Beiträge von hfrik

    Jupp, das übliche: klein, flach, dafür massig Stellplätze. Genau das Gegenteil von dem was man braucht und dafür lobt man sich dann gegenseitig über den grünen Klee. Mancher hat die Maschinengewehrsalven und Eisenbahngeschütz-Abschüsse wohl immer noch nicht gehört. (Von einem einzelnen Schuss kannman da ja nicht mehr reden)

    IBM-Gelände an der Landhauskreuzung

    Bin ich blind, oder gibt es dieses Thema wirklich noch nicht per Thread? : https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.neubaup…fa15605299.html

    Mehr Wohnungen dazu wäre ja eigentlich einfach: Zu den 120.000m² Büros noch mal 60.000m€ Wohnungen dazu indem man die Gebäudehöhen mit 1,5 multipliziert. Dann wäre dem Büromarkt wie dem Wohnungsmarkt geholfen - und eine Menge Arbeitnehmer würde per Fahrstuhl zur Arbeit fahren. Dem könnte man per Stellplatzbeschränkung noch kräftig nachhelfen.
    Aber wozu den Einfach, wenn Baupolitik auch kompliziert geht.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Ach iwo, solange ein Großteil der Bevölkerung immer noch hörig dem linken Märchen vom bösen Investor hinterher rennt wird in Stuttgart kaum Wohnungsbau betrieben werden.


    ..... und rechts von der Mitte wird bei allem was grössser ist als ein Reihenmittelhaus gleich gemeingefährlicher Steuergeldverschlingender sozialer Wohnungsbau gewittert. Leider gibt es da eine unheilvolle Koalition über Parteigrenzen hinweg. Es ist halt immer so leicht dagegen zu sein.

    Nun nach den Wertmassstäben von vor 30+ Jahren mag das ein Vorzeigeprojekt sein, Städtebaulich. Vielleicht in anderen Aspekten auch nach heute anzulegenden MAsstäben.
    Aufgabe des Baubürgermeisters ist es aber die Leitlinien zu formulieren, und ggf. bei grossen Projekten auch selbst mitzureden.
    Und soweit ich das verstehe ist bisher die Rede nicht "ist es möglich mehr Fläche unterzubringen" sondern immernoch die alte Leieer von vor 30 Jahren "ist es nicht möglich weniger Flächen zu bauen"? Vor 60 Jahren hätte der Baubürgermeister vielleicht die für heute passende Frage gestelln, in anbetracht der Nachkriegs-Wohnungsnot, vielleicht aber auch nicht wenn man an die Trabantenstädte denkt die damals entstanden.

    Jupp 3 Stockwerke mehr auf allen Blöcken, würde kaum jemand merken, wären bestens mit dem ÖV vernetzt, aber hunderte von Leuten wären runter von den Wartelisten und die Mietpreissteigerung ohne Verbote bequem gedeckelt.
    Unser Baubürgermeister will wohl den Pokal für die Rekordsumme an verpassten Chancen während einer Amtszeit?

    Nun, ich denke beide Äste werden sich rechnen, besonders wenn man noch mal nachverdichtet. Aber man muss das zügig angehen, eine Fähigkeit die man hierzulande verlernt zu haben scheint.
    Man kann natürlich über jedes Projekt noch 10 Jahre diskutieren um es 5% besser zu machen. Aber in der Regel bringt das Projekt 10 Jahre Früher mehr als 5% an Mehrnutzen. Einfach dadurch dass es früher da ist. Ob wir es noch erleben werden dass da Bewegung reinkommt?

    Nun, wenn man auf dem Eiermannkampus einen Wohn und Arbeitsschwerpunkt baut, dann wäre da auch eine gegabelte Trassenführung denkbar. Z.B. mit Zügen der U3 weiter bis Büsnau, und mit Zügen der U1 weiter bis Eiermanncampus. Mit eier Verdichtung entlang beider Strecken könnte man auch der allgemeinen Flächenknappheit in Stuttgart entgegenwirken.

    Letztere Trasse hätte aber das erheblich grössere Umsteigerpotential am Bahnhof Vaihingen. Nachverdichten wäre an beiden Stellen sinnvoll, eventuell könnte man auch vom Bahnhof hoch zur Hauptstrasse wechseln, wenn das Fahrgastpotential die Mehrkosten rechtfertigen würde. Je Dichter man entlang der Strecke baut, desto mehr lohnt sich das, desto kürzer werden für alle die Wege, und desto weniger merkt irgendwer eine Zunahme von Autoverkehr.
    Nur verstehen wird solche einfachen Zusammenhänge am Stammtisch keiner. Da gilt hohe Dichte = viel Verkehr. Obwohl es in der Regel genau anderstrum ist.

