Beiträge von archiT

    Mönchengladbach: Sportkaufhaus in der City-Ost

    Die französische Firma Decathlon plant in der City-Ost auf dem Areal des ehemaligen Güterbahnhofs zwischen der Breitenbachstraße, der Lürriper Straße und der Kranzstraße (Karte) den Bau eines Sportkaufhauses mit 25.000 Qm Verkaufsfläche. Das Gebiet gehört jetzt Aurelis. Für die Baugenehmigung muss das Zentrenkonzept der Stadt geändert werden.

    Vor einigen Jahren sind ähnliche Pläne Decathlons in Viersen wegen der Händlerproteste gescheitert. In Mönchengladbach gab es auf dem gleichen Gelände Pläne eines Fachmarktzentrums von der Apollo-Gruppe und 3C Real Estate, die die Bezirksregierung stoppte.

    Quelle: Rheinische Post

    Krefeld: Perspektiven für die Innenstadt

    Das Einzelhandelsgutachten (#17) wurde auf einer Veranstaltung mit zahlreichen Details vorgestellt. Als Haupteinkaufsbereich der Stadt wurde nicht mehr das gesamte Areal innerhalb der Wallanlagen, sondern ein Rechteck zwischen der Marktstraße und der St.-Anton-Straße definiert, wo 90.000 Qm Verkaufsfläche vorhanden sind. (Der Artikel nennt 106.000 Qm als die gesamte Verkaufsfläche der City, im Dezember fiel in der RP die Zahl von 438.700 Qm Verkaufsfläche für die gesamte Stadt.) 20% bis 24% der Kunden kommen aus der Umgebung (vorwiegend aus der Region von Kempen bis Willich, Tönisvorst und Meerbusch) und kaufen vor allem Artikel des mittel- und langfristigen Bedarfs. Leer stehen zwar 20% der Ladenlokale, aber nur 9% der Fläche, weil es vor allem kaum noch nachgefragte Flächen unter 100 Qm trifft.

    Der Artikel nennt Gründe der Ablehnung eines Einkaufszentrums, vor allem die Verlängerung der Fußgängerzone um 50% auf weit mehr als ein Kilometer. Die Center-Entwickler sollen überall Probleme bekommen, weil die Zentren langweilig sind. Stattdessen sollen die auf dieser Grafik dargestellten Quartiere entwickelt werden, vor allem am Ostwall. Im besonders stark nachgefragten Segment der Lokale von 800 bis 1500 Qm, in dem es in Krefeld nur 15 gibt, sollen weitere hinzukommen. Im früheren Horten-Haus sollen zwei Etagen mit 6000 Qm Fläche für den Handel genutzt werden.

    Quelle: Rheinische Post
    Quelle: Download der Studie

    Grevenbroich: Investitionen des Bauvereins

    Die Wohnbaugenossenschaft Bauverein Grevenbroich investiert im Jahr 2011 in Neubauten 6,45 Millionen Euro - mehr als je zuvor in derer Geschichte. An den Straßen Flutgraben, Tackelgraben, Schweidweg, Graf-Kessel-Straße und Zumbuschstraße werden Gebäude aus den 20-er bis 50-er Jahren abgerissen und durch Neubauten ersetzt. In diesem Jahr werden am Flutgraben 9 Häuser aus dem Jahr 1952 einem Neubau mit 18 Wohnungen für 2,8 Millionen Euro weichen. Die alten Wohnungen waren zum Teil nur 37 Qm groß und entsprachen nicht den modernen Anforderungen. 2012 wird der Neubau fertiggestellt.

    An der Arndtstraße werden ältere Häuser abgerissen und durch drei neue mit je 20 Wohnungen von einem bis zu vier Zimmern ersetzt. In dieser Siedlung werden 180 weitere Wohnungen für 20 Millionen Euro bis 2016 modernisiert. Der Anstieg der Kaltmiete soll durch geringere Nebenkosten ausgeglichen werden.

    Quelle: Rheinische Post

    Viersen: Visionen des Bürgermeisters

    Der Bürgermeister Günter Thönnessen stellte auf einem Empfang seine Visionen für die Stadt vor. Sein Ziel ist es, einen Teil der Düsseldorfer Zuwanderung nach Viersen zu ziehen, damit es jährlich 400 mehr Zuzügler als Abwanderer gibt. Es gebe dafür genügend Grundstücke in den Stadtteilen. Das Ziel sollte mit einer 'Verbindung von Natur und Urbanität' geschafft werden wie auch mit 'exzellenten Verkehrsverbindungen', unter denen die Verlängerung der Regiobahn (S28) unverzichtbar sei. Wichtig sei auch der zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke Viersen-Venlo. An der Mevissenstraße in Dülken wird Bahnlärmschutz errichtet.

