Beiträge von InderSonne

    Das sehe ich genau anders. Viel mehr Straßenbahnen werden gar nicht gehen, das muss ja alles durch das Zentrum, da sind die Kapazitäten aufgebraucht. Außerdem gefällt mir an den neuen Trassen nicht, dass sie soviel Platz brauchen (Förderrichtlinie separates Gleisbett). Ohne EU-Förderung wird definitiv keine Straßenbahn gebaut.
    Mit dem Rad musst du doch nicht die Zietenstraße nehmen, da ist sowieso zuviel Verkehr. Man kann in Chemnitz super Radfahren, man darf bloß nicht die Hauptstraßen benutzen. Ich mag gerade die Abwechlung von Bergauf-Bergab. Aber eine der blödesten Stellen für Radfahrer ist der Falkeplatz. Da kommt man nicht mit einer Grünphase über die Zwickauer und in der Mitte ist kaum Platz zum Warten!

    Das witzige ist: am Haus selber ist kein Verkaufsplakat, ich fahr da jeden Tag vorbei. Der Verkauf richtet sich alsi an Kapitalanleger und nicht an Chemnitzer.
    Welcher Park ist denn dort mit "fußläufig erreichbar" gemeint? Ich mag die Gegend dort nicht ganz so, weil Schulen doch relativ weit weg sind, Kitas gibt es aber. Mal sehen, wie es dann als Wohnanlage aussieht.

    Ich habe auch den Eindruck, dass Herrn Schmalfuß zuviel Gehör geschenkt wird. Und ja, er ist weder in der Verwaltung eingestellt noch gewählt! Der Druck durch die Presse (Morgenpost, Bild!) auf die Verwaltung ist schon da, und ja, er kann sich leider Gehör verschaffen.

    Manchmal habe ich das Gefühl, es wird nur noch geplant und nichts mehr in echt gebaut. Vielleicht zu teuer? Die schwarze Null ist fest eingeplant, 10 Mio für die Planung sind drin, aber nicht die 500 Mio zur Realisierung. Die Pensionslasten in den nächsten Jahren sind enorm, gleichzeitig müssen 10% mehr Kinder irgendwie großgepäppelt werden.
    Das trotzdem Geld für "Planung" da ist, lieget meiner Meinung nach an der Angst, die Landtagswahl nächstes Jahr an die AfD zu verlieren.

    Mir gefallen die Weiden total, ich empfinde das überhaupt nicht als zugewuchert. Im Winter ist das alles kahl, im Sommer schön. An den Fluß kann man gut von der anderen Seite. Und viele Jugendlliche sind unter der Brücke, man kommt da also hin.

    Um seinen Artikel auf seiner Seite "Stadtbild Chemnitz". Mit passt es weder, dass sich Herr Schmalfuß als Stadtplaner generiert, noch passt mir, was die Chemnitzer Stadtverwaltung mal wieder fabriziert :)
    Ich bin also ein typischer Chemnitzer: mir ist es nie Recht.
    Zur Schule denke ich, die ist schon okay, auch wenn sie Herrn Schmalfuß nicht gefällt. Das Wort Raumkante kann ich irgendwie auch nicht mehr hören. Ich finde es in Ordnung, die Schule eher an der Hartmannhalle auszurichten und eine Art "grünes Dreieck" zur Abschirmung an der Straße zu machen.

    Ich habe mal noch ein bißchen über meine gestrigen Sätze nachgedacht und auch den Originaltext vom Herrn Schmalfuß nochmal gelesen. Vielleicht hat er sich auch manche Dinge anderes vorgestellt, als sie dann realisiert werden? Ein Stadtrat hat mir mal gesagt, dass die Verwaltung ganz oft Dinge erarbeitet, die der Stadtrat dann nur noch abnicken kann. Also, manchmal hat der Herr Schmalfuß sicher Recht, manchmal geht mir das ständige Gerede vom "Stadtumbau" auf die Nerven. Denn eigentlich mag ich Chemnitz und die Chemnitzer und will gar nicht so viel Veränderung.

    Und wieder sind alle großen Bäume weg. Das sieht so scheiße aus, danke Herr Schmalfuß für ihre "Stadtentwicklung". Wir werden vor lauter Einkaufsmöglichkeiten gar keine Zeit mehr für andere Dinge haben. Urbanität, das ich nicht lache. Zieht doch alle nach Berlin, aber da kann man als Makler eben nicht mehr mithalten. Ihr kennt den Spruch? In der Provinz ein Fürstchen, in der Hauptstadt ein Würstchen.
    Urbanität kommt von den Menschen, nicht von den Einkaufsmöglichkeiten und auch nicht vom Ärztehaus. Und nicht vom Simmelsupermarkt und nicht vom Parkhaus.

