Wenn man sieht, welche Kompromisse die Stadt bei der Bebauung des bisherigen Innenstadtkerns eingeht und die Vorgaben des Bebauungsplans damit aushebelt frage ich mich, wie man dann die Pläne A. Speers für den neuen Innenstadtcampus und den Brühl umsetzen will. Wenn man es nicht mal schafft das doch recht kleine Zentrum und insbesondere den Johannisplatz anspruchsvoll und urban zu bebauen, wie will man dann dieses Großprojekt umsetzen. Vor allem den selbst vorgegebenen Zeitplan zur Umsetzung dieser Pläne binnen "nur" 20 Jahren halte ich vor diesem Hintergrund für eine Illusion.
Beiträge von Der Seb
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Das Rawema-Haus wäre in jedem Fall ein zentraler und damit kundenfreundlicher Standort. Allerdings gehe ich davon aus, dass dort die Miete nicht ganz ohne ist.
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Das Ganze wird ja immer interessanter. Bin mal gespannt, was die Anfrage ergibt.
Was den von Herrn Kellnberger geplanten Standort auf dem Johannisplatz angeht, bin ich jedenfalls auch skeptisch. Ich würde den Platz nicht von vornherein ausschließen. Allerdings ist der Johannisplatz gerade erst wieder im Entstehen begriffen. Keiner weiß momentan, was neben Dresder Bank undauf der Freifläche zum Schocken hin entstehen soll. Mithin kann man doch derzeit überhaupt nicht absehen, welche Wirkung der Brunnen dort haben wird. Zudem finde ich es sinnlos nur das Becken aufzustellen. Ich bin auch der Meinung, dass man den Brunnen entweder ganz rekonstruiert oder es sein lässt. Insbesondere muss ich mich Cherubinos Ausführungen anschließen, dass die Rekonstruktion eine große Chance ist, um ein Stück "Vorkriegschemnitz" wiederzubeleben. Eine moderne Neugestaltung fände ich wenig sinnvoll. Dann kann man auch gleich einen komplett neuen Brunnen entwerfen.
Im Übrigen muss ich aber sagen, dass der Düsseldorfer Platz nicht mein primärer Standortfavorit ist. Um den Düsseldorfer Platz befinden sich ausschließlich neue Gebäude, die in den letzten Jahren entstanden sind (Peek & Cloppenburg, Galerie Roter Turm, Bürgerhaus, Mittelstandsmeile). Irgendwie würde der Brunnen dort m.E. verloren bzw. als Fremdkörper wirken, da keinerlei zeitlicher Bezug zu diesen Gebäuden besteht. Ich würde als Standort den Neumarkt favorisieren und zwar zwischen Neuem Rathaus und Galerie Roter Turm, in Richtung Peek & Cloppenburg. In diese Richtung wird der Neumarkt schmaler und der Brunnen wirkt nicht völlig verloren. Zudem stand an gleicher Stelle ja schon vor dem Krieg ein Brunnen. Außerdem gäbe es mit dem neuen Rathaus auch ein Gebäude, welches etwa zur selben Zeit wie der Brunnen entstanden ist. Evtl. wäre ja vielleicht auch der Jakobikirchplatz eine Alternative...
P.S.: @ Cherubino: Hast du zufälligerweise bei Deinem Gespräch mit Herrn Kellnberger mal nach der weiteren Planung des Zwischenbaus zwischen Rawema-Haus und Bundesbank gefragt? Wird der doch nur zweistöckig?
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Der Neubau am Johanissplatz neben dem Rawema Gebäude wird nun doch nur zweigeschossig. Ich habe mit einem Bauarbeiter dort gesprochen.
Ich würde mir diesbezüglich noch nicht allzu große Sorgen machen. Herr Kellnberger hatte doch schon zugesichert den Zwischenbau auf vier Geschosse aufzustocken (Quelle: http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/RE…ITZ/7473887.php). Außerdem glaube ich gelesen zu haben, dass der ursprüngliche Entwurf des Zwischenbaus ohnehin für eine spätere Aufstockung konzipiert ist. Vielleicht baut Kellnberger zunächst nur die ersten zwei Geschosse, weil er für den Rest noch Mieter sucht. Sobald diese gefunden sind, stockt er auf (hoffe ich zumindest).
Was den Saxoniabrunnen auf dem Johannisplatz angeht, kann ich dessen Wirkung dort nicht beurteilen. Das wird m.E. maßgeblich von der dortigen Gestaltung der Wallanlage sowie der (hoffentlich anspruchsvollen) Bebauung der noch freien Flächen abhängen. Bezüglich des geplanten Parkhauses kann ich nur sagen: Bloß nicht!!!