    Nach 28 Millionen Euro Gewerbesteuer im Jahr 2008 hat die Stadt 2009 32,5 Millionen Euro und 2010 ca. 42 Millionen Euro eingenommen. In diesem Jahr werden größere Neuansiedlungen in den Gewerbeparks am Ransberg und im Mackenstein erwartet.

    Quelle: Rheinische Post

    Solingen: Hintergründe einiger Projekte

    Die RP schreibt über den Verkauf der zuletzt als städtische Familienbildungsstätte dienenden Jugendstilvilla mit Gebäudeteilen aus dem Jahr 1776 an den Projektentwickler André Kleinpoppen, der dort seinen Unternehmenssitz einrichten will. Ein Teil der Flächen wird vermietet, vorzugsweise an verwandte Branchen.

    Bei diesem Anlaß werden die Hintergründe einiger Projekte mit der Beteiligung Kleinpoppens geschildert. Er beklagte unter anderen, dass die Stadtverwaltung den Einzug eines Sportartikelanbieters in die alte Post verhinderte, indem sie darauf bestand, dass der Anbieter in die Innenstadt zieht. Beim Projekt des Rathaus-Neubaus im Jahr 2004 unterlag er mit seinem Angebot. In der dort von Sepa eingerichteten Ladenpassage gibt es Leerstände, die geplante Wohnbebauung an der Potsdamer Straße bleibt aus. Inzwischen will die Stadt das Grundstück an der Potsdamer Straße an einen anderen Investor verkaufen, es soll im Sommer ausgeschrieben werden.

    Quelle: Rheinische Post

    Krefeld: IHK-Verkehrsstudie

    Die gerade veröffentlichte Verkehrsstudie der IHK erkennt starke Pendlerverflechtungen zwischen Krefeld und Düsseldorf sowie dem Kreis Viersen wie auch zwischen Mönchengladbach und dem Kreis Neuss. Als Schlußfolgerung wird der sechsspurige Ausbau einiger Autobahnen gefordert. Eine weitere Forderung ist die stärkere Verzahnung der Stadt- und Verkehrsplanung wie auch die Konzentration der Funktionen Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Freizeit. Die letzte kennt man seit Jahren unter dem Stichwort 'kompakte Stadt', wenn man jedoch nach diesem Stichwort googelt, findet man Dokumente, die weniger stark als die IHK auf den Straßenverkehr setzen.

    Es wird ein interkommunales Gewerbegebiet an der A44 zwischen Krefeld, Meerbusch und Willich für Industrie, Gewerbe und Logistik angeregt, damit seine Verkehre die Pendelverkehre nicht stören. Die Vorschläge des zeitlich versetzten Schulbeginns und der flexiblen Arbeitszeitmodelle betreffen nicht mehr die Stadtplanung.

    Quelle: Rheinische Post

    Krefeld: Papst-Johannes-Haus

    Das Papst-Johannes-Haus an der St. Anton-Straße aus dem Anfang der 1970er Jahre diente bis zum Jahr 2000 dem Bistum Aachen als Tagungsstätte und wurde wegen der schwierigen finanziellen Situation des Bistums aufgegeben. Zeitweise verfolgte man die Pläne des Umbaus zum katholischen Zentrum mit einer Bücherei, aber die Sanierung wurde 2004 aufgrund der Mittelkürzungen abgebrochen. 2006 wurde das Gebäude und die benachbarten Grundstücke der Pfarrgemeinde St. Dionysius an die Volksbank Krefeld verkauft, die dort eine neue Hauptstelle errichten will.

    Die Volksbank sponsert kurze Zeit vor dem Abbruch eine Kunstausstellung, die von einer Gruppe Krefelder Studenten und dem Professor Eric Schmid organisiert wird. Die Visualisierungen des geplanten Neubaus kann man hier sehen.

    Quelle: www.katholisch.de: Bistum Aachen verkauft Papst-Johannes-Haus in Krefeld
    Quelle: Rheinische Post

    Irgendwie sehe ich keinen großen Stilunterschied zwischen dem in der RP abgebildeten Altbau und dem auf http://www.competitionline.de/beitraege/28995 veröffentlichten Entwurf. Ein paar große Glasscheiben bieten Blicke auf die Dionysiuskirche, doch die ebenfalls zum Abriss bestimmten Gebäude gegenüber der Kirche mit dem Charme der frühen Nachkriegszeit finde ich viel passender. Der Klotz aus den 1970ern war in der von kleineren Massstäblichkeit und Satteldächern geprägten Umgebung ein Fremdkörper, künftig wird ein ähnlicher Klotz den ganzen Häuserblock besetzen. Die Volksbank hätte nicht in die Ausstellung, sondern in einen besser in die Umgebung integrierten Entwurf investieren sollen.

