Beiträge von betonbrille

    Völlige Beipflichtung. Und dabei ist die Ansicht von der Bebelstr. noch die Schokoladenseite. Von der Arndtstr. aus betrachtet ist das Ganze auf LWB Niveau. (damit meine ich nicht alle LWB Bauten aber die Göring Bauten [ damit wiederum meine ich Bernhard nicht Herrmann])

    Ich möchte Nuperus beipflichten, die Innenhöfe sind wichtig als wenig bebaute- oder Grünfläche, gerade in engen Strassen ohne Strassenbäume. Das ist einer der Unterschiede der Bausituation in Leipzig verglichen zur Berliner Altbebauung mit fast vollständig bebauten Karrees. Daher kann ich der Bebauung solcher Flächen keine positive Seite bezüglich Lebensqualität für die Gesamtheit der Bewohner abgewinnen.

    Ok, ich machs mal kleinlich, Luxemburgs imperiale Ambitionen (oder besser die der Luxemburger 1308-1437) sind schon länger her. Trotzdem haben sie Bauten des Historismus. Ich suche noch nach Kolonien derer, auch für "L" muss doch was zu finden sein ... ;) Dort?

    ( ... Mir ist klar das "L" so gebaut hat wie die Imperien Links und rechts ihrer Grenzen. Ein Grenzfall wäre Belgien, da deren Kolonien zunächst nur dem König gehörten, nicht Belgien. Spanien wird als Imperialist bei den "Imperien" des Fin de Siécle gar nicht aufgeführt ? [trotz Marokkos, Sahara, Werstafrika. etc ? Was muss man noch tun um Imperialist zu sein?] ... historisiert gebaut haben derzeit [fast] alle)

    Ich persönlich verfüge leider auch nicht mehr über Kolonien, strebe das aber an und werde dann historistisch bauen, selbst wenns mir nicht immer gefällt. "Watt mutt dat mutt".

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    ...Strukturen heißt: Architektonischer Historismus und politischer Imperialismus gehen Hand in Hand. Die Formsprache passte zur Weltanschauung; die Mittel, woher auch immer, waren da; zum Zweck reichte es...

    Zu dieser Aussage lassen sich ausreichend Gegenbeispiele finden, wie Bauten der Sowjetzeit, reich verzierte rustikale Bauten des Kleinbauerntums, jegliche eklektizistische Einzelbauten (Palais Ideal), etc. ... Der Historismus hat als Epoche auch in Ländern ohne Imperiale Ambitionen stattgefunden und sich in fast alle Bau/Lebenbereiche verbreitet.


    Desweiteren haben gerade im Deutschland dieser Zeit, soziale Reformen stattgefunden, welche von konservativer Seite (Bismarck) trotz Sozialisten Gesetz etc. nicht zu erwarten waren. Hier kann man den rheinischen Kapitalismus von den angelsächsichen Entwicklungen unterscheiden. Die ML - Lehre differenziert ihr Feindbild jedoch bewusst nicht. (Bitte nicht die ML Lehre der DDR mit Marx Erkenntnissen im Kapital gleichsetzen)


    Die Architektur einer Zeit ist auch Ausdruck der aktuellen architektonischen Mode (Epoche) und gerade in jüngerer Zeit einer Schule. Insbesondere in Deutschland sind durch die selbstverschuldeten Disruptionen unserer Geschichte, teilweise Strömung/Schulen/Lehrmeinungen einer Schule stärker vertreten als in anderen Ländern.

    Leipzig wäre nicht Leipzig, wenn man nicht permanent mit dem historischen gebrochen hätte. Was ist denn in der Innenstadt schon richtig alt im Sinne von Mittelalter? Die Stadt wurde permanent verändert. Ich möchte nur daran erinnern, dass auch mal das alte Rathaus abgerissen werden sollte um Platz für eine Messehalle zu schaffen. Das ist die Identität, quasi die DNA von Leipzig. Und da bin ich der Meinung, dass es eher Hochhäuser anstatt von Glaskästen sein müssen.


    Was uns das Wort entartet sagen soll, ist mir in dem Zusammenhang völlig unklar... Wenn Leipzig in seiner "natürlichen Art" bleiben soll, dann sind spektakuläre Bauprojekte, die wenig Rücksicht auf eine vermeintlich bessere Zeit nehmen, beinahe zwingend!

    Prinzipiell gehe ich mit der Aussage, das sich die Stadt stets erneuert hat mit, so dass kaum noch Gebäude aus der städtischen Frühzeit existieren können.

    Aber, die Struktur der Innenstadt ist, im Gegensatz zu anderen Städten nicht stark überformt worden. Soll heißen die Gebäude haben sich zwar stets gewandelt, jedoch ein Hausmann, Ceaucescu oder Speer (wo wir mal wieder bei den letzten 1000 Jahren wären ;) hat niemals seine Spur durch die (Innen) Stadt gezogen um Sichtachsen oder Boulevards anzulegen. Eben dieses macht den gegensätzlichen Reiz der Innenstadt aus.

