Beiträge von PaBr

    Laut dem Ergebnisprotokoll des Wettbewerbes wird zwischen Alt- und Neubau ein kleiner Spalt entstehen, der verglast ist. Durch diesen wird die Ostfassade sichtbar. Neben dem bestehend Portal im Osten (z. Zt. aufs hässlichste zubetoniert!) soll es laut dem dort angefügten Plan im Osten zehn kleinere Durchgänge geben, die neugeschaffen werden müssen. Postiv ist an disem Entwurf, das bislang das äußere des Klenzebaues bis auf die besagten Durchgänge im Osten nichts verändert wird. Andere Entwürfe sahen u.a. eine Aufstockung vor.
    Das Ostportal des Marstalles:

    Sollte der Konzertsaal wirklich kommen wäre das eine Aufwertung für den Marstallplatz, der zur Zeit vor allem als Parkplatz dient.

    Noch wichtiger für den Platz wäre aber in meinen Augen die Freistellung der Ostfassade der Residenz, also Abriss des Magazinbaus des Nationaltheaters und des spanischen Kulturinstitute. Beide sind zwar wirklich sehr angepasste Bauten, sie verstellen aber die Sicht auf Klenzes Allerheiligenhofkirche und den Apothekertrakt.
    Die Ostfassade der Residenz heute:

    Dahinter versteckt sich die originale Fassade (leider wirklich nu Fassade, dahinter ist leider alles modern) von Klenze:

    Auch müsste der Platz aufgelockert werden, als evt. Teilbegrünung oder Kunstwerke oder ein Brunnen errichtet werden.

    @ iconic
    Natürlich ist der Neubau nicht der Höhepunkt Münchner Architektur, aber es erfüllt seine Aufgabe. In der Umgebung (im Dreieck zwischen Viktualienmarkt und Isartor) existiert noch wirklich so etwas wie "Altstadt". Enge Gassen, kleinteilige Gebäude, viele in typisch müncherischer Architektur. Der Neubau passt da perfekt rein, er stellt wieder eine enge Gasse her und füllt so eine Lücke. Die ganze Straßenzeile von der Schranne bis zur Zwingerstraße steht unter Denkmalschutz.
    Mit dem runden Eckturm ähnelt er dem Altbau. Einige Dinge, wie z.B. die Gesimse, könnte man noch verfeinern.
    Wenn man sich die letzten Neubauten in der Stadt anschaut (Fußgängerzone, Alter Hof) anschaut, sieht man wie viel passender dieser Neubau ist. Allein die Gauben sind viel gelungener als die Würfel am Alten Hof.
    Noch schlimmer ist die RiegerCity am Isartor. An ihrem Platz stand bis 1989/1990 noch dieses Gebäude:
    http://www.geodaten.bayern.de/denkmal_static…01900_1_0_2.jpg

    @Jaguar-XKSS, LugPaj
    Dafür befanden sich neben den Isartor ein Theaterbau sowie einige Wohnhäuser , wie auf diesem Bild zu sehen:

    Auf dem Bild sieht man auch besonders östlich des Isartores, was für eine Zumutung der Altstadtring ist.

    iconic: Vielen Dank für die Bilder.
    Dass man mitten in das denkmalgeschützte Ensemble Nordschwabing direkt neben einem denkmalgeschützten Haus so ein unangepassten Bau stellt verstässt in meinen Augen gegen das Denkmalschutzgesetz (Art. 6).
    Weder Stockwerkhöhen, Dachform, Fenstergestaltung, Fassade etc. spricht im geringsten für eine Auseinandersetzung mit der Umgebung. Der Vorgängerbau war zwar auch nicht der Hit, aber gegen diesen Klotz mit Löchern war er eine architektonische Meisterleistung.

