Beiträge von Gluehstrumpf

    Schon das zweite Projekt neben dem Stream mit erfreuchlichem Tempo. Neben all dem Rumgekorkse erfreut es umso mehr. Wer mag es nicht, wenn mal vernünftig und zuverlässig gearbeitet wird? ;)

    Mit dem Tour Total und der 50-Hertz Zentrale ergibt sich ja schon tatsächlich eine Ensemble Wirkung.
    Grundsätzlich gefällt mir der Trend in Berlin ganz gut, seinen Polyzentrismus auch in verteilten Midi-Skylines auszudrücken. Erinnert, in ca. 5 Dimensionen kleiner, ein bisschen an Tokyo. Auch wenn mir die Europacity im Ganzen doch etwas zu bieder und kühl vorkommt.

    Sehe ich das richtig, dass bereits eine der Scheiben des Alexa durch Baumaschinen beschädigt wurde (2. Reihe v.u. 3.Scheibe v.l.)?

    *Edit: Danke AAPMBerlin. Mittagspausen Schnüffelnase Gluehstrumpf war grade dabei, im Archiv sich dem Tatzeitpunkt zu nähern. Aber deine Antwort kam mir zuvor. Ich kann noch die Uhrzeit 15:30-16:00 Uhr dazu stiften und den mutmaßlichen Täter: Der Schlitzwandbagger!. Da war wohl jemand am Ende der Schicht unkonzentriert und hat ganz schön Schwitzen müssen zum Feierabend.

    Vielen Danke, super Bilder!

    Und bei "LED-Gedöns" musst ich tatsächlich ein wenig Lachen. Die Spiegelung gibt der Vorhalle ja noch einmal deutlich mehr Tiefe und verstärkt den Kathedralencharakter. Wenn das gewollt ist, saubere Arbeit. Auch das fliegende, rote Kunstwerk gibt dem Raum mehr Dimensionalität und Wärme.

    Deiner Meinung zur Besucherterrasse kann ich nur beipflichten. Diesen Aspekt des Flughafens hatte ich tatsächlich bisher gar nicht auf dem Schirm, aber sie scheint ja ein Spotter Traum zu sein. Gigantisch geräumig, super Rundumblick und mehr als ausreichend Schutz gegen Sauwetter. Der Schlange nach zu urteilen scheinen auch die Getränkeautomaten fleißig bei der Arbeit zu sein.

    Die Bilder machen schon Lust sich auch auf den Weg zu machen, nur mal gucken ;)

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    Ich find das Edge soliden Standard. Man muss ja in der Gegend schon fast loben, dass es sich traut die Würfelform mit dem ein oder anderen Sprung hier, einer runden Ecke dort zu "filigranieren".
    Den Cube muss man in echt sehen, der ist schon was besonderes. Stimmt schon, dass die Reflektionen wenig Einblick ins innere erlauben, aber durch die verschiendenen WInkel ergeben sich je nach Betrachtungsort völlig unterschiedliche Szenieren auf seiner Fassade. Das hat sich der Bauherr sicher einiges kosten lassen, ich erinnere mich noch gut wie lange die Montage der verspiegelten Fassadenelemente gedauert hat. Durchaus mutig und im Ergebnis unterhaltsam. Zumal der hohe Glasanteil ja quasi mit dem Hauptbahnhof korrespondiert.

    Oh Weia, da hab ich ja was losgetreten mit einem weitgehend unbedachten Schlusssatz, da fällt ja fast schon das wiedermal superbe Bild von Ostkreuzblog unter den Tisch.

    Erfreulich, dass hier immerhin ein Niveau gehalten und inhaltliche Argumente nicht aus den Augen verloren werden, das kennt man ja auch ganz anders.

    Ich glaube wir blicken alle mit einer bestimmten Sorge in die Zukunft, auch wenn wir sie unterschiedlich begründen. Und es fällt auf, dass es uns allen irgendwie zunehmend schwerer fällt ein Meinungssprektrum aufrecht zu erhalten. Zu wichtig erscheint es, genau jetzt den "richtigen" Weg zu gehen, als dass man divergierende Meinungen noch akzeptieren kann. Das mag verständlich sein, ist aber der letztlich notwendigen und auch zielführenden Synthese der Meinungen abträgig.

    Vielleicht ist der Thread über ein Hochhaus an der Spree nicht der richtige Ort um über für und wider verschiedener Gesellschaftsordnungen zu philosphieren (wenns auch in der Tat spannend und vor allem relevant ist!).

