Beiträge von archiT

    Krefeld: Ein Vorschlag für die Friedenskirche

    Ein Redakteur der Rheinischen Post fordert einen Wettbewerb zur Gestaltung der Innenräume der Friedenskirche. Die Redaktion beauftragte eine Grafikdesignerin mit dem Beispielentwurf, der im Artikel präsentiert wird: Bild. Die im Inneren bunt gestrichene Kirche wird zur 'faszinierenden Attraktion' der Stadt während die derzeitige graue Farbe 'versteinert, leblos, fahl' wirkt und 'zu Elefantenfriedhöfen passt'. Die Kargheit ist zwar Teil des theologischen Konzeptes des Protestantismus, sie muss aber nicht den Verzicht auf 'jegliche Ästhetik' voraussetzen. Der Redakteur meint, die Düsseldorfer Johanneskirche bietet diese Ästhetik ohne verzicht auf Kargheit. (Von mir gefundene Fotos aus dieser Kirche, Hochkanzel mit biblischen Namen auf Glas)

    Der Redakteur schreibt, wir sollten nicht vor den Folgen des Krieges kapitulieren und preisgeben, was im Krieg an Schönheit zerstört wurde. Die Friedenskirche wurde in den Jahren 1871 bis 1874 gebaut, 1943 zerstört und nach dem Krieg ohne Turmhelm wiederaufgebaut.

    Quelle: Rheinische Post

    Dormagen

    Auf dem Gelände der Zuckerfabrik am Südrand der Innenstadt ist ein Einkaufszentrum geplant, das ab Anfang 2011 gebaut werden soll. Es soll 25.000 qm Verkaufsfläche haben und 50 Millionen Euro kosten.

    Der Termin ist gefährdet, weil der Investor Redos Real Estate mit den städtischen Vorgaben der Angebotsstruktur (einige Waren dürfen nur in der Innenstadt verkauft werden) nicht einverstanden ist. Der Investor dementiert die Verzögerung, aber der frühere Termin Herbst 2010 wurde aus dem gleichen Grund verschoben.

    Quelle: NGZ-online
    Quelle: NGZ-online

    Das in Sichtbeton ausgeführte und als Schandfleck verpönte Bürgerhaus in der Zonser Altstadt wird abgerissen. Es gibt Überlegungen, an dieser Stelle ein Archiv für die Kreisverwaltung zu bauen.

    Quelle: NGZ-online
    Quelle: NGZ-online

    Krefeld: Einzelhandelsgutachten

    Es ist zwar kein Bauprojekt, aber das im Krefelder Rathaus vorgestellte Gutachten wird die Bautätigkeit beeinflussen. Das Gelände zwischen dem Ostwall, der St.-Anton-Straße, der Breiten Straße und der Dreikönigenstraße wurde als Haupteinkaufsbereich definiert. Der Bau eines Einkaufszentrums hat in Krefeld keinen Sinn, stattdessen sollte die City attraktiviert und verdichtet werden. Es fehlen gestalterische Akzente und viele Fassaden sind mangelhaft, einige Gebiete wirken wie Hinterhöfe. Insgesamt gibt es in der Stadt 438.700 qm Verkaufsfläche, 23.800 qm mehr als 2007.

    Quelle: Rheinische Post

    Dekoratives Anführungszeichen

    Der Namensgeber des Platzes hätte jedenfalls einen würdigeren Rahmen für sein Andenken verdient.

    Fast alle Bürger, die die Beteiligungsveranstaltung besucht haben, lobten die Architektur. Sie kritisierten vor allem, dass kein Zugang von Osten zum Plateau geplant ist.

    Für den Express ist der Pavillon mit dem Aufzug zur Tiefgarage ein 'besonderes Schmankerl'. Sind 100 zusätzliche Stellplätze nicht würdig genug?

    Quelle: General-Anzeiger
    Quelle: Express.de

    Paris und Île-de-France - Bauprojekte und Stadtplanung

    Das Hôtel du Grand Contrôle mit 1700 Quadratmetern Fläche wurde von Jules Hardouin-Mansart am Südflügel des Schlosses Versailles für die königliche Finanzaufsicht gebaut. Später gehörte das Gebäude dem Verteidigungsministerium und diente als Offizierskantine. Im Jahr 2009 wurde es der Firma Ivy International für 30 Jahre übertragen und danach für 5,5 Millionen Euro umgebaut. Im nächsten Jahr wird in diesem Gebäude ein Luxushotel mit 23 Zimmern eröffnet.

    Quelle: Rheinische Post
    Quelle: Fotostrecke auf www.spiegel.de

    Von der Kölnarena kann ich zu Fuß zum Deutzer Bahnhof gehen, verglichen damit liegt Vogelsang in der Pampa. S-Bahn-Station Müngersdorf und unverbindliche Gespräche über eine Buslinie. Der gigantische Parkplatz für 1000 Fahrzeuge ist kein Ersatz für eine anständige Verkehrsanbindung.

    Besonders 'fundiert' fand ich die verkehrswissenschaftliche Analyse des DAF-Teams, die ich wie im Beitrag #255 vollständig zitiere:

    Dekoratives Anführungszeichen

    Deine "Argumente" sind nun wirklich reichlich absurd.

    Wenn dieser Strang repräsentativ für das gesamte Forum ist, sollte ich über meine Beteiligung hier sorgfältig nachdenken. Die Meinung zum Stuttgart 21 bilde ich anhand des vergleichbaren Projekts Frankfurt 21, mit 'war' im ersten Satz.