    Ist wirklich gut geworden. Leider ist es aber nur eine Fassadensanierung, mir hätte es ganz gut gefallen wenn die Fenster weiter auseinandergestezt worden wären.
    Ein paar Bilder vom Donnerstag. Leider noch mit Teilen des Gerüsts:

    Details:

    Und noch der östliche Nachbar vom Gabriel von Seidl:

    Diesen Montag, eine Woche nach der Wiederaufstellung der Sphinx der Glyptothek, habe ich auf dem Weg zur Uni gesehen, dass die Verhüllung des Hauses Brienner Straße 27 (das zur Zeit renoviert wird) auf einer Seite gefallen ist.
    Bislang sah das Haus so aus:
    http://denkmaeler-muenchen.de/temp/200712/Clipboard01.jpg

    Der Vorkriegsbau:
    http://www.bildindex.de/bilder/MI02285c08a.jpg

    Aus diesem recht langweiligen Bau wird wieder ein ganz netter klassizistischer Bau:

    Block auf die noch verhüllte Straßenfront

    Ein erster Schritt um die Pracht der ältesten der vier Münchner Prunkstraßen wiederherzustellen?

    Die Glyptothek wird noch schöner:
    Im 2. Weltkrieg wurde der Skulpturenschmuck der Fassade beschädigt. Für den Wiederaufbau sollte u.a. auch die östliche Sphinx neu geschaffen werden. Obwohl die Skulptur hergestellt wurde entschied man sich für einen "mahnenden" Wiederaufbau und ließ die Skulptur im Depot. Von dieser Epsiode zeugt auch eine Olympia-Briefmarke (http://commons.wikimedia.org/wiki/Image:Sta…70%2C_30_Pf.jpg), die die wiederufagebaute Glyptothek mit der geplanten zweiten Sphinx zeigt, die bislang allerdings nicht aufgestellt wurde.
    So sah der bisherige Zustand des Giebels aus:

    Als ich aber heute zur Uni radelte sah ich einen Baukran vor der Glyptothek und die waren doch tatsächlich dabei die zweite Sphinx aufzustellen:

    Einfach eine tolle Skulptur - warum gibt es heute keine schönen Skulpturen an Neubauten?

    und nach der ersten Vorlesung war sie auch schon an ihrem Platz:

    Auf diesem Bild sieht man auch das die Antefixreihe an den Flügeln fehlt. Diese befindte sich auf dem Anhänger neben dem Baukran:

    Ob diese gerade entfernt wurden oder wieder neu aufgestellt werden ist mir nicht klar.

    Schön dass sich an der Glyptothek was tut. Fehelen würde alleine an der Fassade noch einiges: Zwei Vasen bei den Giebelskulpturen, die Tenerani-Statue an der Ostafassade (http://denkmaeler-muenchen.de/bilder/glyp/fassade0%20007.gif), die Antefixreihe am Giebeldach, die Ausrbeitung von Architekturelemente, Löcher im Mauerwerk, die nur mit Ziegeln gefüllt sind...

    Heute wurde der Grundstein gelegt, sogar Beckstein war da:

    14. November 2007
    Ministerpräsident Beckstein bei Grundsteinlegung für Filmhochschule und Ägyptisches Museum in München: „Architektonische Symbiose von ägyptischer Kunst und Hochschule ein Glanzpunkt für den Kulturstaat Bayern“ / Beckstein kündigte weitere Investitionen in Kunst und Kultur in Bayern an
    Bayerns Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein hat bei der Grundsteinlegung die „architektonische Symbiose von Filmhochschule und Ägyptisches Museum in einem modernen Gebäudekomplex als weiteren Glanzpunkt für den Kulturstaat Bayern gewürdigt. Beckstein: „Der Neubau für die renommierte Hochschule für Fernsehen und Film sowie für das bedeutende Staatliche Museum Ägyptischer Kunst bildet mit den drei angrenzenden Pinakotheken, dem neuen Museum Brandhorst und den verschieden Hochschulinstitutionen in unmittelbarer Nachbarschaft einen einmaligen Kulturkomplex, der weltweit keinen Vergleich scheuen muss. Mit der auf den ersten Blick ungewöhnlichen Zusammenführung von Filmhochschule und Ägyptischer Kunst in einem Gebäude lösen wir nicht nur die Raumprobleme von zwei bedeutenden bayerischen Kulturinstitutionen, sondern wir setzen damit auch bewusst einen zusätzlichen Ansporn für neue Kreativität.“ Der Freistaat unterstützt den Bau mit Investitionen von über 88 Millionen Euro.

