.us/a/img254/9735/bleichertviscg2.jpg

    Genauso wie alle Verbindungsbrücken zwischen den Gebäuden. Das ist wirklich richtig schade, und für mich unverständlich. Dass man das nach hinten raus eng und niedrig bebaute Areal lichten möchte, ist das eine, der vollständige Abriss schöner Industriesubstanz, um an deren Stelle totlangweilige Penthouse-Würfel hinzuklatschen, aber sicherlich keine Lösung im Sinne des Denkmalschutzes.

    --------------------
    Hinweis der Moderation: Die Einbindung der Bilddateien wurde in Links geändert. Bitte künftig auf die Richtlinien für das Einbinden von Bildern achten! Vielen Dank.
    Bato

    Naja, ob die Gäste nun ein paar Meter weiter parken oder direkt unter dem Hotel ändert am Verkehrsaufkommen in der Innenstadt auch nichts. Man scheint wohl keine Hotelkette als Mieter zu bekommen wenn man nicht genügend Parkplätze anbietet. Das ist insgesamt natürlich schade, da es die Baukosten erhöht und damit der Kostendruck steigt, was schnell in einer billigen Fassade resultiert.

    Andererseits wäre hier die Politik gefragt, um gemeinsam mit den anderen Hotelbetreibern in der Innenstadt ein, jedes Hotel gleichberechtigendes System zu finden (Shuttleservice etc.). Denn wenn auch nur einer ausscheert, und sich so einen Wettbewerbsvorteil schaffen kann, wird man den Rest nicht zum Umdenken bewegen können.

    DrZott: Das klingt jetzt eher nach dem üblichen Geheule über die negativen Folgen einer generell großen (neuen) Verkaufsfläche und wird dann wohl auch die Hainspitze treffen.

    Ich war bis gerade eben beim "Pre-Opening" und muss leider sagen, dass der Komplex von innen reinste Zweckarchitektur ohne Besonderheiten in mittelmäßiger Qualität darstellt.

    Der Höfe Gedanke ist leider reines Marketing, und diente Wohl allein der Beruhigung der politischen Gremien. Ein Hof definiert sich mmn. u.a. durch einen gestalterischen Abschluss von seinem "Zubringer". Das ist bei den Höfen nicht anzutreffen. Die Höfe sind gerade so breit, dass sie die Rolltreppe aufnehmen, und ein Verweilen auf gleicher Ebene ermöglichen. Die "Galerie", also das erste Obergeschoss, beschränkt sich nicht auf die Höfe sondern wird, wie in jedem Shopping-Center, komplett von Anfang bis Ende durchgeführt. Die versprochene, unterschiedliche Gestaltung der Höfe beschränkt sich auf vornehmlich ein(!) Eye-Candy Element (Wassersäule, Kunstgrünsäule, Lampen, Led-Leinwand), die Einflussnahme auf die Gestaltung der Mietflächen ist kaum zu sehen. Media Markt darf sogar seinen Markenschriftzug über die komplette Breite eines Hofes strecken.

    Die Unterteilung in zwei Baukörper wird durch das Untergeschoss und die "Brücke" (gleiche Breite wie der ganze "Publikumstrakt") aufgelöst. Wenn man aber im Erdgeschoss bleibt, hat man hier einen direkten Blick auf zwei Parkdecks (die natürlich nicht Schwarz eingefärbt wurden, wie der Rest des Gebäudes, und damit direkt ins Auge springen).
    Die nach innen gezogene Außenfassade (die eh schon kritisch zu sehen ist, kaum ein historisches Passagensystem bietet eine Uniformität in der Äußeren, wie inneren Gestaltung) ist Makulatur, weil sie erst oberhalb des ersten OG ansetzt, und der Blick durch die vielen Lichter und die Kleinteiligkeit der Ladenzonen auf den unteren Etagen hängen bleibt.