    Nun ja, diese Untersuchung endet mit dem Resultat, das der Baugrund letztendlich den Ausschlag gibt. Hier (Beitrag 387) wurde gerechnet das ein Riegelgebäude mit einem "ähnlichen" Aufwand aus Stahlbeton gebaut wird, wie das vergleichende Hochhaus (Beispiel: Seite 346, 1200m³ mehr Bohrpfähle für den Riegelbau als für das Hochaus ...).

    Das sehe ich in der Realität sehr fallabhängig, der betrachtete Vergleich bezieht eher den "Worst Case" an Aufwand für das Riegelgebäude ein, das wird im Fazit auch so umschrieben, weshalb das Hochhaus etwas besser abschneidet. Betrachten wir jedoch die jüngere Vergangenheit und deren Hochbauten, sind diese oftmals frühzeitiger wieder gegangen als hier angenommen, nicht zuletzt aufgrund der sozialen Dysfunktion.
    Leider sind im Dokument, die sozialen Aspekte aussen vor, welche ich aber als entscheidend gegen eine nicht absolut notwendige Verdichtung durch Hochhäuser sehe. Beispiele für die Ausbildung von sozialen Brennpunkten aus solchem Vorgehen sind bekannt, Pruitt–Igoe, Unité d'habitation, Gropiustadt, ... . Ich möchte dem ergo nicht beipflichten das wir uns einig sind Hochhäuser sofort zur Verdichtung zu nutzen. Ganz im Gegenteil, das Hochhaus sollte als Dominante die Ausnahme bleiben. (Sonst ist es auch keine Dominante mehr ...)

    Meine Nachfrage ging auf die Wolkenkratzer nicht die Verdichtung. Bei Klimaschutz und energetischer Effizienz im Betrieb sehe ich diese derzeit nicht im Vorteil. (als Definition Wolkenkratzer angenommen, Bau mit 150m+ Höhe, Hochhaus 30m +)

    Leipzig erleidet erstmals seit der Zeit als Wachstumshauptstadt Wanderungsverluste, so die LVZ hinter der Bezahlschranke. 2020 hat hier mit CORONA zumindest für das (fast) vergangene Jahr den Trend umgekehrt. Ob die Trendwende bestand hat, wird sich zeigen.

    LVZ

    Hinter der Bezahlschranke hat die LVZ Bilder und Pläne fürs die 1,8 ha des "Gut Kleinzschocher" veröffentlicht. Es soll ein kleinteilige Bebauung südlich der Taborkirche entstehen die einen dorfartigen Charakter wiederspiegelt. (mit KITA)

    Die Gestaltung ist vom Büro Hentsch-Architektur aus Leipzig

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    Bildquelle LVZ

    In der FAZ wird über die Sanierung des Frankfurter Hauptbahnhofes berichtet. Das Rendering sah schon verdächtig nach HBF Leipzig aus, und ja es wird explizit geschrieben, das das Konzept für den Frankfurter Kopfbahnhof übernommen werden soll. Ähnlichkeiten sind deshalb durchaus gewollt.


    Link zum Artikel: FAZ

    Die Corona Krise hat die Flughafen Diskussion wieder angeheizt. Nachdem schon 14 Regionalflughäfen vom BUND betrachtet und mit roten und gelben Karten angezählt wurden, ist jetzt auch Leipzig im Visier, allerdings nicht durch den BUND. Die schlechten Passagierzahlen haben natürlich auch LEJ getroffen, was die Anteilseigner zu Zuschüssen zwingt. Das Frachtgeschäft läuft gut, aber die GRÜNEN in Sachsen Anhalt schlagen vor LEJ rein zum Frachthafen zu machen. https://www.aero.de/news-36689…einen-Fracht-Airport.html

    Das Naturkundemuseum soll nun (...mal wieder) in den ehemaligen Bowlingtreff so die Stadt (Skadi Jennicke), LVZ und Direktor R.M. Leder.

    Statt der 37,5 Mio auf der Spinnerei solls nur 38Mio im Bunker kosten. Die Sammlung soll evtl. in der Lortzingstr. verbleiben, wechselausstellung und Dauerausstellung im Ost- bzw. Westuntergeschoss präsentiert werden.


    Juhu dann kann das Planetarium kommen ;)


    bowling-plan-web.jpg

    Für die Strassenbahn zu untersuchen schreibt die LVZ sind diese drei Vorhaben:


    Südsehne: von der Prager Straße (am Technischen Rathaus) nach Westen. durch die Semmelweis-, Kurt-Eisner-Straße und den Schleußiger Weg.

    Dann wäre via Antonien und Ratzelstr. eine Ost- West Querung möglich.


    Wahren Link: Endstelle der Linie 10 (Georg-Schumann-Straße) soll bis zum S-Bahnhof „Wahren“ verlängert werden. Wie genau ist noch unklar evtl. über die Linkelstraße. Ausserdem soll eine Anbindung des Mittleren Rings für den Autoverkehr geprüft werden.


    Thekla Süd: Verlegung der Gleise in Mockau von der Kieler Straße in die Mockauer und Tauchaer Straße. Mit Anbindung an den Trassen-Neubau der schon feststeht. Mit vier neuen Haltestellen der Linie 9 bis zum Endpunkt in Thekla.