    Moers: Renovierung und Umbau der Aumühle

    Die 400 Jahre alte Aumühle stand jahrelang leer bevor sie vom Service Civil International erworben wurde. Sie wird derzeit renoviert und zu einer Besuchermühle mit Backstube und Wohnbereich ausgebaut. Dort sollen die alten Produktionsabläufe des Kornmahlens, der Mehlherstellung und des Brotbackens veranschaulicht werden. Die Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche.

    Die Arbeiten werden unter anderen von der Nordrhein-Westfalen-Stiftung unterstützt. Anfang 2010 gab es in der Moerser Kommunalpolitik einen Streit um die Nutzung des Wohnbereichs und die Verlegung eines Zugangwegs, die das Mühlrad schlechter sichtbar machen wird.

    Ein Großteil des Eichengebälks musste ausgetauscht werden, weil es morsch und durchlöchert war. Neue Holzbalken wurden mit Stahlträgern verstärkt. Das Obergeschoss mit Wohnräumen soll nach dem Jahreswechsel mit Wärmedämmung belegt werden. Der Boden des nach der Planung Ende Januar fertigen Wohnbereichs wird mit Terrakottafliesen und Eichenbohlen belegt.

    Quelle: Rheinische Post (06.07.2007)
    Quelle: Der Westen (22.01.2010)
    Quelle: Der Westen (26.07.2010)
    Quelle: Der Westen (28.12.2010)
    Quelle: Foto in der Wikipedia
    Quelle: Service Civil International

    Wenn ich das Foto in der Wikipedia mit dem Foto in diesem Artikel vergleiche, habe ich den Eindruck, dass das Äußere der historischen Mühle stark verändert wurde.

    Solingen: Renovierung und Ausbau des Tückmantel-Hauses

    Das denkmalgeschützte Tückmantel-Haus am Graf-Wilhelm-Platz wurde für 5 Millionen Euro renoviert und um einen Neubau ergänzt. Die Stuckteile wurden restauriert, die dunklen Fenster wurden dem historischen Stil angepasst. (Ursprünglich wollte man die alten Fenster behalten, sie haben sich jedoch als ungeeignet erwiesen.) An der Fassade soll der dort einst sichtbare 'Tückmantel'-Schriftzug angebracht werden, den man nachbauen will. Das Dach wurde nach langwierigen und die Arbeiten verzögernden Verhandlungen mit der Denkmalschutzbehörde um 30 Zentimeter angehoben, was zusätzlichen Wohnraum schuf. Der Anbau wurde mit Naturstein belegt. Die Mieter werden ab Mai 2011 einziehen.

    Quelle: Rheinische Post (16.10.2010)
    Quelle: Rheinische Post (29.12.2010)
    Quelle: Bild in der RP

    Krefeld: 12400 neue Straßenlaternen

    Im Düsseldorfer Unterforum gibt es einen extra Strang über Straßenleuchten, also... In Krefeld sollen in den nächsten acht Jahren 12400 der 29000 Straßenleuchten ausgetauscht werden, weil sie 38 Jahre oder älter sind. Die Standsicherheit der korrodierten Masten und Träger ist gefährdet. Die Investition soll 37,5 Millionen Euro kosten, man kalkuliert mit 2500 Euro pro Leuchte inklusive Tiefbau- und Kabelarbeiten. 10,5 Millionen Euro will man als Beteiligung der Anlieger zurückholen. Am City-Ring werden demnächst etwas teurere Urbi-Leuchten installiert, die bereits an der Neuen Ritterstraße zum Einsatz gekommen sind.

    Quelle: Rheinische Post

    Lüdenscheid: Proteste gegen neue Baugebiete

    Die IG Grüner Baukloh bekämpft die im Entwurf des neuen Flächennutzungsplans vorgesehene Ausweisung eines neuen Baugebiets an der Neuenhofer Straße. Der Sprecher der Initiative plant die Ausweitung des Protests auf alle im FNP enthaltene Neubaugebiete. Er argumentiert, dass sie angesichts der sinkenden Einwohnerzahl und der leerstehenden Wohnungen überflüssig sind. Die Natur und die Lebensqualität in der Stadt müssen erhalten werden.