    Nun, packt man noch etwas an Dichte drauf, könnte das mit dem Stadtbahnanschluss, oder auch der Seilbahn auch wirklich was werden. Ist diese gleich von Begin an da stellen sich die Verkehrsströme gleich entsprechend ein. Ob man es in Stuttgart schafft so vorausdenkend zu arbeiten?

    Nun, gerade beim Gemeinwohl greifen solche Dinge wie die Charta von Athen, auf die man sich übergreifend als damals sinnvoll und Missstände beseitigend geeinigt hatte. Dazu braucht es eine auf die heutige Zeit angepasste Neuauflage.
    Die heutigen Themen sind Licht und Lärmschutz bei gleichzeitig maximal möglicher Dichte.
    Dichte muss als nützlich und nicht als schädlich definiert werden. Dann wird städtebaulich ein Schuh daraus.

    Nun, solcher Einstellungswechsel dauer oft eine Generation. Vor allem muss man die Charta von Athen wieder aus den Köpfen der städteplaner, Baubürgermeister etc. raus bringen. Die wurde als Antwort auf die Prbleme der dichten bebauung des ausgehenden 19 und beginnenden 20. Jh entwickelt, in der die Luft wegen der Kohleheizungen miserabel war und ach der Verkehr hat die Luft kräftig verdreckt. Daher hat man als Lösung auf Aufgelockerte bebauung und starke Durchlüftung gesetzt, auf Kosten von wachsenden Entfernungen und stark zunehmendem Verkehr. Ebenso hat man das damals noch stark störende Gewerbe aus den Wohngebieten genommen und in Gewerbebegiete verbannt. Sprich mit Verordnungen und Gesetzen sich gegen die verdichtungstreiber gestemmt welche sich aus den ökonomischen Vorteilen dichter Nutzung und kurzer Wege ergeben, um die negativen Begleiterscheinungen der stakren Verdichtung zu beseitigen.

    Nun, heute sind Kohleheizungen Geschichte, und Gas und Ölheizungen werden bereits wieder von Wärmepumpen verdrängt, und das wird sich nach allen PRognosen im Zuge der Energiewende auf breiter Front verstärkt durchsetzen. Verkehr wird eohl überwiegend elektifiziert werden, in den Städten wohl flächendeckend.
    D.h. die ganzen Abgase aus Verbrennungsprozessen deren beseitigung durch Durchlüftung die Grundlage für die Charta von Athen bildet sind heute bereits weniger vorhanden und fallen zukünftig weg.
    Die ganzen Treiber die zu der Verdichtung in den Jahren vor der Charta von Athen geführt haben sind aber noch da, und sind auch richtig und wichtig.
    Womit heute die Charta von Athen ein sehr schädliches Dokument sind was den Städtebau angeht. Sie muss durch ein Dokument ersetzt werden, dass die Vorteile der Dichte hervorhebt, aber z.B. die Belichtung, die auch mit ein Grund für die Charta von Athen war, weiterhin als wichtg und notwendig für Wohnen in ausreichender Weise beibehält (war in Altbauten zuvor oft nicht der Fall).
    Denkt man sich das durch, dann stellt man fest dass viele städtebanulichen Leitlinien von heute für die heute anstehenden Probleme keine Lösungen bieten, dafür aber Probleme lösen die man heute bzw. in absehender Zukunft nicht mehr hat.
    Anscheinend fällt das aber keinem auf, die alten Rezepte werden kaum irgendwo hinterfragt.

    Nun, ich sehe an der Wohnungsbauverhinderungspolitik in München und Hamburg nichts positives. Was soll da in Stuttgart gefallen?
    Die Prämissen in der Verwaltung zielen noch voll auf massive Stadtflucht und schnell sinkende Einwohnerzahlen in den Grossstädten. Real haben wir aber deutlich steigende Einwohnerzahlen in den Großsstädten. Politik und Verwaltungshandeln sollte mit dem Betrachten - und verstehen - der Realität beginnen. Davon ist für mich nichts erkennbar, das gilt für CDU wie für Grüne Stadtpolitiker.

    Nun mit der Architektur kann ich in einem Industriegebiet leben, das konkurriert da ja optisch mit so spannenden Dingen wie Lagerplätzen von Schrott und Baustoffhändlern, und was sonst so halt in Industriegebieten rumsteht.
    Die ABuhöhe hätte ich mir für Feuerbach höher gewünscht, selbst in Leinfelden hat sich Bosch ja 1-3 Stockwerke mehr getraut beim letzten Bau. Da hätte ich als Stadt auf eine bessere Ausnutzung des Grundstücks gedrängt, um für andere Anwendungen (Andere Firmen, Wohnnutzung etc.) auch noch etwas Platz in der Stadt zu haben. Eine vertane Chance, wie wir sie in Stuttgart am Fliessband produzieren.