    Mit all der berliner Schludrigkeit wenn es um den Fortschritt von Bauprojekten geht ist der Stream so eine erfrischende Ausnahme. Schon interesannt, gerade im Kontrast, wie schnell es eigentlich gehen kann. Für mich ist die Mediaspree mit seinem sich entpuppenden Cluster-Charakter tatsächlich eine positive Überraschung, zwar mit Wermutstropfen mit dem Mercedes-Stummel, dem zu extravaganten Living Levels und den üblichen Schuhkartons aber die Höhepunkte des Viertels kann man zu Recht so bezeichnen.
    Und ich hab hab damals vor 12-13 Jahren in meiner Sturm-und-Drang und Eigentum ist Diebstahl Phase aktiv "Mediaspree versenken" unterstützt...
    Man wird halt älter, denkt nicht mehr nur in naiven Schwarz-Weiß Mustern und bekommt Tatkraft und Weisheit in ein gesünderes Verhätnis ;)

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    Die Frontansicht vom Kopfbau erinnert mich irgendwie ein wenig an abgespeckten Zuckerbäckerstil. Könnte auch ein entstuckter Kulturpalast sein. Ich finde die Fassadengestaltung ja per se nicht mal schlecht, vielleicht sind es ja die Proportionen? Ich glaube würde der Mittelteil seine "Schultern" um 3-5 Etagen überragen wäre das Ergebnis harmonischer und weniger brandwandig.

    Aber kritisieren ist ja auch immer einfacher als machen ;)

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    Streletzki hat ja nicht nur in Sachen BER einen langen Atem bewiesen. Was bei uns in Deutschland vorteilhaft in Vertrags-und Planungsicherheit sein mag wird im negativen doch in großen Teilen durch bürokratische Hürden und politische Dogmen wieder wettgemacht. In den 90ern das größte Hotel des Landes quasi in die (soziale) Ödnis an die Sonnenallee zu stellen war äußerst gewagt und daraus so einen wirtschaftlichen Erfolg zu machen sicher kein Selbstläufer.

    Dass das Anbieten von Getränken in Minibars und die Führsorge der Angestellten (was bedeutet in dem Sinne heuchlerisch? Ich für meinen Teil erwarte nicht von der Belegschaft mir gegenüber emotionale Bindungen aufzubauen) aus wirtschaftlichen Erwägungen erfolgt ist klar und funktioniert aber auch nur deshalb, weil die Leute genau das wollen und entsprechend bereit sind dafür zu zahlen. Niemand wird gezwungen an der Bar etwas zu trinken und man bekommt für weniger Geld auch realen Schlechte-Laune Service woanders.

    Die derzeitigen Maßnahmen und der Einbruch des Tourismus ganz allgemein wird, nach meiner Ansicht, deutlich gravierendere Auswirkungen auf die berliner Hotellandschaft haben als die Verzögerung des BER. Es kamen ja über die alten Flughafen bis vor kurzem genug Besucher an. Ich hoffe auch, dass sich das rasch wieder normalisiert, aber es ist ein Unsicherheitsfaktor gerade für diejenigen, die solch große Investionen angehen. Das Estrel, als im Kern tragfähiges und gesundes Unternehmen mit Standbein im Kongressbereich, gehört zum Glück für das Hochhausprojekt wohl eher weniger zu den Wackelkandiaten. Vielleicht wird das Estrel sogar am Ende im wahrsten Sinne seine Leuchtturmposition am Markt verstärken, wenn der schrumpfende Tourismusmarkt sich konsilidiert hat oder ehrlicher ausgedrückt: Die Pleitewelle einmal durchgefegt ist. Das fände ich dann persönlich auch schon wieder nicht nur gut, aber es beschert uns immerhin eines der wenigen neuen, echten Hochhäuser in der Stadt.

    Mal wieder ein kleines Lebenszeichen (Nicht nur von mir als schweigender Nutznießer eurer Aktivität).

    Im Buckower Prisma, einer kleinen, lokalen Gratiszeitung hier in Neukölln, gab es anläßlich des anstehenden 80. Geburtstages des Estrel Gründers Ekkehard Streletzki auch eine kleine Meldungen zum Stand des Estrel Hochhaus. Der Baubeginn stehe bevor und tatsächlich soll es dann im Herbst diesen Jahres losgehen. Fertigstellung plangemäß 2024 inklusive Sky Lounge und Außenterrasse.

    Ich kann nicht anders als staunen über die Ausdauer Streletzkis, an seiner Stelle wäre ich längst vor Vorzweiflung an den berliner Verhältnissen vom Stuhl gekippt, umso mehr wünsche ich Streletzkis ein weiter langes und gesundes Leben. Berlin braucht solche Menschen.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Am letzten Sonntag habe ich diesen einbetonierten Fahrrad entdeckt - hat jemand Ahnung, was dieser symbolisieren sollte? (Im Hintergrund - die fast fertige FOM-Hochschule) [...]