    Krefeld: Bauprojekte und Stadtplanung

    Die SPD und die CDU wollen beide Gebäude abreissen und die Grundstücke neu bebauen. Alleine die Sanierung des denkmalgeschützten Stadthauses von Egon Eiermann aus dem Jahr 1951 würde 20 bis 30 Mio. Euro kosten, mehr als ein Abriss und Neubau.

    Quelle: Rheinische Post
    Quelle: Rheinische Post

    Standort Stadthaus
    Standort Seidenweberhaus

    Die Pläne sind in der Stadt umstritten. Bürgervereine hinterfragen die Kostenschätzung.

    Quelle: Rheinische Post

    Anfang Oktober schienen 55 Mio. Baukosten und 5,5 Mio. Unterhalt jährlich hochgegriffen. Jetzt ist offiziell von 60 Mio. Kosten die Rede und die echten Zahlen kommen erst 2015. Bis dahin kann man sich überlegen, ob die Fähren doch ausreichen. Die Wirtschaft des Mittelrheins sind nicht die wenigen Betriebe mit den LKW-Fahrten, sondern vor allem der Tourismus, dem ein Fremdkörper im Talbild nicht förderlich ist.

    Monheim: Schloss Laach

    Das neoklassizistische Schloss aus dem Jahr 1910 wurde renoviert und darin wurden 9 Wohnungen von 44 bis 220 Qm eingerichtet. Neben ihm entstand ein Neubau mit 12 Wohnungen von 91 bis 225 Qm, den der Redakteur der Rheinischen Post mit dem Tetris-Spiel verglichen hat (Foto im Artikel). Das Vorhaben hat 5,66 Mio. Euro gekostet. Die meisten Wohnungen sind bereits verkauft.

    Quelle: Rheinische Post
    Quelle: B-Plan
    Standort

    Wenn es mein Projekt wäre, hätte ich einen wesentlich dezenteren Neubau durchgesetzt.

    Kaarst: Gewerbegebiet Hüngert und IKEA-Umzug

    Die Stadt will ein neues Gewerbegebiet ausweisen, wohin IKEA ziehen will. Die Pläne sind umstritten, vor allem wegen des Verkehrs und der Konkurrenz für die Innenstadt. Es wird auch kritisiert, dass bei hohem Flächenverbrauch nur wenige Arbeitsplätze entstünden.

    Quelle: NGZ-Online

    Ein CDU-Politiker fordert die Begrenzung der verbauten Fläche auf das Nötigste.

    Quelle: NGZ-Online

    Die Grünen fordern die Überprüfung der Wirtschaftlichkeit der Entwicklung des Gewerbegebietes.

    Quelle: NGZ-Online

    Der bisherige IKEA-Standort ist an einer S-Bahn-Haltestelle. Hüngert liegt an der Autobahn 57: Karte

    Hilden: Bürger als Stadtplaner / Albert-Schweizer-Schule

    Die Stadtverwaltung hat die Bürger eingeladen, Ideen über die künftige Nutzung des Geländes der Albert-Schweizer-Schule (ca. 3,3 Hektar) einzubringen. (Standort 500 Meter südlich von der Bahnhaltestelle Hilden-Süd) Anders als gewöhnlich, wird die Bürgerbeteiligung noch vor der Auslobung des städtebaulichen Wettbewerbs durchgeführt.

    Wie die Moderatorin erklärte, das Gelände reicht für 26 freistehende Einfamilienhäuser oder alternativ 59 Doppelhäuser oder 74 Reihenhäuser oder 160 Mehrfamilienhaus-Wohnungen. Einer der Bürger brachte eigene Pläne mit, die unter anderen Sozialwohnungen und Reihenhäuser vorsehen.

    Quelle: Rheinische Post
    Quelle: Einladung der Stadt mit Karten

    Durch Wärmedämmung im Inneren würde das Kondenswasser die Wand beschädigen.

    Dekoratives Anführungszeichen

    zum Beispiel in diesem, jedenfalls was das Stadtschloss betrifft

    Die Andeutung der Umrisse des Stadtschlosses wäre bestimmt besser als der leere Platz ohne Aussichten auf die Finanzierung des Wiederaufbaus. Das hat jedoch mit dem Thema nichts zu tun. Sollte jemals zum Wiederaufbau kommen, wird man hoffentlich moderne Dämmung zwischen dem Mauerwerk und dem Stuckdekor der Außenfassade verbauen.

    Remscheid: Outlet-Center

    Die Gruppe McArthurGlen will an der Autobahn A1 in Lüttringhausen ein Outlet-Center bauen. Man will eine Gesetzeslücke nutzen, die im Januar 2010 entstanden ist, als das Oberverwaltungsgericht Münster den Teil des Landesentwicklungsprogramms für nichtig erklärte, der die Ansiedlungen auf der grünen Wiese verhindern sollte. Bisher wurden nicht alle notwendigen Grundstücke angekauft.

    Der Wuppertaler OB unterstützt die Pläne - man vermutet, weil er sich dadurch ein leichteres Genehmigungsverfahren für IKEA in Wuppertal erhofft.

    Quelle: Rheinische Post

    In den Nachbarstädten gibt es starke Kritik und Absichten, gegen die Planung vorzugehen. Man befürchtet die Verödung der Innenstädte.

    Quelle: Rheinische Post

    Eine Politikerin in Solingen meint, "das ist der Sargnagel für die bergischen Innenstädte".

    Quelle: Rheinische Post

    Ablehnung kommt ebenfalls vom Rheinischen Einzelhandels- und Dienstleistungsverband.

    Quelle: Rheinische Post