    Die FNP-Autoren der Fa. Wolters Partner aus Coesfeld stimmen der Schützwürdigkeit der Gebiete weitgehend zu und plädieren für das Bebauen lediglich der an der Straße befindlichen Grundstücke. Einige Jahre zuvor hat die IG Grüner Baukloh sich erfolgreich für den Erhalt der Naturflächen westlich von der Neuenhofer Straße eingesetzt.

    Quelle: Der Westen

    Fällt der Stadt nichts anderes ein, um Neubewohner zu locken, als in großen Mengen Grundstücke für Einfamilienhäuser auf den Markt zu werfen?

    Grundsatzdebatte über Neubaugebiete und Zersiedlung: Siedlungsstruktur und Ressourcenverbrauch

    Praxisbeispiel aus Viersen

    Ein Praxisbeispiel, das mit der anderen Beitragshälfte in einen anderen Strang verschoben wurde: die Rheinische Post beschreibt einen Streit zwischen der Viersener Wohnungsgenossenschaft GWG und den Denkmalschutzbehörden um nachträgliche Wärmedämmung, die die geschützten Fassaden verändern würde. Die GWG unterlag genauso vor Gericht wie auch mit dem Antrag an den Ausschuss für Stadtentwicklung und Planung auf die Änderung der Denkmalschutzsatzung, den fast alle Stadtratfraktionen abgelehnt haben (in einer seltenen Übereinstimmung die FDP genauso wie die Grünen und auch die Linken). Die Wohnungsgenossenschaft argumentiert mit der 'sozialen Schieflage', die entstehen sollte, wenn man ohne Sanierung keine einkommensstarken Mieter gewinnen kann.

    Auf dem Foto im Artikel wurde eine der Hausfassaden abgebildet, sie wirkt nicht besonders aufwändig. Es sollte finanzierbar und machbar sein, nach der Sanierung das gegenwärtige Aussehen der Fassade wiederherzustellen.

    Siedlungsstruktur und Ressourcenverbrauch

    In den letzten Tagen gab es im dafür nicht geeigneten Strang eine heftige Diskussion zum Thema wie darüber. Nach der Durchsicht aller Themen im Unterforum konnte ich keinen wirklich passenden Thread finden, daher lege ich diesen an. Ich möchte bitten, hier keine Fantasiezahlen aus dem Kopf, sondern nur anerkannte Forschungsergebnisse der Urbanistik zu zitieren.

    In Deutschland betrug in den Jahren 1997 bis 2000 der Flächenverbrauch für Siedlungen und Verkehr 130 Hektar täglich, 2009 sank er wegen der Wirtschaftskrise auf 78 Hektar täglich. Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, ihn bis 2020 auf 30 Hektar täglich zu senken. Im Jahr 2009 war der Bau der Einfamilienhäuser mit 14 Hektar täglich der 'größte Flächenfresser' des Wohnungsbaus, der insgesamt 20 Hektar täglich beanspruchte. Der Geschosswohnungsbau verbrauchte 2009 nur 1,6 Hektar täglich.

    In Berlin werden für Siedlungs- und Verkehrsfläche unter 200m² pro Einwohner benötigt, während es in Mecklenburg-Vorpommern über 1000m² sind (1993 waren es dort noch ca. 750m²).

    Quelle: www.umweltbundesamt.de: Zunahme der Siedlungs- und Verkehrsflächen vom Jahr 1993 bis zum Jahr 2009

    In Österreich benötigte man in den Jahren 2007 bis 2010 20 Hektar zusätzlicher Fläche täglich. Das Ziel der Regierung ist eine Reduktion auf 2,5 Hektar täglich. Wie in Deutschland wird der Bau der Einfamilienhäuser als Hauptursache der Zersiedlung angesehen. Auf den drei Hektar, die täglich durch Umnutzung der frei gewordenen Industrieflächen wiedergewonnen werden, kann man 30 frei stehende Einfamilienhäuser, 60 bis 120 Reihenhäuser oder 300 bis 750 Geschoßwohnungen bauen.

    Nach den Angaben des Umweltbundesamtes liegt der Energiebedarf der Geschoßwohnungen pro m² Wohnfläche 50% unter dem in frei stehenden Einfamilienhäusern, in Reihenhäusern 35% unter dem der Einfamilienhäuser.

    Quelle: www.umweltbundesamt.at: Raumentwicklung - Planen für Generationen

    -----------------
    Mod: 16 Beiträge aus dem Thread "Wärmedämmung contra Denkmalschutz" hierher verschoben.