    Die Qualität der verwendeten Materialien scheint in Ordnung, Liebe zum Detail ist aber kaum vorhanden. So trifft man an den Wänden auf die verschiedensten Spaltmaße, die Deckenpaneele werden an den Rändern abgeschnitten statt überall so gekürzt zu werden, dass sie die gleiche Länge aufweisen, das ganze Ensemble gibt sich betont schwarz, verwendet dann aber klassische Rolltreppen im typischen Edelstahllook, alles Grün ist aus Plastik, die Sitzgelegegenheiten schreien nach Einkaufszentrum, die Beleuchtung ist allenfalls einfallslos, am Eingang an der Blechbüchse werden runde und ovale Formen zur Deckengestaltung eingesetzt die sonst nirgends im Gebäude wieder aufgegriffen werden usw. usf.

    Das Gebäude ist natürlich komplett nach innen orientiert. Man fühl sich in einem abeschlossenem Kosmos. Weder wurde das Erdgeschoss gepflastert, noch gibt es Aussichtspunkte die nach draußen schauen lassen. Die Eingänge sind niedrig und führen erst nach einem kurzen Gang in den "Verkaufsschlauch". Freisitzflächen am Brühl findet man natürlich keine, auch innerhalb der Höfe kann man gemütliches Sitzen vergessen (alle gastronomischen Sitzgelegenheiten finden innerhalb der Ladenflächen statt. Da hat sogar der Hauptbahnhof mehr zu bieten).

    Alles in allem sind die "Höfe" am Brühl ein schnödes Einkaufszentrum, das mit seiner öden Gestaltung (Außen wie innen) parasitär die Baukultur der Innenstadt (und damit deren Attraktivität) für sich nutzt. Jetzt noch einigermaßen ansehnlich, wird das Gebäude in spätestens 10 Jahren eine gestalterische Generalüberholung brauchen.
    Man kann natürlich darüber diskutieren ob eine höherwertige Bebauung möglich gewesen wäre oder ob wir noch immer auf eine Brache starren würden, wenn das alleinige Vorhandensein eines, die historischen Fluchten aufnehmenden Baukörpers aber das beste ist, was man über ein Gebäude sagen kann, dann spricht das schon Bände.

    Btw. die Eröffnung war nett, und es gab Unmengen an Alkohol. Verzeiht daher bitte die gröbsten grammatikalischen Fehler :)

    Einerseits schade, dass die Karli durch die Restsanierungen ihren "experimentellen", frechen Charme verliert, allerdings scheint die Sanierung wirklich gelungen.

    Mir stellt sich aber die Frage, worin der Sinn bei solchen Logien für den Mieter besteht. Sie gehen nach Vorne auf die laute Karli, und scheinen zudem so dunkel, dass man sich wie in einem Loch fühlt.

    Nun ja, hauptsache Logia im Expose stehen haben :)

    Fertiggestellte Sanierung in der Pufendorfstraße:

    Vorzustand: klick

    Fast fertige Sanierung in der Uhlandstraße:

    Vorzustand: klick

    Die Wielandstraße 2 soll saniert werden. Eine gut sichtbare Plane wurde schon mal angebracht:

    Die Webpräsenz dazu: klick

    Die Georg-Schwarz Straße 119(?) scheint (Schuttrutsche, Dixie-Häuschen) saniert zu werden:

    Vorzustand: klick

    Derweil wird das "Brunnenviertel" eifrig saniert. Interessanterweise werden fast alle Häuser gleichzeitig "trockengelegt"/saniert, sodass sich derzeit fast ein ganzes Karree hinter Gerüsten verbirgt.

    Mir ist es ja unbegreiflich wie man Blind über 150.000€ in eine Immobilie investieren kann. Gibt es da vor den Auktionen keine Besichtigungstermine, bei denen man seinen Gutachter mitbringen kann?

    Wenn das Gebäude wirklich abgerissen werden müsste, wäre das sehr traurig und ein bedeutender Verlust für die Ecke.

    Auch den Hinweis auf einen Neubau kann ich nicht nachvollziehen. Warum sollte sich ein Neubau hier rentieren wenn eine Sanierung seit Ewigkeiten kein Thema war? Wenn Denkmalsubstanz vorhanden ist, kann man den Sanierungsaufwand immerhin fast vollständig abschreiben. Wie sich ein Neubau aber an dieser lauten Ecke rentieren soll, muss mir mal einer vorrechnen. Ich meine, es mangelt in Lindenau ganz gewiss nicht an Brachen. Und obwohl viele davon in ruhigen Seitenstraßen liegen, werden sie nicht bebaut. Warum also hier?