    Also ich würde beide Entwürfe zum nachsitzen schicken... Der erste hat mir zu viel 70'er Jahre Sichtbeton-Klotz-Ambiente, das damas schon nicht in bestehende Bebauung gepasst hat.
    Das zweite könnte kleinteilig sein, müsste man aber noch daran arbeiten. Beim zweiten - eigentlich würden sich für die Flächenausnutzung überbaute Gehwege anbieten, das müsste man architektonisch an der Stelle aber passend ausgestalten, da es das in der übrigen Strasse nicht gibt.
    Aber irgendwo müssen die in der Stadt fehlenden Wohn und Büroflächen ja herkommen, da muss man sich schon ein wenig mehr anstrengen. Ein höherer Bau an der Ecke wäre auch gut. Eine stärkere Gleiderung damit es nicht als Klotz rüberkommt - gerne. Auch wenns den Architekten stört. Die Höhenentwicklung ist beim ersten Entwurf von dem her besser. Da traut sich der zweite zu wenig. Das Bauwerk könnte sich mit spürbar mehr Höhe und einem Giebel der Ecke zuwenden.
    Ich habe immer wieder eine Strasse in eine historischen Norddeutschen Kleinstadt vor Augen, wo auch mit derart eintönig gleichen Fassaen und Fenstern versucht wurde sich an die Altstadt anzupassen. Der Architekt bekam massenhaft Preise, die Strasse ist dagegen nun 20 Jahre später toter als tot und heruntergekommen. Der Ansatz funktioniert nicht. Kleinteilig wird es durch Unterschiede in der Fassade. Den Architekten graust's, aber für das Auge bietet es Abwechslung.

    P.S. nachdem ich dien STZ-Artikel gelesen habe: mir Missfält was den Räten gefällt -cdas zurückversetzen des Baus, mir gefällt was ihnen missfällt - die um 7m höhere Bauhöhe an der Ecke. Man sollte vor solchen Präsentationen wohl erst einmal eine Präsentation über die Anzahl der Wohnungssuchenden und den Zustand des Büromarkts halten.

    Nun, ein nachrechnen schadet ja nicht. Aber dass das E-Auto auch dann besser abschneidet wenn 100% der Rohmaterialien frisch aus der Mine stammen und nichts aus recycling, ist eben schon oft genug untersucht worden. Ebenso dass es beim CO2 eng wid wenn 100% des Stroms für das E-Auto aus uralten Braunkohleblöcken stammt, wenn man es mit einem optimierten Diesel Kleinstwagen vergleicht.
    Nur sind die Diesel-Kleinstwagen nicht marktüblich, und uralte Braunkohleblöcke bereits abgeschaltet, und neue Stromerzeugungsanlagen werden in D eigentlich nur noch mit Wind oder Solaranrieb gebaut. Weswegen das E-Auto in der Gesamtschau und mit immer sauberer werdendem Strom eben unbestreibrar sehr grosse Vorteile hat. Es besteht aber dennoch nicht nur aus Luft und Liebe, sondern aus erst einmal auszubudelnden Rohstoffen. Die aber eben bei Einsatz nicht verbraucht werden, die sind beim Verschrotten des E-Autos immernoch da.

    Nun, man MUSS nicht in Sachsen abbauen - man kann. Wenn man da in den nächsten 30 Jahren so viel abbauen würde für Lithium wie aktuell für Braunkohle in einem Jahr umgepflügt wird, wäre die Batterieversogung für die Energeiwende bereits gesichert.
    Aber die Landschaft umpflügen darf man nur für fossile energieträger (und das auch jedes Jahr immer wieder, denn die sind nach Gebarauch ja weg, recykeln geht da nicht)

    Man kann es aber aich in der Australischen Wüste abbauen, da liegen auch ein paar Milliarden Tonnen rum. Oder in amerikaischen Wüsten. An Lithiummangel wird es garantiert nicht scheitern, und die riesen Umweltbelastungen im vergleich zu jedem anderen Bergbau gibt es auch nicht. Es geht halt nur nicht ganz ohne Bergbau.

    Lithium kann übrigens je kg recht teuer sein, ohne dass das Auto so sehr viel teurer wird, denn man brauch ja nicht so viele Kilo davon.