    Free Paris Walks

    Unter freepariswalks.com/downloads kann man drei Pdf-Dokumente mit Beschreibungen der Stadttouren herunterladen, darunter moderne Architektur und Straßenkunst. Die erste führt am Südufer der Seine und beschreibt auf Englisch mit Fotos Objekte wie Cité de la mode et du design, La Bibliothèque Nationale und La Cinemathèque Française von Frank O. Gehry aus den Jahren 1988 bis 1994. Die zweite Route führt zu Wandmalereien im Nordosten der Innenstadt wie M. Chat von Thoma Vuille.

    ^

    Einfamilienhäuser haben nur Außenwände, während Reihenhäuser und Etagenwohnungen einige Wände und Decken mit den Nachbarn teilen. Bei ähnlicher Qualität der Wärmedämmung müssen EFHs zwangsläufig energetisch am wenigsten effizient sein. Ebenso wenig effizient wird die Ressouce Land genutzt, auch die Ressourcen der städtischen Infrastruktur, was jedoch (wie kunnukun richtig anregt) in einen anderen Thread gehört.

    Viersen: Denkmalschutz in Rahse und Dülken

    Die Wohnungsgenossenschaft GWG will die Wärmedämmung eigener Häuser im Stadtteil Rahser (vor allem an der Nauenstraße) verbessern. Die Denkmalbehörden der Stadt und des Landschaftsverbandes verweisen auf die im Stadtteil geltende Denkmalbereichssatzung und befürchten, dass die geplante Massnahme den Denkmalcharakter von Rahser zerstören würde. Die GWG klagte vor Gericht auf Durchführung der Sanierung, verlor jedoch. Der Antrag auf die Änderung der Satzung blieb ebenso erfolglos, er wurde mit den Stimmen von SPD, Für VIE, Grünen, FDP und der Linkspartei abgelehnt.

    Hinweis: im DAF gibt es den Grundsatzthread Wärmedämmung contra Denkmalschutz

    In Dülken sieht der Ende 2009 verabschiedete Denkmalpflegeplan die Bewahrung und Aufwertung für Wohnzwecke der dortigen Altstadt vor. Man setzt auf freiwillige Massnahmen der Hausbesitzer, die vom Bund und vom Land gefördert werden. Zum Plan gehört nicht nur die Sanierung der Frontfassaden, sondern auch der von vielen Gassen einsehbaren Rückseiten und Hinterhöfe. Viersens Heimatverein setzt sich unterdessen für eine Denkmalbereichssatzung ein.

    Quelle: Rheinische Post
    Quelle: Rheinische Post

    Dekoratives Anführungszeichen

    aber was, wenn man die Wand - wie es heute ja überall geschieht - aus welchen Gründen auch immer irgendwann umkleistern will? Dann ist der ganze Reiz dahin.

    Heute baut man für kürzere Zeiten als anno dazumal, aber mit 20-30 Jahren kann man immer noch rechnen. Danach werden die Gebäude oft entkernt und bei Beibehaltung der Fassade mit neuem Inhalt gefüllt. Wenn man die Fassade ändern muss, kann man sich etwas nicht minder reizvolles als das frühere einfallen lassen. Gleich Scheußlichkeiten zu entwerfen, damit sie unmöglich noch schlimmer werden können, kann nicht der richtige Weg sein.

    Da es hier um 'neotraditionelles Bauen' geht, habe ich weitere Beispiele mutiger Wegsuche in diesem Strang eingebracht.

    Wenn wir schon beim 'neotraditionellen Bauen' sind, ich verrate einen persönlichen Traum: eine oder zwei Dekaden Rückkehr von Art Déco. Sind solche Bauwerke nicht grandios?

    Dekoratives Anführungszeichen

    Eben das betrifft natürlich auch das, was man oft "Retromoderne" nennt und mich als eine Art Bauhaus-Kitsch (wie er sich an allen Stadträndern ausbreitet) ebenfalls anödet.

    Interessante Ansicht, die ich teile. Man kann nicht in alle Ewigkeit das gleiche durchkauen. Die Zeit ist reif für neue Wege.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Wenn man also auch von dem retromodernen Kitsch die Nase voll hat: Woran müsste man sich heute in Deutschland orientieren?

    Deine Beispiele kann ich meistens nicht sehen, dieses war bestimmt als Scherz gemeint? Was meinst Du darüber oder darüber? Die Fassaden sind modern, aber nicht minimalistisch-karg, sondern mit etwas interessantem, was Blicke anzieht.