    Beckstein kündigte an, dass Bayern auch in Zukunft auf eine starke Förderung von Kunst und Kultur im Freistaat setzen werde. Beckstein: „Bayern ist ein Kulturland durch und durch. Kunst und Kultur sind Grundlage unseres Selbstverständnisses und Selbstbewusstseins. Und sie sind wichtige Seismographen: Wenn es der Kultur und den Kulturschaffenden in unserem Land gut geht, dann geht es auch der ganzen Gesellschaft gut.“

    Beckstein betonte, dass in der Landeshauptstadt München mit diesem neuen Gebäudekomplex ein weiter großartiger städtebaulicher Akzent entsteht. Beckstein: „Das Architekturbüro Böhm hat einen ausgezeichneten Entwurf vorgelegt, der mit Sicherheit auch bei der Bevölkerung große Anerkennung finden wird. Der Entwurf geht sehr sensibel auf die städtebaulichen Anforderungen ein, wie sie sich aus der direkten Nachbarschaft zur Alten Pinakothek ergeben.“ Das neue Gebäude soll 2010 fertig gestellt sein. Die Hochschule für Fernsehen und Film wird dann vor allem die oberen Räume nutzen, dem Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst wird der untere Teil des Gebäudes als moderne und innovative Ausstellungsfläche dienen. Das Staatliche Museum Ägyptischer Kunst gilt als eines der renommiertesten Sammlungen Ägyptischer Kunst in Europa und ist bisher in der Münchner Residenz am Hofgarten untergebracht. Die Filmhochschule hat ebenfalls einen exzellenten Ruf und gilt als „Schmiede“ für viele nationale und internationale Filmpreise. International bekannte Filmemacher wie Doris Dörrie, Bernd Eichinger, Roland Emmerich und Wim Wenders haben hier genauso wie die Oskarpreisträger Caroline Link, Florian Gallenberger und Florian Henckel von Donnersmarck ihre Ausbildung bekommen. Beckstein: „Die Filmhochschule ist ein ganz besonders wertvolles Herzstück des Film- und Medienstandortes Bayern. Indem wir heute den Grundstein für die Filmhochschule legen, geben wir auch dem Film- und Medienstandort Bayern einen weiteren kräftigen Schub.“

    [Pressemeldung der Bayerischen Staatskanzlei]
    http://www.bayern.de/Presse-Info/PM…hochschule.html

    Wie wärs mit eine Glasdach zwischen den drei alten und dem einem zukünftigen Flügel des Pergamonmuseums. Erfüllt auch mehr meine Vorstellung eines Einganges: Man geht über die Brücke, eine Treppe hoch, durch ein Tor (4. Flügel) und ist im Eingangsbereich.
    Eine Alternative wäre auch alles unterirdisch, wie bei den von dir genannten Museen im Vatikan (Alte Bastion ausgehölt + Glasdach) und Louvre (unterirdisch + Glaspyramide). Auch die Kapitolinischen Museen sind ähnlich ausgebaut worden (werden ausgebaut (?) - 2005 bei meinem letzten Besuch waren die Arbeiten noch im Gang): Die einzelnen Gebäude wurden unteriridsch entlang ausgegrabener altrömischer Ruinen verbunden die einzelnen Museen verbunden, neue Ausstellunsgfläche durch einen überdachten Innenhof geschaffen . Hierbei wäre die Frage, wie man auf der Berliner Museumsinsel den EIngang markieren könnte.

    Vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege gibt es einen neuen Service: unter
    http://www.geodaten.bayern.de/tomcat_files/denkmal_start.html
    findet man ein Google-Maps ähnliches Angebot mit allen Denkmälern Bayerns.
    Das ist nicht für für die interessant, die sich für Denkmäler vor ihrer Haustür interessieren, da die Luftbilder für viele Regionen aktueller und zum Teil auch besser sind als die von Google.
    Einen Nachteil sehe ich aber: Da viele unausgegrabene Stätten (Gräber, Siedlungen etc.) eingezeichnet sind werden wohl viele Raubgräber diese Daten nutzen um unseres Kulturerbe zu zerstören.