    Das Gebäude in der William-Zipperer-Straße ist fertig saniert:

    Vorzustand: Klick

    Das letzte zu sanierende Objekt in der Münzgasse ist inzwischen fertig (das Bild ist schon etwas älter):

    Vorzustand: klick

    Laufende Sanierung Ecke Röntgenstraße/Queckstraße:

    Vorzustand: klick

    Fast fertig gestellte Sanierung in der Queckstraße:

    Vorzustand: klick

    Dekoratives Anführungszeichen

    ^
    Ein Teil der Würfel wird fest montiert, ein Teil wird lose zum Umstellen und Mitnehmen bereitgestellt. Laut Stadt soll zu besonderen Anlässen immer mal wieder ein neuer Vorrat an losen Würfeln bereitgestellt werden. Wenn man den Preisträgern nicht komplette Inkompetenz unterstellt (einige scheinen das zu tun), dann kann man sich daraus zusammenreimen, dass ein optisch auskalkulierter Teil des Denkmals fest und ein addidativer und symbolisch gemeinter Teil lose und mobil sein wird.

    Was dann auch wieder eine wunderbare Metapher für erlebbare Scheindemokratie wäre. Nach dem Motto: Ihr dürft gerne partizipieren, aber nur in Bahnen die das Grundlegende nicht verändern :)

    Wie schon geschrieben: Das Konzept des Denkmales ist insofern interessant als dass es der Pflege seiner zu Ehrenden Bevölkerung bedarf.

    So wie es jetzt gemacht werden soll ist es aber nur ein Blender mit dem Fokus auf den falschen Punkten. Denn durch die Färbung des Betons auch ohne Würfel verliert das Denkmal durch Entnahme derselben nur an Plastizität, nicht aber an Aussage. Womit wir nur bei einer Scheininteraktion wären. Die dafür auf gigantischen, einen kompletten Platz zerstörenden Ausmaßen, in, dem Thema unangemessen luxuriöser Ausführung.

    Wenn man aber ein Denkmal gegen den Willen der Bevölkerung installiert, von oben herab großkotzig plant und Geld investiert das anderswo dringender gebraucht würde (auch wenn es natürlich aus sonst nicht anzapfbaren Töpfen kommt), dann wäre das Risiko echter Demokratisierung (durch ledigliche Würfel auf grauer Fläche und der Gestaltungshoheit der Elemente durch Bürger (und damit wahre und nicht nur siebenfarbige Vielfalt)) viel zu groß. Weil man so seinen Unmut am Denkmal kundtun könnte.

    Ob ich schon mal prophylaktisch eine Ebay-Auktion für 60.000 Denkmal-Würfel eröffnen soll?

    Jetzt mal ehrlich, wie weltfremd muss man sein um, in Zeiten ausufernder Kostenlos-Kultur, ein verteilbares Kunstwerk anzubieten?

    Zumal die Message durch das Vorhandensein oder die Abwesenheit der Würfel ja auch nicht geändert wird, da das sinngebende Muster ja so oder so erhalten bleibt.

    Wenn, ja wenn, nach Wegnahme der Würfel nur eine öde Betonfläche zurückbliebe, dann wäre das Projekt spannend.
    Darin könnte man nämlich den demokratischen Willen zur Aufrechterhaltung eines das Stadtvolk beweihräuchernden Denkmales sehen. Und wenn es darüber hinaus erlaubt sein sollte die unweigerlich schwindenden Würfelvorräte (durch Touristen bspw.) durch Bügereinsatz zu ersetzen (durch Basteln von Ersatzwürfeln bspw.) dann wäre das ein spannendes Projekt.

    So etwas funktioniert aber nur wenn es von unten heraus, im Sinne der Street-Art, improvisiert und grenzlegal passieren kann. Und nicht wenn die Stadt geldscheinwedelnd etablierte Studios bauliche Großprojekte durchführen lässt.