    Ich kenne weiße Räder als Mahnmale für im Verkehr umgekommene Fahrradfahrer. Das "Angekommen" scheint mir auch dazu zu passen, der umlackierte Bierkasten weniger...vielleicht doch einfach nur Kunst.

    War mir bisher so gar nicht bewusst, aber im Rahmen des Champions League Finales in Berlin wurde zusätzlicher Parkraum für anreisende Fans in Schönefeld auf den Parkpositionen des neuen Terminals genutzt. Welche nette Überraschung das Vorfeld einmal mit Flugzeugen gefüllt zu sehen, man kann sich ja schon fast vorstellen wie das ganze einmal als Flughafen wirken könnte ;)


    Herkunft der Bilder: https://de-de.facebook.com/berlinairport

    Danke für deine ausführliche Bilderserie Backstein.

    Der Bau wirkt in der Tat unglaublich steril und deprimierend. Sollte wohl ursprünglich Seriösität und Gediegenheit darstellen, funktioniert bei mir aber mal gar nicht. Der Spielplatz hat die Austrahlung eines Operationssaals. Die armen Kinder die dort ihre Fantasie ausleben sollen. Da reiht sich der Innenhof eigentlich nur konsequent ein. Denn eines kann man den Architekten sicher nicht vorwerfen, mangelnde Konsequenz. Sie haben ihr Ding durchgezogen.

    Vielleicht gibt es ja unter den Wohlhabenden genug die gerne in einer reinen, reizarmen Umgebung wohnen und der Bau wird erfolgreich sein. Aber meine Welt ist das nicht.

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    Hab mir die Sendung auch angehört. Erstmal an alle die nicht dabei waren.
    Maischberger war Gastmoderatorin in einer Sendund zum Thema, ob Berlin mehr Hochhäuser braucht. Sie übernahm dabei den contra part. Ihre Argumente waren u.a.:

    -Wohnhhochhäuser sind nur für die obere Schicht bezahlbar
    -Ab der 6. Etage verlieren die Leute in den Wohnungen den Bezug zum "Leben auf der Strasse"
    -In Berlin, wo ja eigentlich alles sumpfig ist, gestaltet sich der Fundamentbau schwierig und ist dadurch vergleichsweise teuer

    Ich kenne Fr. Maischberger wenig, ihre Sendung seh ich maximal ausschnittsweise, und ich war ein wenig erschrocken von ihrer unfreundlichen, plumpen Art. So hatte sie wenig Respekt vor ihrem Telefongast Langhof, fragte später in der Sendung z.B. ob denn das Hochhausprojekt am Hardenbergplatz überhaupt noch vor seinem Lebensende realisiert würde. Und ihr immer wieder vertretener Contrapunkt, dass dort ja eh nur Reiche wohnen ist ja wohl wenig glaubwürdig aus ihrem Mund. Sie gehört selbst zu dieser Schicht und wohnt sicher nicht in einer 2-Zimmer-Wohnung.

    Interesannt war noch Langhofs Antwort auf die Frage ob das "Hardenberg" Chance auf tatsächliche Realisierung hat. Bezugnehment auf das Upper West, das ja auch sein Projekt ist, sagter er, dass so ein Projekt eben schonmal 13 Jahre brauchen kann und er dabei eine langen Atem hat. Wie es so durchklingt glaubt er jedenfalls selber nicht an einen Baubeginn innerhalb der nächsten 5 Jahre.

    Eine ebenfalls in die Sendung geschaltete, ehemalige Umweltsenatorin von der Linken (Namen vergessen) lehnte das Hardenberg sowie Hochhäuser zum Wohnen ab, höchtens eine Nachverdichtung durch Dachaufbauten oder geringfügige Aufstockungen wie von 4-6 Geschosse könne sie sich vorstellen. So richtig klar wie sie den Wohnungsbau regeln würdel wurde es nicht. Sie verteidigte allerdings das Upper West und das Zoofenster als markante Stadtkrone der City West und findet eine Akzentuierung markanter, urbaner Knoten durch Höhendominanten vertretbar.


    Mit dem Radioeins Moderator, Langhof und der ex-Senatorin haben wir immerhin 3 von 4 Leuten die dem Hochhausbau mehr oder weniger wohlgesonnen sind. Zudem gab Fr.Maischberger ein schwaches Sprachrohr der Gegener wieder.