    Es ist ja das erstemal, dass man überhaupt was über die Streckenführung der Straßenbahn an der Hartmannstraße liest.
    Viele Schüler werden vielleicht auch einfach vom Kassberg runtergelaufen kommen. So groß ist die Schule nicht, 600 Schüler. Da ist jedes Gymnasium in Chemnitz größer, da sind auch nicht jeden Morgen Verkehrskollapse zu besichtigen! Andregymnasium z.B. hat über 1000 Schüler, die 31 bringt alle hin, und es passiert rein gar nichts.

    Beim Hartmannplatz kommt die Oberschule hin, bei der Schlosstraße eine Kita. Ist also schon ein bißchen was geplant. Ein Schwimmbad lässt sich nicht gewinnorientiert betreiben, NIE! Nicht als Schwimmbad, nicht als Saunalandschaft, nicht als Spaßbad.

    Es entwickelt sich doch sowieso alles anders als erwartet. Mal gehts bergauf, dann wieder bergab. Einen größeren Plan gibt es nicht. Wozu auch? Nur weil etwas 20 Jahre lang funktionierte, muss es die nächsten 20 Jahre nicht genauso laufen. Was gut schien, kann sich in ein paar Jahren als totale Fehlplanung erweisen. Abwarten, neugierig bleiben, einmischen.

    Ich stimme deiner Meinung zu "Mensch, Natur und Gesellschaft" zu. Änderungen wie der Klimawandel und das Bewusstsein von endlichen Ressourcen sollten eigentlich ein anderes Bauen bewirken. Stichpunkte wären: Einsparung des sehr energieintensiven Zements, Endlichkeit von Bausand, Endlichkeit vob Öl und Gas, Recycling von Styropor oder Stahlbeton.
    Aber das geht zuweit für dieses Forum.

    Die Plattenbauten haben Abstände. Mit Bäumen dazwischen. Bei den Gründerzeithäusern kommt es sehr drauf an, wer sie in den Händen hatte. Manchmal sind die Häuser toll, praktisch und bewohnbar. mnachmal überteuert, manchmal billig saniert, da kommt der Schimmel gleich wieder. Aber schau auf dem Sonnenberg mal auf die Höfe: da ist in letzter Zeit kein Geld mehr da, da gibt es oft nur den Müllstellplatz, sonst entweder gleich ein Hinterhaus oder die Reste einer Brache. Wer fühlt sich da wohl?
    Ja, Freiheiten gibt es nur bei Übergängen. Wer sie nicht braucht, wird sich jetzt wohler fühlen.

    Und so dreht sich die Welt immer weiter. Denkst du, dass die Menschen in 20 Jahren noch in den überteuerten Innenstadtlagen wohnen wollen? Da kann man nichts machen, außer Geld ausgeben. Keine Freiräume, nirgends. Da kannst du leider auch kein Kind großziehen (will vielleicht auch niemand).
    Ich sehe es wie in der FAZ und wie mein Vorredner: "Das ist die dritte Zerstörung der Städte" durch "Finanzkrisenarchitektur". Das ganze Gerölle wird auch wieder irgendwann leer stehen und verkommen.
    Südliche Sonnenberg ist außer am Netto zur Zeit ganz hübsch, dreigeschossig mit grünen Innenhöfen. Kita und Schule gleich nebenan! Sieh dir dochmal an, wie die Gründerzeithäuser saniert werden: ausgebaut bis zum letzten Dachbalken, 12 Wohnungen pro Aufgang, im Innenhof noch 'ne "ruhige" Bebauung. Da hörst du jedes Husten, jede Musik, jede Unterhaltung. Das ist auch nur für die lebenswert, die eh nie zu Hause sind.

    Der Plattenbau war an die Menschen angepasst: Wohnungen in den richtigen Größen, Innenhöfe zum Spielen, Kitas und Schulen im Viertel, Fahrradkeller, Trockenkeller.
    Manchmal wurde nichts draus, weil dann ewig die Mittel für die Fußwege fehlten und weil es in der Kaufi eben nichts zu kaufen gab.
    Jetzt werden nur noch Renditeobjekte verkauft. Häßlich und unpraktisch wie die Nacht. Der Mensch passt sich an. Klimawandel? Egal, wirds halt heißer. Hauptsache Stellplätze! Wer braucht schon einen Baum! Am Ende gehts mit den Häusern noch, aber das drumherum, also das was sich Städteplanung nennt (Fußwegbeziehungen, Infrastruktur, Erholungsflächen) ist im modernen Städtebau und auch bei den Neubausiedlungen auf dem Land ein Graus. Und ja, da waren die Gartenstädte in Gablenz wunderschön dagegen.