    Die Ergebnisse sind unter dieser Adresse zu finden.
    http://www.stbam1.bayern.de/imperia/md/con…isprotokoll.zip

    Am ehesten würde mir dieser Entwurf gefallen. Nicht gerade wegen dem Erweiterungsbau, sondern weil in diesem Entwurf die erhaltenen Teile des Klenzebaus erhalten bleiben, die Verbindung zum Neubau über den Hintereingang erfflgt (uns so keine neue Öffnungen in das Denkmal gebaut werden) und hier die viel zu niedrige Nackriegs-Betondecke verschwindet.
    http://denkmaeler-muenchen.de/temp/200710/Clipboard02.jpg

    Leider beinhaltet nur einer der Entwurfe den Vorschlag wenigstens Teile des Werkstatttrakts des Nationaltheaters abzureisen und so wieder die Allerheiligenhofkirche zu einem Bestandteil des Martsallplatzes zu machen.

    Im Münchner Merkur gibt es ein Interview mit dem zukünftigen Ex-Finanzminister Faltlhauser, der ja für einige der wichtigsten Bauprojekte in der Münchner Innenstadt mitverantwortlich war (Ägyptisches Museum, Pinakothek der Moderne, Sammlung Brandhorst, Cuvilliestheater, Vollendung der Residenz). Dabei spricht er auch von einigen noch zu beginnenden Projekten:
    - Neue Galerie in der Residenz
    - Neues hochwertiges Pflaster rund um die Straßenseiten der Residenz
    - Verkehrberuigung rund um die Pinakotheken

    http://www.merkur-online.de/kultur_leben/kultur/art8934,848321

    Vor ein paar Tagen ging ja durch die Presse, dass ein Gebäude der US-Navy einen hakenkreuzförmigen Grundriss hat und deshalb umgebaut werden soll
    (z.B. http://www.diepresse.com/home/politik/a…litik/index.do).

    Interssanter Weise gibt es in München gleich drei Hakenkreuzhäuser, die sogar aus dem 3. Reich stammen. Ihre Bauweise hieß "Vierspänner Typ C" und sollte angeblich eine ideale Bauform darstellen.

    Hier eines der Häuser in der hanfstaengelstraße:

    und zwei in der Bogenhausener Donaustraße

    Einige Bilder von dem Abrissgelände. Gleich vorneweg gesagt: Die ganze Umgebung sollte man gleich mitabreisen. Hier finden sich nur architektonisch grausame Wohnsilos und Gewerbebauten. Betrachtet man die Umgebung so sind einzelne Bauten des Agfa-Areals im Kontrast dazu wahre architektonische Juwelen.
    Während des 2. Weltkriegs war das Areal im Besitz der IG Farben. Offiziel wurden hier Kameras hergestellt, in Wahrheit allerdings Zielgeräte für Bomber und Zündmechanismen für Sprengbomben. Unter den Arbeitern war eine kommunistische Widerstandsgruppe aktiv, die allerdings durch einen V-Mann der GESTAPO aufflog.
    So genug geredet, hier die Bilder:

    Im Foyer des Hochhauses hingen zwei Plakate mit Renderings (DIe Bilder entstanden aus ca. 15 Meter Entfernung durch eine Glasscheibe, dahrer die schlechte Qualität)

    Das alte Hochhaus

    Bebbaung östlich des Hochhauses

    Das monumentale Eingangsportal (mit meinem Fahrrad:D :(

    Die Tür des Portals

    Detail

    Abriss der ersten Bauten. Gerade diese hätte man erhalten sollen. Sie sind neben dem Turm (Bild weiter unten) und dem gezeigten Portal die einzig akzeptable Architektur in der Umgebung

    Weitere Abrisbauten:

    Detail eines Tores:

    Der Turm - besonders die obersten Fenster und das Geländer gefallen mir

    Dahinter einige Fertigungshallen - was anderes als Abreisen bleibt hier wohl nicht übrig:

    Zum Schluss noch einige Abscheulichkeiten in der Umgebung - sie bleiben stehen:

    und noch ein Beispiel (wunderbar wie das eklige Blau die Hässlichkeit des Gebäudes links noch betont...)