    Einen Baubeginn in den nächsten 5 Jahren wird es wohl in der Tat trotzdem nicht geben, wenn wir das mal als Fazit festhalten.

    Wenn ich die Diskussion hier so verfolge kommt mir in den Sinn, dass vielleicht genau eben diese der eigentliche Zweck des Projektes ist. Die eher ungewöhnliche Vorgehensweise der AG City und Langhofs sich so früh im Projektstadium direkt an die Öffentlichkeit zu wenden, sogar noch bevor wirklich mit der Stadtverwaltung abgesprochen, nährt bei mir den Verdacht eine tatsächliche Realisierung ist gar nicht das Ziel.

    Die Visualisierung ist in meinen Augen ja auch eher eine bessere Baumassenstudie, vieles scheint mir arg unrealistisch gesetz einer tatsächlichen Realisierung; Die Balkone der Wohneinheiten in den oberen Stockwerken (gabs da nicht schon beim Hines Turm große Diskussionen ob Balkone in großen Höhen überhaupt noch nutzbar sind?), die niemals umsetzbare Transparenz oder der großwüchsige Baubestand, der sicher mit der Thermik zu kämpfen hätte.

    Ich sehe das Projekt dementsprechend mehr als großen Paukenschlag, der vielleicht schon lange irgendwo als Idee herumlag und jetzt in der Hoffnung die Zeit ist reif in die Welt geworfen wurde. Finde ich auch nicht verkehrt, wir hier im Forum bewegen uns ja ohnehin in einer Blase die sich nur um derlei Projekte erstreckt, aber die große Öffentlichkeit? Die interessiert doch für sowas in der Regel nicht. Unser Turm hier allerdings hat es geschafft das Thema Hochhausbau mehr in den öffentlichen Focus zu rücken und eine längst überflüssige Debatte loszutreten. Es ist wie mit dem Frosch im Wasser, man muss die Leute langsam an die hohen Häuser gewöhnen, und nach den 175 Meter beim Estrel war der nächste Sprung nun die 200er Marke.

    Ich bin gespannt was die Diskussion um dieses Projekt bewirken wird, es ist erstmal vieles offen, vielleicht ist der Widerstand doch noch zu groß, vielleicht schleicht sich das Thema einfach wieder aus, oder es sorgt eben für die entgültige Einläutung des Hochhausbaus auch in Berlin, was in meinen Augen nur eine logische Fortentwicklung der berliner Stadtplanung wäre.


    Nachtrag: Wie zur Begründung erschien heute im Tagesspiegel dieser Artikel: Geklonte Architekten wollen vertikale Kieze

    Oh Weia
    Beim ersten Gürtelstraßen Projekt hab ich mich direkt erschreckt als ich das Bild erscrollte. Wenn ich mir vorstelle dort zu wohnen würd ich mich vor Besuchern glaub ich schämen. Geschmäcker sind ja verschienden, aber hier scheinen doch eindeutig Budget/Wille nicht vorhanden.

    Mit dem zweiten mag ich auch nicht so dirchtig warm werden. Das Zentrum wirkt wie ein großes Fenster mit Gitterstäben und hat auf mich Gefägnisflur-Charakter, wobei es trotzdem deutlich heller und offener nach außen wirkt als das andere Haus. Es "verschwimmt" im positiven Sinne wohl deutlich besser mit den restlichen Gebäuden. Das andere Haus springt einem ja richtig ins Gesicht...
    Vielleicht schwächt sich das ja ab sobald es nicht mehr als Halb-Solitär dasteht.

    Danke für die Aufklärung im Falle Ulan-Bator! :daumen:

    Etwas beunruhigende Nachrichten gibts jedoch hier:

    http://taz.de/1/berlin/artik…l-nachts-krach/

    Zugegeben die taz mag für einige hier keine akzeptable Quelle sein, aber die Quintessenz bleibt: Das Gutbürgertum will Verreisen, aber keine Flugzeuge am eigenen Himmel. Am Samstag wird es wieder eine Demonstration mit erwarteten 10.000 Teilnehmern geben. Dabei sieht sich diese Elite als Vertreter der 750.000 Anlieger, pardon 749.999, denn mich vertreten sie schonma nicht!

    Generell ist die Antibewegung wohl einfach zu groß um sie zu ignorieren.
    Berlin hat diesen Flughafen so nötig, und diese geballte Unsachlichkeit der Gegener macht mich eifnach nur wütend und traurig.
    Hoffen wir, dass dieses Theater nur eine "Fußnote" in der Geschichte des Flughafens werden wird.